psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Meine Mutter setzt mich unter psychischen Druck

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    26.06.2009
    Beiträge
    21
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Meine Mutter setzt mich unter psychischen Druck

    Hallo, bei mir geht's um folgendes und zwar bin ich 20 Jahre alt, wohne noch zuhause, da ich vor 4 Monaten unverhofft arbeitslos geworden bin. Vor ungefähr 8 Monaten hab ich mit meinem damaligen Freund Schluss gemacht (nach fast 3 Jahren Beziehung). Mal ganz davon abgesehen, das unsere Beziehung eh nicht mehr so gut lief, konnte meine Mutter ihn nicht leiden und das ließ sie mich täglich spüren. Stundenlang erzählte sie mir wie hässlich er wär, das er fett wäre, gar nicht mein Typ, das das gar nicht sein könnte das ich ihn liebe, das alle anderen über mich reden würden deswegen, das sie mich auslachen würden, das ich niemals mit ihm glücklich sein werde, das ich hinterher einsehen werde das sie Recht hatte, etc. Sie sagte immer, charakterlich ist er ja nett, der hat mir nie was getan, aber vom Aussehen. Es ging ihr also nur ums aussehen, das gibts doch nicht.

    Eine Zeit lang hab ich das ganze ausgehalten, doch irgendwann, wenn ständig jmd. schlecht über den Menschen redet den du liebst, platzt einem einfach der Kragen. Ich hab ihr gesagt, das mich die Meinung anderer nicht interessiert, das ich ihn halt liebe und das sie nichts daran ändern könne. Das schien ihr ziemlich egal, sie verbot ihm in unser Haus zu kommen und redete weiter fast täglich auf mich ein. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie kaputt und fertig das einen macht.

    Irgendwann war unsere Beziehung so kaputt, teilweise auch weil ich einfach so fertig war wegen meiner Mutter, das ich die Beziehung beendete. Lange habe ich dies nicht getan, weil ich meiner Mutter einfach nicht die Genugtuung geben wollte. Sie sagte natürlich auch direkt, na siehst du, hatte die Mama mal wieder Recht. Natürlich ist sie auch fest davon überzeugt das sie der Grund ist warum ich "endlich eingesehen habe" wie ******* mein Freund doch für mich ist.

    Na ja, nun hatte ich mich durch die Trennung vn meinem Freund ja auch des Rumgemeckers meiner Mutter entledigt. Gott sei Dank. Nun fühle ich mich aber so, als könnte ich einfach nicht mehr mit ihr reden, einfach aus dem Grund, das ich denke wenn sie wieder irgendwas hat was ihr nicht so passt setzt sie mich wieder so unter Druck und das kann sie einfach nicht verstehen.

    Sie sagt immer wenn ich zuhause bin, setz dich doch mal zu uns, aber das kann ich nicht, aus Angst, sie fängt wieder an zu meckern. Sie meckert auch über meine Freunde und darüber das ich 5 Monate nach der Trennung noch keinen Freund habe, etc. Ich wollte zu der Zeit einfach keinen Freund, ich wollte einfach mal meine Ruhe haben, auch vor meiner Mutter. Ständig sag ich ihr, irgendwann heirate ich mal einen Mann, nur damit du glücklich bist. Jmd. der dir gefällt und dann lassen wir uns nach einem Jahr scheiden, ist es das was du willst? Dann sagt sie nein und sie will sich ändern, tut sie aber nicht.

    Kurz nach der Trennung von meinem Ex-Freund habe ich jmd. kennengelernt, einen Jungen, 2 1/2 Jahre jünger als ich, der schnell mein bester Freund wurde. Ich konnte mit ihm über alles reden, er verstand mich einfach. Ich habe ihm vertraut wie noch nie jmd. zuvor in meinem Leben. Es kam mir vor als würden wir uns schon ewig kennen. Wir waren un so ähnlich und verstanden uns so gut. Er hat mir über die Trauer und Schmerzen die ich nach der Trennung hatte, weil ich diesen "hässlichen" Jungen eben doch geliebt hab hinweg geholfen. Nach kurzer Zeit schon hat er sich dann in mich verliebt, ich mich aber nicht in ihn, das hab ich ihm auch ganz klar gesagt. Er hat's auch akzeptiert und unsere Freundschaft lief weiter wie bisher für 3 Monate, dann hatte er einen schweren Unfall und da wurde mir klar wie wichtig dieser Mensch für mich ist. Ich liebte ihn über alles auf der Welt. Nach weiteren 2 Monaten kamen wir dann zusammen.

    Mittlerweile sind wir seid 3 Monaten zusammen und ich halte die Beziehung vor meiner Mutter geheim, aus Angst. Das ganze kotzt mich so an. Sie kennt ihn nur als meinen besten Freund und als diesen mag sie ihn auch sehr, aber sie meckert jetzt schon immer, der ist doch "nur" dein bester Freund, sonst ist der auch zu jung für dich, was werden da die anderen denken, die werden reden und lachen und du brauchst mal einen richtigen Freund. Dann zeigt sie mir irgendwelche Jungen im Internet und sagt ich solle die doch einfach mal anschreiben und das ich ein psychisches Problem hätte wenn ich mich in eine verlieben würde der 2 1/2 Jahre jünger wär als ich und das das einfach nicht normal sei.

    Ich bin so verzweifelt, ich bin so glücklich mit meinem Freund und ich weiß einfach nicht was ich machen oder denken soll. Ist es wirklich so unnormal? Bin ich so unnormal? Ich finde nicht. Was kann ich machen, das meine Mutter aufhört? Das Verhältnis das wir hatten, hat sie ohnehin schon zerstört, auch wenn sie das nicht versteht, das ich nicht mehr mit ihr reden kann. Was kann bzw. sollte ich noch tun?

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
    Registriert seit
    01.01.2008
    Ort
    im Süden
    Beiträge
    5.293
    Danke
    249
    296 mal in 215 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ausziehen und zwar ganz schnell.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    26.06.2009
    Beiträge
    21
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Würde ich ja, liebend gern sogar, aber als Arbeitslose geht das schlecht.

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
    Registriert seit
    01.01.2008
    Ort
    im Süden
    Beiträge
    5.293
    Danke
    249
    296 mal in 215 Beiträgen bedankt

    Standard

    Und in eine WG? Es muss ja nicht viel kosten. Hauptsache, Du kommst da weg. Du bekommst doch bestimmt ALG I oder II? Die Einzige, die mir psychisch gestört scheint, ist Deine Mutter. Sie scheint Dir alles madig machen zu wollen. KAnn es sein, dass sie nicht möchte, das Du Dein eigenes Leben lebst? Wäre sie alleine, wenn Du ausziehst?
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  5. #5
    Painter
    Gast

    Standard

    Hallo Krümelmonster<3,

    gebe Natz recht,

    ganz schnell raus, dein Leben ist wichtig und unter der Fuchtel deiner Mutter wird es nie wirklich dein Leben sein.

  6. #6
    Schreibkraft Avatar von Butsche
    Registriert seit
    21.09.2009
    Ort
    Harz
    Beiträge
    243
    Danke
    1
    2 mal in 2 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Krümelmonster>3,

    ich habe ja wirklich sehr viel Familiensinn - aber das, was Deine Mutter Dir zumutet, hat weder mit Familiensinn, geschweige mit Mutterliebe etwas zu tun und da hilft nur noch eins: RAUS in Deine innere Freiheit!!!

    Erkundige Dich bei Deinem Sachbearbeiter für ALG, dort bekommst Du Infos, wie Du eine eigene kleine Wohnung finanzieren kannst, welche Unterstützung (Wohngeld usw.) Du beanspruchen kannst - hast Du morgen schon was vor? Ich glaube jetzt ja, oder

    lg Butsche
    Nur wer die Herzen bewegt, wird auch die Welt bewegen können.
    (Ernst Weichert)

  7. #7
    Neuling
    Registriert seit
    26.06.2009
    Beiträge
    21
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Also, erst mal danke für die Antworten. Zunächst, ja, ich bekomme ALG, gerade mal 400 Euro, davon muss ich monatlich 70 Euro an meine Mutter abdrücken, mir Klamotten, Schuhe und was sonst noch so anfällt bezahlen. Das nächste Problem mit WG und Wohnung, ich habe einen Hund, den muss ich übrigens auch noch von den 400 Euro finanzieren.

    Am 26.10. habe ich einen Termin bei meinem Sachbearbeiter vom AA, aber er sagte mir bereits am Telefon, das es schlecht aussehen würde, da man bis zum 21. Lebensjahr (laut neuem Gesetz) bei den Eltern wohnen bleiben muss.

    Bei meiner Mutter liegen psychische Krankheiten übrigens in der Familie, ihre Mutter, also meine Oma hat eine Persönlichkeitsstörung und steht seit mehreren Jahren unter dem Einfluss starker Medikamente, die diese weitestgehend unterdrücken sollen.

    Wenn ich mit ihr über ein anderes Thema als Liebe und Beziehung rede, komme ich eigentlich ganz gut mit ihr klar, soweit man das sagen kann. Sie hat einfach so ein paar Themen, wo sie vollkommen, ja, ich sag mal ausrastet. Sie war auch nicht immer so, ich schätze das ganze ist jetzt erst seit 1 bis 1 1/2 Jahren so. Vorher hab ich mich immer super mit ihr verstanden, ich weiß gar nicht was sie geritten hat und langsam auch nicht mehr was ich in solchen Situationen noch tun bzw. sagen soll.

    Ach so, wenn ich ausziehen würde wäre sie nicht alleine, mein Dad und meine kleine Schwester (15) wären noch da.

Ähnliche Themen

  1. Scheidung meiner Eltern + schlechtes Verhältnis zur Mutter
    Von Grüblerelli im Forum Scheidung / Trennung
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 28.08.2009, 14:09
  2. Mutter bevorzugt schwiegertochter in spe
    Von mäuschen00 im Forum Durchsetzungsvermögen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 20.08.2009, 12:13
  3. Zwanghaftes Lügen/Undankbarkeit?
    Von b0b2 im Forum Zwänge
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 04.05.2009, 11:02
  4. Kontakt zur Mutter nicht herstellbar???
    Von quichotte im Forum Scheidung / Trennung
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 17.11.2008, 16:27

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!