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Thema: Mobbing am Arbeitsplatz

  1. #1
    Neuling
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    Standard Mobbing am Arbeitsplatz

    Hallo alle zusammen,

    heute schreibe ich hier, da es mir nicht gut geht weil ich auf der Arbeit von meiner direkten Vorgesetzten gemoppt werde. Sie macht mir meinen Arbeitsalltag zur Hölle.
    Es ist in erster Linie Ihre Art und Ihr Tonfall, der von oben herab ist. Sie ist mir gegenüber genervt und gereizt. Da ich erst seit ein paar Monaten neu angefangen habe, fehlt mir noch das nötige interne Fachwissen (wie die Abläufe sind, wer für was zuständig ist, wie die Leute heißen, wer wo hingehört, was wie gemacht wird…). Dieses Wissen setzt sie einerseits aber Voraus. Sie gibt mir nicht die Chance / Möglichkeit und die notwendige Zeit, mir dieses Wissen anzueignen (das dauert ja seine Zeit, bis man die betrieblichen Abläufe alle ganz genau 100 % kennt, da das Themenfeld und Spektrum innerhalb der Abteilung sehr weitläufig ist). Bekomme von Ihr diesbezüglich auch kaum Unterstützung oder Hilfe, um mich intern besser zurecht zu finden.
    Leider gibt es auch keine gerechte / geregelte Arbeitsaufteilung und er meiste / größte Teil der Arbeit blieb an mir hängen. Weiterhin gibt Sie mir kaum die Gelegenheit für notwendige Rücksprachen, bzw. lässt sie mich immer so lange warten, dass ich meine offenen Punkte erst am Ende eines Tages klären kann und somit meine Arbeit liegen bleibt.
    Was auch schwierig ist, dass sie heute hü und morgen hot sagt, was heute gilt ist morgen schon nicht mehr gültig. Ferner gibt Sie mir keine eindeutigen Arbeitsaufträge / klare Anweisungen, so dass immer Fragen offenbleiben und ich drauf angewiesen bin, dass Sie mir hilft. Hinzu kommt, dass Sie öfters Informationen bewusst nicht weitergibt und Sie sich die Dinge immer so hinbiegt wie es ihr gerade in den Kram passt.

    Das ist nur ein Bruchteil von dem was ich mir tagtäglich von ihr anhören darf. Mir fallen gar nicht alle Probleme ein, die Sie mir bereitet. Kann gar nicht alles niederschreiben. Das meiste passiert mündlich und lässt sich gar nicht alles dokumentieren. Ich kann mich drehen und wenden und egal wie ich es mache, irgendetwas ist immer dran auszusetzen oder falsch. Dann bin ich diejenige, die zu langsam, nicht richtig organisiert, oder nicht selbständig genug bin (da ich ja immer wieder bei ihr nachfragen muss, wenn ich nicht genügend Informationen habe).

    Es ist ein schrecklicher Zustand und das geht mir ganz schön an die Substanz.
    Geht es jemandem ähnlich wie mir? Wie habt ihr euch gewährt oder die Kraft und Energie gefunden da wieder heil raus zu kommen? Ich möchte auch nicht einfach alles hinschmeißen, da ich nicht arbeitslos werden möchte. Möchte sich jemand mit mir austauschen?

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von hope23 Beitrag anzeigen
    Es ist ein schrecklicher Zustand und das geht mir ganz schön an die Substanz.
    Geht es jemandem ähnlich wie mir? Wie habt ihr euch gewährt oder die Kraft und Energie gefunden da wieder heil raus zu kommen? Ich möchte auch nicht einfach alles hinschmeißen, da ich nicht arbeitslos werden möchte. Möchte sich jemand mit mir austauschen?
    Hallo Hope,

    um ehrlich zu sein, sehe ich hier vorwiegend ein Mangel an Führungsqualitäten der besagten Vorgesetzten. Sie sollte dafür Sorge tragen, dass ein neues Mitglied in ihrem Team möglichst schnell und ordentlich eingearbeitet wird, das Du mit den Informationen versorgt wirst, die Du brauchst, um Deine Arbeit erledigen zu können. Wenn sie dies nicht tut, bzw. Informationen zurück hält oder zu spät liefert (das Arbeit liegen bleibt) ist das sehr unprofessionell.

    Aber leider bringt es nichts, eine Führungskraft "umerziehen" zu wollen. Das wird nicht funktionieren.

    Letztlich gibt es nur wenig funktionierende Alternativen:
    - Sich möglichst schnell (selbständig) einarbeiten und ein unauffälliges "Schaf dieser Herde" werden.
    - Das Dilemma offen mit der Vorgesetzten ansprechen. Letztlich ist gutes Personal schwer zu bekommen (Kosten durch Personalbeschaffung) und neues Personal muss immer eingearbeitet werden (weitere Kosten für Einarbeitung). Schon aus ökonomischen Gründen, sollte sie selbst auf eine professionelle Einarbeitung ihrer Team-Mitglieder achten.
    - Eine Versetzung im Unternehmen anstreben. Wenn beides nicht klappt, oder das offene Gespräch nicht den gewünschten Erfolg brachte, gibt es vielleicht andere Abteilungen, indenen es besser läuft.
    - Je nach Unternehmensgröße gibt es auch evtl. einen Betriebsrat, an den man sich vertrauensvoll wenden kann. Vielleicht ist das Problem ja sogar bereits bekannt...
    - Immer schon mitdokumentieren, was so passiert ist und wie die Zusammenhänge waren, wie oft vorgekommen, durch wen veranlasst etc. Diese Details können im Fall des Falles sehr wichtig werden.

    LG,
    Q.V.

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Quo Vadis? für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (29.08.2011),hope23 (30.08.2011)

  4. #3
    Neuling
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    Hallo Quo Vadis,

    danke Dir für deine nützlichen Hinweise in deiner Antwort und deine Rückmeldung.
    Sich selbst einzuarbeiten hat ja auch den Vorteil, dass das neu gelernte hängen bleibt, doch es dauert halt alles länger, wenn ich erst die Nadel im Heuhaufen suchen muss, um an die nötigen Infos ranzukommen, dich ich brauche, um meine Arbeit erledigen zu können. Ich verstehe halt nicht, waurm meine Vorgesetzte mir nicht entgegenkommet und mir die Infos einfach gibt, wenn ich Sie danach frage.
    Das Problem mit dieser Frau ist durchaus bekannt, doch untenehmen tut keiner was, ist ja auch schwierig ihr nachzuweisen, dass sie mich so schickanieren tut und mir nur Steine in den Weg legt, anstelle auf eine gute Zusammenarbeit hinzuarbeiten.
    Wenn ich sie dirkt auf eine Problematik offen anspreche, dann redet sie es entweder schön oder dreht den ganzen Sachverhalt so hin, wie es Ihr gerade in den Kram passt. Sie sitzt einfach am längerem Hebel, da Sie ja meinde direkte Vorgesetzte ist.
    Eine Versetzung im Unternehmen ist auch eine gute Idee, doch da muss sich ja auch erst einmal etwas passendes finden, wo man hingehen könnte.
    Ich bin halt auch nicht der Typ, der sojemandem Parole gibt, und ich fühle mich wie gelähmt und so hilflos, dass ich nicht so wirklich etwas gegen Sie unternehmen kann . Hinzu kommt, dass mir dafür auch einfach die Kraft und die Energie fehlt. Ich wünsche mir eigentlich nur wieder einen ganz "normalen" Arbeitsalltag mit etwas rücksichtsvolleren Umgangsformen.
    Tut gut sich hier austauschen zu können.
    liebe Grüße
    Hope

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