Um mich als Menschen besser zu verstehen werde ich zuerst etwas über meine Vergangenheit erzählen und anschließend über meine aktuellen Probleme:
Vergangenheit:
Schule und Beruf:
Ich besuchte von der 5. bis zur 10. Klasse ein Gymnasium. Die ersten Jahre liefen auch noch ganz normal ab. Die Noten waren gut und ich war in die Klassengemeinschaft eingebunden. Doch es änderte sich alles: Immer häufiger wurde ich von Mitschülern gemobbt und zum Klassenidioten abgestempelt. Ich war auch nicht sehr stark und verlor von Zeit zu Zeit auch jeden Mut mich zur Wehr zu setzen. Meine Noten wurden rapide schlechter , ich war auch nicht mehr in der Lage mich im Unterricht zu beteiligen. Ich war einfach zu schwach mit jemanden darüber zu sprechen. Ganz im Gegenteil: Ich war ein Meister um alles schön zu reden bzw. um anderen vorzutäuschen wie gut es mir doch ginge. Plötzlich kam es dann soweit , dass ich aufgrund meiner schlechten Noten die 10. Klasse wiederholen musste.
Meine Noten fingen sich wieder und ich fand mich in der neuen Klasse wieder deutlich besser zurecht , wenn auch ohne die große Freundschaft mit der ich über alles sprechen konnte.
Da ich mir das Abitur nicht zutraute wagte ich einen Schritt ins Ungewisse und fing nach dem Erhalt der mittleren Reife eine Ausbildung an. Anfang verlief alles sehr sehr schleppend da ich über überhaupt keine Praxiserfahrungen verfügte (ich wusste zu dieser Zeit tatsächlich nicht einmal was ein Imbusschlüssel ist...) konnte mich aber stetig verbessern und den Anschluss finden. Die Zwischenprüfung bestand ich mit sehr gut und nun mache ich sogar mein Fachabitur neben der Ausbildung dazu. Auch wenn es beruflich läuft , leide ich zunehmend an neuen Problemen:
Familie und Leben:
Da mein Vater den ganzen Tag arbeitete wurde ich von meiner Mutter großgezogen. Meine Mutter war jedoch in ihrer Erziehung sehr inkonsequent und konnte sich schon seht früh gegen mich nicht mehr durchsetzen. Statt etwas für mein Leben zu lernen wurde ich stattdessen sehr verwöhnt was mir heute noch sehr zu schaffen macht. Auch wenn ich noch zu Hause wohne ist mein Verhältnis zu meinen Eltern sehr distanziert.
Bis vor einem Jahr habe ich noch in einem Fußballverein gespielt: Jedoch habe ich aufgrund der dualen Belastung (Schule und Ausbildung) sowie Alkoholproblemen von Mitspielern, in die ich nicht hineingezogen werden wollte, damit aufgehört.
Nachdem ich mit dem Fußballspielen aufgehört hatte fing ich an 2x dieWoche laufen zu gehen um mich von Stress abzulenken. Mir ist aber aufgefallen , dass in letzter Zeit meine Leistungen sehr schwankend geworden sind. An manchen Tagen kann ich laufen ohne das ich müde bin und an anderen Tagen machen mir selbst kleinste Strecken zu schaffen.
aktuelle Probleme:
Mein Hauptproblem ist ein sehr großer Druck den ich sebst auf mich entfachte. Ich habe das Gefühl einen großen Abschnitt in meiner Jugend verpasst zu haben. Da ich bis heute noch keine Freundin hatte fühle ich mich sehr einsam und es wird von Tag zu Tag schlimmer.
Gedanken: „Mit 20 noch keine Freundin ich sollte mich schämen ,das darf niemand erfahren“
Wenn dann noch Aussagen wie „Schwuler oder „Es wird Zeit das du eine Freundin bekommst“
kommen fühle ich mich direkt wieder „Down“ und zu nichts mehr Fähig.
Aufgrund der Tatsache , dass ich sehr verwöhnt wurde musste ich mir selbstständiges Arbeiten erst nach und nach aneignen. Die Berufsausbildung war mir dabei sehr hilfreich , jedoch setze ich mich extrem unter Druck um die Lücken zu anderen aufzuholen.
Auch wenn ich nicht gemobbt werde , bin ich durch mein geschwächtes Selbstbewusstsein durch jedliche Kritik oder Fehler den ich mache total am Boden zerstört und sehr nachtragend.
Ich leide unter starken Stimmungsschwankungen: An einem Tag könnte ich die Welt erobern und am nächsten Tag den ganzen Tag unter der Decke liegen bleiben und schlafen. Mir ist auch aufgefallen , dass ich mich zu Hause wohler fühle als wenn ich z.B. durch die Stadt laufe.


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