Hallo.
Ich bin neu hier & will mir eigentlich nur sowas wie einen Rat holen, da ich echt ziemlich verzweifelt bin. Mein Problem dreht sich eigentlich nicht (mehr) um Mobbing, aber es hat durchaus damit zu tun. Am besten erzähl ich einfach mal alles von Anfang an. Gemobbt wurde ich eigentlich ab der siebten Klasse. Ich war noch nie besonders "belastbar", doch am Anfang hab ich es gut weggesteckt und das alles als Spaß abgetan. Aber nach zwei einhalb Jahren war ich so weit unten, dass die Leistungen in der Schule nachgelassen haben & ich irgendwie aggressiver wurde. Wegen Kleinigkeiten musste ich dann mit einem sogenannten "Schulsozialarbeiter" reden. Das hat allerdings wenig geholfen und auch ein Gespräch mit der Schulleitung war erfolglos. Diese Leute haben mir sowas wie Hilfe versprochen und mich dann im Stich gelassen und die Lehrer haben weggeschaut, so nach dem Motto "Betrifft uns ja nicht". Eigentlich hätte ich in der Zeit sehr gern auf meine Familie gebaut, aber von der bekam ich alles andere als Halt. Normal hätten sie es merken müssen, wie ich mich verändere, aber ich als Mensch war ihnen schon immer egal. Ich bin mit Schlägen aufgewachsen & bekomme Sprüche zu hören wie "Du warst der größte Fehler meines Lebens". Ein Jahr nach dem Mobbing (ich hatte meinen Abschluss gemacht, alles durchgezogen bis zum Ende) habe ich meiner Mutter davon erzählt und die meinte nur abfällig, dass mir das recht geschehen wäre. Jetzt zu meinem eigentlichen "Problem". Seit dem, was damals passiert ist, verkrieche ich mich zu Hause, hab meine Ausbildung geschmissen und jeglichen Kontakt zu Menschen verloren. Meine damaligen Freunde haben mir den Rücken gekehrt und mit meinen Eltern, bei denen ich noch wohne, komme ich auch nicht aus.
Manchmal bin ich total gut drauf (ohne jeglichen Grund) und schon fünf Minuten später bin ich wieder ganz unten, am Abgrund. Meistens gibt es für diese "Abstürze oder Höhenflüge" keinerlei Gründe. An manchen Tagen sitz ich einfach nur in meinem Zimmer, will nichts essen, starre einfach nur die Wand an & denke über den Tod nach. Eigentlich will ich leben, aber meine Gedanken sagen mir, dass alles was ich mache falsch ist. Dass mein Leben ein Fehler ist. Das war Problem Nummer eins: Die ständig wechselnde Stimmung / manchmal aggressives Verhalten / Selbsthass.
So, jetzt zu Problem Nummer zwei, welches ich teilweise schlimmer finde:
Durch die Sachen von damals habe ich Angst vor Menschen. Ich sitze den ganzen Tag zu Hause rum und meide andere Menschen. Außerdem sind Berührungen für mich so ziemlich das schlimmste, was es gibt. An manchen Tagen tut eine Umarmung einfach nur gut und an anderen Tagen schmerzt sie einfach nur und ich würde danach am liebsten weinen. Einmal zum Beispiel war ich einkaufen. Dass man dabei anderen Leuten begegnet ist mehr oder weniger klar, aber ich bin derart in Panik geraten, dass ich erst zu zittern angefangen habe und danach einfach umgekippt bin. Ans Telefon geh ich auch generell nicht, da ich sogar davor Angst habe. Tief in mir sag ich mir immer "Das ist nicht schlimm, stell dich nicht so an", aber das ist wie eine Blockade, die sich nicht lösen will.
Wenn ich dann weine, halte ich mich für eine Versagerin, die es nicht einmal schafft, sich zusammen zu reissen und das zieht mich dann doppelt runter. Mich kostet es ziemliche Überwindung, wenn ich eine Straße am Fußgängerweg überqueren muss und dort Autos warten, dass es wieder grün wird. Dass ich mal rausgehe, kommt vielleicht alle fünf bis sieben Wochen einmal vor. Ich fühle mich wie ein Nichts.
Viele Leute "sagen" (wohl eher schreiben) mir immer, ich sollte mir doch Hilfe (wie auch immer diese aussehn mag) suchen, aber wie denn, wenn ich vor Menschen Angst habe und mich dann garnicht traue, irgendwas zu sagen?
Kann mir hier zufällig jemand sagen, was mit mir los ist? Kann das mit dem Mobbing von früher "zusammenhängen"?


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das Problem ist wenn du dich nicht überwindest beim Jugendamt anzurufen wird da auch nix passieren. ob die per Email da was machen keine Ahnung.



das sind alles gute Übungen

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