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Thema: Nach Ehe Beziehung und dan alles aus!!!

  1. #1
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    Standard Nach Ehe Beziehung und dan alles aus!!!

    Hallo, ein frohes neues Jahr wünsche ich zusammen.
    Ich muss euch nun mein Leid klagen:

    am 24.09.2010 traf ich auf eine hochzeit eine flüchtige Bekannte wieder.
    Kurz dazu: sie ist 31, 6 Jahre Beziehung (davon 3 Jahre Ehe) und 2 Kinder.

    Ihr Mann war aus deren Beziehungsproblemen nicht bei dieser Hochzeit anwesend.

    Wir unterhielten uns sehr gut, lange usw, Die nächsten Tage waren geprägt von schreiben und Telefonieren. Wir haben gemerkt, dass es zwischen uns immer intensiver und inniger wurde. Genau eine Woche nach der Hochzeit war ich 2 Wochen in den USA, das war die Hölle. Wir schrieben über 400 Mails in der Zeit.

    Als ich wiederkam holte sie mich vom Bahnhof ab, blieb ein paar Tage bei mir und fuhr dan nach haus, Dieser Abschied hat so wehgetan wie noch nie zuvor. Dann besuchte ich auch sie, lernte die Kinder kennen, ich war nur ein "guter Freund" vor den Kindern. Parallel hatte sich Ihr mann auf Ihren Wunsch räumlich getrennt und hatte ganz schnell eine andere, womit sie nicht klarkam, obwohl sie mich hatte.

    Die ganze Zeit über machte sie mir klar, dass sie über ihn noch nicht hinwegsei, sie ihn noch liebte und die Kinder.

    Mir hat es immer höllisch wehgetan, aber ich kämpfte weiter, dann fing er an sich nicht mehr bei den Kindern etc zu melden, Lügen zu erzählen usw, wodurch sie mir Hass ihm gegenüber vorspielte.

    Ich dachte für mich, dass es nur gut für mich sein kann um mehr an sie ranzukommen als ohnehin schon.

    Wir haben uns in diesen 3 Monaten 3 mal versucht nicht zu sehen, höre usw, damit sie klare gedanken fassen könne. Es hielt jedesmal nur max. 3 Tage.
    Die letzte dieser Phasen war von vergangenem Dienstag bis gestern, Silvester. Sie las Monag abend ein geschenktes Buch über psychologie, Ehe und Liebe an, worauf sie Ihrer Mutter am nächsten Morgen entgegnete, warum Sie nicht um ihre Ehe kämpfe.

    Daraufhin 3 Tage ohne melden schreiben anrufen usw. Ich war dem Alkohol verfallen. Durch Ihre mutter erfuh ich, dass sie sich Mittwoch mit ihrer besten Freundin, deren Mann und dem ausgezogenen "EX" mann zum Karten speilen abends traf. Sie wollte wohl nur ein abschließendes GEspräch, ohne das er davon rennen kann, wie sonst.

    Nun gestern der Anruf: Sie sagte dass sie nachgedacht hätte und im Rahmen der 3 Tage gemerkt hätte dass sie allein noch besser zurechtkäme als mit mir.

    Wir schreiben danach nachrichten, sie schrieb mir, das sie und ihr mann sich weider besser verstehen würden...

    Ich weiß nicht was ich machen soll, ich habe noch nie so geliebt, sie hat alles für mich getan ich nochmehr für sie: Warum macht sie das!

    Ich muss sie zurückhaben, wie stelle ich das an?

    Vielen dank für eure Hilfe

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Hallo knaab,

    Ich muss sie zurückhaben, wie stelle ich das an?
    Warum musst Du sie "zurückhaben"?
    Spricht da wirklich Liebe in Dir - oder kann es nicht vielleicht auch eher die eigene Bedürftigkeit sein?

    Bedürftigkeit im Sinne von: Du hast Deine eigenen unerfüllten Bedürfnisse und Sehnsüchte, die sich da gerade mächtig Bahn brechen ... die sich auf das Bild auswirken, das Du Dir von ihr und dem, was Eure Beziehung ist, innerlich machst?

    Ich weiß nicht was ich machen soll, ich habe noch nie so geliebt, sie hat alles für mich getan ich nochmehr für sie ...
    Du hast sie geliebt - es sind Deine Gefühle, die sich aus Deiner Erfahrungswelt (und auch aus Deinen Defiziten) speisen.
    Was sie für Dich getan hat: hat sie das wirklich, oder ist dies das, was Du aus Deiner Perspektive als ihr "bewusstes" Tun empfunden hast (empfinden musstetst ...)?

    ... wie stelle ich das an?
    Vielleicht indem Du versuchst, Dich zuerst auf die Prozesse in Dir selbst einzulassen und deren "Verknüpfungen" nachzufühlen?
    Die eigenen Anteile von denen Deines Gegenübers trennen, um aus der so gewonnenen neutraleren Distanz erst einen "objektiveren" Blick auf alles bekommen zu können?

    So, wie Du Deine bisherigen Reaktionen auf sie beschreibst, klingt vieles eher nach einer Projektion Deiner eigenen Sehnsüchte als nach gegenseitigem Verstehen und Nachfühlen, oder?!
    Fixierung wirkt oft wie Scheuklappen: es ist nur noch ein kleiner Ausschnitt der Welt zu erkennen - und man gerät so sehr schnell in Konflikte, die nicht mehr auflösbar erscheinen, weil die "Antworten" in den Bereichen liegen, die durch die Scheuklappen ausgeblendet werden

    Nun gestern der Anruf: Sie sagte dass sie nachgedacht hätte und im Rahmen der 3 Tage gemerkt hätte dass sie allein noch besser zurechtkäme als mit mir.
    Fühle Dich jetzt bitte nicht gleich angegriffen, okay?!
    Sie hat ihren aktuellen Konflikt (ihre Ehe - oder das, was davon noch übrig geblieben ist) noch nicht aufarbeiten können. Dieses Kapitel in ihrem Leben ist noch lange nicht wirklich "verdaut" (dass sie sich auch noch gegenüber ihrer Mutter erklären/rechtfertigen muss, deutet wohl auch darauf hin, dass es da noch ganz andere, zusätzliche Baustellen gibt ... ): sie ist damit völlig ausgelastet.
    Und mit Dir käme da jetzt ein neuer "Konfliktherd" hinzu, der dann noch zusätzlich Konzentration und Kraft von ihr abverlangen würde. Ist es da so unverständlich, dass sie da dann die "Notbremse" ziehen will? Konzentration darauf, die Baustellen Schritt für Schritt zu schließen, statt sich zu verzetteln?

    Würde es denn so hilfreich sein, wenn sie diese ungelösten Probleme mit in eine neue Beziehung nähme - in die, die Du Dir mit ihr wünschst?
    Wäre denn so nicht schon der Keim für das nächste Scheitern gelegt?

    Mal ne ganz andere Frage: was erwartest/wünschst Du Dir selbst von einer Beziehung? Wie sollte sie aussehen, wie sollte sie gestaltet sein?
    Wie sollten die Beteiligten miteinander umgehen, wie Konflikte gelöst werden?

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  4. #3
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    Standard

    Mal ne ganz andere Frage: was erwartest/wünschst Du Dir selbst von einer Beziehung? Wie sollte sie aussehen, wie sollte sie gestaltet sein?
    Wie sollten die Beteiligten miteinander umgehen, wie Konflikte gelöst werden?[/QUOTE]


    Vielen Dank

    Also ich erwarte/ wünsche mir von einer/ bzw, der Beziehung, dass alles in geregelten bahnen läuft, wir haben probleme auseinandergenommen, viel geredet. ich habe sehr oft ihre Tränen getrocknet, die sie wegen des Mannes/ Umstandes vergoss.

    Ich wünschte mir mehr einfühlsamkeit, die ich nicht bekommen habe.
    An sich war es sehr abgerundet und gut organisiert, aber kein alltag, aufgrund der Entfernung und des täglichen pendelns.

    Nunja ein großer dorn waren die Kinder: ich mag sie wirklich sehr, aber sie selbst kamen mit der situation nicht klar.
    Reden bringte nur kurzweilig was.

    Ich hätte mir zudem mehr Verständnis gewünscht, ihrerseits, denn ich musste für ihre situation immer verständnis zeigen, habe ich auch gerne gemacht... nunja . .


    habe rechtherzlichen Dank für die aufschlüsselungen der einzelnen Phrasen: Ich habe mit einer psychologisch gebildeten freundin drüber gesprochen, sie meinte ich war nur ihr werkzeug, Spielzeug um einmal aus dem unglücklichen eheleben zu fliehen.
    Ich habe die leise vermutung, dass er jetz schon wieder bei ihr sein wird, trotz lügen und beklauen usw nimmt sie ihn wohl zurück.

    Ist es nur wegen der kinder? fühlt sie gar nichts für mich?
    Sie meinte final auch noch dass die gefühle im laufe der sterilen 3 tage zurückgegangen seien. Ist es liebe ihrerseits?

  5. #4
    Schreibkraft Avatar von Brom
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    Nunja ein großer dorn waren die Kinder: ich mag sie wirklich sehr, aber sie selbst kamen mit der situation nicht klar.
    Reden bringte nur kurzweilig was.
    Ist es nur wegen der kinder?
    Nur?
    Wenn Kinder zu einer Beziehung dazugehören, geht es halt nicht mehr nur für sich allein zu entscheiden. Denn sie sind Teil der Familie. Da sogar von einem "Dorn im Auge" zu sprechen, fänd ich recht fragwürdig.
    Fühlt sie gar nichts für mich?
    Sie meinte final auch noch dass die gefühle im laufe der sterilen 3 tage zurückgegangen seien. Ist es liebe ihrerseits?
    Ich habe mit einer psychologisch gebildeten freundin drüber gesprochen, sie meinte ich war nur ihr werkzeug, Spielzeug um einmal aus dem unglücklichen eheleben zu fliehen.
    Zuneigung, ich mag hier bewusst nicht von Liebe sprechen, kann man aus den unterschiedlichsten Gründen empfinden.

    Ich denke nicht das ihre Zuneigung in der Zeit, ein bewusster Versuch war, dich als Spielzeug zu benutzen.
    Aber du schreibst ja selber das es oft, um ihren Mann ging, und das sie Trost benötigte.
    Ich denke das zeigt schon noch eine starke Bindung zu ihm auf.
    Und das sich ihre Welt, neben der Kinder, eben auch stark um ihn dreht.

    Da bist du sicher nicht der erste, der in so eine "ungeklärte" Situation hineinrutsch, ..und solange so eine Beziehung noch in der Schwebe ist, kann sie auch nicht beendet sein.
    Ich für meinen Teil wäre da schon, skeptisch gewesen... ...die Chancen da als mehr oder wenig Fremder, zu einem positiven Ergebniss zu kommen, sind eher gering.

    lg Brom
    Wenn leuchtend die Gestirne tauchen
    im dunklen Äthermeer empor
    und in geheimnisvollem Hauchen
    die Welt umweht ein Dämmerflor,
    entschwebt der Geist zu wachen Träumen
    ins große heilige Reich der Nacht,
    beschwingt nach unermessnen Räumen
    von tiefer Phantasien Macht.
    Im weichen Zauber solcher Nächte
    scheint sich die Schöpfung zu entfalten,
    und dunkel ahnen wir die Mächte,
    die über unserem Leben walten.

  6. #5
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Du hast hoffentlich nichts dagegen, wenn ich da satzweise auf Deine Antwort eingehe - es kommen da, IMHO, viele einzelne Faktoren zusammen, die als Ganzes zwar ein Bild ergeben, momentan aber irgendwie "nur" parallel verlaufen ...

    Also ich erwarte/ wünsche mir von einer/ bzw, der Beziehung, dass alles in geregelten bahnen läuft ...
    Geregelte Bahnen ...
    Geregelt = geordnet = einmal fest definiert und dann "Selbstläufer" ?

    Wenn es ums tägliche Miteinander geht, dann gibt es da sicher einige Dinge, die in diesem Sinne "geregelt" sein sollten - aber eben dennoch mit einer gewissen Bandbreite, um flexibel auf Änderungen reagieren zu können.
    Sind dies aber nicht eher "Banalitäten" wie: wer darf zuerst aufs Klo; wer bekommt welchen Teil der Zeitung zuerst; wer macht den Morgenkaffee und wer geht in dieser Zeit mit dem Hund gassi ...

    Eine "Regelung", wenn es um den Umgang mit Konflikten und dem Weg zu deren Lösungen geht ... ich weiß nicht, ob das wirklich das ist, was eine Beziehung am Laufen halten kann.

    ... wir haben probleme auseinandergenommen, viel geredet.
    Wer von Euch beiden hat da mehr "auseinandergenommen"?
    Dieses Auseinandernehmen (Dinge sachlich-nüchtern und mit Rationalität sezieren) kann ja auch auf verschiedene Weise funktionieren.
    A zelegt die Probs von B, gibt die Art und Regeln des Zerlegens vor ... und damit auch, ungewollt, die Richtung, in der eine "Lösung" zu suchen ist - zu leicht (und ebenso unbewusst/ungewollt) dann auch die als "angemessen" zu betrachtende Lösung selbst ...

    Es ist wichtig, über Probleme zu reden, es ist, IMHO, gerade in einer Beziehung unerlässlich, sich gegenseitig diesen Raum zur Kommunikation zu geben - das Schwierige dabei ist dann aber, die eigenen Anteile (und damit: die eigenen Motive, Ziele, "Lösungsmodelle") nicht nur jederzeit zu erkennen, sondern sie auch aus der Kommunikation herauszuhalten. Vor allem dann, wenn die eine Partei auf der Suche nach eigenen Antworten ist.

    Der Wunsch, jemandem zu helfen, kann auch ungewollt in Bedrängung übergehen: indem man ihm zwar das Gefühl gibt, diesen Raum auch zu bekommen, dann aber dessen "Ausgestaltung" an den eigenen Interessen orientiert. Und damit geht es dann an den Interessen dessen, dem man ja helfen wollte, vorbei.
    Gerade in einer solch ungelichgewichtigen Konstellation wie die, in der Ihr Euch befindet/befunden habt, erfordert Kommunikation ein extrem hohes Maß an Selbstreflektion und eigenem Hinterfragen - und das fällt dann verd**** schwer.

    ich habe sehr oft ihre Tränen getrocknet, die sie wegen des Mannes/ Umstandes vergoss.
    Kommt da nicht unterschwellig sehr schnell ein ganz anderes Motiv für das Trocknen mit hinzu: wie schnell passiert es, dass man die Schulter zum Anlehnen weniger deswegen anbietet, damit sich der Betroffe an ihr abstützen kann, sondern weil man will, dass sich diese Person an genau dieser Schulter abstützt ...
    Man bietet es dann unbemerkt deswegen an, weil es etwas ist, was man für sich selbst macht - und weniger für den Gegenüber.

    Ich wünschte mir mehr einfühlsamkeit, die ich nicht bekommen habe.
    Absolut verständlich - nur eben in dieser Konstellation nicht das Thema, um das es gehen könnte.
    Es ist eine Frage der Motive, die beide Seiten da haben - und die laufen zwangsläufig erst einmal weit auseinander.

    Sie:
    Sie ist in einer besch*** Situation: ihre Ehe, ihre Beziehung, vielleicht auch ihr Lebenstraum, löst sich gerade auf. Sie hängt tief in einem Konflikt (oder auch in mehreren an verschiedenen Fronten - siehe Mutter) fest, aus dem sie einen Ausweg sucht.
    Sie braucht Kommunikation, um ihre eigene Distanz finden zu können. Um erst einmal wieder überblicken zu können, woher sie kommt und wohin sie wirklich will - oder auch: wo sie überhaupt hinkommen könnte ...
    Sie muss, um nicht von einer Verletzung gleich wieder in die nächste zu fallen, erst einmal wieder sich selbst finden.
    Dieser Prozess ist erst einmal in sich wertfrei zu sehen: er ist, wenn er selbstbestimmt durchgeführt werden kann, die stabile Basis für all das, was dann an Entscheidungen kommen wird.
    Und genau in diesem Prozess scheint sie momentan drinzustecken.
    Aus ihrer Perspektive ist es durchaus legitim, was sie macht - und, BTW, nicht nur aus ihrer, wenn man sich den Prozess ansieht.

    Deine Seite hat da eine ganz eigene Betroffenheit - und damit auch eine ganz eigene Motivlage.
    Du siehst in Ihr eine Person, an der Dir persönlich viel liegt. Eine Person, der Du in einer Notlage helfen willst. Aber auch eine Person, mit der Du eine Beziehung haben willst ...
    Ein Teil dessen, was dann Dein Helfen ausmacht, hat dann aber auch genau dieses Ziel: ich will diese Frau, sie soll meine Frau werden ...
    Keine Sorge: das ist absolut "normal" - aber dennoch brandgefährlich ...
    ... wenn man diese eigenen Anteile beim Sehen (und Werten ...) der Sache nicht trennen kann.

    Ich habe mit einer psychologisch gebildeten freundin drüber gesprochen, sie meinte ich war nur ihr werkzeug, Spielzeug um einmal aus dem unglücklichen eheleben zu fliehen.
    Sorry: wenn sie es genau so formuliert hat, dann würde ich mir mal Gedanken darüber machen, wie fundiert ihre fundierten Kenntnisse denn wirklich sind ...
    Sie ist Deine Freundin: und damit steht sie Dir näher als dieser Frau. Sie hat da ihre ganz eigene Motivationslage - und damit auch nicht unbedingt eine neutrale Sicht auf die Dinge. Mal ganz davon abgesehen, dass alles, was sie da an Informationen hat, auch nur gefilterte Informationen sind: sie sind durch Deinen Filter (und damit, unbewusst, auch durch Deine Wertung) gegangen. Infos aus dritter Hand eben ...
    Sie will Dir helfen ... zur Frage der Anteile: siehe oben ...

    Ich hätte mir zudem mehr Verständnis gewünscht, ihrerseits, denn ich musste für ihre situation immer verständnis zeigen, habe ich auch gerne gemacht... nunja . .
    Du hast nie gemusst ... Mit der erforderlichen Distanz hättest Du jederzeit eine solche Forderung ablehnen können. Niemand kann Dir verbieten, Dich abzugrenzen, wenn etwas übergriffig wird.

    Auch hier: ihr suchen nach Verständnis ist Teil des Prozesses - wenn Du es also, wier Du sagst, "gerne gemacht" hast: warum sollte es dann für Dich jetzt so belastend sein?
    Kann es nicht vielleicht auch sein, dass Du selbst da eine Forderung an sie ableitest: ich bringe für Deine Themen Verständnis auf - wenn Du dann dafür auch für mich Verständnis zeigst ...
    Das wäre dann aber längst nicht mehr so selbstlos und helfend, wie Du es bisher dargestellt hast ...
    Entweder hilfst Du ihr, weil Dir ihr Wohlbefinden am Herzen liegt (dann stellt sich diese Frage dann aber auch nicht ...), oder Dein Helfen ist zielgerichtet: ein Mittel, um eigene Ziele bei ihr erreichen zu können ...

    Was die Kinder betrifft: sie sind nun mal ein sehr wichtiger Punkt in dem, was sie für sich an "Lösungsmöglichkeiten" überhaupt nur in Betracht ziehen kann.
    Ist es nur wegen der kinder? fühlt sie gar nichts für mich?
    Sorry: wie kommst Du darauf, dass Du in einer Konkurrenzsituation mit den Kindern stehen müsstest?
    Du bringst sie mit solchen Gedanken (oder gar schon Äußerungen ihr gegenüber ...??) in einem wahnsinnigen Konflikt. Übersetzt könnte dies denn sehr leicht so ankommen: entweder Du oder die Kinder ...
    Als Mutter wäre für mich damit schlagartig die Frage nach einer gemeinsamen Zukunft mit dem Fragesteller geklärt ...!!

    Ist es liebe ihrerseits?
    Darf ich Dir diese Frage mal zurückgeben?
    Wenn Du ganz ehrlich und tief in Dich hineinhörst, wenn Du ganz unbefangen Kontakt mit Deinem Fühlen aufnimmst: ist es denn wirklich Liebe ... deinerseits?!?

    Ist jetzt kein Vorwurf an Dich oder eine "Schuldzuteilung": in solche Situationen gerät man sehr schnell und tief hinein - wenn nur die eigenen ungestillten Bedürfnisse drängend genug sind, um die Kontrolle über die eigene Sicht zu übernehmen.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    So Ham (01.01.2011)

  8. #6
    Gast784
    Gast

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    Also ich erwarte/ wünsche mir von einer/ bzw, der Beziehung, dass alles in geregelten bahnen läuft, wir haben probleme auseinandergenommen, viel geredet.
    hallo,

    kannst Du mal konkretisieren, was Du unter "geregelten Bahnen" verstehst?

    Warum bindest Du Dich dann eine Frau, die in völlig ungeregelten Bahnen derzeit unterwegs ist? Und warum lässt Du Dich auf eine Beziehung ein, die als Zusammenhalt das Auseinanderdröseln von Problemen hat? Und zwar einseitig? Wenn Du dich doch eigentlich nach ganz was anderem sehnst, nämlich danach, dass Du wahrgenommen und als der, der Du bist, angenommen und geliebt wirst. Aber den Raum kannst Du in einer solchen Situation gar nicht finden, weil sie völlig mit ihren Baustellen beschäftigt und vermutlich zeitweise auch überfordert ist.

    Glaubst Du, dass Du so was wie die Lösung ihrer Probleme hättest sein können? Das ganze hat so ein Geschmäckle von "retten" und oft steht hinter solchen Retteraktionen der Wunsch, dafür Dankbarkeit in Form von ewiger Liebe zu bekommen (stark plakativ ausgedrückt natürlich)

    Ich habe mit einer psychologisch gebildeten freundin drüber gesprochen, sie meinte ich war nur ihr werkzeug, Spielzeug um einmal aus dem unglücklichen eheleben zu fliehen.
    Das finde ich nun auch eine recht heftige Einschätzung, vor allem, wenn man sich selbst auch noch für psychologisch gebildet hält. Ausser sie weiss etwas mehr als Du hier postest. Aber aufgrund Deiner Beschreibung würde ich es nicht so trastisch sehen. Gut möglich, dass sie einen "Zwischenmann" gebraucht hat, um in ihrer Gefühlswelt einen Ausgleich zu all dem Schmerz und der Hilflosigkeit, und auch Unverständnis, zu schaffen, um nicht völlig vom schwarzen Loch namens Chaos verschluckt zu werden.

    Leider passiert das manchmal, dass sich Paare, die nicht mehr miteinander klar kommen und wundgescheuert sind, sich mit Hilfe neuer Menschen aus dieser schmerzhaften Situation hangeln, um mal wieder was positives zu haben, Bestätigung, Anerkennung, Fürsorge und Wohlwollen zu erhalten. Dadurch schaffen sie es dann u.U. auch, die Distanz zu der Ehe und in die eigene Kraft zu finden, die ihnen einen nächsten Schritt ermöglicht.
    Das ist aber selten so kalkuliert, sondern passiert.

    Dumm nur, dass da oft bei den neuen Menschen Hoffnungen geschürt werden, was manchmal einfach nur fehlende Lebenserfahrung ist, aber wenn man sich in so was zu sehr oder öfter verrennt, eben auch zu eigenen ungelösten Themen hinverweist. Und darum gehts, das für sich rauszufinden, damit man nicht immer wieder im selben Hamsterrad landet.
    Geändert von Gast784 (01.01.2011 um 14:44 Uhr)

  9. #7
    Neuling
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    Guten Abend, ich bedanke mich in aller Form schonmal für die hilfreichen und tiefgründigen Antworten und neuen, teilweise objektiven Sichtweisen, die es mir bisher nicht möglich waren zu sehen---

    Ich muss die Situation updaten: ich habe Ihren Wagen noch bei mir gehab, welchen sie zurückbekommen sollte, heute...
    Haben uns auf 16 Uhr geeinigt. Meine Freundin meinte: ich solle jemanden hinschicken, der das Auto übergibt, weil das für mich nicht gut gewesen wäre...


    Aber ein innerer Schweinehund sagte, dass ich es in jedem Fall machen soll und ich wollte mit ihr nochmal kurz reden:

    Punkt 16 Uhr war ich da, das erste was mir auffiel: das Auto ihres Mannes stand dort!!!
    Habe sie darauf angesprochen, warum sie ihn bei sich zu hause hat (bisschen indirekter und ausgeschmückter) sie antwortete: " wegen der kinder, sie sind wider glücklich ihren papa hier zu habenund wir haben soooooo viel geredet und sind dabei alles aufzuarbeiten, es wird zwar ewigkeiten dauern, aber wir müssen so ins reine kommen"

    sie erzählte zuletzt, als noch alles "in Takt" war, dass sie langsam hass ihm gegenüber empfinde und nur damit ein problem hätte, sich ihn mit deiner neuen vorzustellen.

    Weiterhin gab sie zu, dass sie auch vor größeren entscheidungen bewusst den "schwanz eingezogen hat", weil sie es nicht konnte.

    Sie meinte abschließend., dass diese Zeit ihr dahingegehend sehr viel gebracht hat, dass sie ihren mann mehr zu schätzen weiß und dass beide mehr aufeinander eingehen wollen usw. -> hat sich wohl in stundenlangen gesprächen rauskristalisiert.

    Sie war sehr kalt zu mir und entschuldigte sich, dass sie mich für ihre zwecke verwendet hat und will diese zeit wegen der erfahrungen nicht missen.


    So und nun sind meine Chancen gegen 0 oder?

    wird es nur eine Versöhnungsphase sein und danach der Alltag wieder einkehren? ich meine, Kann ein Mensch sich über nacht ändern?
    was wird sein, wenn er Ihr wieder über wird, wird sie sich melden?

  10. #8
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    Ich kenne deine Situation. Habe sie mal ähnlich erlebt. Ist nicht schön...

    Ok, also, ich möchte gern bei diesem Zitat von dir bleiben:
    was wird sein, wenn er Ihr wieder über wird, wird sie sich melden?
    Ich denke folgendes:
    Vielleicht wird er ihr wieder über und vielleicht nicht.
    Und vielleicht wird sie sich in ersterem Fall bei dir melden und vielleicht nicht.
    Es ist wohl eher schwer bis unmöglich, das einzuschätzen.

    Aber ich glaube, du solltest dich mit dieser Frage nicht weiter auseinandersetzen, weil sie eben nicht wirklich zu beantworten ist.
    Ich denke, du solltest wieder mehr auf dich schauen. Nimm wieder dich als Lebensmittelpunkt und versuche sie loszulassen. Das wird wahrscheinlich Zeit brauchen. Aber Zeit heilt ja normalerweise Wunden.
    Ich an deiner Stelle, würde hinter sie einen Haken setzen.
    Klingt ziemlich hart.
    Aber ich wüsste nicht, wie man es anders machen sollte.
    Vielleicht hat ja aber eine oder einer hier im Forum eine bessere Idee.

    Und wenn sie sich doch irgendwann wieder bei dir melden sollte, würde ich sicher gehen, dass ihre Trennung wirklich abgeschlossen ist, ehe du dich wieder Hals über Kopf verliebst. Einfach zum Selbstschutz...


    Ich wünsche dir viel Kraft.


    Gruß
    Jan

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