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Thema: mich würde mal eure meinung interessieren

  1. #9
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    Hallo,

    vielen dank erstmal für die aufmunternden worte . Mir stellt sich gerade eine Frage oder ein (Problem): ich bin momentan dabei mir bewusst zu machen was ich alles gut kann oder was ich gut mache. das problem dabei ist leider nur, ich mich noch so sehr anstrengen kann, mich bemühen kann erfolge zu erzielen und gutes zu tun ohne dass ich es selber merke. ich bin mir bewusst darüber, dass ich schon viel gutes getan und geleistet habe, trotzdem ist es in mir selbst irgendwie nicht verankert, sondern eine stimme sagt mir, mach weiter, weiter, weiter. nicht falsch verstehen, ich bin froh, dass ich motiviert bin, doch ich möchte irgendwann meine eigenen erfolge wertschätzen und genießen können. ich sehe mich da immer im kontrast zu den leuten, die alle "easy" nehmen können, kaum sich anstrengen und wenn sie dann mal was schaffen gelobt werden. ich bin nicht eifersüchtig, doch manchmal würde ich stolzer auf mich sein und erkennen können, wann ich es mir mal gut gehen darf. habt ihr da irgendwelche tipps. ich weiß es ist bestimmt nicht leicht, denn es gibt wohl kein patentrezept.

    gruß phil

  2. #10
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    Zitat Zitat von phil22 Beitrag anzeigen
    doch ich möchte irgendwann meine eigenen erfolge wertschätzen und genießen können. (...) ich sehe mich da immer im kontrast zu den leuten, die alle "easy" nehmen können, kaum sich anstrengen und wenn sie dann mal was schaffen gelobt werden.
    Hallo Phil,

    ich denke, Du solltest Deine Erfolge sichtbar machen. Gerade, weil Du ein recht kopflastiger Mensch zu sein scheinst, werden sich auch Deine Erfolge eher im geistigen abspielen und da sind sie so schlecht sichtbar. Ein Schreiner hat es im Vergleich deutlich leichter - wenn er einen Tisch oder einen Stuhl geschreinert hat, dann sieht man sein Werkstück und kann sich täglich daran erfreuen...

    Bei den geistigen Erfolgen wird das natürlich deutlich schwerer.

    Aber vielleicht kannst Du Dir ganz gezielt eine Art "Belohnungssystem" einfallen lassen, indem Du Deine Erfolge sichtbar machst. Das kann z.B. das Eintragen in einen großen Wandkalender sein, oder Du sammelst etwas und gestattest Dir nur dann die Anschaffung eines neuen Sammelstücks, wenn Du einen Erfolg zu feiern hattest... Im stetigen Anwachsen der Sammlung siehst Du Deinen Erfolg...

    LG,
    Q.V.

    PS. Auf Deine Frage hin, "wann Du gut zu Dir sein darfst" kann es nur eine Antwort geben: IMMER.
    Geändert von Quo Vadis? (02.08.2011 um 17:56 Uhr)

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    Fernsehturm (06.08.2011)

  4. #11
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    Daumen hoch

    Bei mir ist gerade auch so eine Phase, in der ich mit meinem Erfolg nicht zufrieden bin. Ich stelle manchmal zu hohe Ansprüche und habe viel Fantasie... Fantasie kann Angst machen.
    Das Belohnungssystem von Quo Vadis ist schon sehr hilfreich. Allerdings empfehle ich es nur, wenn du auch einiges umsetzen kannst, von den vorgenommenen Sachen. Ansonsten stehst du wieder da: "Das ging nicht... das klappte nicht... auch schlecht... alles schlecht.".

    Sich selbst hinterfragen bringt nichts. Haste ja gemerkt, nehme ich an. Stattdessen weiter machen und aktiv nach Lösungen suchen. Was genau deine Ziele sind, weiß ich nicht, aber wenn du auf Probleme stößt, schreib sie auf. Etwa so: "Ich habe gelernt, dass...". Und für jedes Problem musst du mindestens 1 Lösung notieren. Eine konkrete, umsetzbare. Als Ingenieur weißt du, dass es die Kombination und nicht die Masse an Verbindungen ist, die ein Gerät zum laufen bringt.
    aufwachen, träumerle...!


  5. #12
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    Hallo und danke nochmal für die Worte. ja es bringt tatsächlich nicht sich zu hinterfragen. damit meine ich nicht das man ab und zu nachdenkt und sich seine schwächen eingesteht, sondern dass man darüber nachgrübelt, ob man in ordnung ist oder nicht. fakt ist, dass man in ordnung ist, egal wer man ist und was man für fehler hat und macht. das schwierige an der sache ist nur dahin zu kommen, dass man sich akzeptiert, habe ich festgestellt. und über probleme nachzudenken, hat auch keinen sinn, wenn man sich nicht aktiv mit den lösungen beschäftigt. für mich habe ich beschlossen nicht mehr zu grübeln, sondern mich meiner selbst anzunehmen. wie schon gesagt wurde bringt die beschäftigung mit seinen störungen nur eine konzentration mit diesen "angeblichen" Fehlern. ich hoffe ich klinge nicht zu philosophisch hier und freue mich über konstruktive beiträge. natürlich ist es für mich auch alles andere als leicht, dies tag für tag umzusetzten. aber steter tropfen höhlt den stein

  6. #13
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    Hallo phil,

    "sich hinterfragen" und "grübeln" sind aber zwei verschiedene Prozesse - und "reflektieren" und "nachdenken" ein dritter und vierter

    Wenn Du die nicht sauber voneinander unterscheidest, läufst nur Gefahr, von einem Extrem ins nächste zu fallen.


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

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    Quo Vadis? (07.08.2011)

  8. #14
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    hey ich bins nochmal,

    ich hab mal wieder so eine phase wo ich mir selber im weg rumstehe
    irgendwie denk ich wieder zu viel nach anstatt zu handeln. ich sollte einfach irgendwas machen. stattdessen verschwende ich meine zeit und sitze einfach nur da. ich merke, dass ich etwas tun sollte. ich merke auch wie es mein gemüt trübe stimmt. doch irgendwie ist es so schwer, obwohl es eigentlich so einfach ist. es fällt mir schwer mich zu überwinden, weil ich wohl angst vor mir selber habe. das problem sehe ich darin, dass sich meine gedanken kreisen, also dass ich mich mit ihnen beschäftige. wieso ist das so unglaublich schwer einfach etws zu machen, bzw. in der gegenwart zu leben ? ich denke ich bin selbst das problem, zusätzlich dass ich zur zeit zu viel freizeit habe, weil ja gerade semsterferien sind. ich weiß eigentlich genau, welchen weg ich gehen müsste, aber ich habe angst ihn zu gehen, weil ich ständig am überlegen bin, ob meine gedanken noch normal sind und ob ich in ordnung bin so wie ich bin. ich weiß, das was ich gerade schreibe steht im gegensatz zu meinem letzten beitrag, aber wieso kann ich nicht "einfach" leben, wie andere auch ?
    das macht mich wütend. wieso kann ich nicht einfach loslassen, obwohl ich es doch kann und merken, dass ich es tun sollte. ich möchte endgültig diese allten blockaden, verhaltensmuster auflösen und einfach meinen weg gehen, aber ständig diese unsicherheiten und zweifel über mich selbst. es ist wohl, weil ich mich zu ernst nehme. wieso? liegt wohl an meinen frühen vermittelten einstellungen aus früherem umfeld, die heute mich behindern. allerdings weiß ich genau, dass ich allein verantwortlich bin für mein gedankengut, niemand anders! und ich allein will auch die verantwortung für mein leben übernehmen. ich weiß wies geht, aber wieso halte ich mich selber so lange durch meine gedanken bzw. geistige blockaden auf? ich weiß, einfach machen, sich ablenekn und egal was andere denken, aber wenns nur so einfach wäre. verdammte axt nochmal!!!

    grüße phil
    Geändert von phil22 (08.08.2011 um 11:14 Uhr)

  9. #15
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    Zitat Zitat von phil22 Beitrag anzeigen
    ich weiß wies geht, aber wieso halte ich mich selber so lange durch meine gedanken bzw. geistige blockaden auf?
    Du weißt nicht, warum du nicht weiter kommst?

    verdammte axt nochmal!!!
    Vielleicht deswegen nicht. Nicht fluchen, sondern freuen, dass du es wenigstens versucht hast. Und nächstes Mal achtest du auf das, was du dieses Mal vergessen hast. Kein Frust!
    aufwachen, träumerle...!


  10. #16
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    Hallo phil,

    ich bin einfach mal penetrant ...
    ... und wiederhole mich ():

    Vielleicht führt Dein "Denken" auch deswegen in die Irre (und damit in die "Handlungsunfähigkeit", weil => siehe

    Du "machst" Dir Gedanken - haben sie aber das Fundament, das sie bräuchten, um zu einem "Erfolg" führen zu können?
    Es geht mir nicht darum, jetzt zu behaupten, Du würdest nicht nachdenken oder reflektieren! Das machst Du sicherlich - aber machst Du es auch jedesmal mit den "korrekten" Werkzeugen (oder: sind es auch immer die jeweils "richtigen" Werkzeuge und setzt Du sie dann auch noch "Artgerecht" ein ...)

    Das, was ich lange Zeit bei mir als Nachdenken ansah, stellte sich im Nachhinein zu oft als Grübeln heraus; mein Reflektieren fußte oft auf einem Denken, das mir kein vollständiges Bild von dem vermitteln könnte, was da alles an Faktoren noch für eine Rolle gespielt haben könnten; mein Hinterfragen ging oft von Fragen oder "Erkenntnissen" aus, die selbst zu schwammig erfasst waren ...
    Wenn der Input nicht "sauber" ist, kann der Output nicht besser werden

    Wenn man in diesen Prozessen drinsteckt, dann merkt man oft nicht, dass man bereits die Grenze von der einen Sache zur anderen überschritten hat - und damit geht alle "Arbeit" auch sehr leicht ins Leere.
    Unbemerkt.
    Am Ende bleibt dann der Dauerfrust, weil man nicht "weiß", warum es wieder einmal schief gegangen ist - man spürt nur, dass es nicht "passt": weil es einen nicht wirklich weiter gebracht hat.

    ich weiß eigentlich genau, welchen weg ich gehen müsste, aber ich habe angst ihn zu gehen, weil ich ständig am überlegen bin, ob meine gedanken noch normal sind
    Eben
    Du fängst an, Dir und Deinen Gedanken selbst zu misstrauen ...
    ... und alles endet dann faktisch im Grübeln.

    Deine Gedanken sind normal: das Denken selbst (also: als der Prozess, wie Dein Denken selbst abläuft) läuft nur etwas aus dem Ruder, verliert Struktur und "Ordnung" - und "zerfasert" so dann.
    Auch das kann dann blockieren; aber diese Blockade kann auch wieder gelöst werden: indem Du versuchst, wieder eine saubere Struktur hineinzubekommen.


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