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Thema: Meine Mutter hasst meinen Freund

  1. #9
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    Mein psychisches Dilemma ist, dass meine Mutter mir schon oft geholfen hat. Ich bin ihr auch sehr dankbar dafür. Aber das heisst ja nicht, dass ich mir alles gefallen lassen muss. Ich glaube noch nicht einmal, dass sie mic vorsätzlich um den Hausanteil betrogen hat. Ich denke, sie hat in ihrem Kopf sich das so zurecht gerückt, dass sie wirklich daran glaubt. Was für mich noch schlimmer ist, denn nun denkt sie, ich wolle sie betrügen und erzählt das auch überall. Ich habe mich in meiner Familie schon immer als Aussenseiter gefühlt. Wir wohnen seit elf Jahren in einem Haus und wenn ich nicht ab und an nach unten zu ihr käme, würden wir uns nicht sehen. Genau so meine Schwester. Sie besucht regelmäßig meine Mutter. Den Weg zu mir findet sie nicht. Durch ihren Streit mit meinem Freund sind all die alten Wunden wieder aufgebrochen. Nach der Aussprache ist der Hass auf ihn noch größer geworden. Sie gibt ihm die Schuld an meinem Verhalten, weil ich vorher geschwiegen habe und alles in mich reingefressen habe. Im Prinzip hat sie sogar Recht. Ohne ihn hätte ich wieder geschwiegen, wie immer, jedem Konflikt aus dem Weg gehen. Deswegen tanzt mir auch jeder auf der Nase herum. Wie schon mal jemand sagte: man kann mir nur das antun, was ich zulasse. Ich will definitiv dieses Gespräch mit dem Schlichter. Danach werde ich sehen, ob es noch einen Wert hat oder nicht. Eher nicht.

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei majafritzchen für den sinnvollen Beitrag:

    Erwin (03.02.2012)

  3. #10
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    Knallhart: tu, was du nicht lassen kannst. Aber es wird das übliche Desaster.
    Niemand hier im Forum wird dir mit ein paar Beiträgen helfen können.
    ES GIBT KEIN DILEMMA!!!
    Es gibt nur die typischen emotionalen Abhängigkeiten, gegenseitige Hilfe ist eine davon. (In einer Familie mit gesunden Beziehungen untereinander eine tolle Sache.)
    Wie gesagt, ich bin sonst nicht so drastisch, aber du steckst so fest, ich merke ja, dass du meine Worte und die der anderen gar nicht begreifst. Du erklärst uns wieder, was an deiner Situation "besonders" ist. Nein! Sie ist nicht besonders. Sie ist Standard! Bewege dich mal einige Zeit hier im Forum. Du wirst auf so viele Abhängigkeitsverhältnisse treffen. Alle laufen nach einem ähnlichen Schema ab. Und nur wer begreift, dass er wie eine Marionette an Strippen gezogen wird, kann irgendwann die Strippen durchschneiden und sagen: STOP! Ich will ab jetzt alleine laufen!
    Aber wenn du dein Leben an deine unglückliche unglücklich machende Mutter verschenken willst - bitte!
    Nur um deine Männer und deine Tochter tut's mir leid. Die können sich nicht dagegen wehren.
    Du fühlst dich immer noch in erster Linie als Tochter.
    Du hast nicht begriffen, dass du selbst Mutter bist, Ehefrau warst, Partnerin bist - und zwar IN ERSTER LINIE.
    Ich sollte mich ein bißchen zurückziehen. Ich merke, dass ich zu wütend bin. Wütend darauf, dass es wieder ein Elternteil geschafft hat, einen eigenständigen Menschen bis weit ins Erwachsenenleben hinein wie eine Puppe tanzen zu lassen. Der braver Weise auch noch das Gefühl hat, an ganz vielem Schuld zu sein. Und in der Schuld zu stehen. Es ist so bitter!
    LG
    Sorge gut für dich selbst. Sonst tut es niemand!

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei JeffB. für den sinnvollen Beitrag:

    Thessa (03.02.2012)

  5. #11
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    Habe deinen Beitrag noch mal gelesen. Also, bitter ist, dass du dich gar nicht traust, von deiner Seite zu argumentieren. Du hast soviel Empathie. Du siehst, wie es deiner Mutter, deiner Schwester, deinem Freund gehen muss. Z. B. dass deine Mutter die Abmachung mit dem Haus ja nicht absichtlich vergessen hat. (Ich finde das übrigens vollkommen belanglos, ob das absichtlich oder unabsichtlich passiert ist. Es ist eine Zumutung für dich!!!). Wie abstrus du argumentierst, um doch nichts auf deine Mutter kommen zu lassen. Ich glaube, allen wäre geholfen, wenn du AUCH eine Position beziehen könntest - nicht gegen die anderen, sondern endlich mal für dich!
    Du hast so gute Ansätze. Du frißt es nicht wie früher in dich hinein. Du lässt es zu Konflikten kommen. Willst du nicht, dass diese Konflikte so enden, dass es für dich gut ist? Dann musst du lernen, für dich einzustehen. Konflikte kann man steuern, in einem guten Sinne. Aber das muss man mühsam lernen. Und das bietet sich am ehesten bei denen an, die aus schlechten Konfliktmustern ausbrechen zu wollen. Und das scheint mir bei dir der Fall zu sein.
    Also noch mal mein ultimativer Rat: mach eine Therapie für dich. Dein Thema, emotionale Manipulation und Abhängigkeit ist für Therapeuten täglich Brot.
    Sorge gut für dich selbst. Sonst tut es niemand!

  6. #12
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    Hallo majafritzchen

    Beim Lesen Deiner Zeilen fällt es mir schwer, innerlich ruhig zu bleiben. Wie es scheint, dreht sich alles um Deine Mutter und um den materiellen Besitz, von Deinen Wünschen lese ich zwar, doch die realen Aktionen und Interaktionen sehen Dich darin nicht vor. Gibt es Streit zwischen Deiner Mutter und Deinem Freund, stellst Du Dich dazwischen. Dein Freund will mit Dir glücklich sein, Deine Mutter verhindert dies mit ihren Interventionen.

    Mein psychisches Dilemma ist, dass meine Mutter mir schon oft geholfen hat. Ich bin ihr auch sehr dankbar dafür. Aber das heißt ja nicht, dass ich mir alles gefallen lassen muss.

    Ich finde, indem Du Dich vor Deine Mutter stellst, tust Du dies – zwar unbewusst bzw konditioniert – tut mir leid, Dir das so deutlich zu schreiben.

    Ich hätte allein die Trennung von Deinem Mann schon als "gravierend" eingestuft. Deine "Liebe am Frieden" verursacht doch erst Deine Situation, sozusagen für die Missachtung Deiner Selbstachtung, DEINER BEDÜRFNISSE. Hier solltest DU lernen „NEIN“ zu sagen! Deine Mutter handelt doch sichtlich nach dieser Maxime der Abgrenzung.

    Nach meinem Verständnis hilft Dir Deine Mutter "gerne", denn sie betrachtet diese mE „aufgedrängte Hilfe“ als Gefallen, den Du nach ihren willkürlichen Wünschen einlösen musst - möglicherweise mehrmals?

    a) Die einzige Möglichkeit, die mir bleibt, ist, das Haus zu verkaufen - und wir müssen alle ausziehen.
    b) Also muss ich meine Mutter rauswerfen. - Das bring ich nicht fertig,
    c) ... aber hier bleiben macht mich kaputt.
    (Das Haus behalten und ...die damit verbundenen Querelen)

    Diese Konstellation sehe ich als Polylemma.

    Ich denke, Du stehst kurz davor, auch diesen Partner zu verlieren. WELCHE Prioritäten möchtest Du denn setzen? Denn alle gleichwertig zu handhaben – das Ergebnis erlebst Du gerade.

    Ich kann mir vorstellen, dass dies eine sehr schwere Entscheidung für Dich darstellt, doch glaube ich, das ist JETZT explizit DEINE AUFGABE, - dass Du die Entwicklung unmöglich weiterhin so aussitzen solltest!

    Ich wünsche Dir vieeel Kraft, denn hier dürften sich alte Gewohnheiten einer Hinterfragung stellen müssen, um erst aus Deiner Ambivalenz und folglich den damit bedingten äußeren Konflikten eine Veränderung herbeizuführen.

    LG
    Geändert von Sonnenkraut (04.02.2012 um 18:58 Uhr) Grund: Bedeutung
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    "Du bist nicht das, was du denkst, dass du bist; sondern was du denkst, das bist du." (Marc Aurel)
    "Es ist durchaus nicht dasselbe, die Wahrheit über sich zu wissen oder sie von anderen hören zu müssen" (Aldous Huxley)

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Sonnenkraut für den sinnvollen Beitrag:

    Thessa (05.02.2012)

  8. #13
    Neuling Avatar von JK_HiKO
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    Ich denke dass du deiner Mutter vlt mal eindeutig die Meinung sagen musst, und ihr klar machen musst dass sie kein Recht hat sich so zu verhalten!

  9. #14
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    Die Aussprache mit meiner Mutter hat bereits nach Weihnachten statt gefunden. Ich habe mir alles von der Seele geredet und habe auch deutlich gesagt, dass ich so nicht weitermachen kann. Dass ich bereits nach Wohnungen gesucht habe und ein Bankgespräch hatte, bezüglich der Umsetzung. Ich habe um einen Waffenstillstand gebeten, bis sich die Gemüter wieder beruhigen. Allerdings sieht sie alles, was wir tun als Provokation und reagiert dementsprechend. (z.B. mal ein paar Lieblingslieder laut hören, wie ich es schon immer getan habe, tun wir jetzt nur, um sie zu ärgern).

    Ich sehe sie ganze Sache so: Der Freund meiner Mutter fängt den Streit mit meinem Mann und später mit meinem Freund an. Ich halte meinen Partner zurück, um Frieden zu haben. Meine Mutter hängt sich mit in den Streit gegen meinen Parter. Nachdem es dann eskaliert ist, hetzt sie noch die ganze Familie gegen meinen Partner auf. Eigentlich haben meine Mutter und ich nie direkt Streit miteinander, bis es jetzt unter die Gürtellinie gegangen ist und ich die Augen nicht mehr verschließen konnte. Seit der Freund meiner Mutter eingezogen ist, gibt es nur Streit. Mein Mann hat den Kontakt mit meiner Verwandschaft abgebrochen. Ich bin auf jede Familienfeier alleine gegangen. Unseren Freisitz im Garten haben wir um die Ecke an die Treppe gequetscht, weil wir uns hinten im Garten nicht mehr wohl gefühlt haben. Das hat uns all die Jahre extrem belastet. Ich habe mich auch nicht wirklich um eine Klärung gekümmert, denn in dieser Zeit habe ich Tag und Nacht nur gearbeitet, da uns das Wasser bis zum Hals gestanden hat. Stellenweise hatte ich nur drei Stunden Schlaf von dem einen Job zum nächsten und mein Mann ist schwer krank (Morbus Wegener). Er hat gedacht, es liegt alles an ihm und nach der Trennung habe ich endlich wieder ein normales Verhältnis mit meiner Familie. Aber ich habe den deja vu. Es passierte alles in der gleichen Reihenfolge.

    Nach acht Jahren kaputtrackern und von nichts leben (ich wußte manchmal nicht, wovon ich das Brot für meine Kinder bezahlen soll) für diese blöde Hütte, nach den sexuellen Eskapaden meines Mannes die zum sehr plötzlichen und abrupten Ende meiner Ehe geführt haben stand ich vor dem nichts. Ich hatte mich all die Jahre aus Scham und absoluter Überlastung von allen zurückgezogen. Hatte kaum Kontakt mit Freunden, habe noch nicht einmal mehr meinen Geburtstag gefeiert. Konnte nichts mehr fühlen. Nur absolute Leere. Ich habe versucht, alleine da herauszufinden. Ziemlich schnell (halbes Jahr) habe ich meinen Freund kennen gelernt. Da ich so total mit allem überfordert war, gab es dann extreme Probleme mit meiner Tochter (13) und meinem Freund und meinem eifersüchtigen Exmann. Die habe ich dann mit der Familienberatung von der Caritas in Griff bekommen. Und jetzt die Sache mit meiner Mutter!!!!!!!!!! Ich habe keine Kraft mehr. Ich muss für meine Kinder da sein. Ich muss meine immer noch drei Jobs richtig machen, kann mich allerdings kaum noch konzentrieren. Mein Freund macht mir Druck, weil er so hier nicht mehr leben will mit meiner Familie und ich weiss nicht, wie ich das regeln soll. Ich bin total überschuldet. Ich komme mir vor, wie eine Heulsuse. War immer so stolz auf meine Kraft und Stärke, auf meinen Kämpferwillen. Ich hab immer alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Nicht lang quatschen, sondern anpacken. So war ich. Was mich belastet hat, hab ich abgeschafft. Ich bin kaputt. Wenn das alles über die Bühne ist, habe ich innerhalb zwei Jahren meine große Liebe, meine Familie und mein Haus verloren. Und wenn ich nicht aufpasse und weiterhin so viel Mist bau, auch noch meinen Job.

    Wo ist mein Twix für meine Auszeit?

    Vielen Dank für eure Mails. Es tut gut, unterschiedliche Sichtweisen zu sehen, wenn man so schwierige Entscheidungen vor sich hat.

  10. #15
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    Das ist ja absolut bitter, da hast Du Dich jahrelang angestrengt und gemacht und gerackert, und stehst am Ende mit nichts da, ja sogar mit Schulden, und bist vermutlich Deine Wohnung und Dein Eigentum los. Ich finde es verständlich daß Dich das schwer belastet, eine Heulsuse bist Du deswegen nicht. Im Gegenteil. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

  11. #16
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    Hallo majafritzchen

    Dein Freund steht Dir nahe, ihn solltest Du vor den Zugriffen dieser „netten“ Verwandtschaft schützen. Er ist es, der Dir emotional viel Energie geben kann, die Dir vom Umgang mit dieser destruktiven Verwandtschaft abgezogen wird.

    - Dein Freund schützt sich mit einem Wegzug selbst, - und, indem er Dir seine Intentionen mitteilt, zeigt er, dass noch eine Chance für ein Fortführen Eurer Beziehung besteht - der Druck kommt mE aus Deinem Inneren.
    - Mit dem Wegzug bekommst Du den Teil Deiner mmtn verschwendeten Energie zurück. Jede Auseinandersetzung zehrt von Deiner Power, zerrt an Deinen Nerven.

    Besonders Ausschlaggebend zur Lösung des Problems scheint die finanzielle Situation zu sein. Überschuldung kann jeden treffen. Aus Angst und Scham über- oder unterschätzen Betroffene ihre finanziellen Möglichkeiten und verdrängen/vermeiden ihre Verantwortung, sich der notwendigen Bilanzierung zu stellen. Schulden kann man aber nicht mit Schulden bezahlen und im Falle drohender Arbeitslosigkeit setzt sich die Spirale der Verschuldung weiter fort.

    Deine Kräfte sind verbraucht, so wäre externe Hilfe meine Wahl. Deshalb würde ich den Gedanken zu einem Verbraucherinsolvenzverfahren in den Fokus stellen. Über die Abläufe und Zusammenhänge weiß ich leider zu wenig.

    Psychosoziale Einrichtungen dürften auch eine kostenlose Schuldnerberatung anbieten.

    Und:
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V. bietet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf ihrer Seite nicht nur Informationen und Tipps, sondern auch Musterbriefe, Vorlagen für Berechnungen und Übersichten als Download sowie einen übersichtlichen Ratgeber an:

    Weitere Informationen:
    Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e.V. (BAG-SB)
    Friedrichsplatz 10, 34117 Kassel, Tel.: 0561-771093, Fax: 0561-711126, email: info(at)bag-sb.de, web: www.bag-sb.de

    Dies nur als Vorschlag, die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Das Positive dabei ist der Neuanfang.

    Nochmal viel viel Kraft und Erfolg mit Deiner neuen Familie!

    LG
    ------------------------------------------------------------------------------------

    "Du bist nicht das, was du denkst, dass du bist; sondern was du denkst, das bist du." (Marc Aurel)
    "Es ist durchaus nicht dasselbe, die Wahrheit über sich zu wissen oder sie von anderen hören zu müssen" (Aldous Huxley)

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    Thessa (05.02.2012)

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