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Thema: Mobbing durch die Chefin

  1. #1
    Neuling
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    Standard Mobbing durch die Chefin

    Hallo erstmal,

    ich habe eine großes Problem, so wie hier alle wahrscheinlich.

    Ich habe in den letzten Jahren nur für die Firma gearbeitet. Klar, es war stressig, aber es hat auch viel Spaß gemacht.

    Das Gefühl gebraucht zu werden. Ich war die Ansprechpartnerin Nr. 1, egal was war, alle kamen sie zu mir. Ich habe in meinen Hochzeiten 4 Abteilungen über Monate hinweg gleichzeitig gemacht.

    Während meines Urlaubes war ich ständig ereichbar..... Habe nie abgeschaltet.

    Letztes Jahr veränderte sich alles..............

    Ich hatte einen Bandscheibenvorfall. War aber trotzdem nur 1 Tag krank.

    Meine Chefin hat eine Hilfe für mich eingestellt.

    Seitdem diese Kollegin da ist, geht alles bergab.....

    Sie nimmt mir nach und nach die Arbeit weg......
    Meiner Chefin kann ich gar nichts mehr recht machen........
    Ich bin morgens in der Firma und habe nach 5 Minuten schon den ersten Rüffel...................
    Meine Kollegen distanzieren sich von mir...................

    Ich kann nicht mehr..................

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Engelchen,

    darf ich Dir mal Fragen stellen, die vielleicht erst einmal nicht so aussehen sollte, als ob sie mit Deinem Thread etwas zu hätten?

    Warum brauchst Du dieses Gefühl, gebraucht zu werden?
    Ich habe in den letzten Jahren nur für die Firma gearbeitet.
    [...]
    Ich habe in meinen Hochzeiten 4 Abteilungen über Monate hinweg gleichzeitig gemacht.

    Während meines Urlaubes war ich ständig ereichbar..... Habe nie abgeschaltet.
    Sowas kann gesundheitlich nicht lange gut gehen - ein Bandscheibenvorfall ist da fast noch die "harmlosere" Variante ...

    Es bringt ja keine "Besserung", hier jetzt über die Hintergründe für das Verhalten Deiner Kollegin oder Deiner Chefin zu spekulieren. Selbst wenn wir es exakt treffen sollten: Du bleibst dadurch weiter unverändert in dieser Lage drin!

    Stelle Dir mal vor, Du würdest einen (!) ganz normalen Arbeitsplatz dort ausfüllen und nicht 4, angenommen, Du würdest ebenso regulär Feierabend machen und die Firma Firma sein lassen, wie alle anderen Kollegen auch, angenommen, Du würdest nicht mehr Tag und Nacht auf Abruf bereit stehen und Dein Privatleben allem unterordnen: was würde dies für Dich bedeuten?
    Was würde Dir dann "fehlen" - und warum würde Dir das fehlen?

    So, wie Du Dich hier beschreibst, beutest Du Dich ja selbst aus, zumindest lässt Du es freiwillig geschehen ...

    Was sollte sich Deiner Meinung nach jetzt ändern?


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  3. #3
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    Hallo Engelchen, so 'ne Worcaholic war ich auch mal. Mittlerweile bin ich selbst Arbeitgeberin. Als wir unsere Firma übernommen haben, war als einzige Vollzeitkraft eine Angestellte hier, die einige Hundert Überstunden "auf dem Buckel" hatte. Sie fühlte sich für alles und jedes zuständig, reagierte mit zitterndem Kinn und manchmal sogar Tränen, wenn ich sie in Zeiten, wo ihre Anwesenheit hier nicht erforderlich war, früher nach Hause schickte. Sie hat sich von Anfang an so verhalten, als wolle man sie herausdrängen, reagierte so, als würde sie gemobbt, von ihr kamen ähnliche Aussagen wie von dir, nämlich: ich nähme ihr die Arbeit weg (später nahmen ihr Leute, die wir zusätzlich eingestellt haben, die Arbeit weg...), sie fühlte sich wegen allem und jedem in ihrer Kompetenz angegriffen. Kommt dir das irgendwie bekannt vor?

    Ich will jetzt nicht zu viel in dich "reindichten", aber aus Arbeitgebersicht kann ich dir vielleicht mal ein paar Gedanken zu solch überengagierten Mitarbeitern sagen, die du hoffentlich nicht als allzu bedrohlich empfindest:

    1. es ist wahr, solche "Arbeitstiere" sind zunächst ein absoluter Gewinn für eine Firma, die schaffen tagtäglich ein Pensum, von dem andere beim bloßen Zusehen schon Erschöpfungszustände kriegen.

    2. wenn so ein super engagiertes Arbeitstier mal ausfällt - und das passiert früher oder später unausweichlich! - hat ein Betrieb unweigerlich ein Problem:

    a) mir ist noch nie jemand untergekommen, der sich so engagiert, wie du es beschreibt und dabei in der Lage gewesen wäre, Arbeit auch zu delegieren, sprich: wenn so eine Arbeitskraft ausfällt, wissen diejenigen, die die Vertretung übernehmen müssen, fast nie Bescheid - hat was damit zu tun, daß solche "Unentbehrlichen" im Grunde alles dafür tun, daß sie im wahrsten Sinn des Wortes tatsächlich unentbehrlich werden - für einen Betrieb ist das eine überaus kritische Haltung

    b) wenn in einem Betrieb mehrere Mitarbeiter sind, dann sind solche Worcaholics eher Belastung denn Glück für ein Team. Ist mir schon mehrmals aufgefallen - es mag eine Weile ganz gut und freundlich untereinander laufen, aber im Grunde vermitteln so überengagierte Leute den Kollegen meist das Gefühl, daß sie ihre Nase überall reinhängen, egal ob ein Arbeitsbereich sie etwas angeht oder nicht (sowas schätzt keiner!) - sobald so jemand "strauchelt", treten dann sehr oft und massiv bislang brachgelegende Konflikte hervor, die sich die Kollegen zuvor möglicherweise nicht so recht getraut haben zu zeigen.

    3. Daß dir jetzt eine Kollegin an die Seite gestellt wurde, zeigt, daß deinem AG die Problematik bewußt geworden ist. Wenn du bisher bis zu 4 Abteilungen "bedient" hast, kann das im Sinne einer gesunden Unternehmensführung nicht gut sein. Sprich: dein AG handelt und erwartet von dir, daß du wieder zu Kräften kommst und das, was deine eigentlichen Aufgaben sind, gut und mit voller Kraft leisten kannst. Daß dich das womöglich in deiner Position bedroht, ist zwar logisch, aber um's mal ganz klar zu sagen: "Die nimmt mir die Arbeit weg" ist der sicherste Weg, mittel- bis langfristig deinen Job zu verlieren! (wir haben nach über 4 Jahren Kampf unsere Erst-Angestellte entlassen - alles, was sie befürchtet hatte, hat sie durch ihr Verhalten uns gegenüber provoziert und wahr werden lassen).

    Ich kann dir nur den dringenden Rat geben: mach deine Reha (wenn erforderlich - Bandscheibenvorfall ist kein Pappenstil), versuche darüber hinaus, eine Beratungsstelle mit Themenschwerpunkt "Streßbewältigung" zu finden und sieh zu, herauszufinden, was dich dazu veranlaßt, deinen Lebenszweck in "Unentbehrlichkeit für den Betrieb" zu suchen. Sonst kann es gut passieren, daß deine Befürchtungen tatsächlich dazu führen, daß du irgendwann deine Position in der Firma verlierst.

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    Helferlein (04.11.2011)

  5. #4
    Gast9159
    Gast

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    Guten Morgen Engelchen,

    ich glaub, erstmal brauchst du etwas Trost statt nur Kritik und Fragen zu deinem Dazutun. Und ich finde schon, dass auch die Gründe wichtig sind und Besserung bringen können, wenn man sieht, warum etwas so ist, hilft das besser zu verstehen. Das Gefühl, gebraucht zu werden, hat im übrigen jeder und ist ganz normal, das Maß ist hier wie immer entscheidend, denke ich. Deshalb will ich ausgleichend zu den anderen Beiträgen mal was anderes dazu sagen:

    Es ist leider in vielen Betrieben zur alltäglichen Praxis geworden, durch "Bossing" und "Mobbing" unliebsame Mitarbeiter rauszuekeln. Von seiten der Kollegen ist einfach oft der Konkurrenzdruck groß, von Seiten der Arbeitgeber steckt oft ein "Plan" dahinter. Gern werden langjährig Beschäftigte mit höheren Gehältern auseinandergenommen, wenn ein Chefwechsel stattgefunden hat und die reinen Zahlen zählen und das Verständnis und die Menschlichkeit flöten geht. Denn oft ist ja nur das Ziel einer "Umstrukturierung", Gründe zu finden, gutbezahlte langjährige Angestellte rauszukriegen und die Arbeit auf möglichst mehrere niedrigbezahlte Teilzeitkräfte zu verteilen, die "verfügbarer" sind.

    Ich habe erlebt, dass mit neuen "Arbeitsplatzbeschreibungen" Kollegen, die vorher auf mehreren Bereichen erfolgreich waren und auch gern gearbeitet haben, reduziert wurden auf einen Bereich, den sie absolut nicht mögen, nur um sie zu demotivieren und darauf zu hoffen, dass sie aus dieser Situation heraus Fehler begehen, um ihnen dann zu kündigen. Das ist die andere Seite der Medaille und ich will damit sagen, dass du das nicht so persönlich nehmen musst. Meist hat es nichts mit dir zu tun, sondern je mehr man vorher gemacht hat, je mehr man weiß man und ist auch eine entsprechende "Gefahr", gerade auch gern, wenn ein Chefwechsel stattgefunden hat. Jeder ist sich selbst der Nächste.

    Deshalb möchte ich dich trösten damit, dass es vielen so geht und du - wie gesagt - das nicht persönlich nehmen musst. Dennoch hat Dark recht und du fragst dich wirklich einmal, ob du in der Vergangenheit nicht zuviel und zu selbstverständlich immer alles gemacht hast, mehr als du möchtest. Denn es ist so - wenn du alles mitmachst und nur für deine Firma "lebst", machst du dich besonders angreifbar, wenn in der Firma Probleme sind, denn du hast daheim dann erstens wenig privaten Ausgleich, weil immer alles nur für die Firma gemacht wird, zweitens wird man auch gern als "Arbeitstier" missbraucht. Solange das gut geht und du ein erwünschtes Ergebnis erzielst, ist das ja vielleicht noch angenehm, in dem Moment aber, wo dein Arbeiutgeber dich nicht (mehr) mag, kann diese Übermotivation auch zur Falle werden

    @Suppenhuhn: Mit gefällt der Ausdruck "Arbeitstier" nicht, beziehungsweise in deinem Kontext habe ich das nur als abwertend gelesen.

    Insgesamt lohnt sich Leistung heute nicht mehr so wie früher, denke ich. Es werden oft auch keine mitdenkenden engagierten Mitarbeiter gesucht, sondern eher stille, folgsame "Arbeitstiere", denen man nur sagt, wo es langgeht und die "ihre Nase nicht in alles reinstecken sollen", sprich: arbeiten und die Fresse halten.

    Es scheint, als hättest du viel und gern für deine Firma gearbeitet und hast jetzt das Gefühl, als wenn dies nicht gewürdigt wird und plötzlich alles falsch ist, was du machst. Und an den Reaktionen des Chefs und der Kollegen merkst du, dass das, was vorher anerkannt war, heute nicht mehr gewollt ist. Um auf sachlicher Ebene zu bleiben, bleiben dir nur zwei Möglichkeiten: Entweder du überdenkst deinen überhohen Einsatz und passt dich der neuen Situation an (du siehst ja selbst, wie es dir gedankt wird), oder du wechselst den Arbeitsplatz, denn gegen Bossing oder Mobbing ist es nur sehr schwer anzukommen.

    Einen "Mangel" bei dir zu sehen, ist schnell gemacht, aber ich denke, es liegt nicht nur an dir, sondern an dieser neuen Art und Weise, wie in den Betrieben heutzutage "aufgeräumt" wird und leider leider bedienen sich immer mehr Chefs des Mittels der Ausgrenzung, um unliebsame Mitarbeiter loszuwerden. Das ist betriebswirtschaftlich nachvolllziehbar, menschlich bleibt da aber einiges auf der Strecke.

    Wenn du es schaffst, es nicht mehr persönlich und gegen dich gerichtet zu sehen, sondern das "System" dahinter siehst, hilft dir das vielleicht, die Sache von einer anderen weniger persönlichen Sicht aus zu betrachten und vielleicht fällt es dir dann auch leichter, damit umzugehen und etwas gelassener in die Arbeit zu gehen. Aber mach dich nicht zum "Opfer", fordere keine "Gerechtigkeit" ein, und versuch, mit den Kollegen ein entspannteres Verhältnis zu kriegen, denn die haben wahrscheinlich nur Angst vor deinen guten Leistungen und grenzen dich deshalb aus. Die merken genau, solltest du von deinem Chef öfter kritisiert werden, und die vielgespriesene "Solidarität" ist heutzutage unter Kollegen oft auch nicht mehr das, was sie vielleicht mal war. Die wittern vielleicht nur ihre Chance, auch das geht gar nicht gegen dich persönlich. Moralisch sch***, menschlich aber nachvollziehbar, denn auch die haben wohl Angst um ihren Arbeitsplatz. Vielleicht liest du dich mal zum Thema "Mobbing" durch, wie sowas funktioniert und warum du vielleicht hier im Mittelpunkt stehst, das hat auch viel mit Signalen zu tun, die du vielleicht unbewusst aussendest, um dann tatsächlich Opfer zu werden. Der Tipp mit der Streßßbewältigung ist auch gut. Und so schwer es fällt - lass die Firma mehr Firma sein und kümmere dich mehr um dich und deine Bedürfnisse, schaff dir einen Ausgleich zur Not, denn solange die Firma dein Leben bestimmt, wirst du auch "lebenswichtige" Probleme im privaten Leben spüren, wenns mit der Arbeit nicht klappt.

    Ich bin immer noch begeistert von den Ratschlägen von Aaron, denn selbst ist man oft "betriebsblind", im wahrsten Sinne des Wortes!

    ich wünsch dir viel Glück.
    Geändert von Gast9159 (11.07.2011 um 06:46 Uhr) Grund: Tippfehler

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    Aaron86 (13.07.2011),Darkstar (13.07.2011)

  7. #5
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    Standard Mobbing durch die Chefin

    Hallo,

    ich glaube ich habe mich falsch ausgedrückt bzw. mein Problem nicht konkret geschildert, daher bitte ich euch nochmals um Hilfe.

    Ich habe vor 10 Jahren in der Firma las Buchhalterin angefangen. Das erste Jahr war sehr schlimm für mich, weil meine Chefin ziemlich heftig auf mich rumgetreten hatte.

    Zum Ende des Jahres hatten wir einmal ein Gespräch. Seitdem war es gut.

    Es ist aber schon immer so gewesen, dass meine Chefin im halbjährlichen Rythmus irgendjemand anders auf dem Kieker hatte. In den 9 Jahren nach unserem Gespräch blieb ich davon größtenteils verschont.

    Vor einigen Jahren ging ein langjährige Kollegin....

    Ich übernahm auf Wunsch der Chefin einige Aufgaben von ihr. Ich war nicht mehr nur für die Buchhaltung tätitg, sondern auch Ansprechpartner für alle organisatorischen Dinge.

    Im Laufe der Zeit habe ich auf WUnsch meiner Chefin weitere Verantwortung übernommen. Nicht weil ich das unbedingt wollte, sondern weil niemand anders da war, der Verantwortung übernehmen wollte.

    Unsere Fluktuation ist sehr hoch. Immer wenn jemand ausgefallen ist, habe ich die entsprechende Abteilung übergangsweise übernoimmen. Übrigens auch auf Wunsch der Chefin.

    Letztes Jahr hatte meine Chefin 3 Leuten gleichzeitig Urlaub gegeben, so dass ich halt die 4 Abteilungen machen musste. Nach diesem Urlaub wurden 2 Kolleginnen gekündigt. Dementsprechend musste ich die anderen Abteilungen auch weiter übernehmen.

    Irgendwann wurde eine weitere Kollegin, die ebenso wie ich die Säule des Unternehmens war, schwanger.

    Weitere Arbeit blieb an mir hängen.

    Weil es unmenschlich ist, alles allein zu schaffen, hat meine Chefin eine Hilfe für mich eingestellt. Soweit ok.

    Mittlerweile ist es aber so, dass ich wieder nur noch die Buchhaltung mache und mir diese auch noch mit der besagten Kollegin teilen muss.

    Heute war der erste Tag, wo ich Däumchen gedreht habe.

    Das entspricht nicht meinem Naturell.

    Meine Chefin versteht das nicht und daher geraten wir immer wieder aneinander.

    Das Problem ist halt, das ich psychisch so fertig bin, dass ich eben beim Arzt war.

    Warum habe ich mich in den letzten Jahren so gequält?

    Ich will doch nur meine Abteilung wieder, mehr nicht.....

  8. #6
    Neuling
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    Hallo Engelchen30481,

    ich kann mich dem Beitrag von Tinachen voll und ganz anschliessen möchte aber auf Grund deines weiteren Beitrags noch etwas ergänzen.

    Deiner Chefin ging es da nur um Kosten sparen und da sie gesehen hat das du das alles immer bereitwillig übernommen hast war für deine Chefin erst einmal alles ok.
    Meine Vermutung mit dem Kosten sparen liegt darin das sie immer wieder Leute entlassen hat bzw. die Mitarbeiter/innen die gegangen sind nicht mehr ersetzt hat. Du hast bereitwillig Hilfe angeboten, was ja auch erst mal sehr lobenswert ist, aber auf Dauer ist das so nicht mehr machbar.

    Wer immer viel Arbeit hat und sich sozusagen unentbehrlich macht, löst im Körper durch dieses "Gebraucht werden" natürliche Vorgänge aus. Es werden Endorphine ausgeschüttet, der Sympatikus läuft auf Hochtouren,... d.h. man braucht dieses Gefühl immer mehr und ist dafür auch bereit einiges (Privatleben,...) hinten anzustellen.
    Du schreibst das es ok ist das deine Chefin eine Hilfe für dich eingestellt hast,aber andereseits möchtest du diese Hilfe teilweise doch nicht -> siehe weiter oben mit den natürlichen Vorgängen. Wenn es nun dazu kommt das weniger Arbeit anliegt steht dein Körper unter "Stress" weil die oben genannten Botenstoffe nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen.
    Sieh das deiner Chefin viel an dir als Mitarbeiterin zu liegen scheint, sonst hätte sie dir nicht die Wertschätzung entgegen gebracht und eine Hilfe eingestellt. Hätte dir deine Chefin nicht Grenzen gesetzt hätte es dein Körper vermutlich irgendwann getan, mit bekannt unangenehmen Folgen. Mache dir klar, das du wichtig bist für die Arbeit aber vergiss nicht dein Privatleben. Triff Freunde, rede mit ihnen darüber. Schalte bewusst mal ab. Fahr in den Urlaub wo du nichts für die Arbeit tust...

    Viele Grüße,
    Aaron

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    Darkstar (13.07.2011),Suppenhuhn (13.07.2011)

  10. #7
    Neuling
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    Hallo Engelchen,

    Du hast soviel für die Fa. getan, daß Du es Dir auch mal verdient hast, Däumchen zu drehen. Es sind bei Euch schon viele Leute gegangen, doch ich glaube, daß die Chefin wirklich weiß, was sie an Dir hat. Das würde ich nicht als selbstverständlich ansehen, oft sind Mitarbeiter sehr engagiert und der Chef meint, davon nichts mitzukriegen und behauptet das Gegenteil. Alles damit er noch mehr aus seiner Goldgrube schlagen kann.

    Doch passe auf, ob sie Dich ungerecht kritisiert. Notiert sie sich die Fehler der einzelnen Mitarbeiter? Redet sie dann mit Euch über Eure Fehler? Achte darauf, ob sie ungerecht ist oder Fehler auf Deiner Fehlerliste stehen, die andere gemacht haben.

    Ich glaube, daß für Dich jetzt erstmal der Job nicht mehr an erster Stelle stehen sollte. Schließlich hast Du ein Rückenproblem. Sieh doch zu, daß es Dir erstmal mit dem Rücken besser geht. Das ist doch jetzt erstmal wichtig.

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