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Thema: mutter hypochonder?

  1. #1
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    Standard mutter hypochonder?

    hallo bin neu hier- aber erhoffe mir ein wenig rat von euch???
    meine mutter 50 jahre alt, wieder single seit 1 jahr- keine freunde, aber selbständige arbeit......
    es ging schleichend los, muss ich ja bestimmt nicht erklären, was ein hypochonder ist- jedes mal hat sie etwas anderes-
    ein halbes jahr erzählt sie mir sie hat atem/ schluckbeschwerden....
    dann ist es das herz, dann die leber, dann der magen, - das schlimme ist, seit sie internet hat- "findet sie allein die krankheiten heraus"
    aller ein jahr lässt sie sich durchchecken, so wie vor 4 wochen- alles abgecheckt wurden- nix......
    das was mich wundert, was ich über andere lese, sie rennt nicht jeden tag zum arzt..... und sie nimmt keine medikamente- die sind nämlich schädlich, wie sie meint.....
    nun kam es vor ner woche zum eklat---- sie fühlte sich wohlig "schlapprig"- usw.
    also stellte sie die diagnose einer virusgrippe- ich sagte zu ihr, sie solle sich fertig machen, wir fahren zum notarzt, aber nein, das wollte sie nicht, sie wollte in der nacht den notarzt rufen....... sie war sich sicher, das sie die nacht nicht überleben wird.......natürlich ging es ihr am nächsten tag wieder besser.... nun hat sie diese beschwerden seit 1 woche---- ich komm damit nicht mehr klar, ich hab sie lieb, weiss mir aber keinen rat mehr- ich helfe ihr, wo immer ich kann- mache alles für sie, gehe sie jeden tag besuchen.....
    na jedenfalls leidet sie jetzt seit 2 tagen unter kopfschmerzen- ich sag, nimm ne tablette- aber nein, das ist ja schädlich...... ich kann nicht mehr.... wir fonieren bestimmt 3 mal am tag und jedes mal bringt sie hinten herum mit rein, das sie sich nicht gut fühlt....... was soll ich machen???????? achso ich muss noch anhängen,das meine mutter eine sehr selbstständige, junggebliebene, sportliche frau ist...... bitte gebt mir einen rat..... vielen dank

  2. #2
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    Hallo,

    wenn ein Mensch immer mit imaginären Krankheiten zu tun hat, es aber beim Arzt alles in Ordnung ist, so ist sie bestimmt einsam.
    Sie spannt Dich dreimal am Tag ein?
    Ehrlich, wann wirst Du denn dann krank werden?
    Deine Mutter braucht wohl eine ihr nahestehende Person, einen Partner, Freundin, damit sie nicht so viel Zeit zum Grübeln hat und Dich nicht immer nervt.
    Warum hat sie das denn nicht? Nervt sie die anderen Personen in ihrem Umfeld etwa auch so? Wenn ja, dann hilft villeicht mal, ein zwar liebevolles aber dennoch offenes ernstes Wort.
    Sie sollte schon auch die Botschaft erhalten, dass sie nervig ist, dass Menschen auch noch was Anderes zu tun haben, als sich immer über ihre Krankheiten zu unterhalten. Du könntest ihr auch deine Sorgen mitteilen, ihr mitteilen, dass sie aus Deiner Sicht mehr unternehmen könnte, was sie im positiven Sinne ablenkt.

    Vielleicht hilft das ja.
    Ibag

  3. #3
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    das alles mache ich ja--- nun muss ich noch dazu sagen, meine mutter ist auch meine beste freundin- sie spannt mich nicht ein, ich mach das von allein, ich trink kaffe mit ihr, besuch sie- stell ihr essen, blumen hin.... usw. 3mal pro woche essen wir zusammen zu abend..... das problem ist, wenn sie total fertig ist, dann sieht sie auch ein, das sie ein problem hat, aber wenn die ganze familie zusammen sitzt (sehr oft!!!) und man reagiert nicht so doll darauf oder sie ist der meinung, das man sie nicht ernst nimmt, dann wird sie aggressiv- und daher hält lieber jeder seinen mund oder versucht es auf die liebe, ruhige art.... aber nur sie hat recht- sie weiss es immer am besten..... und weil ich angst davor habe, das sie wieder einmal bösartig. laut reagiert- bin ich lieber ruhig und versuche immer ihre "krankheiten" zu beschwichtigen.....ich weiss bloss nicht mehr weiter, da jeder 2. satz einen schmerz beinhaltet und meine gedanken nur noch um sie drehen, es macht mich so fertig, ich gehe schon laufend meinen mann damit auf die nerven---- danke für deine antwort

  4. #4
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    Hallo Zwang,

    wenn ich deine Geschichte so lese wird mir wieder sehr bewusst, was meine Familie vor Jahren mit mir durchmachen musste. Ich kenne diese Ängste vor Krankheiten sehr gut und hatte längere Zeit immer wieder damit zu kämpfen. Seit ca. zwei Jahren bin ich jetzt symptomfrei. Ich kann dir aber nicht sagen, warum. Die Angst war irgendwann einfach weg. Für solche Ängste kann es viele Gründe geben. Ich bin auch ungefähr im Alter deiner Mutter, da können Hormonschwankungen durch die Wechseljahre eine Rolle spielen oder auch eine Burn-out-Problematik, die von aussen nicht unbedingt zu erkennen ist. Allerdings kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass man in diesem Angstzustand total davon überzeugt ist, diese oder jene Krankheit zu haben. Es hat keinen Zweck von aussen dagegen zu argumentieren. Und wenn der Arzt eine Krankheit ausgeschlossen hat, kann sein, dass man morgen von der nächsten "heimgesucht" wird oder dem Arzt nicht glaubt. Für Angehörige ist diese Situation sehr schlimm, weil sie den geliebten Menschen plötzlich völlig anders erleben und nicht wissen, wie sie mit dieser anscheinenden Uneinsichtigkeit und Unvernunft umgehen sollen. Hast du deine Mutter in symtomfreien Phasen mal auf eine Therapie angesprochen?

    LG
    Anna

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Anna55 für den sinnvollen Beitrag:


  6. #5
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    hallo, danke für die schnelle antwort......
    erst mal , es ist wirklich so... immer wenn ne krankheit ausgeschlossen wurde, durch den arzt- dann kam was anderes.....--- wie gesagt, was ich einfach nicht verstehe, sie verhält sich ja anders, als ich es hier überall lese.....arztbesuche aller 1 jahr vllt. - medikamente (schon allein ne einfache kopfschmerztablette) sind bei ihr tabu.....
    ich hab sie letztens auf ne therapie angesprochen- einen tag nachdem ich am verzweifeln war, da sie der meinung war, weil sie knapp 38 temperatur hatte, das sie die nacht nicht überleben würde...naja jedenfalls hat sie es eingesehen- aber schon am nächsten tag ist alles wieder vergessen- also therapie, denn sie ist ja kein spinner, sondern wirklich krank- wie sie dann argumentiert....
    naja, weiss auch nicht weiter, sobald sie wieder "normal" ist oder wenigstens tut- geht es mir auch sofort wieder besser- es kann sich keiner vorstellen, wie einem so etwas fertig machen kann.....
    sie nimmt auch keinen ratschlag an, also das sie sich mal ein hobby sucht, alte bekannte besuchen oder wenigstens anrufen.... nix.....hab aber wie gesagt, immer angst, sie wieder darauf anzusprechen,,,,, denn ich weiss nie wie sie reagiert und wenn sie extrem reagiert, wird sie sehr aggressiv (verbal)
    keine ahnung mehr---- wenn sie keine therapie macht, ist es ratsam, das ich ne selbsthilfegruppe oder ähnliches aufsuche??? denn lange kann ich nicht mehr, eigentlich drehen sich meine gedanken den ganzen tag nur noch um meine mutter......

  7. #6
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    Hallo Zwang,

    ja, die Idee mit der Selbsthilfegruppe finde ich gut. Es wäre auch möglich, dass du dir selbst therapeutische Hilfe suchst um mit der Situation klarzukommen und zu besprechen, wie du dich am Besten verhälst um dich zu schützen. Weil eines ist klar: du kannst deiner Mutter nicht helfen, auch wenn du es gerne möchtest. Entweder die Ängste gehen wie bei mir von alleine wieder weg oder sie muss sich ärztliche und/oder therapeutische Hilfe suchen bzw. dazu gebracht werden, sie sich zu suchen. Hat sie einen Hausarzt?

    LG
    Anna

  8. #7
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    hallo Zwang,

    Ja, ich glaube auch, dass Du Dich selber schützen musst. Irgendwie scheinst du Dich schon in so einer Art Co-Abhängigkeit zu befinden....
    Eine Selbsthilfegruppe kann Entlastung bieten, denn Du bist für Deine Mutter ja nicht verantwortlich, für Dich aber schon.
    Da sie ja zum Arzt geht, kann das auch der Arzt übernehmen ihr zu erklären, dass sie gar nichts hat. Machmal muss auch vielleicht eine Zeit vergehen, bis sie es selber merken kann. So wie Anna sagte, kann es auch sein, dass es wieder verschwindet.

    Wenn sie beim Kaffeetrinken wieder davon anfängt, kannst Du vielleicht zuhören und andeuten, dass sie ja zum Arzt war und der hat geguckt. Nachts einen Notarzt anzurufen ist ja nicht nett, aber auch nicht strafbar.

    Ich denke Du kannst da nicht mehr soviel leisten wie bisher, es ist einfach zu viel.
    Bleib gesund
    Ibag

  9. #8
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    ich danke euch so sehr, wirkich.....
    ich werde mir eine hilfegruppe suchen, denn so kann es nicht weiter gehen... jetzt ist sie seit gestern mal wieder ganz normal- zumindest tut sie so...
    ich weiss auch nicht, warum das bei mir so ist, wenn sie irgendwas hat - tut sie mir leid, ich denk dann nur noch darüber nach, wie ich ihr eine freude bereiten kann oder eben ihr helfen- sie war ja auch immer für mich da !
    aber nun muss ich was machen--- heute nacht hatte ich den albtraum meines lebens- so krass war es noch nie......... meine mutter war so was von bösartig zu mir - mit worten und mimik, weil ich wieder einmal was gegen ihre aggression sagte, wurde sie böse und drohte mir damit- meinen hund zu quälen, wie sie es gemacht hat, als ich ihn ein paar tage bei ihr abgeben musste und zeigte mir fotos davon und das war zuviel...... wie gesagt. das war nur ein traum...!!!!!!!!!!!!!! meine mutter war mir oder meinen nächsten gegenüber nie gewalttätig..... jedenfalls hab ich alles zusammen geschrien (heute nacht)- mein mann musste mich ganz lange aus dem traum aufwecken, selbst mein hund war erschrocken, über meine lautstärke beim schreien....... also das ist dann nun doch etwas zu viel........ich hoffe, das ich euch nicht nerve, aber es tut echt mal gut, alles aufzuschreiben und meinungen anderer zu lesen- wie gesagt, mein mann belastet es, wenn er mir nicht helfen kann und sieht, wie mich das alles fertig macht- und er ist der liebste, den es gibt..... ich danke euch.....werde heute in die bibliothek gehen und ein paar hilfsbücher für meine muttter ausleihen, manchmal liest sie die und dann geht es wieder für ein paar wochen....... freue mich über jede meinung/ rat... danke
    Geändert von zwang333 (10.02.2011 um 12:02 Uhr)

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