psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Meine Mutter :-(

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    28.03.2011
    Beiträge
    1
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Meine Mutter :-(

    Ihr Lieben,
    ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe 2 kleine Kinder. Nun zu meinem eigentlichen Problem.
    Ich wohne ca. 5 km von meiner Mama entfernt, aber irgendwie hält sie mich emotional manchmal echt auf Trab. Seit ich denken kann, kam von ihrer Seite selten ein Lob oder Anerkennung. Alles war selbstverständlich und lief auch so ab. Ich hatte als Kind die Rolle der lieben kleinen Tochter übernommen, aber wehe man lief aus dem Ruder. So etwas vedrängte meine Mutter dann, macht sie bis heute noch. Sie lebt manchmal in einer Heilen Welt, aber wehe diese zerbricht, dann versteht sie die Welt nicht mehr. Sie möchte selbst mit Samthandschuhen angefasst werden, aber selbst beldeidigt und demütigt sie ihr Umfeld, dass es einem schlecht wird. Schon als Teenie hat sie mich als dick beschumpfen (obwohl ich grad mal 50 kg bei 1,60m wog). Meinen Mann hat sie auch schon aufs Übelste beleidigt, sodass dieser in Tränen ausbrach.
    Seid meine große Tochter auf der Welt ist, wird es immer schlimmer. Ständig will sie gelobt und aufgemuntert werden, wie toll sie doch als Mutter zu uns war. Fordert regelrecht diese Anerkennung von mir, die ich von ihr nie erhalten habe.Im Gegensatz dazu hält sie mir aber immer vor, wie ich meine Kinder zu erziehen hätte.
    Vor fünf Jahren haben wir uns ein Eigenheim geleistet, bei dem meine Mutter das Haus erst betrat, als es fix und fertig war. Diese Ignoranz macht mich manchmal echt fertig. Sie hat mich früher, schon als Kind mit Ignoranz und Liebesentzug bestraft, wenn etwas nicht so lief wie sie es sich vorgestellt hat. Was ebenso sehr anstrengend ist, sind ihre wechselhaften Launen. Sie kann übertrieben, aufgesetzt fröhlich sein und im nächsten Moment fährt sie mich oder meinen Mann wieder an.
    Selbst meine Kinder wissen nicht wie sie sich ihr gegenüber verhalten sollen. Und verkriechen sich bei ihr manchmal lieber in ihrem Schneckenhaus. Man muss dazu sagen, dass meine Mutter an Panikattacken litt als ich noch ein Kind war. Seit ich 15 bin geht es ihr aber wieder gut.

    Ich weiß, dass ich ihr auch nur genüge, wenn ich so bin wie sie mich haben will. Lieb, nett und am besten immer mit dem Kopfnicken. Aber so bin ich nun mal nicht, und bin auch glücklich darüber dass ich mein eigenes selbstbestimmtes Leben führe. Im Gegenzug dazu sagt sie mir immer wieder, dass sie mich so nicht erzogen hätte und wie peinlich ich für sie sei Dabei kann sie doch stolz sein, dass ich so bin wie ich bin, oder?
    Mich beschäftig das immer wieder, vielleicht habt ihr mir einen guten Rat.
    Danke schon mal fürs Zuhören

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo,

    ich möchte Dich ungern mit Margaritchen anschreiben. Lieber wäre mir z.B . Margarita, weil ich die Frau ansprechen möchte, nicht das Kind.

    Liebe Frau, Du hast sehr viel aus der Position des (verletzten) Kindes geschrieben. Das ist auch ok, denn dieses Kind hat eine Stimme in uns und die sollte auch ihren Platz kriegen. Dann muss man in dem Kind auch nicht stecken bleiben, sondern kann sich wieder als Erwachsener finden.

    Du bist 33 und kämpfst immer noch um die Anerkennung Deiner Mutter. So lange Du Dich nicht anders verhältst, als Du das schon immer getan hast, so lange wird sie sich auch nicht anders verhalten. Warum auch? Sie hat vll euch als willkommene Ablenkung, um nicht über ihren eigenen Mist nachdenken zu müssen , und Du hältst da immer noch hin und spielst das Spiel mit.

    Was hindert Dich, ihr unmißverständlich die Grenzen aufzuzeigen, von erwachsener Frau zu erwachsener Frau mit ihr zu reden, was geht und was nicht mehr läuft? Und wenn sie das nicht akzeptiert, dann gibt es eben Konsequenzen. Das muss nicht Kontaktabbruch sein, aber es kann z.B. seichter, unverbindlicher Kontakt sein, Treffen auf neutralem Boden und nicht mehr bei euch zu Hause, und auch die Bestärkung der Enkel, dass sie sich nicht manipulieren lassen müssen, sondern dass auch eine Oma sich an gewisse Regeln zu halten hat.

    Es ist nicht leicht, aber es fängt im Kopf an. Mach Dir klar, wie alt Du jetzt bist, dass Du die Anerkennung Deiner Mutter nicht mehr brauchst, dass sie zwar ihre Gründe haben mag, warum sie so ist, aber das ist nicht Dein Problem, sondern ihres.

    Und mit dem kleinen verletzten Kind kannst Du deshalb ruhig mitfühlen, aber dazu gibt es andere Rahmen, dazu musst Du nicht immer wieder diese Rolle einnehmen.

    Selbst meine Kinder wissen nicht wie sie sich ihr gegenüber verhalten sollen.
    Das ist Deine Unsicherheit und Ambivalenz, die sich überträgt.
    Geändert von Gast784 (28.03.2011 um 20:55 Uhr)

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Anna55 (28.03.2011),dieter25 (28.03.2011)

Ähnliche Themen

  1. Die Liebe einer Mutter?
    Von Tagtraum im Forum Liebe
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 11.11.2010, 14:28
  2. Meine Mutter
    Von oli1 im Forum Träume
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 23.12.2009, 13:48
  3. Meine Mutter....
    Von mareile im Forum Durchsetzungsvermögen
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 13.12.2009, 23:44
  4. meine Mutter
    Von Keks im Forum Durchsetzungsvermögen
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 14.07.2009, 07:43
  5. was ist mit meiner mutter?
    Von mondstein im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 14.06.2009, 16:22

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!