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Thema: Mobbing am Arbeitsplatz-Werkzeug zum Personalabbau

  1. #33
    Neuling Avatar von Mondlicht
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    Ich denke das Gaby da schon den richtigen Ansatz hat; soweit ich sie richtig verstanden habe.
    Ein vermeindliche Mobbingopfer muß sich auch mal Gedanken machen wie es überhaupt dazu gekommen ist das man angeblich gemobbt wir. Und ist alles immer gleich Mobbing, nur weil man ein bißchen Dünnhäutiger ist? Wir leben heutzutage nun mal in einer Leistungsgesellschaft in dem wir bis an Grenzen gehen müssen. Und genau hier würde ich den Ansatzpunkte sehen. Wenn die vermeindlich Stärkeren hier dann ein Stück zurück stecken könnten wäre schon ein kleiner Schritt getan. Die kann aber leider erst mal nur in kleinen Kreisen funktionieren. Meiner Meinung nach wird viel zu viel über die Intrigration von Mitbürgern anderer Nationalitäten gesprochen, zu wenig aber allgemeingültig für alle die, die nicht gleich den Anschein erwecken als würden sie in ein schematischen Bild passen wie man es sich gerne wünscht; oder wie es die heutige Gesellschaft erwartet.
    Mobbing, so denke ich mal ist immer individuell zu betrachten. Und nur aus diesem Ergebnis kann sich eine Handlungsweise entwickeln, das es Nachfolgenden nicht gleich ergeht.
    Geändert von Mondlicht (06.11.2010 um 23:58 Uhr) Grund: Rechtsschreibfehler sollten schon so sein das man sie lesen kann
    Harmonie exestiert nur in Träumen und in Phantasie

  2. #34
    Gast784
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    Ich denke das Gaby da schon den richtigen Ansatz hat; soweit ich sie richtig verstanden habe
    hast Du nicht.

    1. ich geh davon aus, dass sehr viele "Mobbingopfer" gar keine Mobbingopfer sind, sondern schlichtweg konfliktunfähig. Das hat mit Dünnhäutigkeit nix zu tun.( Auch Dünnhäutige haben eine wichtige Funktion im sozialen und gesellschaftlichen Miteinander, das nur nebenbei). Bei wirklichem Mobbing hat der Betroffene keine Chance. Das sind ohnehin die, die sich selbst bereit sind zu hinterfragen und sich darum in einer solchen Situation bis aufs Mark treffen lassen.

    ich habe deshalb die Sozialkompetenz erwähnt. Der Druck ist immens, das ist wahr. Und dass Menschen daran scheitern ist verständlich und ich finde das ganze auch menschenverachtend. Trotzdem ist es noch so, wie Kü anfangs mal schrieb: noch läuft das ganze auf sehr hohem Niveau ab. Und ich behaupte, dass die Leuts nicht (mehr ?)das persönliche Rüstzeug haben, um mit dem Druck umzugehen und um sich neue Lebenwirklichkeiten zu schaffen. So ändert sich nämlich eine Kultur. Es gibt diese Menschen zum Glück noch. Aber es gibt gefühlt mindestens genauso viele Menschen, die eher eine Kultur der kollektiven Psychoerkrankung fördern. Auch das wird konsequenterweise irgendwo hin führen. Aber das ist jetzt nicht Thema.

    Diese Lebensumstände machen krank, ohne zweifel. Menschen waren dem aber schon immer ausgesetzt. Vor 100 Jahren vll mehr auf körperlicher Basis durch schwere Arbeit, schlechte gesundheitliche Versorgung und Mangelernährung. Auch das war Druck, auch die waren damals nicht nur nett zueinander. Durch die Ansprüche heute werden psychische und psychosomatische Erkrankungen unsere Geisel. Aber auch durch unseren hohen Lebensstandard.

    Deshalb haben wir natürlich keinen Grund uns auf die Schulter zu klopfen im Sinne von: "wir sind heute so reich, dass wir es uns leisten können, dauerhaft und massenhaft psychisch zu erkranken" (den systemischen Ansatz, dass wir deshalb auch die psychischen Verwicklungen und Erkrankungen unserer Ahnen heute auszubaden haben, lasse ich jetzt mal weg).

    Natürlich stellen uns diese Probleme vor neue Herausforderungen. Schließlich sind diese Probleme mit daran beteiligt, dass unsere gesamten Sozialstrukturen auseinanderbrechen und neben der Arbeit ein weiterer wichtiger Pfeiler unseres Daseins (Beziehungen, Familie, soz. Eingebundenheit) unsicher wird. Der Wunsch nach Sicherheit ist aber ein menschliches Urbedürfnis.

    2.
    Wir leben heutzutage nun mal in einer Leistungsgesellschaft in dem wir bis an Grenzen gehen müssen. Und genau hier würde ich den Ansatzpunkte sehen. Wenn die vermeindlich Stärkeren hier dann ein Stück zurück stecken könnten wäre schon ein kleiner Schritt getan
    Sag mal, Mondlicht, von was träumst Du eigentlich nachts?

    Genau das wollte ich damit nicht sagen. Denn das wäre ja wieder ein Delegieren der Verantwortung nach außen, nach dem unpersonifizierten "oben". Wir können nicht warten, bis die Gesellschaft, bis die Politik, bis der Stärkere was macht. Damit geben wir die Verantwortung ab, und zwar direkt ins Nirvana. Wir haben nur die Macht, die wir durch UNSER MACHEN haben. z.B. indem ich meine Sozialkompetenz erweitere, z.B. indem ich mich innerhalb der gegebenen Strukturen wehre, z.B. indem ich, wenn das Ende der Fahnenstange erreicht ist, gehe und gucke, wo ich wieder einen Platz zum weitermachen finde, z.B. indem ich lerne kreativ zu denken und mir eben die o.g. neue "Lebenswirklichkeit" schaffe, so klein die Veränderungen auch sein mögen.

    Das Leben besteht nunmal auch aus Polarität. Ja, es ist schlimm, wie heute in der Wirtschaft Leuten reihenweise das Genick gebrochen wird, und ja, vll sitzen wir auf einem untergehenden Kontinent und müssen lernen uns über ein allabendliches Schälchen Reis zu freuen (und die Menschen, die das tun würden, gibt es tatsächlich schon heute in diesem Land), aber in der Polatität ist es zum Glück auch so, dass der andere Pol immer mitschwingt. Es wird etwas neues entstehen. Und jeder hat die Möglichkeit, sich dieses Prinzip in seinem eigenen kleinen Leben zueigen zu machen. Wenn wir nur auf die-da-oben warten, machen wir uns kleiner und hilfloser, als wir sind.
    Geändert von Gast784 (07.11.2010 um 08:36 Uhr)

  3. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Anubis (07.11.2010),Darkstar (07.11.2010),Natz (07.11.2010)

  4. #35
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    Ausschnitt kopiert von Gaby: weiß nicht wie es anders funktioniert. also sorry...für mein Nichtwissen....ich übe noch....
    Das Leben besteht nunmal auch aus Polarität. Ja, es ist schlimm, wie heute in der Wirtschaft Leuten reihenweise das Genick gebrochen wird, und ja, vll sitzen wir auf einem untergehenden Kontinent und müssen lernen uns über ein allabendliches Schälchen Reis zu freuen (und die Menschen, die das tun würden, gibt es tatsächlich schon heute in diesem Land), aber in der Polatität ist es zum Glück auch so, dass der andere Pol immer mitschwingt. Es wird etwas neues entstehen. Und jeder hat die Möglichkeit, sich dieses Prinzip in seinem eigenen kleinen Leben zueigen zu machen. Wenn wir nur auf die-da-oben warten, machen wir uns kleiner und hilfloser, als wir sind.[/QUOTE]


    Genau so sehe ich das auch das Leben ist eben polar und besteht aus Gegensätzen, und deshalb sehe ich es als meine soziale Verpflichtung, Mobbern in meinem Umfeld, die Grenzen zu setzen und denen vorzuleben, daß man sich so nicht benimmt, ob es im beruflichen Umfeld ist, oder draußen oder innerhalb der Familie. Man sollte anfangen, etwas dagegen zu unternehmen und nicht alles was man wahrnimmt als gegeben hinzunehmen. Erst wenn "Opfer" anfangen sich nicht mehr als Opfer zu sehen, verändert sich das Bild und Täter haben demnach nicht mehr soviel Angriffsfläche und halten sich an die Grenzen die man ihnen gesetzt hat.

    Es ist wichtig zu handeln, auch die die nicht gemobbt werden, sollten sich aktiv gegen Mobbing Stellung beziehen, das Übel muß an der Wurzel gepackt werden....Ps so sehe ich es in allen Lebensbereichen.

    Die Welt ist so, wie wir sie zugelassen haben, indem viele nicht gehandelt haben, sondern nur ergehen lassen. Wir sollten anfangen.....

  5. #36
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    Hallo an Alle - habe mich gerade erst hier angemeldet... Ich bin leider selber von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen - zumindest finde ich das es Mobbing ist! In meinem Bekanntenkreis scheine ich da zwar ein Ausnahme zu sein, aber mir persönlich geht zeit einiger Zeit nichts anderes mehr durch den Kopf und beschäftigt mich

  6. #37
    Gast784
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    hallo Christina,

    Du kannst zu Deinem Thema einen eigenen Thread eröffnen, indem Du auf die Übersicht dieses Unterforums zurück gehst und da links oben den Bottom "Neues Thema" anklickst.

  7. #38
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    Hi,

    ich finde "Mobbing" ist eine Art Natürliche Auslese in einer Firma.
    Wenn man erst einmal in dieser Spirale drin ist geht es in den meisten Fällen nur noch Bergab.
    Alles schon erlebt & gesehen...

    Ich lese hier man sollte dagegen vorgehen, was ich im Prinzip befürworte - da in dem Falle die Natürliche Auslese überflügelt wird was mir eben nicht gefällt.

    Aber wie genau soll man dies tun? Ich war auch schon in dem Fall dass ich gemobbt wurde und wenn derartiges von "ganz oben" kommt kann man nicht mehr tun als den Arbeitsplatz zu wechseln mMn.

    LG
    tbE

  8. #39
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    The Butterfly Effect,
    Ohne jetzt gleich auf alle AG einprügeln zu wollen, aber hast Du schon mal erlebt das ein AG Einigkeit in der Belegschaft haben will? Damit würde er ein Stück Macht abgeben.

    Für Mobbing an sich gibt es keine Richlinie wie man dagegen steuern sollte. Dazu ist es individuell zu verschieden. Als erstes sollte man auf jeden Fall immer überprüfen ob das was man als Mobbing empfindet auch immer Mobbing ist. Leider istes oftmals auch so das manch einer zu Übersensibel reagiert.
    Hat man den Verdacht gemobbt zu werden sollte man jeden Vorfall genausten Dokumentieren, denn rechtlich ist es nun mal leider so das Mobbing erst als solchers anerkannt wird wenn es über einen längerem Zeitraum praktiziert wurde. Die allgemeine Rechtssprechung geht hier von bis zu einem Jahr aus. Und selbst wenn man vor Gericht dann noch recht bekommt, könnte man ein zweites Mal zum Opfer werden, wenn der AG sagt das das Betriebsklima dadurch gestört ist. Ich halte es aber fatal grundsätzlich zu raten den Arbeitgeber zu wechseln. Wenn ich dies 1Millionen Mobbingopfern raten sollte, wo solltten die neben den anderen 3 Millionen Erwerbslosen hin?
    Als erstes würde ich jedem Raten sich auch mal ein dickers Fell anzuschaffen, und dem der Mobbt auch mal paroli bieten; wenns sein muß auch das es andere offen mitbekommen. Oftmals kann man dann schon Dinge im Keim ersticken.
    Seltsamer weise schaffen wir es immer das wir uns mit unserem Lebensabschnittspartner streiten können oder aber unsere Kinder bevormunden können. Wenns gegen einen Vorgesetzten geht bekommen wir den Mund nicht auf. Angst um den Arbeitsplatz? Dann darf ich nicht in Erwägung ziehen bei Mobbing den AG zu wechseln. Wäre ein Wiederspruch in sich.
    Ich sage hier an dieserStelle das jeder auch erstmal auf sich achten sollte warum die andere Seite so ein Verhalten mir gegenüber hat.
    Harmonie exestiert nur in Träumen und in Phantasie

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