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Thema: Meine Mutter kommt nicht aus meinen Gedanken, will mit der Vergangenheit abschliessen

  1. #1
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    Standard Meine Mutter kommt nicht aus meinen Gedanken, will mit der Vergangenheit abschliessen

    Manchmal weiss ich nicht, ob ich meine Jungend als schwierig bezeichnen darf. Es begann damit, dass meine Mutter sich von meinem Vater trennen wollte, da war ich 13. Meine Mutter ist eine generell verschlossene Frau, sagt selten etwas direkt, kann dich aber mit einem Laecheln im Gesicht verdammt beleidigen, selbst aber noch als Opfer wegkommen. Sie macht vieles hinterm Ruecken und wie sie selber sagt "ich luege nie, sondern sage halt nicht alles".

    Als 13 jaehriges Kind war ich das absolute Mama- Kind, ich waere fuer sie durchs Feuer gegangen, ich habe sie wirklich geliebt. Einerseits war ich auch dazu gezwungen, da mein Vater nur am Wochenende daheim war(war andauernd mit seiner Firma unterwegs). Mein Vater ist ein Chaot, unordentlich, manchmal uebernommen, faul, aber ich glaube im Grunde kein schlechter Mensch, braucht nur eine ehrliche Frau, die ihn fuehren kann und er sich von ihr fuehren laesst.
    Das beurteile ich nun als 23 jaehrige Frau.

    Zurueck zur Vergangenheit, meine Mutter hatte diverse Freundinnen. Eine mochte meinen Vater nicht besonders. Moechte meinen Vater nun auch nicht absolut in Schutz nehmen, da er schon gerne ein Macho sein kann. Auf jeden Fall kam es so weit, dass meine Mutter sich von meinem Vater trennte.
    Schaetze, sie haette es wohl nie getan, waeren die Freundinnen nicht gewesen. Ich kann mir vorstellen, dass sie nicht unbedingt mit ihrer Ehe gluecklich war, da sie immer das Problem hatte, jemandem ihre Meinung zu sagen und meinem Vater nicht direkt sagen konnte, was sie will.

    Er wiederum sieht gerne seine Weltanschauung als richtig an.Er wollte immer ein Haus haben und bauen. Meine Mutter wollte jedoch nicht bauen, sondern Reisen, er wollte einen nahen Kontakt mit der Familie pflegen, sie wollte keinen oder wenig haben, er wollte auf dem Land leben, sie in der Stadt. Die Liste koennte so weiter gehen. Wenn ich sie beide als Menschen ansehe, finde ich es gut, dass sie getrennte Wege gehen, obwohl ich innerlich gerne eine "traditionelle" Familie haette, wo beide gemeinsam altern und ich bei ihnen sein kann(leben 1200 km voneinander entfernt). Natuerlich ist das bei ihnen nicht moeglich, sind halt vollkommen unterschiedlich und wuerde es auch nicht wollen, bei deren Charakter.

    Meine Mutter hatte, nach ihren Berichten, eine verdammt harte Kindheit, ihr Vater war gewalttaetig, trank und schlug sie und ihre Mutter. Nach Angaben der Schwester, wurde sie nicht geschlagen (sie ist aber auch um 7 Jahre juenger).Aufgrund dieser harten Kindheit ist sie sehr verschlossen und ungluecklich. Mein Vater hatte eine sehr ausgeglichene Familie und war in der Lage zu vertrauen und offen (Jetzt weniger).
    Erinnerungen koennten natuerlich durch die Zeit verfaelschen und sind halt subjektiv, daher versuche ich es so neutral wie moeglich wiederzugeben. Meine Mutter plante die Trennung hinter dem Ruecken meines Vaters, ihre Freundinnen halfen ihr mit Tatkraft dabei, eigenes Konto, Wohnung etc. Mein Vater wusste von gar nichts. Ich durfte nichts sagen, aber mein 13 jaehriges kindliche Gewissen meinte, es ihm sagen zu sollen. Fand es halt nicht fair.

    Leider wusste ich zu der Zeit nicht, dass es hier um viel Geld ging und sie ihn um 50.000 Mark leichter machte und ihm Steuerschulden liess. Ganz schnell fing er an verrueckt zu spielen, trank etc. er war am Boden(fast mit einem Bein im Knast). Ploetzlich fand sich ein neuer Mann, kurz nachdem ich es meinem Vater gesagt habe. Mein Vater spielte verrueckt, trank und da ich eh ein Mama- Kind war, habe ich das als Grund der Trennung angesehen.Dem neuen Mann sah ich sehr positiv entgegen, habe ihn als neuen "Partner" akzeptiert und mochte ihn sehr.

    Kurz darauf kam ich aber extrem in die Pupertaet, Essstoerungen, Rauchen, Parties. Ich schaetze, dass ich eifersuechtig auf den Neuen war, da ich und sein Sohn nicht mehr die Aufmerksamkeit erhielten, die wir wollten. Das Problem war, dass angeblich meine Mutter zu ihrem Partner meinte, sein Sohn solle nicht mehr an den Wochenenden kommen, da er die Beziehung zerstoere. (Ich weiss, dass sie ihn nicht mochte)Und so kam er dann auch nicht mehr.

    Hatte zeitweise immer wieder mit meinem Vater Kontakt und schaetze, dass ich immer wieder zwischen meinen Eltern stand. Glaube, das Problem lag dabei, das seine Wut auf die Situation er auf mich abliess und diese auch auf mich abfaerbte. Irgendwie verlangte es mein Vater, meine Mutter aeusserte sich nicht zu der Situation und ueber meinen Vater.

    Schaetze,dass ich nicht einfach war, zumindestens sagte es meine Mutter.Meine Essstoerungen, gelegentliche Parties, Stinkerei meiner Mutter gegenueber. Hatte teilweise ein schlechtes Umfeld und falsche Freunde, aber zu einem gewissen Punkt wusste ich,wann ich nein sagen sollte(da war ich 15)
    Geändert von vishniac (07.05.2010 um 22:14 Uhr)

  2. #2
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    Standard Fortsetzung...

    Da mein Vater mir einiges berichtete, began ich einiges zu Hinterfragen, rief ihn und meine Grossmutter regelmaessig an. Meine Mutter verschloss das Telefon im Schlafzimmer, weiss nicht ob es an der Rechnung oder an den Personen lag. Leider wusste meine Mutter nicht, dass die Schluessel aus der Kueche und Schlafzimmers die Selben waren und brach damit ein. Wollte wissen, was sie dort zu verstecken hatte und began zu stoebbern (natuerlich ist mir es bewusst, dass ich es nicht sollte)und fand einen Brief ihrer alten Bekannten. Wo dort stand, "dass es ihr Leid taete und den Kontakt abbrechen muss, da sie die Situation anders eingeschaetzt hatte".(so viel vom Sinn her)Diese Dame gab ihr naemlich Ratschlaege, wie sie das mit den Konten machen sollte.

    Ich war sauer, mein Vater tat mir Leid, fuehlte mich verarscht. Glaube, dass ich da richtig schlimm wurde, den Sinn habe ich nicht richtig verstanden, aber glaubte zu wissen, dass mein Vater recht hatte. Hatte kurz darauf Geburtstag,war 16.wollte erwachsener sein, als ich es war und suchte eine Wohnung fuer mich und meinen Vater. Hatte auch Glueck, man soll es kaum glauben. Wenn ich jetzt an die SItuation denke, wollte ich nicht wirklich weg, hatte Angst. EIgentlich habe ich immer noch gehofft, dass meine Mutter sagt, ich solle doch zu Hause bleiben.

    Sie wusste nichts von der WOhnung und dem AUszug. Der aeltere Herr rief jedoch daheim an, um mir mitzuteilen, dass ich demnaechst die Schluessel abholen koennte. Er wusste nicht, dass das meine Mutter in der Leitung war. Meine Mutter und ich redeten an dem Tag ganz normal, sie schnitt mir die Spitzen und kurz darauf bemerkte ich, dass meine Schluessel weg waren. Wollte auf eine Geburtstagsfeier gehen und fragte sie wo sie seien. Sie meinte ich braeuchte sie nicht mehr und wir koennten nun einen Termin vereinbaren, wann ich zurueck kommen soll. Ich war beleidigt und kam nicht mehr nach Hause (war bei Freunden). Nahm drei Tage spaeter meinen Schlafsack, Isomatte und Geld mit und begann in der leeren WOhnung zu wohnen. Mein Vater war noch nicht da und wusste von allem noch nicht Bescheid. Ich war sturr und wollte nicht mehr mit meiner Mutter reden. Sie war waehrend dessen bei Pro-Familia um sich zu erkundigen, was sie machen soll, meinte sie und kam mich am 5. Tag in der WOhnung "besuchen". Die von Pro-Familia meinten, nach Worten meiner Mutter, dass sie nach ihren Schilderungen zu Folge nur abwarten sollte und ich von alleine zurueck kaeme. Meinem Vater habe ich dann auch Bescheid gesagt, dass ich schon in der WOhnung sei und er doch bitte vorbei kaeme, weil ich kein Geld mehr hatte. Es dauerte etwas, bis er kam, da er 1200 km zurueckzulegen hatte. Kurz, mein Vater und ich richteten uns ein und ich hatte keinen Kontakt zu meiner Mutter.

    Es waere alles in Ordnung,waere der Arbeitsort meines Vaters nicht 300 km entfernt und ich des haeufigeren fuer 2- 5 Tage allein. An sich war ich eigentlich brav waehrend der Zeit, keine Feiern, habe bei einem Sportverein gearbeitet, war ausgeglichener. Doch machte es mich fertig, dass sich meine Mutter nicht meldete, war regelmaessig am heulen, habe sie "gehasst" - naja man nimmt in solch einem Alter schon gern harte WOrte in den Mund. Wir begannen wieder miteinander zu reden, wollte mich naemlich von ihr verabschieden, da mein Vater und ich wieder wegziehen wollten. 500 km weiter weg.

    Wollte weg,mit dem alten Abschliessen und etwas Neues anfangen. Meine Mutter hat mir alles von ihrer Kindheit erzaehlt, sie tat mir wieder leid und ich wollte mit ihr Kontakt haben, auch wenn ich weit weg bin.
    Will nun nichts falsches erzaehlen, kann mich halt nicht an alles erinnern und manchmal sind Erinnerungen falsch. Doch so weit ich mich erinnern kann trank mein Vater nicht am neuem Wohnort und glaube, dass er anfing, als er Probleme mit der Steuer bekam. Es gab eine Phase, wo es wirklich nicht leicht war mit meinem Vater. Er hat so stark getrunken, das er schliesslich eine Therapie anfangen musste. Glaube, dass ich in der Zeit extrem zwischen meinen Eltern stand, wollte keinem glauben, aber meinen Vater auch nicht ganz im Stich lassen, auch wenn ich darunter gelitten habe. Nach Aussagen des Psychologen in der Klinik meines Vaters, versuchte ich die Ehefrau meines Vaters zu sein. An sich nahm ich die Ganze Verantwortung auf mich, Kochen, Putzen, Einkaufen, Rechnungen.

    Mit meiner Mutter habe ich kaum geredet, habe etwas von unseren Problemen erwaehnt, doch hat sie nie gesagt, dass ich doch wieder zurueck kommen koennte, wenn es mir schlecht ginge und fuehlte mich auch irgendwie von ihr in Stich gelassen. Fakt, ich kann mich daran erinnern, dass ich mich mit meinem Vater und auch Mutter im Alter von mitlerweile 18 Jahren schrecklich gestritten habe, doch glaube ich, dass ich einfach ueberfordert war. Es gab keine Gewalt, aber harte Worte von meinem Vater, wenn er betrunken war oder halt nette Hoeflichkeit meiner Mutter. Mein Vater wollte mich gegen meine Mutter aufhetzen und versuchte es vielleicht unbewusst. Doch wenn ich meine Mutter in Schutz nahm, sah es so aus,dass er auf mich wuetend war, ich mich bei meiner Mutter aber nicht ausreden konnte oder konkrete Hilfe erwarten durfte.
    Geändert von vishniac (07.05.2010 um 22:15 Uhr)

  3. #3
    Gast784
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    hallo Vishniac,

    es tut mir leid, dass es jetzt Dich erwischt, aber ich empfinde es bei Deinem Post jetzt so extrem, dass ich es doch mal los werden muss:

    ich sags vorab: ich habs inhaltlich nicht gelesen. Und ich sags Dir auch warum:

    Hast Du selber eigentlich das nochmal durchgelesen, was Du geschrieben hast? bzw. hast Du Dir einfach mal die Form angeguckt?

    Du machst es einem verd... schwer, sry, Dich mit Deinem Problem zu beschäftigen. Aber es ist doch letztlich so, dass Du was von uns wissen willst und nicht anders herum, oder ? Deshalb hast Du doch vermutlich gepostet?

    Du schreibst über 2 Posts hinweg, ohne Absätze, die Sätze dicht an dicht, es ist einfach nur schwer und tierisch anstrengend zu lesen.

    Ich weiss nicht, kannst Du Dich vll ein kleines bißchen in uns Leser reinversetzen, wie es uns gehen muss, wenn wir uns durch die Form dieses Textes kämpfen müssen? Wenn Du den Text entsprechend aufbereiten könntest, wird sich bestimmt auch schnell jemand in Dich reinversetzen wollen und sich inhaltlich mit dem Text auseinander setzen.

    Nix für ungut. Ist auch nicht nur auf Dich bezogen, wir haben das hier öfters..

  4. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (07.05.2010),Neroli (08.05.2010),waiting (07.05.2010)

  5. #4
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    Standard Fortsetzung...

    Als ich 19 war, machte ich mein Abi ,lebte in der Zeit nicht mehr mit meinem Vater zusammen, er hatte extreme Probleme mit dem Alkohol. Ich kam mitlerweile ganz gut zurecht, hatte nur noch mit anderen Familienmitgliedern Kontakt und habe nur mit ihnen geredet. Spaeter dank einer Tante vertrug ich mich wieder mit meiner Mutter, dachte das mein Vater wirklich schuld sei an allem. Ich wanderte aus und arbeitete im Ausland in einer linken Firma, da ich aber kein Geld hatte und von irgendetwas leben musste, liess ich mich darauf ein. Begann danach mit dem Studium, fand den richtigen Mann und bin eigentlich sehr gluecklich.

    Doch spuere ich einen schrecklichen Groll meiner Mutter gegenueber. Mit meinem Vater konnte ich mich ueber alles aussprechen, er ist nun sauber. Doch wenn ich meine Mutter auf das Ganze anspreche, kommt dann, dass ich sehr schwierig war und es ihr nicht leicht gemacht habe. Manchmal glaube ich, dass sie schon recht hat, aber ich habe sie als Jugendliche nicht beleidigt oder so, sondern ihr andauernd gesagt, dass ich eine normale Mutter will und keine Freundin, kuenstliche Tussi (ok, das war schon haerter). Sie hat sich haeufig mit mir verglichen, sie hatte schreckliche Komplexe, wenn es ums Aussehen ging und wollte immer beachtet werden. Sie ist wunderhuebsch, wuerde ohne groll zu empfinden, sagen koennen, dass sie halt eher auf einem Titelblatt stehen wuerde als ich, sogar heute. Doch bin ich ganz zufrieden mit mir, auch wenn ich kein Claudia Schiffer Laecheln meiner Mutter habe.

    Meine Mutter hat eine extreme Kuenstlichkeit in sich und hatte durch einige ihrer Kommentare jahrelang Komplexe. Hatte sehr durchtrainierte Beine, doch meinte sie, ich waere zu nicht weiblich genug um Roecke zu tragen. Jetzt bedauer ich es, dass ich es nie getan habe, hatte was zu zeigen Jetzt habe ich so viel geschrieben, was ihr vielleicht gar nicht wissen wolltet. Doch mein Problem ist, dass ich machmal nicht wirklich mehr normale Verhaeltnisse beurteilen kann.

    Meine Mutter meint ,dass ich mir meinen Weg selber ausgewaehlt habe ,stimmt, aber darf ich groll spueren, habe ich ein Anrecht? Ich will mich ja mit ihr vertragen und aussprechen ,doch gibt sie mir das Gefuehl ,dass ich an dem Verlauf meines Lebens selber schuld bin. Dabei ihres noch schwer gemacht habe. Leider war sie sehr schwer krank und sie tat mir richtig leid ,habe Angst sie auf das Ganze anzusprechen ,was die Wahrheit ist , ob sie meinen Vater wirklich so betrogen hat. Leider weiss ich bis zum heutigen Tag nicht ,wer mir mehr Wahrheit erzaehlt hat.

    Glaube ,dass sie nun mitlerweile einsieht ,dass sie Fehler gemacht hat. Doch noch vor nicht allzu langer Zeit wollte sie mich nicht verstehen ,dass ich es auch etwas schwer hatte ,auch wenn ich nicht geschlagen worden bin. Erwarte ich zu viel von ihr? Ich will jedoch nicht andauernd anhoeren, dass ich so schwer war, manchmal hoere ich so extreme Geschichten was einige in meinem Alter getan haben und die Familie haelt zu denen, egal was passiert.
    Habe nun viel Kontakt zur Mutter meiner Mutter und bei denen ist es ebenso, sehr schlechter Kontakt, Groll, Verachtung, doch koennen beide gut spielen und sind hoeflich zueinander. Ich will mich gern mit meiner Mutter aussprechen koennen,wie mit meinem Vater,ohne mich verstellen zu muessen. Einfach ehrlich. Ist das zu viel verlangt, halt wegen ihrer schweren Kindheit?

    Wie soll ich sie fragen, ohne dass sie mir erzaehlt, dass sie das Opfer ist? Oder war sie es wirklich und ich einfach zu eogistisch es einsehen zu koennen? Ich wuensche ihr ein glueckliches Leben, aber halt etwas Aufrichtigkeit mir und sich gegenueber. Leider habe ich ihr Aehnliches schon haeufiger gesagt, aber manchmal kommt es mir so vor, als ob sie mich einfach nicht versteht. Habe ihr zu einer Therapie geraten, damit sie sich doch aussprechen soll, wegen ihrer Kindheit, sie meinte, sie sei nicht so weit.
    Mein Wunsch ist es mit ihr ein gutes, ehrliches Verhaeltnis aufbauen zu koennen, kein kuenstliches und heuchlerisches, wie bei ihr und ihrer Mutter. Mir ist es bewusst,dass unser Verhaeltnis, wenn es weiter so geht, irgendwann so enden koennte, deshalb moechte ich von jemandem zu hoeren bekommen, was ich mir bewusst machen sollte, was ich vielleicht nicht sehe.

  6. #5
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    Habe nie auf so Foren geschrieben und habe es mir sehr schwer gemacht, bis ich das DIng da reinbekam. Wie man sieht, ist mein Text sehr lang und als jedes Mal geschrieben stand, dass er zu lang sei, habe ich es auf diverseste Art versucht zu kuerzen.

    Sry, wird nicht mehr vorkommen, weiss ja nun, dass man mehrmals antworten kann. Naja schon bloed

    Nehme es auch keinem uebel, wenn jemand die Lust beim lesen verliert, finde es aber gut, dass ihr euch die Muehe macht und auf vieles eingeht, was ich bis jetzt hier so gelesen habe

    Gruesse

  7. #6
    Gast784
    Gast

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    Meine Mutter meint ,dass ich mir meinen Weg selber ausgewaehlt habe ,stimmt, aber darf ich groll spueren, habe ich ein Anrecht?
    Hallo Vishniac,

    zu allererst: ja das Anrecht hast Du. Und zwar als Kind.

    Ich finde, Du siehst schon sehr viel. Du kannst noch 2 Dinge zum sortieren vll dazu nehmen.

    - tu mal so, als gäbe es den Begriff Schuld in unserer Welt einfach nicht. Du kannst ihn z.B. durch das Wort Verantwortung ersetzen.

    - wenn Du dann alles nochmal so liest, dass jeder seinen Platz intus hat, den er haben sollte, also Du NUR deren Kind bist, und nicht die Freundin, die Ersatzehefrau, die sonst was, dann wirst Du schnell merken, dass die oft ihrer Verantwortung nicht gerecht worden sind, sondern Du sie in Deiner Liebe als Kind zu den Eltern Dir hast aufbürden lassen.

    Deine Mutter scheint mir hoch manipulativ zu sein. Und das aus ihrer eigenen Unerlöstheit heraus. Wie Du ja selber richtig erkannt hast. Die müsste eigentlich ihre eigene Kindheit klar kriegen. Und wer weiß, durch wieviel Generationen sich das bei euch schon zieht. Irgendwie hat sie es anscheinend nicht geschafft, wirklich erwachsen zu werden. Drum wirkt sie vll auch so künstlich und tussig. Aber das musst Du bei ihr lassen. Denn Du bist das Kind.

    Das ist auch das einzige, was DU für DEINEN Frieden tun kannst. Erkenne sie an, Du kannst ja gut unterscheiden, was ihres ist und was Deines, aber lass es bei ihr. Du bist nicht ihre Freundin, nicht ihre Therapeutin oder sonst was. Du bist das Kind und willst Dich mit Deiner MUTTER vesöhnen. Die FRAU in ihr hat ihre Konflikte mit ihrem Mann selber zu lösen. Das KIND in ihr hat seine Konflikte mit seinen Eltern selber zu lösen. Es ist ihre Geschichte, ihr Leben. Es ist nicht Deine Verantwortung. Und das Wort Schuld haben wir oben gerade gestrichen, das gibt es sowieso nicht. Du kannst ihr also auch nix schulden. Und Du trägst keine Verantwortung für sie und das, was geschah.

    Du kannst recht gut reflektieren und die Ebenen unterscheiden. Es ist nicht immer leicht, wenn man selbst betroffen ist. Aber Du bist auf einem guten Weg. Vll braucht es dann auch keine Aussprache, die sie vll gar nicht leisten kann, da sie dann in die Rolle des Kindes oder der Exfrau oder sonst was fällt. Vll reicht es ja, wenn Du sie distanzierter, aber deswegen nicht weniger liebevoll anschauen kannst und o.g. Dinge bei ihr lässt und Dir den Schuh nicht mehr anziehst.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    vishniac (08.05.2010)

  9. #7
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    Hallo Vishniac,
    ich weiß bei Deinem Post gar nicht so recht, ob Du Dir einfach mal Deinen Kummer von der Seele schreiben willst? Dafür wäre es vielleicht gut, hier im Tagebuchthread ein Tagebuch zu eröffnen? Dann könntest Du schreiben, was Dich bewegt und wenn jemanden etwas einfällt und es Dir recht wäre, könnte er kommentieren.

    Ergänzend zu Gaby:
    Ich habe auch das Gefühl, dass Du für Dich einmal klären solltest, wo Du eigentlich stehst und wo Du hinmöchtest. Bislang musstest Du Dich den Gegebenheiten beugen und hast Dir immer wieder Schlupfwinkel gesucht, weil Du auch keine andere Wahl hattest.
    Aber jetzt kannst Du Dich befreien und eigene Wege gehen.
    Du kannst jetzt erwachsen werden. Zum erwachsen sein gehört, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, klar. Aber es gehört auch dazu, Verantwortung, die einem nicht gehört liegen zu lassen. Das ist für manche Menschen viel schwerer als das erste.
    LG Neroli

    Some people feel the rain. Others just get wet.

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Neroli für den sinnvollen Beitrag:

    vishniac (08.05.2010)

  11. #8
    Neuling
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    Standard Bin euch sehr dankbar

    Stimmt, irgendwie habe ich es gebraucht mal alles aus mir herauszulassen. Eigentlich schon beim Tippen und "Nacherzaehlen" der einzelnen Lebensabschnitte, sind mir Formulierungen aufgefallen, die ganz spontan kamen und mich teilweise fast ueberrascht haben.
    Doch brauchte ich halt eine mehr oder weniger objektive Beurteilung der Situation. Da ich zeitweise mich fuer alles "schuldig", also verantwortlich gefuehlt habe. Vielleicht ist schon etwas darin, dass ich die Neigung dazu habe mich generell fuer alles "schuldig" zu fuehlen. Wenn ich so ueberlege, wurde mir das schon haeufiger gesagt, dass ich es mache bzw. nicht brauechte. Habe es aber nie mit der Situation in Verbindung gebracht.

    Aber das ist nun auch nicht mehr wichtig, ich bin der Situation (also den teilweise schwierigen Umstaenden) eigentlich ziemlich dankbar, vielleicht waere ich sonst nicht hier, wo ich nun bin.

    Grossen Dank, falls ihr aber noch irgendetwas hinzuzufuegen habt, schreibt es bitte.

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