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Thema: Musik!

  1. #1
    Neuling
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    Standard Musik!

    Aus eigener Erfahrung kann ich Leuten mit Depressionen nur raten, dass sie keine traurige Musik hören dürfen. Das macht die Situation nur noch schlimmer und versetzt einen in ein tieferes Tief! Entweder ihr hört gar keine Musik, oder neutrale bzw. Musik, die ein wenig aufmuntert. Ska ist beispielsweise eine motivierende Musik. Ich rate euch ab, traurige Musik zu hören. Die Stimmung kann Tage lang anhalten. Man behält immerhin Lieder als Ohrwurm im Kopf. Eine Depression darf ja nicht wie ein Ohrwurm anhalten.
    Ich hoffe das hilft euch

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo,

    so sehr Dein guter Rat auch geschätzt wird, aber leider ist das nicht ganz so einfach. Und erst recht lassen sich Depressionen nur schwer steuern.

    Ich habe mit solcher Musik sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht. Beim Hören von Musik können zum Beispiel drei Faktoren eine wichtige Rolle spielen:

    - Art der Depression
    - Intensität der Musik und Depression
    - Akzeptanz

    Es gibt nicht "die Depression", die beim Hören negativer Musik verstärkt und positiver Musik gemindert wird, sondern jeder Depressive hat eine ihm individuelle Depression, die auf andere Ursachen wurzelt. Entsprechend reagiert und handelt jeder verschieden. Wer unter einem Gefühlschaos (wie Borderline oder bipolare Störungen) leidet, der wird auch zeitlich gesehen unterschiedlich auf Musik reagieren: versinkt er heute noch durch eine berührende Strophe, kann er an einem anderen Tag dennoch lachen, obgleich durch seine vergangenen Erlebnisse geängstigt oder ähnliches.

    Weiterhin umfasst der Begriff "traurige Musik" - ich weiß schon, was Du meinst - oder etwas ähnliches dieser Richtung ein breites Feld subjektiver Empfindung und Beurteilung: Dieser muss beim Lied von Titanic weinen, während Jener höchstens in eine nachdenkliche, aber nicht wirklich hochdepressive Phase rutscht. Gleiches gilt für die Stärke der Depression selbst, denn einem schwer Depressiven, der zudem leicht beeinflussbar ist, sollte so eine Musik besser ungehört bleiben, als einem leicht Niedergeschlagenen mit depressiver Stimmung, der aber dennoch sein alltägliches Werk verrichten und mit einem Lächeln unter die Sonne gehen kann.

    Ein verbreitetes Problem der Depression ist die Gefühlsunterdrückung. Ist niemand vorhanden, bei dem der Depressive sich trauen würde, seine Gefühle zu äußern (und so seine Zurückhaltung überwinden kann), so sucht er oft jemand anderen oder etwas anderes, womit er sich in seiner Lage akzeptiert fühlt. Musik ist dabei ein wichtiger und viel verwendeter Begriff! Insofern ist es nicht anormal, wenn ein Depressiver depressive Musik hört. Ich hatte mal das Problem, dass ich trotz meiner Lage versuchte, mich ständig mit positiver Musik, Sport und Arbeit aufraffen wollte, jedoch erreichte ich nur das Gegenteil: es wurde alles schlimmer. Erst als ich mich meinen Problemen ernsthaft stellte, wurde es langsam besser.

    Ich bedaure dennoch, falls Du diese schlechten Erfahrungen mit Musik solcher Art gemacht hast, und bedanke mich für Deinen Tipp!

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    Musik selber machen, oder sich dazu zu bewegen, ist dagegen sehr gut bei Depressionen. Egal, ob sie traurig ist oder nicht.
    Das passive Abtauchen in was auch immer, ist generell nicht gerade erhellend

  4. #4
    Neuling
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    Hallo,

    ich denke, dass jeder Mensch darauf anders reagiert und innerlich weiß, welche Musik gerade zu seiner Stimmung passt.

    Es gibt Leute, die hören, wenn sie traurig sind oder über etwas nachdenken wollen, auch "TraurigeMusik" und wenn sie gute Laune haben auch "GuteLauneMusik". Bei anderen ist es wieder genau anders herum und dann gibt es bestimmt noch Menschen, die können hören was sie wollen und lassen sich davon nicht beeinflussen.

  5. #5
    Neuling
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    Hallo,

    ich stimme den Ausführungen zu. Jeder sollte in sich hineinhören und das tun, was ihm auch wirklich hilft.
    LG Teufel

  6. #6
    Neuling
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    Ich liebe:

    Sarah McLachlan - Angel
    Eva Cassidy - Fields of Gold
    Evanescence - My Immortal

    wenns mir mal etwas schlechter geht. Klar, es heitert nicht unbedingt auf. Aber meiner Meinung nach ist eine depressive Verstimmung zur Reflektion da. Wobei - bei einer echten Depression - die man daran erkennt, dass man durch Reflektion nicht weiterkommt - da würde ich dann doch eher zum Psychologen, definitiv.

  7. #7
    Neuling
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    Hallo,

    Traurige Musik bewirkt für mich eher das Gegenteil. Wo ich sonst scheinbar emotionlos wirke und meine Gefühle vor anderen Menschen versuche zu verstecken, zeigt mir Musik meine wahren Emotionen auf.
    Da fließt zwar im Moment der Traurigkeit mal eine Träne, dennoch stellt sich dabei auch ein Gefühl des "verstanden-werdens" ein, was einen oft zum Nachdenken bringt aber irgendwie auch Kraft gibt.

    Gerade diese Emotionalität macht (dunkle, traurige) Musik für mich zu einem wichtigen Teil meines Lebens.
    Oft empfinde ich fröhliche, leichte Musik auch als belanglos und nervig.

    An Gute-Laune-Musik als Hilfe gegen die Depression, bzw. traurige Musik als Verstärker derselben möchte ich nicht ganz glauben, wenngleich Musik sehr wohl die momentane Stimmung stark beeinflussen kann.
    Geändert von I.L. (02.08.2011 um 01:01 Uhr)

  8. #8
    Neuling
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    hi!

    ich bin der meinung ,dass man es nicht verallgemeinern kann

    was für den einen traurige musik ist , bereitet dem anderen ein hochgefühl

    es ist so eine art schubladen denken , zu sagen das es musikrichtungen gibt die depressiv machen

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