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Thema: Mobbing am Arbeitsplatz und im Ehrenamt

  1. #1
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    Standard Mobbing am Arbeitsplatz und im Ehrenamt

    Umfrage:

    Mobbing am Arbeitsplatz und im Ehrenamt

    Hallo,

    mein Name ist Hans-Peter Koellges. Ich studiere soziale Verhaltenswissenschaft an der FernUniversität in Hagen. Im Rahmen meines Studiums führe ich eine Umfrage zum Thema Mobbing durch zu der ich Sie herzlich einladen möchte. Die Umfrage ist anonym. Mit der Umfrage möchte ich herausfinden, inwieweit sich das Mobbing im Erwerbsberuf vom Mobbing im Ehrenamt unterscheidet, also ob im Ehrenamt mehr oder weniger oder anderes Mobbing stattfindet als im Erwerbsberuf. Teilnehmen können Personen, die berufstätig sind, Personen, die ehrenamtlich tätig sind, und Personen, die sowohl berufstätig als auch ehrenamtlich tätig sind. Ein Ehrenamt kann in diesem Zusammenhang jede Art von freiwilligem Engagement sein, das regelmäßig oder sporadisch ausgeübt wird und dessen Ziel nicht der eigene Haushalt oder die eigene Familie ist, und das nicht in Hilfe im Freundesnetzwerk oder in Nachbarschaftshilfe besteht. Das Ehrenamt kann aber von zu Hause aus ausgeübt werden, wie z.B. im Fall der Mitarbeit an einer Online-Enzyklopädie oder ähnlichem. Es gilt auch dann als Ehrenamt, wenn Sie dafür eine Aufwandsentschädigung erhalten. Ich interessiere mich für das Thema Mobbing, weil ich selbst bereits Erfahrungen mit Mobbing machen musste, und würde mich deshalb über Ihre Teilnahme an meiner Umfrage sehr freuen.

    Die Umfrage finden Sie hier:

    http://ww3.unipark.de/uc/Koellges_Fe...Hagen/Mobbing/

    Herzliche Grüße,

    Hans-Peter Koellges

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hallo,

    die Umfrage erreicht man jetzt auch unter:

    www.Mobbingumfrage.de

    Bei Allen, die schon teilgenommen haben, möchte ich mich herzlich bedanken.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Hans-Peter Koellges

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    mir ist mobbing generell schon schleierhaft und wird im berufsleben von den übelsten der übelsten zelebriert aber im ehrenamt??? ich bin wohl doch sehr weltfremd, denn dazu fehlen mir die worte! was für eine gesellschaft sind wir doch!!

  4. #4
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    wie masochistisch muß man sein um sich bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit Mobbing bieten zu lassen ?

  5. #5
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    Standard Mobbing im Ehrenamt

    Nach meiner Erfahrung ist es gar nicht so selten, dass sich Menschen in einem Ehrenamt gemobbt fühlen.
    Da gibt es doch die sogenannten "Vereinsmeier". Sie gehören einem Verband oder einem Verein schon ewig an. Viele haben da wirklich gearbeitet, sind irgendwann aufgestiegen vom Kassierer, über den Schriftführen bis zum Vorsitzenden.
    Nun sitzen sie da, präsidieren, oft mit großer Sachkenntnis, nicht selten aber auch einfach nur mit Würde und Wichtigkeit. Kommt ihnen jetzt jemand in die Quere, fühlen sie sich bedroht, dann schlagen solche Menschen oft hemmungslos zurück.
    Man war doch schließlich mal idealistisch, hat vieles für die gemeinsame Sache gemacht. Und jetzt will da ein anderer Mensch einem ans Bein pinkeln.
    Kritik wird als feindselig, ja als Bedrohung dessen empfunden, was einem selbst wichtig geworden ist.
    Und dann wird gemobbt, werden die eigenen Leute mobilisiert. Und der als Kritiker empfundene Mitstreiter kriegt von da ab kein Bein mehr auf den Boden.
    Meistens geben solche gemobbten Menschen dann desillusioniert auf, werden vielleicht sogar zu bösen Zynikern.
    Ich kenne was davon, habe es selbst erlebt.

    Das ist alles sehr menschlich, aber schmerzt auch, oft jahrelang.

    Paperback

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Paperback Beitrag anzeigen
    Nach meiner Erfahrung ist es gar nicht so selten, dass sich Menschen in einem Ehrenamt gemobbt fühlen.
    Da gibt es doch die sogenannten "Vereinsmeier". Sie gehören einem Verband oder einem Verein schon ewig an. Viele haben da wirklich gearbeitet, sind irgendwann aufgestiegen vom Kassierer, über den Schriftführen bis zum Vorsitzenden.
    Nun sitzen sie da, präsidieren, oft mit großer Sachkenntnis, nicht selten aber auch einfach nur mit Würde und Wichtigkeit. Kommt ihnen jetzt jemand in die Quere, fühlen sie sich bedroht, dann schlagen solche Menschen oft hemmungslos zurück.
    Man war doch schließlich mal idealistisch, hat vieles für die gemeinsame Sache gemacht. Und jetzt will da ein anderer Mensch einem ans Bein pinkeln.
    Kritik wird als feindselig, ja als Bedrohung dessen empfunden, was einem selbst wichtig geworden ist.
    Und dann wird gemobbt, werden die eigenen Leute mobilisiert. Und der als Kritiker empfundene Mitstreiter kriegt von da ab kein Bein mehr auf den Boden.
    Meistens geben solche gemobbten Menschen dann desillusioniert auf, werden vielleicht sogar zu bösen Zynikern.
    Ich kenne was davon, habe es selbst erlebt.

    Das ist alles sehr menschlich, aber schmerzt auch, oft jahrelang.

    Paperback
    Da wäre ich sofort weg - Mobbing muß zumindest bezahlt werden

  7. #7
    Verleger Avatar von Physalis
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    Standard

    So viel geballte Inkompetenz und Größenwahn an einem Ort wie in Vereinen habe ich sonst noch nirgends erlebt.

    Mich wundert es nicht, dass immer mehr Vereine mangels Mitglieder das Zeitliche segnen. In Zeiten, wo man sich vielfältig anderweitig beschäftigen kann, tut sich das kein Mensch ohne ausgeprägte masochistische oder sadistische Neigungen mehr an.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Physalis für den sinnvollen Beitrag:

    Sagon (26.02.2012)

  9. #8
    Ste
    Gast

    Standard

    Ich denke, dass Mobbing oft nur möglich ist, weil an einem Ort dominante und devote Menschen zusammenkommen. Man könnte sagen, Sado- Menschen und Maso-Menschen.

    Zwischen diesen beiden Menschentypen gibt es eine merkwürdige Anziehungskraft und so entstehen oft jahrelange feste soziale Strukturen, die nicht mehr vernünftig rational erklärbar sind. Da geht es um tiefe und meist unbewusste Bedürfnisstrukturen im dominanten als auch im devoten Menschen.

    Wobei es ja auch Menschen gibt, die abwechselnd oder gleichzeitig beide Rollen spielen, nach oben kuschen, nach unten treten. Das ist dann der Paradefall eines perfekt ins System eingegliederten sozialen Wesens, dass seine Rolle in beiden Richtungen inbrünstig erfüllt.

    Klar entehen in solchen Vereinen (wie in Foren auch, ist ja auch ein Verein) Konkurenzkämpfe, die sich oft über Jahre hinwegziehen. Der eine kann den anderen nicht leiden oder fühlt sich in seiner eigenen Wertigkeit und Dominanz vom anderen bedroht. Das soziale Kräftemessen beginnt, nach aussen hin freundlich lächelnd, hintenrum feindselig. In Foren entfällt durch die Anonymität der vodergründige Teil, man schreibt direkt, wenn man den anderen entwerten will.

    Man sollte nicht so von oben herab auf diese alltäglichen sozialen Phänomene blicken, den jeder von uns wird irgendwo Teil davon, oder aber hat sich längst aus allen Lebensbereichen zurückgezogen, wo er/sie mit diesen zu tun kriegen könnte. Nicht selten weil man aus früheren Erfahrungen heraus noch zu tief verletzt ist und sich letztlich nie davon erholt hat.

    Dieser Rückzug führt aber auch nur dazu, dass sich die Kämpfernaturen in den sozialen Gemeinschaften um so besser und ungestörter durchsetzen können. Klar, wenn jeder "vernünftige" Mensch genervt und angewiedert die Bühne verläst, bleibt der innere Dominanzzirkel und seine Bewunderer gestärkt zurück. Jeder aktive Kritiker, der geht, hinterlässt einen gestärkten Machthaber.

    So kommt es, dass die starken immer stärker werden und die, die sich aus allen sozialen Bereichen zurückziehen sich immer weiter zurückziehen, was ja verständlich ist. Im schlimmsten Fall entsteht dadurch ein regelrechtes Macht-Vakuum um den inneren Zirkel des dominanten Machthabers. Das kann soweit gehen, dass diese Mensch oder diese Menschen dann wie Gott regieren können, das hat es ja in der Geschichte immer wieder gegeben und dann fragen sich immer alle, wie das möglich sein konnte.

    Grüße

    Ste

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