Nach meiner Erfahrung ist es gar nicht so selten, dass sich Menschen in einem Ehrenamt gemobbt fühlen.
Da gibt es doch die sogenannten "Vereinsmeier". Sie gehören einem Verband oder einem Verein schon ewig an. Viele haben da wirklich gearbeitet, sind irgendwann aufgestiegen vom Kassierer, über den Schriftführen bis zum Vorsitzenden.
Nun sitzen sie da,
präsidieren, oft mit großer Sachkenntnis, nicht selten aber auch einfach nur mit Würde und Wichtigkeit. Kommt ihnen jetzt jemand in die Quere, fühlen sie sich bedroht, dann schlagen solche Menschen oft hemmungslos zurück.
Man war doch schließlich mal idealistisch, hat vieles für die gemeinsame Sache gemacht. Und jetzt will da ein anderer Mensch einem ans Bein pinkeln.
Kritik wird als feindselig, ja als Bedrohung dessen empfunden, was einem selbst wichtig geworden ist.
Und dann wird gemobbt, werden die eigenen Leute mobilisiert. Und der als Kritiker empfundene Mitstreiter kriegt von da ab kein Bein mehr auf den Boden.
Meistens geben solche gemobbten Menschen dann desillusioniert auf, werden vielleicht sogar zu bösen Zynikern.
Ich kenne was davon, habe es selbst erlebt.
Das ist alles sehr menschlich, aber schmerzt auch, oft jahrelang.
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