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Thema: Mobbing wohin man schaut ...

  1. #1
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard Mobbing wohin man schaut ...

    Jaaa, es gibt Mobbing, wo immer ich auch hinschaue! Die ganze Welt besteht doch nur aus Mobbern!

    Es fing doch schon in meiner frühesten Kindheit an. Hat mich irgendjemand danach gefragt, ob ich denn wirklich aus dieser wunderbaren Höhle herauswollte, in der ich mich so geborgen und sicher fühllte? Wo ich mir um nichts Sorgen machen musste: es gab Wärme und Nahrung zur Genüge, ich musste mich um nichts kümmern, bis ... ja bis dieser verfluchte Mobber von Arzt kam, und mich ans Licht der Welt beförderte.

    Meine innigste Verbindung zu meiner Mutter wurde brutal und gegen meinen Willen durchtrennt! Und seither nimmt mein Leiden kein Ende mehr.
    Wie lieblos müssen Eltern sein, wenn ich schon ständig schreien musste, nur um etwas zu essen zu bekommen
    Und dann erst das Laufenlernen müssen! Warum hat man mir das nur angetan? Ich habe mich doch so wohl dabei gefühlt, immer überall hin getragen zu werden! Aus, vorbei! Hat mich da jemand gefragt, ob ich das gut finde???

    Später dann, in der Schule, ging es nahtlos so weiter. Immer, wenn ich so schön am Schlafen war, wenn ich gerade in den süßesten Träumen unterwegs war (und ihr wisst doch, wie wichtig ausreichender Schlaf für die gesunde seelische Entwicklung eines Kindes ist, oder etwa nicht?!) ... ging das Licht an und ich musste aufstehen

    In der Schule dann hieß es still sitzen, nur reden, wenn man dazu aufgefordert wurde. Wo bleibt da die Freiheit des Menschen? Mit welchem Recht darf man ein unschuldiges Kind, das sich doch nur entwickeln will, so unterdrücken?
    Klassenarbeiten, Tests: alles doch nur, um mich vor den anderen Kindern bloßzustellen. Die haben doch ganz genau gewusst, dass sie mir noch nicht genug beigebracht haben, um da vorne bestehen zu können.

    Überhaupt diese mobbigen Kinder! Bäääh!!! Noch nicht mal beim Spielen haben die mich in Ruhe gelassen. An "die Regeln" sollte ich mich halten, wenn ich mitspielen wollte. Dabei haben die die doch alle selbst nicht gekannt! Die haben einfach ständig neue erfunden, nur um mich zu ärgern und wegzuekeln. Wussten die denn nicht, dass ich bei Mensch-ärgere-Dich-nicht immer drei Mal hintereinander würfeln darf?
    Alles nur, weil sie mich loswerden wollten!

    Und dann habe ich auch noch feststellen müssen, dass sogar die Natur mich mobbed! Wer braucht schon Pubertät? Alles ist so anders dabei - warum nur? Warum muss ich mich denn da "ändern"? Hat mich irgendjemand danach gefragt, ob ich nicht vielleicht lieber Kind bleiben würde?!?
    Warum muss ich mich denn immer "anpassen", auf andere eingehen und Rücksicht nehmen?
    Wo bleibt da mein Recht auf mein eigenes Leben? Ein Leben, so wie ich es will?

    Studium, Ausbildung, Beruf: immer wars das gleiche Darama. Immer haben sie mich schikaniert und mit unsinnigen Sachen geärgert. Nie durfte ich das machen, was ich wollte und wie ich es wollte! Immer kam irgendjemand und hat an mir rumgenörgelt.
    Und dann diese Kommentare: "wenn sie nicht arbeiten, wie wir es wollen, dann bekommen sie Ärger"; "wenn sie so weitermachen, dann fallen sie durch die Prüfungen" ...
    Ja, ich wurde bedroht, ganz gemein und hinterrücks.

    Nein, es waren nicht einzelne Personen, die das mit mir machten! Alle haben mich so gemobbed! Alle!!
    Die ganze Welt besteht doch nur aus denen!

  2. #2
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    Standard

    Guten Morgen Dark,

    lachend habe ich eben Deinen Beitrag gelesen. Danke dafür!
    Er ist sarkastisch und "böse" und....zu wahr, in dem was Du ausdrücken möchtest.

    Ich sehe keine Unterscheidung mehr zwischen einem Mobben, was sich tatsächlich gegen einen erwählten Sündenbock richtet, über eine lange Dauer geht und nur ein Ziel hat, den anderen psychisch fertig zu machen möglichst bis er nicht mehr aufsteht.

    Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn bei einer Kritik oder nur kleinster Abweichung von der eigenen Vorstellung von Mobben gesprochen wird.
    Eine andere Meinung des Gegenüber reicht oft schon aus, um ihn zum "Täter" zu machen.
    Erschreckend ist, dass diejenigen, das tatsächlich als Mobben empfinden, sprich nie gelernt haben, dass Kritik auch zu einer Weiterentwicklung führen kann.
    Die Verhaltensmuster sind so starr und egozentrisch ausgelegt, dass grundsätzlich eine Veränderung des Anderen vorausgesetzt wird.

    Auf die Masse angewendet (und inzwischen ist diese Meinung/das Empfinden) so verbreitet, verwundert es nicht, warum Zusammenleben immer schwieriger wird und warum es auch dem änderungsbereiten Teil immer schwerer fällt, einen Weg zum sozialen Miteinander zu finden.

    Überspitzt gesagt, soviele einsame Inseln kann uns die Erde letzenendes gar nicht liefern, wie sie eingefordert werden, wenn es so weiter geht.

  3. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei So Ham für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (02.03.2011),Krümel (02.03.2011),Magdolna (14.03.2011)

  4. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo ihrs,

    vll ist es auch einfach nur so, dass wir umdenken und den Duden umschreiben müssen: das Wort "streiten" streichen und gegen "mobben" ersetzen.

    Für das ursprüngliche Mobbing brauchen wir dann allerdings einen neuen Begriff..

    Übrigens: ist euch schon mal aufgefallen, dass in einem Psychologieforum sich immer nur die Gemobbten einfinden, nie jedoch die Mobber? Oder gibt es davon vll nur weltweit 10 Stück , die daher im großen Heer der Gemobbten untergehen?

  5. #4
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    Standard

    Wieso nur den Duden umschreiben? Wenn schon, dann bitte konsequent alles ... inklusive der Regeln des Hinterfragens ...

    Mobbing gibt es ja wirklich, es soll ja auch nicht verharmlost oder in die Ecke der "Randerscheinungen" gerückt werden.
    Wenn ich mich aber mit diesem Thema auseinandersetzen will (und zwar so, dass es dabei auch um mögliche Auswege aus einer solchen katastrophalen Situation geht - also lösungsorientiert vorgehe!), dann muss ich doch auch mal die Kirche im Dorf lassen!

    Wenn ich einen Satz wie diesen dann lese
    Ich denke mir, dass Wer sich gemobbt fühlt, auch gemobbt wird!
    ... dann kann ich mich nicht gegen die Bilder der Konsequenzen wehren, die sich aus ihm dann zwangsläufig ergeben.

    Egal, ob es jetzt um Mobbing oder um andere Dinge geht: ist diese Aussage nicht auch Egozentrik in Reinkultur?!
    Beinhaltet sie nicht auch zwei weitere Aussagen, die letztendlich zu genau den Mustern führen, die von Euch (und, früher, von so einigen anderen immer wieder) angesprochen wurden:

    - was zählt, was relevant ist, ist einzig und alleine die eigene Perspektive: sie ist die einzig erlaubte Wahrheit
    - es gibt keine eigenen Anteile: die "Ursache" des Leidens (die "Schuld" ...?) liegt immer nur im Außen

    Es kommt mir so vor, als ob die Leute direkt vor der Ausgangstür aus einem Raum heraus stehen würden, aber, statt einfach mal den Schritt über die Schwelle zu machen (sich selbst zu bewegen), lieber fordern, dass man ihnen den Raum abreißt ...

    Dass die eigene Perspektive erst einmal das eigene Gefühl prägt (und damit dann das, was als Leid, Druck etc. empfunden wird), wird ja auch nicht bestritten. Dass aber diese Perspektive dann völlig lösgelöst von jedem Kontext, als sakrosankt und absolut hingestellt wird, bedeutet doch auch nichts anderes, als dass jeder anderen Perspektive, jeder anderen Empfindung als der eigenen jede Existenzberechtigung abgesprochen wird ...

    Alle haben sich so zu verhalten, wie ich es mir für mein persönliches Wohlbefinden wünsche - und das wird dann rigoros auch noch eingefordert
    Eigene Anteile, eigene "Defizite", die zum Gesamtproblem beitragen? Gibts ja nicht ... und damit auch keinen Grund, mal selbst etwas in die Hand zu nehmen und auch etwas zu einer Lösung beizutragen ...

    Die ganze Welt hat sich nach mir zu richten ... sie hat sich ja auch um mich alleine zu drehen ...
    Tut sie es nicht, dann ist sie übergriffig ...
    Dass andere Menschen vielleicht auch mal berechtigte und legitime Bedürfnisse haben, dass sie auch Grenzen dessen haben, was man von ihnen verlangen darf - dass auch sie so einiges als übergriffig empfinden dürfen: kommt in diesem Weltbild ja nicht vor.

    Wie denn auch? Wer immer nur den eigenen Blickwinkel als einzig "richtig" ansieht, wird wohl kaum die Dinge aus einer anderen Perspektive sehen wollen (oder können ...) - vielleicht noch nicht einmal überhaupt welche zulassen können. Es könnte ja u.U. das eigene Weltbild bedroht werden, an das man sich klammert ...
    Kann so denn irgendetwas, das zu einem Konflikt (hier: aufeinandertreffende individuelle Bedürfnisse) führt, jemals so gelöst werden, dass beide Seiten mit dem Ergebnis leben können?

    Ich kann es manchmal nicht mehr nachvollziehen, wie sehr manche von anderen die Einhaltung ihrer Grenzen fordern, wenn sie selbst nicht im geringsten bereit (gewillt) sind, selbst auf irgendwelche Rücksicht zu nehmen.
    Wie soll das denn im realen Leben funktionieren können?

    Gerade beim Thema Mobbing (aber nicht nur da) lese ich immer wieder dieses Statement: es ist Mobbing, Basta!
    Und damit darf dann nur noch so drüber gesprochen werden, wie es der "Betroffene" vorgibt (oder: wie es die sofort zur Erlösung herbeieilenden Berufsgemoppten vereinnahmen) ...
    Macht man es nicht, ist man selbst ein Mobber, der mit allen Mitteln (außer eben differenzierten Argumenten) bekämpft wird - diffamieren kommt da immer gut ...
    [Seltsam: ist nicht genau dies auch ein Teil der ursprünglichen Definition des Mobbings ... ]

    Wenn ich mich immer nur als das unschuldige Opfer ohne jegliche Eigenanteile betrachte, kann ich dann jemals etwas anderes als Opfer sein?
    ... und dann auch noch zu einem guten Teil das Opfer meiner selbst ...

    warum stelle ich dann noch Fragen, warum "suche" ich dann noch, offiziell, andere "Meinungen, wenn ich doch eh nur das zulassen werde, was sich mit meiner eigenen Überzeugung deckt?
    Was ist das anderes als das Einfordern von Bestätigung ... ?


    (*): Bleibt so dann überhaupt noch Raum für Eigenverantwortung? Oder wird die (für mich ...!) zu tragen gleich dem Außen mit aufgebürdet?

  6. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    Magdolna (14.03.2011)

  7. #5
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    Hallo,

    Mobbing ist deutlich definiert.
    Es hat nichts mit "ein wenig Streiten" zu tun. Im sozialen Kontext gibt es natürlich oft Meinungsverschiedenheiten und auch "gezicke" mal, das hat ja wirklich nichts mit Mobbing zu tun.
    Humorlose Menschen fühlen sich sicher mal gemobbt, obwohl lediglich ein Spass auf ihre Kosten gemacht wurde.

    Mobbing andererseits zu verharmlosen bedeutet für mich, dass man die Grenzen anderer Menschen nicht respektiert, über ihren seelischen Zustand lästert, den man selbst mittels Intrigen, Rufmord, Anspielungen, Ausgrenzungen hergestellt hat, ihnen unterstellt, dass sie ja auch abhauen könnten, in die Psychiatrie müßten, sich umbringen könnten u.s.w. und eben, dass es kein Mobbing ist, sie selber hätten eine falsche Wahrnehmung.

    Daher ist es ja auch sinnvoll, dass sich das Opfer aufschreibt, was genau passiert ist, danach kann man dann "untersuchen", ob es sich um Mobbing handelt oder auch nicht.
    Danach sollte ein Gespräch mit einem Mediator stattfinden um zu verhindern, dass Situationen eskalieren (durch wessen Schuld auch immer).
    Globalisieren hilft nicht, verharmlosen auch nicht, genau hinschauen ist wichtig!

    LG

  8. #6
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    Standard

    Jetzt muss ich schon in meinem eigenen Thread in den OT gehen ...

    @Ibag

    Komisch, warum jetzt auf einmal so bemüht "neutral"?
    Warum jetzt auf einmal das in Deinen eigenen Worten rudimentär wiedergeben, was vorher von denjenigen geschrieben wurde, denen Du dort genau deswegen so ans Knie pi***n musstest?

    Dein alter Post plus die Aussagen, die Du auch anderweitig ständig gemacht hast, sprechen für sich - in einer sehr deutlichen Sprache. Da kannst Du jetzt zurückrudern, wie Du willst.
    Mit Platitüden und phrasenhaft abgespulten Binsenweisheiten kommt man auch nicht weiter.

    Wenn Du Dich beim nächsten Mal vielleicht mehr mit dem jeweiligen TE und/oder den dann geposteten Beiträgen auseinandersetzen würdest, statt gleich getriggert von Deiner eigenen Geschichte zur Attacke zu blasen, wäre der Sache viel mehr gedient!
    Vielleicht käme so ja auch mal ein Blick unter die Oberfläche zustande: dorthin, wo es um Verbindungen und Prozesse geht.

    Um es mal in den Worten meiner alten Lehrer zu sagen: erst am Transfer zeigt sich, ob jemand aufgepasst und sich eigene Gedanken zum Anwenden des Gelesenen gemacht hat, nicht am Reproduzieren ...
    Immerhin: auf die hier gemachten Aussagen oder auf die Fragen bist Du schon wieder nicht eingegangen, sondern hast halt mal etwas rezitiert: Du verbreitest hier gerade wieder reine Statements, mehr nicht.

    Weißt Du überhaupt, was ich/wir da geschrieben habe(n), warum ich/wir es gemacht habe(n)? Weißt Du, welche Gedanken dahinter steckten?
    Wenn Du schon glaubst, mir in meinem Thread auf meine Worte hin antworten zu müssen, dann zeige mir wenigstens, dass Du Dich mit mir und ihnen beschäftigt, dass Du Dich mit ihnen auseinandergesetzt hast - und überlasse das Verlesen von Kommuniques den Politikern.

    ... genau hinschauen ist wichtig!
    Dann machs auch mal! Im Deinen entsprechenden Posts hast Du es jedenfalls nicht getan - oder meine Aussagen dort wie hier schlicht und ergreifend nicht verstanden ...

    ... egal, was der dunkle Stern Dir suggerieren will.
    Wie darf ich eine solche Aussage denn jetzt Deiner Meinung nach nennen?
    Es wäre nett, wenn Du da auch Deine eigenen Maßstäbe anlegen würdest, die Du so gerne auf andere anwendest ...

    Also: entweder Du beteiligst Dich hier wirklich - oder Du lässt es bleiben.


    OT Ende

  9. #7
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    Übrigens: ist euch schon mal aufgefallen, dass in einem Psychologieforum sich immer nur die Gemobbten einfinden, nie jedoch die Mobber?
    Ich bin ein Mobber, sogar offiziell.

    Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass jeder gern so tut, als ob er eine Schneefloke sein will, aber gleichzeitig wie Schnee behandelt werden will. Das klappt auch.

    Wenn man den Druck der Gesellschaft nicht erträgt kann man entweder was dagegen machen oder leise sein. Aber dieses rumgeheule ohne Taten ist das beste Anzeichen dafür, dass eine Charakterschwäche vorherrscht. Und da heute Drogensucht und ADHS, früher typische Charakterschwächen, als Krankheit eingestuft werden, bist du einfach krank. Das heißt, DU bist das Problem und braucht Behandlung um im System nicht negativ aufzufallen.

    Ob das wirklich die richtige Methode ist steht auf einem anderen Blatt.

    p.s. Fazit: Wenn du dich nicht anpassen kannst an den Müll der passiert, dann sein cool, oder aber probiert zwanghaft ein Teil davon zu sein, aber jammer nicht so jämmerlich rum.
    Geändert von John Doe 2.0 (13.03.2011 um 22:00 Uhr)

  10. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    ach wie süss, wir haben ne kleine Checkerspaßbremse

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