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Thema: Meine Mutter-ich kann einfach nicht mehr! Hilfe! Bitte!

  1. #9
    Neuling
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    Hallo Heike

    In früheren Jahren, die Älteren hier werden das sicherlich noch kennen, war es so, daß die Eltern oft der Vater den beruflichen Werdegang bestimmte. Bei mir war das nicht anders, bis zum 21ten Lebensjahr. Von diesem Jahr an lernte ich das, was ich immer schon machen wollte. Es gab Riesenauseinandersetzungen, doch ich war standhaft. Mein Verhältnis zu meinem Vater, daß bis dahin nicht das Beste war, bekam eine ganz andere Wertung. Für mich habe ich nur gedacht, warum ich das nicht schon eher gemacht habe. Bis zum Tode meines Vaters haben wir uns prächtig verstanden.

    Viele Grüße Dino

  2. #10
    Neuling
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    Zitat Zitat von Schatten Beitrag anzeigen
    Du hast offenbar eine sehr enge und häufige Beziehung zu Deiner Mutter unter der Du gleichzeitig leidest.
    ...... wie wäre es mit etwas bis sehr viel mehr Distanz?

    Ich kann mir was Schöneres vorstellen, als täglich Kontakt zu einer anstrengenden Mutter zu haben und mit auch noch in der Mittagspause zusülzen und meinen selbst gewählten Freund entwerten zu lassen.

    Da es Deiner Mutter in der Situation bestens geht.....
    ......Womit hat sie Dich in der Hand? Schlechtes Gewissen?
    Hallo Schatten,

    so ist es nicht. Es ist auch mein Bedürfnis, sie oft zu sehen und mit ihr zu quatschen. ICH rufe sie mittags immer an, einfach, weil ich es möchte. Um zu fragen, wie es ihr geht etc. Das ist kein Zwang oder so. Überhaupt nicht! Und unter normalen Umständen ist es auch amüsant, interessant und es gibt mir was. Nicht nur so blabla.

    Meiner Mutter geht es in der (Streit)Situation alles andere als bestens. Sie leidet wie Hund. Ist unglücklich uns sieht ihre Sichtweise sicherlich als richtig an und glaubt wirklich, wie undankbar etc. ich sei.

    Sie hat mich mit nichts uin der hand und ich habe auch kein schlechtes Gewissen ihr gegenüber. Im Gegenteil. ich war auch immer für sie da und habe geholfen.

    Gruß
    H.

  3. #11
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Heike.

    „Es ist auch mein Bedürfnis, sie oft zu sehen und mit ihr zu quatschen. ICH rufe sie mittags immer an, einfach, weil ich es möchte. Um zu fragen, wie es ihr geht etc.“
    Ist Dir jemals in den Sinn gekommen, dass das irgendwie komisch ist, wenn man selbst so um die 40 ist?
    Wenn es tatsächlich ein Bedürfnis von Dir ist, dann … hm … ist das so, mir kommt es eigenartig vor, aber, wir sind eben alle etwas anders.

    Gruß,

    Schatten

  4. #12
    mad
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    Also ich frage mich nach Deinen letzten Zeilen, wo denn jetzt überhaupt das Problem liegt, Heike?
    Oder hatte sich das "Problem" erledigt, nachdem hier das Wort "Distanz" gefallen ist und Du gesehen hast, dass es auch Arbeit bedeutet, sich abzunabeln?
    Wobei ich mich gerade frage, ob Du Dich überhaupt abnabeln willst - ich dachte, es gäbe so viele Probleme ... na ja, vielleicht kommt ja noch so etwas wie ein "Aha-Erlebnis" meinerseits

    P.S.: "Ich kann nicht mehr!" schriebst Du im Eröffnungstext - was kannst Du denn nicht mehr?
    Erst rufst Du nach Hilfe und dann scheint es, als würdest Du Dich umdrehen und sagen: Nö ... mit uns ist alles wunderbar!
    Geändert von mad (23.04.2011 um 20:15 Uhr)

  5. #13
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Heike.

    Habe gerade erst gesehen, dass Du hier
    http://www.psychologieforum.de/mutte...hsen-9767.html
    ja schon Deine Situation geschildert und auch ganz gut und selbstkritisch erkannt hast.

    Knackpunkte sind solche Sätze:
    „Sie wirft mir manchmal vor, ich hätte kein Vertrauen zu ihr, weil ich nie mehr alles über uns erzähle.“

    Dass Problem ist, dass diese Frau kräftig an Deinem Leben schmarotzt und es massiv beeinträchtigt, was Du offenbar als vollkommen normal empfindest, aber alles andere als normal ist.
    Deine Mutter hat Dich in der Hand, mischt sich auf ziemlich entsetzliche Weise in alle Deine Lebensbereiche ein, inklusive Beziehung und erwartet regelmäßigen Rapport.
    Was mich wundert, ist, dass Dein Freund das mitmacht.

    Das eigentliche Problem an der ganzen Sache bist aber Du, weil Du nicht mal im Ansatz erkennst, dass Du es in der Hand hast, was an der Situation zu ändern. Du möchtest schlichten, Frieden schaffen zwischen einer unvereinbaren Rolle als kleine Tochter, die alles zu beichten hat, die Rolle die Du zu 90% spielst und der, einer erwachsenen Frau von weit über 40, die ein eigenes Leben führt und ein Recht hat, ihre privaten Dinge auch für sich zu behalten und eigene Entscheidungen zu treffen, eigne Fehler zu machen und die nicht alle Nase lang kommentiert zu kriegen.

    Und Deine einzige Lösung scheint zu sein, dass Du die 10% erwachsene Frau endgültig mit dem Lötkolben aus Deinem Bewusstsein brennst, indem Du hier nach Wegen suchst Dich von Mutti – ein tyrannischer Drachen, wenn Du mich fragst, die ihre Tochter in egozentrischer Manier an der ganz ganz kurzen Leine hält – zukünftig nicht mehr so schnell provozieren zu lassen.
    Lieb lächelnd, willst Du jede Demütigung und Unterdrückung ertrtagen, statt die Alte zu fragen, ob sie eigentlich noch alle Tassen im Schrank hat, noch immer in Deinem Leben rumzupfuschen, statt ihr eigenes zu leben und Dich endlich in Ruhe zu lassen.
    Das kann sie aber nicht, weil ihre eigene Bedürftigkeit zu groß ist, Deine Mutter, Heike, auch wenn Du es nicht siehst, ist eine schwache Frau – doch, vielleicht siehst Du es zum Teil, aber in ihrer Schwäche tut sie Dir Leid. Wut, Wut gestattest Du Dir nie, weil’s doch die arme Mutti ist, der das Leben vermutlich so übel mitgespielt hat und die es doch eigentlich gut meint – und das soll jetzt die Legitimation sein, dass der Drachen Dich drangsaliert, bis ans Ende ihres Lebens?
    Du bist dann 65 oder so und endgültig gebrochen, findest vielleicht noch einen impotenten und frustrierten Tattergreis, der Dich die letzten Jahre Deines unfreien Lebens weiter unterdrückt, damit Du die liebgewonnene Gewohnheit nicht ändern musst.

    Und dann hast Du, ich habe mir dann gleich Dein Komplettset gegeben, ernsthaft vor, mit Mutti, nicht mit Deinem Freund, in Paartherapie zu gehen? Ist ja entwaffnend ehrlich, einerseits, aber dennoch: nein Heike, Du wirst keine harmonische nette WG zwischen Deinen Ohren hinbekommen, das geht immer nur auf Kosten der massiven Unterdrückung Deiner eigenen Bedürfnisse, von denen Du mit Sicherheit nicht mal ein Drittel kennst. Was Du bestens kennst, sind die Bedürfnisse Deiner Mutter, auf die Dein Leben ausgerichtet ist.

    Da Deine Mutter schwach ist, hast Du mehr Trümpfe in der Hand, also Du glaubst.
    Dass Du massiv unreif bist, weißt Du selbst, es liegt daran, dass Deine Mutter emotionale Erpressung betreibt und Dich klein, abhängig und unmündig hält und wenn Dir was helfen kann, dann eine Therapie/Beratung alleine und/oder ein Aufdecken dieser Muster, damit Du a) erkennst, was Deine Mutter mit Dir macht und b) die Kenntnis nutzen kannst um, da Schritt für Schritt raus zu kommen

    Es gibt zwei wirklich gute Bücher zu dem Thema, eines heißt:
    Meine Mutter macht mich ganz verrückt. Wie Töchter mit Müttern besser umgehen können
    Susan Simon Cohen, Edward M. Cohen

    Klingt etwas blöd, ist aber gut, das andere:

    Emotionale Erpressung - Wenn andere mit Gefühlen drohen
    Susan Forward, Donna Frazier

    Eine Website dazu:
    http://www.partnerschaft-beziehung.d...rpressung.html

    Da Deine Beiträge ja Hilferufe sind, nimm Hilfe an z.B. durch diese Bücher und Beratung/Therapie und wenn es unbedingt zu zweit sein muss, dann nimm bitte Deinen Freund mit.

    Österliche Grüße,

    Schatten
    Geändert von Schatten (24.04.2011 um 14:19 Uhr)

  6. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Schatten für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (26.04.2011),Dino (24.04.2011)

  7. #14
    Neuling
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    Hallo,
    ich wieder..

    Habe mir das eine Buch gekauft. Es ist gut, aber es sind eben immer wieder andere Fälle.

    Mich macht es so traurig, dass Sie und mein Freund sich nicht aussöhnen. Mein Freund ist sich sicher keiner Schuld bewussst und meine Mutter hat ihn sich jetzt zum "Feindbild" ausgeguckt, der sie in seinem Haus nicht in Schutz genommen hat und sie von seinem Stiefsohn hat beleidigen lassen (ich sah es nicht als Beleidigung sondern als Geplapper eines jungen Schnösels. Aber da si keine Erfahrung mit Kindern/Jugendlichen hat, ist alles ganz bös...) etc.pp. In meinen Augen ist es kein Grund, von alles Seiten, auf immer und ewig böse zu sein. Aber ich bin zu schwach, kann es einfach nicht regeln. Ja ich kriege es nicht einmal hin, meinen Freund nochmals darauf anzusprechen.

    Fakt ist. Ich liebe meine Mutter. Und ich liebe meinen Freund. Er hat nun mal einen Sohn und ist geschieden, wie tausend andere auch. Er tut alles für mich, liebt mich. Und was sieht sie? Nur immer das Negative.

    Wir waren jetzt 3 Tage (alleine!!! ohne Kind) weg. Endlich. Ich hatte es mir so gewünscht. und was sagt sie:
    Fahren die Kinder mit?
    Muss er irgendwo ein Turnier spielen, dass ihr fahrt?

    Nein, nein, verdammt nochmal!!!! Ich war am Tag vorher noch schön mit ihr Essen. Alles sehr entspannt. Sie drückt mir dann einen Zettel in die Hand mit der Bemerkung, ich würde alle unsere Rituale verbachlässigen (früher habe ich auch immer geschrieben, jetzt kam ich direkt vom Büro und hatte weder Zeit noch Lust):

    "Ich wünsche Dir und Deinem Hund eine schöne Zeit. Und ruf mich nicht an. Ich will nicht, dass es heißt: ich muss mal meine Mutter anrufen. Auf "Mutter" reagiere ich kaum. Das sagen Männer. Melde Dich am Montag, wenn Du wieder da bist."

    Sie wünscht nicht einmal UNS eine schöne Zeit, sondern nur mir und dem Tier.
    Ich habe doch angerufen um zu sagen, dass wir gut angekommen sind. Was pflaumt sie mich an: ich habe dich gebeten, dich nicht zu melden. Bitte akzeptiere das. Ich habe damit und mit dieser Familie nichts mehr zu tun, mich interessiert das nicht mehr (oder so ähnlich). Toll!

    Als wenn ich anrufe, weil ich es MÜSSTE. So'n Quatsch. Und als wenn ER jemals etwas dagenen gesagt hätte. Niemals! Aber da wird wieder schön etwas unterstellt!!! Mich hat es natürlich beschäftigt, weil ich im Inneren sehr wütend war. Also interessiert es sie doch auch nicht, was ICH mache, wie es MIR geht?!!

    Ich bin so traurig, möchte so gerne, dass sie sich alle aussöhnen. Ich schaffe es nicht, alles unter einen Hut zu bringen. In dem Hotel waren Familienfeiern, alles schön, alles harmonisch. Nur sie ist so störrisch. Und sie fühlt sich im Recht!

    Ich will nicht mit ihr brechen. Denn, auch wenn man es nicht glauben mag, sie ist auch ein toller Mensch, hat mir so viel Wärme und Liebe gegeben. Auch, wenn ich jetzt hier wieder die Schelte bekomme. Aber sie ist meine Mutter und ich liebe sie.
    Geändert von Heike111 (05.06.2011 um 16:01 Uhr)

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