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Thema: Mirtazapin - Erfahrungen

  1. #1
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    Frage Mirtazapin - Erfahrungen

    Hallo,

    ich nehm 7,5 mg Mirtazapin seit gut 2 Wochen.

    Anfangs konnte ich relativ schnell einschlafen. In den ersten Tagen war mir leicht schwindlig/benommen, konnte nur langsam schreiben, war müde und hatte Angst, dass ich davon zunehmen würde ((das ist glaub ich nicht eingetreten, 1 - 2 kg über Weihnachten ist denk ich normal )).

    Jetzt ist es allerdings so, dass ich nach der Einnahme ungefähr 2 Stunden bis zum Einschlafen brauche... das ist mir fast/eigentlich zu lang. Und davor bin ich innerlich unruhig.
    Ich träume nun auch in den frühen Morgenstunden sehr intensiv, teilweise Albträume..
    Ich finde, dass meine Suizidgedanken wieder mehr sind (ich weiß nicht, ob das mit dem Medikament zusammenhängt - es könnte sein). Seit Beginn mit Mirtazapin ist mir auch manches egal...
    Plus Punkt: meine schon länger bestehende, sonst fast tägliche Übelkeit hat sich verbessert

    Ich bin 18 und verschrieben bekommen habe ich es wegen Depression und den abendlichen Schlafstörungen...
    Bald auch wieder einen Termin bei der Neurologin.

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    LG Kätzin

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von glasheuler
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    Das wundert mich immer wieder dass es nicht in jedem Beitrag thematisiert wird- solche Medis nehmen die Traumphasen weg welche fuer erholsamen Schlaf so wichtig sind. Gibt es ueberhaupt Alternativen zu der Einnahme ?
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
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    Habe mirta auch eine zeit lang genommen. Zuerst 15 mg dann 30 mg. Habe mich nach der Einahme auch immer sehr benommen gefühlt konnte aber gut einschlafen. Habe jedoch relativ lange Ruhephasen gebraucht um wieder in den Tag starten zu können. Habe mich nach kurzen Nächten oft noch gefühlt als hätte ich einen sehr alkohollastigen Abend hinter mir. Durch meinen Schichtdienst liesen sich die kurzen Nächte nicht vermeiden.

    Bekam allerdings deutlich mehr Hunger und habe zugenommen. Dies war zu beginn sicher ein nützlicher Nebeneffekt. Irgendwann hat es mich dann aber doch genervt.

    Insgesamt habe ich die Einnahme jedoch als positiv empfunden. Durch das wieder Schlafen können, habe ich wieder einigermaßen einen gesunden Tagesablauf entwickeln können.

    Vielleicht reichen dir ja die 7,5 mg nicht ganz aus ? Aber so etwas besprichst du am besten mit deinem Hausarzt

  4. #4
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    Zitat Zitat von glasheuler Beitrag anzeigen
    Das wundert mich immer wieder dass es nicht in jedem Beitrag thematisiert wird- solche Medis nehmen die Traumphasen weg welche fuer erholsamen Schlaf so wichtig sind. Gibt es ueberhaupt Alternativen zu der Einnahme ?

    Könntest du dazu sagen, ob du aus Erfahrung sprichst oder selbst Ahnung von diesem Medikament hast?

    Also ich nehme die 3-fache Dosis des Themerstellers hier, und was du schreibst stimmt kein Bisschen. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Mir wurde das auch vor der Einnahme gesagt, es steht außerdem unter den Nebenwirkungen "Lebhafte Träume", und was ich so jede Nacht träume seit der Einnahme ist wirklich filmreif. Das Medikament ist bekannt dafür. Deswegen braucht es dich nicht wundern, dass das nicht thematisiert wird, es stimmt einfach nicht. Manche Leute setzen es ab wegen Albträumen, bei mir selbst ist es eher angenehm. Und ich konnte mich nie an meine Träume erinnern, aber jetzt ist es einfach zu viel um alles zusammenzufassen. Das ist ziemlich irre wie sehr es die Träume verstärkt.

    Zu dem, was hier noch angesprochen wurde
    Der verstärkte Apettit tritt eher bei Frauen auf, bei Männern statistisch selten.

    und 7,5 mg sind eine sehr niedrige Dosis, mir wurde schon vorgeschlagen es auf 45mg zu erhöhen, was mir wegen der Müdigkeit allerdings zu heftig wäre.
    Bei der Dosis versucht man eher nicht Depression anzugehen; soweit ich weiss, treten solche Effekte erst ab 30mg auf. Nach 2 Wochen würde ich erstmal garkeine Effekte, abgesehen von den sedierenden, erwarten; ich gehe davon aus, dass dein Arzt die Dosis sowieso erhöhen will und erstmal langsam anfängt.

  5. #5
    Roman Verfasser Avatar von glasheuler
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    Ich selbst habe das Medikament nicht eingenommen
    .Wundere mich deshalb weil der Wegfall der Traumphasen gaenzlich keiner Erwaehnung bedarf.
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  6. #6
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    Hallo,

    Danke für die Antworten zusammen!

    Das es die Traumphasen verkürzen soll, Glasheuler, ist mir nicht ganz klar... ? Ich träume damit fast jeden Tag 2-3 sehr lebhafte Träume, gerade weniger, da ich früher aufstehe.

    Danke für Deine Erfahrungswerte Terrorzwerg. Ja, dass dachte meine Neurologin auch (seit gestern auf 15 mg erhöht, mal schauen).

    Ja, kann ich Dir zustimmen Bogart. Ja, so macht die Ärztin das wahrscheinlich. Mit 7,5 mg fand ich der sedierende Effekt abends dauert, meine Stimmung ist unverändert im Vergleich zum Beginn.
    Laut meiner Neurologin sollte Mirtazapin eigentlich Suizidgedanken däpfen ... Ich kann aber nicht sagen, ob das durch das Medi kommt/etc. oder gerade da ist. Sie meinte, ich soll mal schauen. Wie ich auch jetzt die höhere Dosis vertrag, ob die Gedanken (noch) mehr werden ... so ungefähr dann wüsst ich woran's liegt... naja, dann hoff ich mal, dass das nicht sein wird ... Sie empfahl mir außerdem noch (mehr) Sport zu treiben (Reiten und 2x20 min Radfahren täglich zählt für sie nicht). Mal schauen, wie ich das auch zeitlich schaffe... oft davon gehört bzw. gelesen hab ich schon (das es hilft). Ich hab nur Angst, dass, wenn ich raus spazieren gehen würde, sich wieder Gedanken aufdrängen würden und sie stark wären und ich zu schwach ... oder wie ich das sagen soll. Ich weiß nicht, ob die Ärztin mich verstanden hat, was ich meinte, als ich das gesagt hab. Versteht ihr mich? Und ob man sich drauf verlassen könnte, dass ich mich ggf. melden würde ... ich fragte sie bei wem (war mir nicht ganz klar - langsam von Begriff), sie meinte bei ihr oder meinem Therapeuten. Ich sagte fast automatisch ja ... aber später fragte ich mich, wann ich das den selbst wüsste - das ist mir unklar ... ich hab kein Schild in mir, dass bei Bedarf hochgehalten wird mit passender Information... Kennt Ihr das vielleicht auch, dass ihr eine Frage fast automatisch ohne zu denken (mit dem was der Gegenüber hören will) antwortet? Mir ist es in dem Gespräch nochmal passiert... ob ich gern regelmäßig zur Therapie geh... sagte ja.. wobei ich später einwarf, vor kurzem daran gezweifelt hab, auch ob ich hingeh... naja, ich weiß nicht, warum ich nicht die (ganze) Wahrheit gesagt hab! ... eigentlich zweifel ich immer noch daran...

    Hoffe, dass hat nicht zuweit weg geführt, aber das beschäftigt mich gerade ...

    LG & schon mal danke für die Antworten

  7. #7
    Roman Verfasser Avatar von glasheuler
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    moechte keineswegs an Deiner Aussage betreffs Deiner Traueme zweifeln. Wahrscheinlich wurden die Medis daraufhin abgeklopft und auf den neuesten Stand der Medizin gebracht.
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  8. #8
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    Hallo,

    ich melde mich mal wieder.

    Was sich seit dem letzten Beitrag verändert hat, wie's mir damit geht:

    - mit 15 mg konnte ich etwas schneller einschlafen, Suizidgedanken nach wie vor mehr; von der Stimmung her merkte ich nichts, was auch so eine Angst-/Depressionsskala bei der Fachärztin bestätigte, deshalb sollte ich auf 22,5 mg erhöhen

    - mit 22,5 mg: schlafen geht jetzt deutlich schneller, ungefähr unter einer halben Stunde, aufstehen ist schwer/bin müde; sollte es eine Woche nehmen und dann erneut erhöhen; gegen Ende der Woche fand ich, dass die Suizidgedanken nicht mehr so stark sind/etwas betäubt (manchmal Ideen, die sich aufdrängen, für den Moment oder ein Tag in der Zukunft; gestern war so ein schwieriger Tag für den ich diese Gedanken hatte (2. Jahrestag einer wirklich guten tierischen Freundin) ... ich glaub, das Mirtazapin hat die Gedanken an sie, Gefühle und S.-Gedanken gedäpft); allg. finde ich betäubt es meine davor intensiven Gefühle, die zwischenzeitig auch mal schnell gewechselt haben; ich habe weniger Angst, bin lockerer, mir ist z. B. irgendwie die Schule weniger wichtig, so ein "egal-Gefühl", Gleichgültigkeit; Stimmung finde ich etwas besser
    ich finde die Dämpfende Wirkung gerade, die ich dem Medikament zuschreibe ganz ok

    - wenige Tage nehm ich jetzt 30 mg, ich kann noch nicht wirklich was darüber sagen ...

    Was unverändert ist, dass ich seit dem neuen Jahr irgendwie keine Lust auf Therapie hab (vielleicht geht es jemandem ähnlich ??). Ich denk mir oft, ich geh da nächste Woche nicht hin. Entweder war mir das ein paar Tage vorher dann egal oder es gab was und ich bin bis jetzt trotzdem immer hin... obwohl ich eigentlich nicht mag... Ich glaub einen kleinen Zusammenhang zu sehen - wenn's mir (etwas) schlechter geht (ich untertreibe immer) mag ich eher nicht hin...

    Was sonst noch los ist:
    Mein Therapeut schlug vor x Wochen eine stationäre Therapie in ein paar Monaten vor. Die Entscheidung welche Klinik war schwierig. Dann Einweisung besorgt, Ärztin u. Therapeut um einen Bericht dafür gebeten und Formulare ausgefüllt... wahnsinn was diese Klinik alles von einem möchte (war vor einem Jahr woanders und da reichte die Einweisung). Ich fand das ziemlich stressig und hat schon Kraft gekostet. Heute konnte ich das Kuvert zukleben... Therapeut hat drauf bestanden, dass ich den Bericht nicht haben darf ("Therapeutenberichte kriegen die Patienten nicht"), ich hoffe, er hat ihn bald fertig... Finde irgendwie blöd, dass den jmd anders lesen darf, aber nicht ich, obwohl es doch um mich geht... Wir haben auch irgendwie noch nie so direkt geredet, was er meint, was ich hab (neulich mal Depression erwähnt)... Mal schauen, wie lang das dauert, bis ich was von der Klinik hören werde und ob das klappt...

    und ob ich zur nächsten Therapiestunde gehen werde (gerade denke ich nein)

    Das musste jetzt irgendwie mal alles raus...

    Kennt vielleicht einer von Euch das keine Lust haben auf Therapie/Kontakt nach außen? Wie ist das bei Euch und wie geht Ihr damit um?

    Danke, an die, die es bis hierher gelesen haben
    Ich würde mich über Antworten und Eure Gedanken dazu freuen

    LG Kätzin

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