hallo....
mir ist am wochenende etwas sehr merkwürdiges passiert. würde das einfach gerne schreiben und wissen was andere darüber denken, weil ich selbst keine ahnung habe, was ich davon halten soll.
hintergrund: hatte in den letzten 2 jahren drei todesfälle in der verwandtschaft wegen krebs, einen selbstmord im freundeskreis, zwei selbstmordversuche im freundeskreis, immer wieder kommt etwas dazu. habe (wahrscheinlich deshalb?) mittlerweile depressionen und bin auch bald in behandlung, nur ist der termin erst in einem monat.
seit einiger zeit merke ich, dass ich, wenn ich entweder alkohol getrunken habe (muss nicht viel sein) oder besonders schlecht drauf bin dinge tue, die mir gefährlich werden könnten. darunter fallen sowohl selbstverletzung als auch irgendwelche nächtlichen ausflüge an orte wo ich genau weiß dass ich dort nicht sein sollte (zB stadtmitte, da hängen nachts irgendwelche leute rum denen man besser aus dem weg gehen sollte). bis jetzt hat sich das aber eigentlich noch in grenzen gehalten.
am freitag hatte ich einen riesigen streit mit meinem freund, und da die beziehung schon länger bröckelt, habe ich mich dazu entschlossen, mit ihm schluss zu machen.
samstag abend war ich auf einer party, habe getrunken, fing irgendwann an zu heulen und bin nach hause. da habe ich mir ziemlich viele tabletten eingeschmissen und mich ins bett gelegt, mit dem gedanken "das wars".
am nächsten morgen bin ich aufgewacht und habe erst einmal nicht verstanden was los war. meine tür war abgeschlossen, auf dem schreibtisch lag ein brief mit einem abschied - allerdings auf englisch (??). habe dann nach und nach rekonstruiert was wohl passiert war, und dass in der nacht etwas mächtig schief gelaufen war.
was jetzt mein problem ist? ich kann nicht akzeptieren, dass ich das tatsächlich getan habe. dass ich so leichtfertig entschieden habe, aufzuhören. wenn ich - wie jetzt - einen klaren kopf habe, weiß ich genau, dass ich so etwas niemals getan hätte. es fühlt sich für mich so an, als hätte mir jemand erzählt, dass irgendwer anders diese sache gebracht hätte - und ich bin nur derjenige, der davon erfährt und darüber nachdenkt. vielleicht auch, weil ich kaum eine erinnerung an das habe, was passiert ist. ich suche die ganze zeit nach so einer art "schockmoment", in dem ich das realisiere, aber bis jetzt.....nichts.
ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. kann mir jemand wenigstens einen denkanstoß geben?
A.


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