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Thema: Meine Mutter hasst meinen Freund

  1. #1
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    Standard Meine Mutter hasst meinen Freund

    Ich bin in einer sehr verweifelten Lage. Meine Mutter hasst meinen Freund und er hat kein Interesse mehr an einer Versöhnung. Ich habe damals mit meinem Mann ein Haus gebaut und meine Mutter ist in die Einliegerwohnung eingezogen. Da das Haus auf dem Grundstück ihrer Mutter gebaut wurde, fühlte sie sich immer wie der Chef und hat sich auch so benommen. Bereits mit meinem Ehemann gab es so schlimmen Streit, dass er mit meiner Familie gebrochen hat. Nund ist das Gleiche mit meinem Freund passiert. Ich habe mich immer dazwischen gestellt, wenn es Streit gab, weil ich am Liebsten meinen Frieden habe. Allerdings sind dieses Mal gravierende Sachen passiert und ich habe auch mehr live mitbekommen. Es ist so eskaliert, dass ich nur noch weg will. Eine räumliche Trennung ist aus finanziellen Gründen nicht möglich. Ich bin jetzt allein erziehend und muss den Hauskredit alleine abtragen. Die einzige Möglichkeit, die mir bleibt, ist, das Haus zu verkaufen und wir müssen alle ausziehen. Also muss ich meine Mutter rauswerfen. Das bring ich nicht fertig, aber hier bleiben macht mich kaputt. Die Fronten sind total verhärtet. Meine Mutter hat meinen Freund sogar bei seinem Arbeitgeber angeschwärzt. Trotz allem ist sie meine Mutter. Ich bin nur noch am heulen. In meiner Not habe ich mich an eine Familienhilfe gewendet. Meine Mutter ist so voller Hass, ich habe keine große Hoffnung, dass es was bringt.

  2. #2
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    Tja, dann auf zu harten Geschützen.
    Zuerst einmal eine rechtliche Frage - wie sind die Besitzverhältnisse ? Wem gehört das Haus ? Hat die Mutter einen Mietvertrag oder Nutzungsrecht - bis ans Lebensende ? oder verbrieftes Wohnrecht ? wäre erstmal wichtig zu wissen um abzuchecken was man/frau tun kann
    lg

  3. #3
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    Aus steuerlichen Gründen (Eigenheimzulage) haben wir, anstatt einem Mietvertrag, 1/3 des Wohneigentums und der Finanzierung auf die Mutter laufen lassen. Nach der Förderung sollte es dann wieder auf mich übertragen werden und sie sollte bis zu ihrem Tod mietfrei wohnen bleiben. So haben wir den Ausbau der Einliegerwohnung finanziert, der ansonsten nicht gemacht worden wäre. Sie ist allerdings überzeugt, dass das nie so ausgemacht worden ist und dass die unter anderen Umständen nie hier eingezogen wäre. 1/3 gehört ihr und sie hat mitzubestimmen. Meine Meinung wird weder akzeptiert noch ernst genommen. Mein Freund ist Handwerker und sieht, was alles im Argen ist am Haus. Er werkelt munter drauf los, um alles schön zu machen. Der Freund meiner Mutter, der in das alte morsche Haus der Oma eingezogen ist(liegt auf dem selben Grundstück) ist ein Messi. Überall wird alles gesammelt, denn man kann es ja noch gebrauchen oder für 1 Euro im Ebay verkaufen. Jetzt haben wir das alte Telefon mit Kabel in die Restmülltonne geworfen. Dabei wurden wir beobachtet. Die Mülltonne wurde durchsucht. Die Sachen wieder rausgeholt und ein rießiger Zettel auf die Mülltonne geklebt. Jeder hat inzwischen ein schnurloses, keiner kann es gebrauchen, keiner will es, aber egal. Wir provozieren, weil wir in unseren Augen Müll entsorgen etc.

    Die einzige Chance einer räumlichen Trennung ist, Vermietung meines Anteils (aber Doppelbelastung, wenn kein Mieter drin ist, der zahlt und es müssen noch einige Umbauten gemacht werden) oder eine Auflösung der Zweckgemeinschaft durch Zwangsversteigerung. Da könnte ich dann mitsteigern. Aber eigentlich will ich nur, dass sie uns endlich in Ruhe alles schön machen lässt und wir friedlich zusammen leben.

  4. #4
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    Hallo Majafritzchen.

    Klingt nicht sehr schön. Leider sind Eltern im Haus nicht immer eine Freude. Bei manchen funktioniert das ganz toll, bei anderen nicht.

    Ich würde dir raten, dir einen Anwalt zu besorgen und deiner Mutter klar zu machen, wie die rechtlichen Verhältnisse sind. Aber auch wenn das geklärt wäre, wird deine Mutter wohl nicht ruhig sein. Daher bleibt dir um Ruhe zu erhalten nur der Verkauf oder die Vermietung. Wobei es hier schwierig werden wird, da sie das sicher nicht hin nimmt.

    Aber für dich und deine Familie wäre es besser, wenn ihr Abstand hättet.

    Vielleicht zeigt deiner Mama das ja dann auch, daß es so nicht geht?
    " Leben ist, was zwischen dem Wünschen und Träumen passiert."

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen"

    "Leben und lieben ist.....sehen !"

  5. #5
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    Dann allerdings sieht das ganze rechtlich sehr schlecht aus und dir bleiben nur die von dir angesprochenen Möglichkeiten.
    Die Frage ist jetzt nur, willst du in diesem Dilemma weiterleben oder mit deinem Freund glücklich werden, auch wenn es deine Mama ist ......
    Hier geht es letztlich um dich, dein Leben und deine Gesundheit und da ist Rücksichtnahme auf Mama völlig fehl am Platze.
    Sie macht Dir/ euch das Leben schwer , also MÜSSEN sich eure Wege trennen.
    Du kannst es ja nochmal versuchen in Ruhe ein ernsthaftes Gespräch mit ihr zu führen, aber wenn es nicht möglich ist, nimm Reißaus !!!
    lg

  6. #6
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    Ich weiss, das mir nichts anderes übrig bleiben wird. Ich habe jetzt noch ein Gespräch mit meiner Mutter, meinem Freund und einer Familienberaterin vor. Da wird sich dann herausstellen, ob noch eine Versöhnung und ein weiteres Zusammenleben möglich ist. Aber sie hat so viel Hass in sich. Sie sagt, seit mein Freund da ist, gibt es nur noch Streit. Alle hassen ihn. Vorher mit meinem Mann war es das Gleiche, nur hat der sich komplett zurückgezogen und jeglichen Kontakt abgebrochen und mein Freund lässt sich nichts gefallen. Manche Menschen passen einfach nicht zueinander. Und wenn ich noch zehn andere Partner habe, werden sie sich nicht mit meiner Familie vertragen, da ich anders bin und die Männer zu mir passen.

  7. #7
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    Nimm keine Rücksicht auf deine Familie, es ist DEIN Leben und du hast wahrscheinlich nur das eine !!!!
    viel Glück und lg

  8. #8
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    Ich schlage nur die Hände über dem Kopf zusammen. Ich bin 44 Jahre alt und versuche, mich über eine Therapie von meiner Mutter zu lösen. Das war die letzte gewaltfreie Alternative, ansonsten standen nur Mord oder Selbstmord zur Auswahl. Ich dachte, meine Situation sei verzweifelt, aber ich habe das alles, was du hast, aber nicht diese Eigentumsverhältnisse und die räumliche Nähe. Das macht das Elend leider vollkommen.

    Nach zwei Jahren Therapie kann ich nur sagen: du steckst in einer uralten emotionalen Abhängigkeit zu deiner Mutter, die sie auch immer noch ausspielt. Du hast eine Familie gehabt, die daran zerbrochen ist. Jetzt hast du dir noch was aufgebaut. Es wird wieder zerbrechen.

    Meine ultimativen Ratschläge:
    KEINE Familientherapie mit deiner Mutter. Das stellt nur vermeintliche Sachlichkeit her, die dich in Kompromisse treibt, an die sich deine Mutter später wieder einen Sch...dreck halten wird.
    Mach selber eine Therapie für dich. Das wird ganz viel Zeit brauchen.
    Und als allererstes, das kam ja auch schon: du musst das rechtlich klären. Egal, wieviel das materiell kostet und wenn es alles ist!

    Ich bin immer sehr moderat mit meinen Beiträgen hier. Diese Zurückhaltung gebe ich bewusst auf. Du hast nämlich tatsächlich nur dein eines Leben. Und Verantwortung für das Leben deiner Tochter.

    Es gibt nur eine Möglichkeit: alles auseinander ziehen und dann eine Auszeit von mehreren Jahren, in denen du zu einer eigenständigen Persönlichkeit reifen darfst. Denn das bist du noch nicht, sondern nur der lange, manipulierte Arm deiner Mutter.

    Übrigens: das bedeutet nicht, dass ich schlecht von deiner Mutter denke. Irgendwas wird in ihrem Leben schon gewesen sein, was sie so hat werden lassen, was sicherlich mein tiefes Mitgefühl haben würde. Aber dafür wirst du und die Deinen jetzt mitgeopfert, ohne dass irgendetwas besser würde.

    Und: deine Mutter bleibt auch deine Mutter, wenn du erwachsen wirst. Und das musst du. Sei dir was wert.

    Ganz liebe Grüße
    JeffB.
    Sorge gut für dich selbst. Sonst tut es niemand!

  9. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei JeffB. für den sinnvollen Beitrag:

    Mama Moni (02.02.2012),Rya.Reisender (03.02.2012),Thessa (03.02.2012)

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