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Mobbing Sich endlich Luft machen …

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Alt 30.03.2010, 06:50   #9 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 27.03.2010
Ort: In Schwobenländle
Beiträge: 20
Standard Mobbing am A. P.

Hallo Philipa,
wie recht du hast!
Es geschehen Dinge, die man kaum als glaubwürdig betrachten kann.

Ich bin bisher fest davon überzeugt, dass fast jeder Mobbing, vom Vorgesetzten ausgeht und sich, wie Ansteckungskrankheit verbreitet.
Das Arbeitsklima hängt, an erster Stelle vom Chef ab. Vom Chef, der mit sich selbst unzufrieden ist. Der, der von "oben", wie in meinem Fall, zuviel Druck bekommt, nicht aushalten kann und aufgrund dessen irgendwo, seinen "Müll" abladen muss. Es versteht sich, "auf die Kleinen - Schwachen".

In unserem Unternehmen geht es nicht nur diesen Mobbing, sondern auch, um Ausbeutung und, und, (...)
noneid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2010, 07:26   #10 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 27.03.2010
Ort: In Schwobenländle
Beiträge: 20
Standard Mobbing am A. P.

Hallo ihr Lieben,
hier nur ein, kleiner Beispiel, meiner Erlebnisse:

- Verspätung 2 Mal hintereinander – bereit 1 Jahr Kritik – zwei mal in der Woche
Verspätung ist für mich seit eh und je, äußerst peinlich. Es ist nicht meine Schwäche aber auch nicht meine Art. Dennoch, sagt man, es sei menschlich. Trotzdem ist es mir bewusst, dass häufige Verspätungen Abmahnung, anschlißend auch Kündigungsgrund sein können.
Kurz vor Weihnachten, 2006, als ich vertretend einen Zeitungsbezirk übernahm, geschah, auch mir, das Unfassbare – Verspätung. Und wie der Teufel will, zwei Tage hintereinander.
Vorschrift nach, verständigte ich, am ersten Tag die Zentrale und gestand, verschlafen zu haben. Am zweiten Tag, da ich weder einen Cent, in der Tasche noch Guthaben im Handy hatte, konnte ich weder per Handy noch aus einer Telefonzelle meiner Pflicht nachgehen. Ich raste zum Zustellen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als, nach der Zustellung, aus dem Depot anzurufen. Danach, als ich das Depot betrat, erhielt ich Anruf von meinem Chef. Er ist mir zuvorgekommen. Mit Recht, folgte eine gehörige Portion Kritik, wegen Verständigung der Zentrale, am zweiten Tag. Als er erfuhr, dass ich, das Verschlafen gestanden hatte, erklärte er mich für Verrückt. Ich hätte einen anderen Grund nennen können, meinte er. Ich fragte ihn, „etwa lügen, Unfall, Stau am 5 Uhr in der Früh und das am Samstag!“ Ich traute mich jedoch nicht die volle Wahrheit – dass es mir derzeit so schlecht ging, dass ich Schmerztabletten, am Abend zuvor eingenommen hatte, die, die Ursache dafür war, zu offenbaren. Ich verdrängte es einfach.

Nun war diese Geschichte vorbei, dachte ich zumindest. Aber mein Boss ließ es nicht ruhen. Geschäftlich hatten wir mindestens zwei mal in der Woche telefonischen Kontakt. Und bei jedem Anruf, erwähnte er mit Ironie und Vorwurf diesen Vorfall, wie zum Beispiel, „Frau ..., kaufen sie sich einen Wecker. Stellen sie Wecker ein. Vergessen sie morgen nicht aufzustehen. Ich hätte einen Wecker, irgendwo zuhause liegen, soll ich ihnen zukommen lassen!“
Und diese Vorwürfe zogen sich Monate lang. Irgendwann, sagte ich ihm, er vergeude seine kostbare Zeit, mit Vorwürfen und ob er es endgültig unterlassen könne, oder andere Maßnahmen dagegen unternehmen, da es schon in Psychoterror über gehe. Und ausgerechnet vor Weihnachten 2007, bekam ich als Geschenk einen Wecker. Voller Wut, sandte ich dieses, gnadenlos zurück, mit Verzeichnis – „nicht zustellbar!“ Was darauf folgte, könne sich jeder ausmalen – Argumente, Ausreden, Bedauern seinerseits. Es sei Einheitsgeschenk, ich solle es nicht zu Herzen nehmen.

Erst dann war die Geschichte, für immer begraben.
noneid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2010, 07:27   #11 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 25.03.2010
Beiträge: 45
Standard ..

nun ja...aber was bleibt uns da?
was können wir tun?

- es durch halten und krank werden

- oder aufhören und arbeitslos sein


- oder durch viele andere firmen gehen...bis mal die richtige gefunden ist..
was dann auch zu dem obig genannten kommen kann..man wird krank


ich hatte mich immer wieder für letzteres entschieden...
und nun sitze ich hier...7:22 uhr...
die nacht über herzklopfen gehabt...keine luft bekommen...geheult...kaum geschlafen...und hab keine kraft mehr noch eine firma/praxis "durch zu machen"

hätte ich mich bloß für das mittlere entschieden...wäre ich zwar arbeitslos aber dafür gesund...

vielleicht wäre ich dann glücklicher...auf jeden fall glücklicher als jetzt..
philipa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2010, 07:29   #12 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 25.03.2010
Beiträge: 45
Standard ..

hupsi....haben wir wohl gleichzeitig geschrieben?!
philipa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2010, 07:35   #13 (permalink)
Roman Verfasser
 
Benutzerbild von glasheuler
 
Registriert seit: 01.03.2009
Beiträge: 1.424
Standard

Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Verkettung von vielen, mehreren
tragischen Vorfällen. Darauf, so scheint mir, hat der Boss nur gewartet.

Um so tragischer dass er sich nicht die Mindestmühe macht die Umstände
zu erfahren.

Die Aufzählung von Sonderrechten einiger Mitarbeiter kommt mir auch nicht so unbekannt vor. Wer gut radfährt kann getrost öfter mal ungestraft
zu spät kommen, ausgiebig morgens einen Parkplatz suchen, das Schleimen hat sich gelohnt.

Gruß
glasi
__________________
Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek
vorgestellt.
(Jorge Louis)
glasheuler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2010, 07:41   #14 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 25.03.2010
Beiträge: 45
Standard ...

hallo noneid...

also das mit dem geschenk und mit dem "aufziehen" sprich:du sollst den wecker stellen usw....

wenn das bei uns so wäre....wir wären die glücklichsten menschen...bei uns bzw.in jeder praxis gab es noch nicht mal dumme sprüche über die man anfangs vielleicht noch hätte lachen können (klar in deinem fall war es dann schon mal zu viel)
aber sowas?! nie!!!!! und zurück schicken? puh...geht gar nicht...man man da hast es du echt noch "gut"

bei uns wird man an den armen gepackt wenn man mit der mouse nicht schnell genug am "zielort"ist...usw...und da wehrt sich niemand...das traut sich keiner...und die die sich wehren werden gekündigt
und dann sei mal mit denen jede minute ununterbrochen in einem zimmer und reiche denen zu..da verzweifelt man..bei jedem handgriff denkt man man macht was falsch...und man wird automatisch unsicher und dann macht man wirklich fehler....na ja...usw..usw...

ich kann dich schon verstehen das dich das genervt hat...aber das würde ICH persönlich gar nicht so überbewerten...aber da ist jeder anders...

liebe grüße
philipa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2010, 16:49   #15 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 27.03.2010
Ort: In Schwobenländle
Beiträge: 20
Standard Mobbing...

Hi Philipa,
... Wecker, Verspätung ...
das ist richtig, dass man Geschenk nicht zurückweist. Dises Vorgehen hat zum Teil mit Charakter zutun. Das war mir zu der Zeit schon egal.
Doch über ein Jahr jemandem Geduld zu schenken, kostet Nerven! Und in dem Fall müsste ich Elefanten Fell gehabt haben, um es weiterhin als Humor zu betrachten. Nochmal: es gibt sachliches Verhalten eines Chefs, wie in jedem normalen Unternehmen, wie z. B. Abmahnung, doch nicht, über 1 Jahr lang Psychoterror!
Nun ein anderer Beispiel:
Derzeit betrug mein Nettogehalt zw. 750-860 Euro.
Ich sollte eine Vertretung machen. Und als ich meinem Boss sagte, dass ich keinen Cent in der Tasche, für Benzin habe und seit Tagen am hungern bin und deshlab die Vertretung nicht annehmen kann.

ER: "Gehen sie besser mit ihrem Geld um. Hunger, was, es gibt doch in dem Ort, an jeder Ecke Bäckerei ind Imbisse. Dort kann man belegte Brötchen kaufen!"

Ich dachte, ich träume!
Das war lange nicht alles! Ein dicker Roman könnte daraus entstehen, wenn ich alles schreiben würde.
Oder:
Meine Mutter verstarb im Nov. 2008. Und ich musste dringend in die Heimat zu Beerdigung. Wie üblich, verständigte ich meinen Boss.
Und jetzt ratet mal, was ich zum Hören bekam: "Frau ..., was fällt ihnen ein, ausgerechnet jetzt, wenn viel zutun ist. Also, gehen sie in ihre Heimat aber am Samstag sind sie wieder da. Ist es klar! Beileid."
(es war Mittwoch)
Das ist doch krank!
Voller Verzweiflung, Trauer und Schock antworte ich: "Mister ..., es tut mir unendlich leid, vergessen zu haben, mit meiner Mutter, zu besprechen wann sie sterben darf." Dann legte ich auf.

Schließlich ging es, um Todesfall meiner geliebten Mama und nicht um irgendejemanden.

Ein Vorgesetzter sollte eigentlich eine Respektperson - ein Vorbild sein, um
Respekt, seiner Mitarbeiter zu verdienen.

Geändert von noneid (05.04.2010 um 16:59 Uhr)
noneid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2010, 22:22   #16 (permalink)
Roman Verfasser
 
Benutzerbild von glasheuler
 
Registriert seit: 01.03.2009
Beiträge: 1.424
Standard

Hallo noneid, klar, Dein Chef hat Sachen von sich gegeben, das ist in Anbetracht Deiner Trauer das allerletzte.

Deine Antwort wäre mir aber ebenfalls nicht über die Lippen gekommen, eher Tränen
einer unendlichen Verzweiflung.
__________________
Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek
vorgestellt.
(Jorge Louis)
glasheuler ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
arbeitsplatz, einsamkeit, leid, mobbing, psychoterror

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