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Thema: Mit Wohnungsumzug völlig überfordert

  1. #1
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    Unglücklich Mit Wohnungsumzug völlig überfordert

    Hallo liebes Psychologieforum,

    ich bin neu hier und es gibt etwas, was mich so belastet, dass ich es mir gerne von der Seele schreiben möchte: Ich bin total mit meinem Wohnungsumzug überlastet.

    Derzeit wohne ich in einer 1,5 Zimmer Wohnung inklusive 2 Katzen. Ich ziehe zum 01.05. in eine neue Wohnung und bin überfordert. Eigentlich wollte ich das Wochenende nutzen, um auszumisten und Kisten zu packen, das einzige was ich geschafft habe war, dass ich meinen Schreibtisch ausgemistet habe. Nun stehen in meiner Wohnung 4 kleine Mülltüten mit Kram den ich nicht brauche, Sachen liegen auf dem Boden und ich bin kein Stück weitergekommen. Ich saß auf dem Sofa und war einfach mal ne Runde (2 Tage!!) komplett blockiert. NIchts hab ich hinbekommen, gar nichts.

    Ich hab das Gefühl ich schaffe es nicht, ich werd nicht fertig (bis zum 26ten April muss das Gröbste draußen sein, da dann Handwerker kommen). Noch dazu wartet ein 6m² Keller darauf ausgemistet zu werden der von oben bis unten voll steht. Am liebsten würd ich einen Container mieten und einfach alles wegwerfen, aber den kann ich mir derzeit nicht leisten.

    Mir sitzt die Zeit im Nacken, ich steh mir selbst im Weg. Ich könnte heulen, wenn ich nur dran denke.

    Ich bin jetzt 26 Jahre alt und fühle mich gerade wie höchstens 12. Absolut nicht in der Lage eigenverantwortlich etwas zu tun oder mich aufzuraffen. Ich weiß nicht, was ich machen soll, es ist doch nur ein Umzug? Kann doch nicht sein, dass ich damit so zu kämpfen habe!? ICh freue mich unendlich auf die neue Wohnung, aber ich komm einfach nicht ausse Pötte!

    Möchte mir jedoch beim Ausmisten ungerne helfen lassen, es wäre mir unangenehm, wenn jemand sehen könnte, was ich doch alles für ******dreck in meinen Regalen verstaue. Ich bin kein Messie, aber so leichte Züge hab ich wohl schon, zumindest kann ich nichts wegschmeißen und habe Anfälle von "ich stopf einfach alles in den Schrank" wenn ich Besuch bekomme und nicht aufgeräumt hab.

    Ich weiß gar nicht, was ich mit dem Thread überhaupt bezwecken will, ich bin einfach nur fertig mit den Nerven ;(

  2. #2
    Verleger Avatar von Waris
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    Hi Maru,

    mach dich mal nicht so fertig deswegen. Ich finde e svöllig normal, dass man manchmal überfordert ist. So ein Umzug ist ja auch mitunter das stressigste was es gibt. Aber einen Umzug ohne Hilfe? Wie soll das denn gehen? Das schafft niemand! Ist doch das normalste von der Welt, dass einem dabei wer hilft!
    Unangenehm ist es schon, wenn andere in den intimsten Sachen rumwühlen, aber da muss man beim Umzug eben durch.
    Vielleicht sind es wirklich die leichten Messizüge und die Angst vorm Wegschmeißen, was dich so blockiert? Ich würde dir raten, Sperrmüll anzurufen. Dann hast du einen festen Termin und bis dahin, muss alles, was der mitnimmt draußen sein. Alles was kleiner ist und du nicht mehr brauchst schmeißt du in den Hausmüll. Glaube mir: ausmisten ist unglaublich befreiend! Zumindest für jemanden, der nicht Messi ist. warum hast du denn die Mülltüten noch im Zimmer stehen und nicht entsorgt?

    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  3. #3
    Gast784
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    hallo Manu,

    les ich das jetzt richtig, dass das unstrukturierte ein generelles Problem von Dir ist, also nicht nur jetzt auf diesen Umzug bezogen?

    Möchte mir jedoch beim Ausmisten ungerne helfen lassen, es wäre mir unangenehm, wenn jemand sehen könnte, was ich doch alles für ******dreck in meinen Regalen verstaue
    da sollteste aber hin kommen, denn wenn Du Dir Hilfe erlauben kannst, ist der Berg (im wahrsten Sinne des Wortes), vor dem Du stehst, in Zukunft nicht mehr ganz so groß. Dann kannst Du Dir sagen: ok bin tu mir mit solchen Dingen sehr schwer, aber ich muss es ja auch nicht allein schaffen.

    Gerade für solche Dinge sind gute Freunde doch recht brauchbar
    Außerdem gibts inzwischen einiges an Ratgebern und Inetseiten zum Thema Entrümpeln und Ausmisten. Was darauf schließen lässt, dass es seeeeehhr vielen Leuten so geht wie Dir. Da kannst Du Dir Anregungen holen, um das mehr zu strukturieren.

    Ich hatte kürzlich eine Entrümpelungsaktion. Ich hab den Grundsatz, alles was ich nicht innerhalb des letzten Jahres in der Hand hatte, fliegt. Gut, mir fällt das leicht, drum kann ich da auch nicht wirklich einen Rat geben. Es ist aber eine Entscheidungssache. Und welches System man für die Entscheidungsfindung nimmt, ist ja im prinzip egal. Da kannste Dir eben Anregungen in der Literatur holen. Und dann am besten ein paar Freundinnen einladen, die helfen beim Umsetzen, oder das ganze aufn Sperrmüll karren, wenn Dir das zu schwer fällt.

  4. #4
    Neuling
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    Erst mal Danke für eure Antworten, es tut gut einfach etwas Rückmeldung zu bekommen.

    Der Umzug an und für sich findet auch nicht alleine statt. Für die Möbel bekomme ich Hilfe, nur das Ausmisten muss und wollte ich alleine machen, weil mir das wirklich unangenehm ist. Und einen Großteil der Kisten werd ich auch alleine schleppen. Meine neue Wohnung liegt neben dem Büro, also kann ich diese Woche jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit einige Kisten mitnehmen.

    Eigentlich hab ich auch jetzt nicht so das Problem mit dem Wegschmeißen, wie gesagt, am liebsten würd ich mir einen Container mieten und einfach alles rauswerfen, ist aber auch ein finanzieller Aspekt.

    Sperrmüll hab ich gerade angefragt, allerdings kann da ja auch nicht alles hin (mein altes Sofa und ein zwei Regale). Ich hab unglaublich viel Umverpackung, weil ich immer denke: Die Kästchen/Schachteln/Kisten kannste sicher noch mal gebrauchen.

    Bei unserm Entsorgungsunternehmen kann man auch Restmüllsäcke zusätzlich kaufen, von denen brauch ich sicherlich... Tausende und die sind auch sehr teuer, 4,50 pro Stück mit 70 Liter Volumen.

    Die Mülltüten stehen deshalb noch bei mir in der Wohnung, weil ich sie nicht in unsere kleine Tonne tun möchte, dann ist diese nämlich voll und das fände ich doch nicht gerade fair meinen Nachbarn gegenüber. Aber irgendwo müssen sie ja hin oO.

    Einiges kann ich auch im Firmencontainer entsorgen (zb die Mülltütchen! Ha!) aber auch nicht alles.

    Oh mann, so ein riesen Berg und ich hab immer noch das Gefühl, dass ich es nicht packe. Bei meinem letzten Umzug stand ich morgens bei Übergabe heulend in der Tür, hatte die ganze Nacht noch getan und gemacht und habs nicht geschafft. Sowas möchte ich nie wieder haben.

    Und Putzen muss ich ja auch noch! Herrje.

    @ Gabrianarele: Ja, ich bin generell ein sehr sehr unstrukturierter Mensch. Ich bin sozusagen das lebende Chaos, daher ist sowas wie ein Umzug, der ebendiese Struktur eigentlich erfordert der absolute Supergau für mich.

    Meine kleinen Messiezüge sind zb: Ich bekomme Besuch und werfe einfach alles in den Schrank, damit es aufgeräumt aussieht. Da finden sich dann mitunter hier und da ne leere Kippenschachtel, Umverpackungen von irgendwas, was ich gekauft habe, das Spielzeug aus dem Happymeal... sowas eben, also eigentlich wirklich "Müll" in dem Sinne. Und selbst wenn meine beste Freundin mit mir auf dem Boden sitzt und ausmistet, ich würde mich elend fühlen, wenn sie sowas dann sieht. Meine absolute Unzulänglichkeit halt.

    Auf meinen Aufruf beim Umzug zu helfen hat sich genau eine Person gemeldet, und diese leider auch nicht zu 100%. Das ist schon ein wenig deprimierend und dann kommt der Boomerang als Eigenbrötler wieder zu einem zurückgeflogen. Bisher hat sich noch nicht mal jemand gemeldet, um meine zwei Katzen für zwei Tage zu betreuen

  5. #5
    Verleger Avatar von Waris
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    Zitat Zitat von Maru Beitrag anzeigen

    Auf meinen Aufruf beim Umzug zu helfen hat sich genau eine Person gemeldet, und diese leider auch nicht zu 100%. Das ist schon ein wenig deprimierend und dann kommt der Boomerang als Eigenbrötler wieder zu einem zurückgeflogen. Bisher hat sich noch nicht mal jemand gemeldet, um meine zwei Katzen für zwei Tage zu betreuen
    Ja, ich denke damit hast du absolut recht. Umziehen macht keiner gern, auch nicht als Helfer, aber für Freunde tut mans dann schon lieber, als für Fremde. aber um Freundschaft aufzubauen, braucht es eine gewisse Intimität und die fällt es dir scheinbar schwer zuzulassen. Du möchtest nicht, dass jemand deine Fehler sieht. solche kleinen Makel sind aber keine absolute Unzulänglichkeit! Nimms mit Humor! solche Dinge machen einen doch einzigartig und unsere Freunde mögen uns trotzdem oder gerade deshalb! Ich bin auch eine Chaosqueen. Früher wollte ich deshalb auch meist keinen reinlassen, bevor ich stundenlang aufgeräumt habe. Aber das macht Einsam. Meine Freunde wissen, dass es bei mir zu 90 der Zeit aussieht wie bei Hempels unterm Sofa. Sie lachen drüber, necken mich, ich lach mit und gut is!
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

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  6. #6
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    Hallo Waris,

    ja ich glaub du hast absolut recht. Ich bekomme extrem selten Besuch und meine Freunde wissen auch alle: ohne vorherige Ankündigung mach ich gar nicht erst auf. Es ist noch nicht mal so, dass es total schlimm bei mir aussieht, unordentlich halt ein wenig, Studentenbude halt. Aber ich empfinde es als extrem schlimm und krass und hab dann das Gefühl, dass sich bei mir doch niemand so wohlfühlen kann. Dadurch kommt mich eigentlich bis auf meine beste Freundin niemand besuchen. Ich find das noch nicht mal besonders schlimm, aber mir fällt jetzt erst auf, dass ich mir das selbst zuzuschreiben habe, dass mir jetzt keiner helfen mag. Wobei ich auch sagen muss: ich helfe auch nicht gerne beim Umzug, aber ich mache es, wenn mich jemand fragt...

    Meine beste Freundin hat mir nun gesagt, dass sie mir helfen wird. Ich werde also heute Abend das Gröbste ins größere Auto packen und dann find ich es vielleicht nicht mehr so schlimm, dass sie einen Socken in irgendeiner Box irgendwo hinter dem Schrank findet?! (ich befürchte ein halbes Arsenal an Socken unter dem Sofa, da diese oft als Spielzeug meiner Katzen gedient haben und ich irgendwie seeeehr viele Socken vermisse)

  7. #7
    Schreiberling Avatar von Finja
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    Hallo Maru,
    ja, das Umziehen kann immer einen ziemlichen Stress bedeuten.

    Aber eigentlich ist das doch die beste Zeit um loszulassen.
    Schmeiß alles, auf das Du eigentlich verzichten kannst, in eine / mehrere Müll-Kartons. Und dann ab damit zur BSR. Die entsorgen die meisten Sachen kostenfrei. Selbst altes Gerümpel wird man da los. Kühlschränke oder alte Waschmaschinen werden gern von An- und Verkäufern genommen und ebenso kostenfrei abgeholt.

    Wenn Du das erst einmal, vielleicht sogar zusammen mit Deiner Freundin, hinter Dich gebracht hast, sieht die ganze Sache schon viel übersichtlicher aus. Oder was, meinst Du? Vielleicht fühlst Du Dich ja auch ganz befreit danach.

    Umverpackungen habe ich früher auch mal aufgehoben - aber wozu eigentlich? Vielleicht hilft es Dir ja, wenn Du Dir bei allem immer wieder die Frage stellst, ob Du dies und jenes nun wirklich brauchst. Bei den Umverpackungen kannst Du Dich fragen, was Du mit dem Inhalt vor hast. Willst Du das Produkt nun nutzen oder gleich wieder bei eBay versteigern? Nein? Garantie abgelaufen? = Verpackung falten + weg!

    Ich weiß ja, dass hinter Deinem Sammelverhalten und dem "sich nicht trennen können" sehr viel mehr stecken kann, als die bloße Unbekannte der Ordnungs- und Organisationsliebe. Aber vielleicht helfen Dir ja auch diese kleinen Schritte fürs Erste ein bisschen weiter.

    LG, Finja

  8. #8
    Neuling
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    Guten Morgen

    Danke für deine Worte, Finja. Das Ausräumen ist eigentlich nicht so das Problem, wie ich feststellen konnte, bin ich in einer extremem wegwerf-Laune und werde im Endeffekt mit viel weniger umziehen als ich dachte Es ist eher der zeitliche Druck.

    Also, gestern ist meine beste Freundin zu mir gekommen und wir haben einen Zwei-Wochen-Plan erstellt. So dass ich bis Sonntag meine Wohnung leer bekomme und die nächste Woche mich dann um den Keller kümmern kann. Ich habe mich sogar überwunden, meiner Besten den Keller zu zeigen (!) und sie musste sehr sehr lachen. Sie meinte, wir räumen ihn zusammen aus, und dass ich mich nicht schämen soll. Am lustigsten war der Sektkühler inklusive leerer Sektflasche, wir haben uns schlappgelacht und das hat mich sehr erleichtert.

    Mit dem Plan habe ich nun ein wenig Struktur in die ganze Sache gebracht und hab nun zumindest zu 25% das Gefühl, dass ich es schaffen kann, was ein riesen Fortschritt zu den 0% der letzten Tage war.

    Gestern habe ich einen Teil Altpapier weggebracht und eine große blaue Mülltüte hab ich auch vollbekommen. Das Wegwerfen ist kein Problem, wirklich nicht. Nur die Zeit, ich hatte einfach das Gefühl, dass ich NIE fertig werde.

    Es hat sehr gut getan, hier zu schreiben, weil es mir sehr unangenehm war, da überhaupt ein Problem zuzugeben.

    Wenn ihr wollt, halte ich euch auf dem Laufenden, ich bekomme im Laufe der nächsten Woche sicherlich noch mal einen "ich schaff das alles nicht" Rückfall.

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