Moin!
Bin zum ersten Mal hier (jedenfalls um etwas zu verfassen). Es ist garnicht so einfach...weiß nicht, wie ich überhaupt "richtig" beginnen soll...
Also erzähl' ich erstmal ein wenig über mich: Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gezogen und ich bin ein 29 Jahre junger (kurz vor der 30er Schwelle stehender) Kerl. Ich arbeite in meinem Traumberuf als angestellter Softwareentwickler und lebe (bzw. existiere) in Hamburg. Existieren - ja, anders kann man meinen Zustand wohl nicht treffender beschreiben. Soziale Kontakte haben ich kaum noch (Single, keine ("richtigen") Freunde, ...). Wie gesagt, habe ich meinen Traumberuf erlangt und arbeite auch schon Jahre lang in der selben Firma. Das ist der Ort, an dem ich mich am wohlsten fühle.
Das Unwohlsein ist diffus, unspezifisch - einfach schwer zu erklären. Angst. Angst sich unter Menschen zu bewegen (z.B. U-Bahn & Bus). Ich will keine Romane schreiben, daher: Ich bin als Kind über Jahre von meinem eigenen Bruder sexuell missbraucht worden - ich schäme und ekel mich immernoch fast jeden Tag! Immer wieder habe ich mir als Jugendlicher Drogen (Ecstacy, Speed, Koks usw...) reingezogen, nur damit ich mal ein wenig Selbstzufriedenheit, vielleicht etwas (geliehenes) Glück verspüren konnte...
Es ist...wie soll man das in Worte fassen...Eine Weile fühle ich mich bestens und "könnte Bäume ausreißen". Dann wieder merke ich, dass ich innerlich anfange mich selbst fertig zu machen. Und, obwohl ich es bewusst mitbekomme, dass ich mich in etwas hineinsteigere, bremse ich mich nicht - ich mache mich fertig...An Freundschaft oder gar Liebe ist für mich da nicht zu denken - dass kann ich niemandem zumuten. Ich habe auch einfach zu viel Sch**** erlebt, alsdass ich irgendjemanden enttäuschen will. Hört sich nach Unsinn an, aber wem kann man das einfach erzählen?! Familie: Glaubt einem wahrscheinlich keiner. Der Freundin (sofern man denn eine hätte): 1. Sieht sie die Aussage ggfs. als Ausrede für "schlechtes" Benehmen, 2. Möchte ich keinen Menschen den ich liebe in solch' eine Situation bringen: "ich helfe dir auf jeden Fall / wir stehen das zusammen durch" (und wird selbst unglücklich dabei), ..., ...
Naja, wie dem auch sei...Warum ich hier schreibe ist nicht um mich selbst zu bemitleiden (das mach ich schon fast mein ganzes Leben lang)...
Auch wenn es sich erstmal nicht so anhört / liest: Derzeit geht es mir recht gut. Das hat mehrer Gründe: Ich meditiere und treibe Sport, und zwar täglich. Zudem habe ich mich dazu durchgerungen mir professionelle Hilfe zu suchen (eine Beratungsstelle). Das macht mich zuversichtlich, dass ich vielleicht doch noch mein Leben irgendwie so lenken kann, dass ich auch einmal reines Glück ohne Drogen verspüren werde (ich nehme schon lange nix mehr)...
Warum ich eigentlich hier bin ist: Hat vielleicht jemand von euch ähnliches durchgemacht und hat Tipps, wie man auf dem "richtigen" Weg bleibt? Ich habe mich bis vor Kurzem dermaßen verabscheut / mich vor mir selbst geekelkt, ... - ich weiß eigentlich schon, was gut für mich ist, denoch falle ich immer wie mal in die alten "ist doch alles Schei**"-Muster zurück!
Und, das übelste an meiner Situation ist (ich versuche mich kurz zu fassen): Ich bin das Schwarze Schaf in der Familie (Drogen, Ladendiebstahl (in der Jugend) usw.), mein Bruder hat eine "saubere Weste" UND ist nun auch noch verheiratet - so ein SCH***...Wer glaubt einem da schon?!
Danke und entschuldigt bitte, dass ich gleich zu Beginn so viel geschrieben habe - ich musste das einfach loswerden.
transientSoul


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