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Thema: Meine Theorie zu ''Auf Drogen hängenbleiben''

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Craven
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    Standard Meine Theorie zu ''Auf Drogen hängenbleiben''

    Die furchtbarsten Momente auf Drogen habe ich selbst erlebt -ich hatte auf dem Heimweg plötzlich das Gefühl nie mehr zuhause anzukommen, nervös, in Panik mit einem ''hier läuft was gewaltig schief!''-Gefühl ging ich weiter, Schritt für Schritt obwohl ich nicht vorwärts zu kommen schien. Ich dachte in einer ewigen Endlosschleife gefangen zu sein. Wehrlos für immer gefangen in den paranoiden tiefschwarzen Abgründen meiner Psyche in denen ich zu dem Zeitpunkt den Teufel selbst lachen hören konnte so nachm motto ''ich wusste dich krieg ich auch noch harharhar!''.... wie es weiterging möchte ich garnicht erst beschreiben.

    Schön und gut diese Schilderung, aber daran ist garnichts spezifisches, keine religiöse Psycho oderso, es war nur ein Infragestellen meines bisherigen Bewusstseinszustandes, ich hatte mich sehr auf mein Ichgefühl verlassen, wusste scheinbar genau wer ich bin. Auf einmal aber schwankte das alles und weil mein Ichgefühl überleben wollte musste es mir Schmerz, unendliche Angst einflößen damit ich für das überleben dieser Identität kämpfte, wie um mein eigenes Überleben. Und wie ich Angst hatte mehr als um mein fleischliches Leben ich hatte Angst um meine unsterbliche Seele ......

    So funktinoniert das wahrscheinlich immer beim Hängenbleiben, das Ichgefühl wird verkrüppelt man stellt die ''Realität'' in Frage kriegt alle möglichen Ängste mistraut dem eignen Verstand dem eignen Körper, erlebt eine Depersonalisation... weil man immer etwas Angst spürt und die Welt in einer sehr nervösen Frequenz sieht wie nen flimmernden Fernseherbildschirm. Nich mehr wie es vorher war und man will natürlich zurück...

    Das Hängenbleiben ist nichts besonders spezifisches, paar Leute ausm Forum hier habens sehr ähnlich erlebt. Und ich kann mir denken dass noch mehr Leute auf so einem Trip hängengeblieben sind da sie damit falsch umgehn. Es ist eine Erschütterung des Selbstgefühls was alle möglichen Probleme zur Folge haben kann, vor allem Depersonalisation und Derealisation, wie im Zustand der Panik. Hier muss man aber nur 1 Problem behandeln dann löst sich der Rest mit der Zeit von selbst; Das festhalten am herkömmlichen Selbstgefühl. Jenes das sich auf Vergangenheit und Zukunft bezieht. Das ist das Selbstgeüfhl das der horrotrip ins wanken gebrahct hat, und genau dieses Selbstgefühl ist es was man im Leben überhaupt nicht braucht.

    Der normale menschliche Zustand ausserhalb des Rausches, ist er Real? In der Regel nur ein Leugnen des Moments und eine Hetzjagd auf Ziele in der Zukunft oder weg von Schmerzen der Vergangenheit. Er ist hauptsächlich irreal, voller Illusionen. Voller Vergangenheit und Zukunft. Und die Gegenwart wird übersehn, sogar als gefährlich wahrgenommen da sie Identitätsfrei ist.

    Psychologen werden euch wenn ihr sagt ihr wärt auf Drogen hängengebleiben mit Medikamenten vollpumpen und versuchen euer angeschlagenes Selbstgefühl (oder nennen wirs mal Identitätsgefühl) wieder aufzubauen. Aber wie soll das funktionieren wenn ihr doch jetzt nach eurer Drogenerfahrung wisst das es so zerbrechlich ist? So lebt man nur weiter in einem Zustand ununterbrochener Angst. Man kann nicht stabil wissen wer man ist, jedes Identitäsgefühl kann durch einen neuen Horrotrip oder durch eine Panikattacke total demoliert werden da es die Vergangenheit und die Zukunft von eurer Wahrnehmung entfernt. Das gefühl fremd im eignen Körper zu sein gehört auch zur Identitässtörung, denn die Identität drückt sich auch in bewegungen und dem gesamten Körpergefühl aus... man wird so leicht zum Hypochonder udn denkt zB man hört sein eignes Herz schlagen oder man beobachtet sich selbst bie allem was man tut. Die Lösung ist das aufgeben des Identitätsgefhüls von wegen ''ich war schon immer diese eine Person und ich muss wieder diese eine Person werden'' das löst den gesamten Stress aus. Das muss man loslassen lernen, man braucht so ein Identitätsgefühl nicht und man muss diesem auch garnihct hinterhertrauern.

    Im Jetzt leben, ohne die Last einer Identität. Da gehn keine praktischen Funktionen verloren ihr werdet die Herausforderungen des Alltags immernoch meistern, sogar besser als vorher, glaubt mir.... Das Hängenbleiben ist gleichzusetzen mit dem Festhalten an einem erschütterten Identitätsgefühl/Ichgefühl/Selbstgefühl ....wie man es auch immer nennen möchte. Kaum einer rafft das dieses Ichgefühl eigentlich nur eine unnötige, jedoch stressige Fehlfunktion des menschlichen Verstandes ist und fast jeder hat so ein Ichgefühl das auf Vergangenheit und Zukunft gründet.

    ___________________

    Ist etwas wirr geschrieben, wenn Fragen offen bleiben beantworte ich diese gerne.... bzw wäre ich dankbar für eine andere Theorie übers hängenbleiben, diese scheint mir am plausibelsten.
    Geändert von Craven (17.10.2008 um 21:02 Uhr)
    Wenn du nichts Schlechtes über jemanden sagen kannst, sag lieber garnichts.

  2. #2
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    Hallo Craven,

    Du beschreibst was mir passiert ist ziemlich exakt. Ich hatte auch dieses Gefühl plötlich in einer Art dunklen Schleife zu stecken und derealisierte mich total von der Realität. Die Monate danach waren schrecklich, wie du erwähnt hast wusste ich eben auch nicht mehr genau wer ich war/bin. als hätte jemand meine gefühlten erinnerungen ausgelöscht.

    witziger weiße habe ich noch nie eine erklärung dafür gefunden. überall liest man nur von HPPD und Drogenpsychosen. Ich hatte aber weder Visuals, noch dachte ich plötzlich das meine Nachbarn Aliens sind usw. Auch wenn es noch so schrecklich war, wusste ich immer dass das was gerade passiert falsch ist.

    hast du vielleicht mehr informationen dazu? gehört das trotzdem zur psychosen abteilung?

    wie gehts dir mittlerweile?

  3. #3
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    Hallo Craven,

    dein Text ist gut... auch wenn ich mich frage, was genau er erklärt und was genau jetzt deine Theorie vom "Hängenbleiben auf Drogen" ist... das liegt deiner Meinung nach also an einem Verlust des Ich-Gefühls und des Identitätsgefühls? Ich würde sagen, dass die "Wirkrichtung" auch anders herum sein kann: Also dass ein Mangel an Ich-Gefühl zu Drogeneinnahme führt, wodurch dann wiederum das Gefühl für ein "zusammenhängendes Selbst" noch mehr verloren gehen kann.
    Was ich gut verstehen kann, ist deine Auseinandersetzung mit "Bewusstseinsebenen", damit, was überhaupt Realität ist, wann man überhaupt wirklich "man selbst" ist. Ich hab das Gefühl, dass Menschen viel häufiger "auf Drogen" sind als sie zu sein meinen, gerade diejenigen, die chemische Drogen "verteufeln": Kaufrausch, Internetsucht, Beziehungssucht, Magersucht... - es gibt so viele nicht-stoffgebundene Süchte, die es fraglich machen, wann überhaupt wirklich "man selbst" ist und sich nicht durch "Suchtmittel" von seinem Ich entfremdet... ich denke, dass Rausch und Suchtanfälligkeit sogar zur menschlichen Natur gehören. Es ist nur eine Frage des Zeitgeistes, welche Sucht als legitim und "gesund" gilt und welche als pathologisch und abnormal.

    Liebe Grüße

  4. #4
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    Ich bin selber auf einen Trip vor über Monaten hängengeblieben.
    Meine Theorie ist inzwischen diese :
    Ich habe mich nicht verändert und die Welt hat sich auch nicht verändert, auch mein Gehirn hat sich nicht verändert. Alles ist genauso wie es "früher" war, ich nehme es nur anders auf. Der (übermäßige) Drogenkonsum hat mir sozusagen die Augen geöffnet, weil er mich in eine neue Auffassung der Welt geschleudert hat. Da die Wirkung so stark war, war auch die "neue Welt", das neue Fühlen, das neue Sehen so extrem, dass es mein Gehirn einfach überwältigt hat.

    Es hat somit wohl begriffen, dass es die "Eine Welt" nicht gibt, dass sie sich noch von tausenden anderen Gesichtern zeigen kann und man sich somit nicht auf sie verlassen kann. Somit war es verwirrt, mein Gehirn und nach dem Abklingen der Drogenwirkung war es unsicher, ob das nun die wahre Welt ist oder nicht.. Es konnte sich dabei nicht sicher sein und somit begann ich alles , meine Umwelt, mich selbst, genau zu beobachten und festzustellen , dass es komisch ist, unheimlich und ungewohnt. Also fühlte bzw fühle ich mich unsicher, unwohl hier...

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Kathana für den sinnvollen Beitrag:

    Erwin (15.12.2011)

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