psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Mobbing (mit Folgen?)

  1. #1
    Neuling Avatar von Anders
    Registriert seit
    16.03.2011
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Mobbing (mit Folgen?)

    Hallo.
    Ich bin neu hier & will mir eigentlich nur sowas wie einen Rat holen, da ich echt ziemlich verzweifelt bin. Mein Problem dreht sich eigentlich nicht (mehr) um Mobbing, aber es hat durchaus damit zu tun. Am besten erzähl ich einfach mal alles von Anfang an. Gemobbt wurde ich eigentlich ab der siebten Klasse. Ich war noch nie besonders "belastbar", doch am Anfang hab ich es gut weggesteckt und das alles als Spaß abgetan. Aber nach zwei einhalb Jahren war ich so weit unten, dass die Leistungen in der Schule nachgelassen haben & ich irgendwie aggressiver wurde. Wegen Kleinigkeiten musste ich dann mit einem sogenannten "Schulsozialarbeiter" reden. Das hat allerdings wenig geholfen und auch ein Gespräch mit der Schulleitung war erfolglos. Diese Leute haben mir sowas wie Hilfe versprochen und mich dann im Stich gelassen und die Lehrer haben weggeschaut, so nach dem Motto "Betrifft uns ja nicht". Eigentlich hätte ich in der Zeit sehr gern auf meine Familie gebaut, aber von der bekam ich alles andere als Halt. Normal hätten sie es merken müssen, wie ich mich verändere, aber ich als Mensch war ihnen schon immer egal. Ich bin mit Schlägen aufgewachsen & bekomme Sprüche zu hören wie "Du warst der größte Fehler meines Lebens". Ein Jahr nach dem Mobbing (ich hatte meinen Abschluss gemacht, alles durchgezogen bis zum Ende) habe ich meiner Mutter davon erzählt und die meinte nur abfällig, dass mir das recht geschehen wäre. Jetzt zu meinem eigentlichen "Problem". Seit dem, was damals passiert ist, verkrieche ich mich zu Hause, hab meine Ausbildung geschmissen und jeglichen Kontakt zu Menschen verloren. Meine damaligen Freunde haben mir den Rücken gekehrt und mit meinen Eltern, bei denen ich noch wohne, komme ich auch nicht aus.
    Manchmal bin ich total gut drauf (ohne jeglichen Grund) und schon fünf Minuten später bin ich wieder ganz unten, am Abgrund. Meistens gibt es für diese "Abstürze oder Höhenflüge" keinerlei Gründe. An manchen Tagen sitz ich einfach nur in meinem Zimmer, will nichts essen, starre einfach nur die Wand an & denke über den Tod nach. Eigentlich will ich leben, aber meine Gedanken sagen mir, dass alles was ich mache falsch ist. Dass mein Leben ein Fehler ist. Das war Problem Nummer eins: Die ständig wechselnde Stimmung / manchmal aggressives Verhalten / Selbsthass.

    So, jetzt zu Problem Nummer zwei, welches ich teilweise schlimmer finde:
    Durch die Sachen von damals habe ich Angst vor Menschen. Ich sitze den ganzen Tag zu Hause rum und meide andere Menschen. Außerdem sind Berührungen für mich so ziemlich das schlimmste, was es gibt. An manchen Tagen tut eine Umarmung einfach nur gut und an anderen Tagen schmerzt sie einfach nur und ich würde danach am liebsten weinen. Einmal zum Beispiel war ich einkaufen. Dass man dabei anderen Leuten begegnet ist mehr oder weniger klar, aber ich bin derart in Panik geraten, dass ich erst zu zittern angefangen habe und danach einfach umgekippt bin. Ans Telefon geh ich auch generell nicht, da ich sogar davor Angst habe. Tief in mir sag ich mir immer "Das ist nicht schlimm, stell dich nicht so an", aber das ist wie eine Blockade, die sich nicht lösen will.
    Wenn ich dann weine, halte ich mich für eine Versagerin, die es nicht einmal schafft, sich zusammen zu reissen und das zieht mich dann doppelt runter. Mich kostet es ziemliche Überwindung, wenn ich eine Straße am Fußgängerweg überqueren muss und dort Autos warten, dass es wieder grün wird. Dass ich mal rausgehe, kommt vielleicht alle fünf bis sieben Wochen einmal vor. Ich fühle mich wie ein Nichts.

    Viele Leute "sagen" (wohl eher schreiben) mir immer, ich sollte mir doch Hilfe (wie auch immer diese aussehn mag) suchen, aber wie denn, wenn ich vor Menschen Angst habe und mich dann garnicht traue, irgendwas zu sagen?

    Kann mir hier zufällig jemand sagen, was mit mir los ist? Kann das mit dem Mobbing von früher "zusammenhängen"?

  2. #2
    Schreiberling
    Registriert seit
    16.03.2011
    Ort
    Bayrisch-Schwaben
    Beiträge
    299
    Danke
    198
    208 mal in 126 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Anders,

    hm... eine Analyse kannst Du natürlich jetzt nicht erwarten. Aber allein Dein Nick verrät ja schon, daß Du Dich einfach "anders" fühlst und Du schreibst ja auch, dass Du Dich garnicht mehr unter Leute traust und Dich immer weiter zurück ziehst. Das ist keine gute Entwicklung, das hast Du selbst schon gemerkt und "Leute" (ich nehme an Du meinst hier Internet-Bekanntschaften) geben Dir auch Tips, Du sollst Dir Hilfe suchen. Wie kann das in Deinem Fall aussehen?

    Zuerst: Du mußt Dir darüber klar werden, daß Du so nicht weiter machen willst und Du etwas wirklich verändern willst. Denn es nützt Dir garnichts sich weiter zurückzuziehen und "Vogel-Strauß" zu spielen. Du mußt erkennen, daß es DEIN Leben ist und Du Verantwortung für Dein Leben trägst. Die Ausbildung hinzuwerfen war z.B. keine gute Idee. Vielleicht hat die Ausbildungsrichtung nicht zu Dir gepasst, kann sein - das bedeutet jetzt aber nicht, einfach hinzuwerfen und nichts mehr zu tun, sondern neue Wege zu finden. Also, mach Dir Gedanken, was Dir Spaß machen würde und wofür Du Dich begeistern könntest und was Dich interessiert. Und wenn Du etwas gefunden hast, mach Dir Gedanken, wie Du es realisieren kannst.

    Ich meine, das Mobbing in der Schule hast Du zum Glück bereits hinter Dir - aber Dein Leben liegt noch vor Dir. Und das solltest Du nun anpacken. Du wirst sehen, wenn Du Dich mit etwas beschäftigst, was Dir Spaß macht und Dich fordert, dann kannst Du die "bösen Geister" ganz gut vertreiben. Wenn Du eine Aufgabe gefunden hast, wirst Du auch feststellen, daß Du wieder viel ausgeglichener bist und die Höhen und Tiefen nicht mehr so extrem ausfallen. Eine Aufgabe, die Dich fordert (nicht überfordert!), wird Dir auch neues Selbstbewußtsein geben und der "ganze Knoten" löst sich womöglich selbst.

    Daher mein Tip für Dich:
    1. Mach Dir eine Liste von Dingen die Du gerne tust (oder zumindest früher gerne getan hast).
    2. Nimm Dir vor jeden Tag wenigstens einen Punkt dieser Liste auch zu tun.
    3. Mach Dir Gedanken, welche Ausbildung Du machen willst (was Dich wirklich begeistert) und wenn Du unsicher bist, probier einfach manches aus (man kann relativ problemlos Praktikas in Unternehmen machen).
    4. Nimm Dir feste Ziele vor und schreib diese auch auf... notiere auch, bis wann Du was erledigt haben willst.

    Und melde Dich wieder hier... ;-) - Viel Erfolg.

    LG,
    Q.V.

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    11
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo!

    Deine Geschichte hat mich sehr erschreckt.
    Unter Menschen fühle ich mich auch sehr unwohl, aber nicht so stark wie bei dir.
    Und ich hatte noch nie einen zusammenbruch
    und meine Eltern haben mich auch nicht so sehr verletzt wie deine dich.
    Vorm telefonieren hatte ich vor 2 jahren auch wie du schreckliche Angst.
    Ich wurde in der Schule auch immer geärgert

    Ich glaube, du hast eine >Sozialphobie<
    das ist nicht gut, um es vorsichtig auszudrücken.
    du solltest unbedingt zu einem Arzt gehen oder wenn es dir sehr schlecht geht kannst du auch eine Krisenhilfe machen, also in eine psychiatrie gehen und erzählen, wie du dich fühst.

    Wenn du möchtest, könne wir uns per PN austauschen

  4. #4
    Neuling
    Registriert seit
    25.06.2011
    Ort
    G-N
    Beiträge
    5
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Das Proplem mit dem Mobbing kenne ich ebenfalls nur zu gut, bei mir ist ebenfalls eine angst vor kontakten und menschen dadurch entstanden unter der ich zum teil immer noch leide, mir hat es damals sehr geholfen das ich eine Aufgabe gefunden habe die mir Spaß machte und bemerkt habe das ich gebraucht werde.

    das was Quo Vadis sagt bzw vorschlägt ist ein guter Ansatz und ich stimme diesem auch vollkommen zu, mach dir Gedanken darüber was du gerne tust und mach darüber eine liste, mach aber nicht den Fehler und stell dich unter druck um diese liste zu erfüllen. lass dir zeit, den am ende soll es sich nicht wie eine Pflicht anfühlen sondern es soll Spaß machen.

    Wenn du professionelle Hilfe brauchst gibt es heutzutage auch schon die Möglichkeit dies über das Internet zu finden, da du angst vor dem telefonieren hast, aber hier ihm Forum dein Problem offen legst zeigt mir das du durch diese Anonymität die das Internet dir bietet ein wenig dich öffnen kannst. Hilfe-Seiten kann ich dir leider nicht nennen, denn ich hab diese nie in Anspruch genommen.

    Was mir auch sehr viel geholfen hat ist jede einzelne Angst mir aufzuschreiben und diese dann nach und nach in Angriff zu nehmen, ist zwar sehr zeitaufwendig aber hilfreich. Man müsste dazu aber überzeugt sein dies auch zu wollen und dem inneren Schweinehund einen A****tritt geben das dieser es zu lässt.


    Ich hoffe ich konnte helfen, wünsch dir viel Glück auf deinem Weg und hoffe das es sich bald zu deinen Gunsten ändert.

    Ps.: den ersten Schritt hast du ja schon getan, du hast dich überwunden dazu dir Hilfe zu suchen, also nur mut den Rest schaffst du auch noch.
    Da wo ich hinkomme ist die Hölle los, die Welt ist die Hölle

  5. #5
    Neuling Avatar von Anders
    Registriert seit
    16.03.2011
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hey.
    Erstmal danke, dass so "viele" auf meinen Beitrag geantwortet haben. Und entschuldigt, dass ich jetzt erst schreibe, aber ich hab erst Abend den Kopf so richtig frei um überhaupt irgendwas halbwegs lesbares zu schreiben. Das mit dieser Liste mit Dingen, die mir Spaß machen ist schon keine schlechte Idee. Nur gibt es da ein erhebliches Probelm -> ich kann mich wirklich für garnichts mehr begeistern, dem entsprechend macht mir auch nichts mehr Spaß. Und nur, damit irgend etwas auf dieser Liste steht, werde ich da nichts drauf schreiben. Ich weiß nicht, wie mir je wieder irgendwas Spaß machen soll. Früher gab es Dinge, die ich wirklich gern getan hab, aber wenn ich jetzt nur daran denke, kommt dieser "Brauchst du garnicht machen, du fühlst dich danach sowieso nicht besser und es ist sinnlos"-Gedanke. Wenn das nur mein einziges Problem (nennen wir es mal Problem) wäre. Meine Mutter sitzt mir jeden Tag im Nacken, dass ich endlich arbeiten gehen soll. Ihr geht es dabei weniger um meine Zukunft als um das Geld. Geld, Geld, Geld <- DAS ist so ziemlich das einzige, was zählt für meine Eltern. Letztens meinte meine Mutter, dass ich doch dann wenigstens, ich zitiere, "auf den Strich gehen soll", damit sie ihre Miete von mir bekommt. Und zu allem Übel hat sie das auch noch ernst gemeint. So langsam hab ich echt den Eindruck, dass es ihr nur gut geht, wenn es mir schlecht geht. Ich lass mich aber defintiv zu nichts zwingen! Mit 18 sitz ich sowieso auf der Straße (sagt sie mir ja schon jeden Tag), da kommt es auf sowas auch nicht mehr an.
    So, dann noch eine weitere Enttäuschung zu vermelden. Mein bester Freund war für mich bei so einer Therapeutin und hat der meine Geschichte erzählt. Nur mal so erwähnt, vor meinem besten Freund hab ich genauso Angst wie vor völlig fremden. Er redet und ich bin die, die ihm Antworten aufschreibt. Reden geht einfach nicht. Vor ihm hat sie so getan, als würde sie es verstehen, aber verstanden hat sie anscheinend garnichts. Ich bekam dann die Emailadresse und hab da mal hingeschrieben. Anstatt mich zu verstehen, hat sie mir das Gefühl gegeben dumm zu sein, den Inhalt meiner Mails immer nur wiederholt und sonst auch nichts "tolles" geschrieben. Der krönende Abschluss war dann aber, als sie mir geschrieben hat, sie hat zwar Schweigepflicht, würde aber mit anderen Therapeuten über mich sprechen und wenn sie merkt, dass ich mir oder anderen was antun will, würde sie reagieren. <- Mein Vertrauen zu dieser Person war da sofort gleich null. Ich weiß ja, dass sie eine gewisse Verantwortung hat, aber trotzdem war da für mich alles aus. Ich möchte wenn dann, dass sich jemand ernsthaft um meine Probleme kümmert und mich nicht weiterschiebt, so wie es schon x mal der Fall war. Ich fühl mich irgendwie so richtig allein gelassen. Meine Mutter macht Druck wegen einer Arbeit und ich kann ihr nichts von meiner Angst erzählen, weil sie alles ins Lächerliche ziehen würde oder es gleich nicht glauben würde. Tut schon ziemlich weh, wenn man alles so für sich behalten muss, sich "nur" hier fremden Menschen anvertrauen kann und die eigene Mutter einen so hasst. Ich mein, ich hab immer versucht alles richtig zu machen, aber gekümmert hat sich nie wirklich jemand um mich. Von den Eltern immer mit materiellen Dingen abgeschoben worden, dass sie ja nichts mit mir unternehmen mussten. Aber ein Kind braucht keine materiellen Dinge, es braucht Liebe. Die Liebe der Eltern. Sowas wie Liebe hab ich nie gespürt, Schläge dafür umso mehr.
    Hilfe?! :/
    Geändert von Anders (27.06.2011 um 23:19 Uhr)

  6. #6
    Neuling
    Registriert seit
    25.06.2011
    Ort
    G-N
    Beiträge
    5
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich weiß nicht, wie mir je wieder irgendwas Spaß machen soll. Früher gab es Dinge, die ich wirklich gern getan hab, aber wenn ich jetzt nur daran denke, kommt dieser "Brauchst du garnicht machen, du fühlst dich danach sowieso nicht besser und es ist sinnlos"-Gedanke
    Ui, da kenn ich jemanden der jeden Tag aufsteht, seine Zähne putzt und Kaffee trinkt aber keine lust hat raus zu gehn. So genug Joke am frühen morgen XD
    Ich will damit sagen mach dir die dinge die dir Spaß gemacht haben wieder zum täglichen Ablauf, als würden sie zu dir gehören. nach ein wenig zeit gehört es dann auch wieder zu dir und es macht auch wieder Spaß. wenn du nur so denkst wie oben kann es auch kein Spaß machen.

    Das mit deiner mutter bzw Eltern hört sich zwar nicht so gut an und würde ich glatt unter Misshandlung setzen, und gegen sowas gibt es ein Gesetz, das Problem ist wenn du dich nicht überwindest beim Jugendamt anzurufen wird da auch nix passieren. ob die per Email da was machen keine Ahnung.


    Ich möchte wenn dann, dass sich jemand ernsthaft um meine Probleme kümmert und mich nicht weiterschiebt, so wie es schon x mal der Fall war.
    Wenn du dich dazu nicht selbst überwindest und die Therapeuten nicht persönlich kennen lernst kann dir da keiner ernsthaft helfen,
    es braucht meistens mehrere Anläufe um den/die richtige Therapeuten/in zu finden, man muss mit der Person im Einklang sein und ihr vertrauen können. Das mit der online Therapie ist zwar gut, aber zugleich auch totaler quatsch, es dient eigentlich dazu eine Basis zu einer Person aufzubauen um die Angst zu nehmen zu dieser Person später hinzugehen bzw. zu einem Therapeuten persönlich gehen zu können.


    Aber ein Kind braucht keine materiellen Dinge, es braucht Liebe. Die Liebe der Eltern.
    Die Aussage ist zwar richtig, doch je nach dem wie die Eltern aufgwachsen sind können sie einem das leider nicht bieten

    Wir hier im Forum können dir nur Ratschläge geben was du vielleicht machen könntest, aber machen musst du es dann selbst. Den Auslöser von deinen Proplemen kennen wir hier nicht, da wir dich nicht persönlich kennen, noch dazu haben hier wahrscheinlich die wenigstens eine Ausbildung zum Psychotherapeuten, somit können wir keine professionelle Hilfe dir bieten.

    Entschuldige meine Direktheit, doch ich sage lieber was mir im Kopf zu dem Thema rum geistert anstatt um den heißen Brei herumzureden.


    Ps.: Wie du vielleicht beim durch lesen bemerkt hast, musst du selbst viel dazu beitragen, denn wenn du weiter mit der "Ach es bringt doch nix"-Einstellung rum läufst, kann es auch nix werden, die Schritte musst du selbst tun. Wie schon in meinem ersten Beitrag geschrieben den ersten Schritt hast du ja schon gemacht, in dem du dein Problem hier offen gelegt hast. Also kannst du auch den Rest schaffen, nur Mut
    Geändert von Dafl89 (28.06.2011 um 08:38 Uhr)
    Da wo ich hinkomme ist die Hölle los, die Welt ist die Hölle

  7. #7
    Neuling
    Registriert seit
    28.06.2011
    Beiträge
    8
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Wie Dafl89 schon geschrieben hat: Versuche, von der "Es bringt doch eh alles nix"-Schiene abzukommen!

    Klar ist es verständlich dass du, anhand deiner Situation, dir diese Einstellung bereits zugelegt hast. Aber sie wird es für dich auf keinen Fall besser machen sondern nur noch mehr verschlimmern oder bestenfalls bleibt alles so wie es ist, denn mit diesem Vorsatz verwehrst du dir selbst den Zutritt zu den Dingen, die dir wirklich Freude bereiten. Wenn ich das richtig verstanden habe bist du der Ansicht, dass dir auch solche Dinge die du gerne machst und an denen du Spaß hast keine Freude bereiten würden eben weil es dir so schlecht geht. Aber die Frage ist doch: Hast du es denn schon mal ausprobiert? Es kann jedenfalls nicht schlechter sein als immer nur Zu Hause zu bleiben und aus Prinzip nichts mehr zu machen.

  8. #8
    Neuling
    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    11
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    >aber gekümmert hat sich nie wirklich jemand um mich. Von den Eltern immer mit materiellen Dingen abgeschoben worden, dass sie ja nichts mit mir unternehmen mussten. Aber ein Kind braucht keine materiellen Dinge, es braucht Liebe..<

    oje, höflich gesagt,ich mag deine Eltern nicht, hab ich das schon erwähnt?
    das ist echt schlimm

    Dieses >ich hab keine lust ist alles sinnlos<-ding habe ich phasenweise auch...immer ein paar wochen lang
    ist schon schwierig...aber ich hab auch freude daran gefunden, spazieren zu gehen und dabei musik zu hören, also einfache dinge.
    du hast ja geschrieben, dass du keine freunde hast(?)
    hast du nicht sowas wie eine tante oder andere verwandte/bekannte? an die du dich wenden kannst

    Mein Motto ist: ich lebe nur für mich!!!Nicht für Eltern, Verwandte, Freunde, Lehrer, die nette Kassiererin usw...
    auch wenns mir schwer fällt, mich nicht dauernd selbst unterzubuttern...
    ist schon *******e, wenn man so zurückhaltend ist
    Es ist manchmal verdammt trostlos. Aber ich habe mich schon von Klein auf daran gewöhnt, mich selbst zu beschäftigen und zB ein gutes buch oder einen einsamen waldspaziergang zu geniessen.
    z.B. setz dich am wochenende mal hin und zeichne mal für 2 stunden etwas(falls du gerne zeichnest)

    Such dir irgendwas!!! ich weiss, es ist leicht gesagt. wenn du kein hobby findest, was dir spass macht, dann geh doch zu einer Selbsthilfegruppe, Gesprächsgruppen, jugendeinrichtungen...
    es gibt viele angebote, je nachdem wo du wohnst.
    Zum Thema Therapeuten: denk einfach dran: sie sind auch nur menschen
    und es gibt sehr gute und schlechte. denk einfach an die lehrer in der schule XD es stimmt, du solltest dir keinen schlechten eindruck machen lassen, weil du einmal auf eine schlechte erfahrung getroffen hast...
    Such einfach weiter in deiner umgebung. in berlin z.B gibts in einen Krankenhaus(Charite) ein angebot, mit einen terapheuten zu reden und sich psychologen empfehlen zu lassen. da bekommt man dann eine liste mit therapeuten.

    Ich rate dir: entweder wende dich ans jugendamt(ich weiss nicht wie alt du bist)oder rufe bei einem sorgentelefon an
    aber mach irgendwas!!! ich hatte eine therapie und meine lebensweise ist viel besser geworden!
    vielleicht kannst du es auch versuchen, von zu hause auszuziehen.
    dafür gibt es auch projekte, die einem bei soetwas helfen.
    hab ich nämlich auch gemacht, diese Alles-ist-so-trostlos-stimmung hat sich so bei mir gelegt!!!!!

    Ich weiss selbst, dass es sehr schwierig sein kann, mit menschen zu leben. Besonders in der heutigen unterkühlten gesellschaft und wenn man zusätzlich noch sehr schüchtern ist oder in deinem fall sogar starke angst hat.
    es gab zeiten, in denen ich am liebsten nur noch zu hause geblieben wäre und niemanden mehr sehen wollte.

    Ich wünsche dir was
    und immer Reden üben!!!geh raus, einkaufen, setz dich ins cafe, unterhalte dich mit omas im bus das sind alles gute Übungen
    es ist anfangs schwierig, aber es wird besser!!!!!!

Ähnliche Themen

  1. Nicht gesellshaftsfähig und die Folgen
    Von Centurioxi im Forum Depression
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 21.11.2010, 18:44
  2. Folgen gewaltätiger Erziehung? [Hilferuf]
    Von StwardSu im Forum Ängste
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 30.07.2010, 19:19
  3. Ständige Unsicherheit und die Folgen
    Von Gast2912 im Forum Ängste
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 13.08.2009, 20:45
  4. Über gestörte Mütterverhältnisse und seine Folgen...
    Von Sascha1988 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 19.02.2009, 17:21
  5. Symptome/Folgen
    Von HoneyBabe im Forum Depression
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 13.12.2007, 16:46

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!