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Thema: Narzissmus in Familie / Kinder

  1. #1
    Neuling
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    Standard Narzissmus in Familie / Kinder

    Guten Morgen, ich habe mich nach langen Überlegen entschlossen,hier Rat zu suchen, da ich ( ende 30)langsam einfach nicht mehr weiter weiss. Seit ich denken kann, leiden meine Schwester ( ende 40,)& ich stark unter meiner Mutter. Nach einiger Recherche und monatelanger Aufzeichnung ihrer Verhaltensweise bin ich stark davon überzeugt, dass sie eine Narzisstin ist. Die Parallelen & Ihr Verhalten sind absolut identisch zu diesen Beschreibungen, Beispielen, Fällen. Wir haben noch einen Bruder, der keinerlei Probleme mit Ihr hat, aber auch extrem anders erzogen und behandelt wird. Selbstverständlich stimmt dies aus ihren Augen nicht. Wir haben uns mehr oder weniger damit abgefunden, wie es ist, und versuchen nun einen vernünftigen Umgang zu pflegen, da uns die Familie noch zu wichtig ist und gerade ich noch hoffe, aufgrund meiner Kinder, ihrer Enkelkinder, ein halbwegs erträgliches Verhältnis aufzubauen, Es schwankt immer stark, je nachdem wie ich mich natürlich verhalte, ob es in ihrem Sinne ist oder ob ich wie es in ihren Augen ist, "rebelliere". Selbstverständlich habe ich dann nur einfach eine andere Meinung, bzw. verhalte mich nicht wie sie es gern hätte.Je nach meiner Felldicke komme ich besser mit allem klar, mal weniger und eher sehr schlimm. Zu allem Überfluss besitzt die Frau meines Bruders ( bitte 40) die gleichen Charakterzüge. Erschwerend für meine Schwester und mich kommt hinzu, dass sie in dem umgebauten ehemals Einfamilien Haus zusammen leben, dh. meine Eltern unten, mein Bruder mit Frau & 2 Kindern oben. Erschwerend weil meine Schwester und ich uns nur noch wie fremde im eigenen Elternhaus fühlen, da durch die gewissen Züge des Narzissmus alles von meiner Schwägerin übernommen wurde. Meine Mutter legt es selbstverständlich als Eifersucht unsererseits aus. Das es für uns überhaupt nicht wichtig ist, dieses Haus zu besitzen etc. kommt ihr nicht in den Sinn, da so etwas mit als Lebensziel für sie gilt. Ich könnte noch massen dazu schreiben, nur sollte dies erst mal als Überblick reichen. Was mir extrem auffällt: wir wohnen 1 Stunde von Ihnen entfernt. Ich versuche, dass meine beiden Kinder ( 8 & 2 ) ihre Großeltern mindestens 1 x im Monat sehen, schliesslich ist dort auch ein Opa/mein Vater, der sehr liebevoll ist und sich wahnsinnig freut. da sie ungern fahren, machen wir uns auf dem Weg dahin. Meine Mutter zeigt typischweise nur Interesse an den Klamotten/verhalte/leistungen der Kinder, mein Vater spielt und umsorgt. Leider kommt zu meiner Mutter immer die Schwägerin hinzu, lullt die Kinder wahnsinnig ein und missbraucht sie meiner Meinung nach auf einer schlimmen Art und weise. Sie lässt mich während dieser Zeit als unfähig und trampelig darstehen, sie ist die wahnsinnig tolle Mutter, mit lustigen spielen, tollen einfallen. Meine Mutter ist natürlich begeistert und führt mir immer wieder vor, das man es so macht, mit blicken, mit reagieren auf Schwägerin etc. wenn ich etwas sage und anders mache, wird ignoriert, belächelt, übergangen. Ich schreibe gern noch ausführlicher, falls das zu Hilfe hilft. Ich hätte gern eine "Strategie", wie ich verhindern kann, dass meine Kinder so benutzt werde, einen Takt/verhalten, dass die Kinder nicht verletzt werden, was geschieht, indem sie danach wieder fallen gelassen werden. ich hoffe es ist alles verständlich genug. Durch mein kleines kind versuche ich nicht den ganzen tag am pc zu sein, aber ab und an werde ich schauen und versuche zu Antwort. Vielen Dank & entschuldigt meinen einfallslosen Namen, es fiel mir nichts ein. ;-)

  2. #2
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    Standard

    Hallo Weihnachtskind,

    mit Narzissten in der Familie hat man es eh nicht einfach. Habe auch so ein Exemplar in der Familie, mit der ich zur Zeit keinen Kontakt habe. Es wird nicht zugehört, die eigene Meinung wird ignoriert bzw. die
    Meinung des Narzissten ist Gesetz. Schwierig. Ich gehe der Person zur Zeit aus dem Weg, weil ich meine Kräfte andersweitig brauche für meinen autistischen Sohn. Mir wurde der Vorwurf gemacht, dass ich mich
    nicht genügend um meine Mutter kümmere, die im Pflegeheim lebt( besuche sie 1x die Woche), gemacht. Ich sollte mir jemanden suchen, der mein Kind zu den Therapien fährt, damit ich gefälligst mehr Zeit habe.
    Das habe ich natürlich nicht gemacht. Ich lasse mich nicht mehr verbiegen, dafür bin ich auch zu alt. Ist noch viel mehr vorgefallen, wo dann gesagt habe, jetzt ist Schluss.

    Du siehst du bist nicht alleine. Ich versuche solchen Leuten irgendwie aus dem Weg zu gehen. Was natürlich schwierig ist, wenn so ein Exemplar aus der eigenen Familie kommt. Meistens habe ich es so gestaltet,
    dass man sich zum Geburtstag der Oma, Weihnachten (natürlich immer bei uns) und 1x im Sommer zu Grillen (auch bei uns). Ich habe mir soweit es geht vom Leib gehalten, weil sich sonst zuviel im Leben einge-
    mischt wird. Ich hätte ansonsten mein Familienleben weit nach hintenstellen müssen. Das will ich nicht und kann ich auch nicht, da ich selber sehr wenig Zeit habe. Und die brauche ich für mich.

    Narzissten haben meistens eine große Klappe und sag mal und nicht viel dahinter. Sie können verdammt rethorisch gut reden. Ich lasse sie labern und mache noch lange nicht was sie sagen. Mehr wüßte ich auch
    nicht.

    LG Jedimeisterin

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    Hase04 (19.12.2016)

  4. #3
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    Hallo Weihnachtskind,

    ich antworte mal kurz. Kann mich heute nicht so einlassen. Mir kamen eben die Tränen, Du beschreibst meine Familie.
    Die Schwägerin ist gefährlich. Ich war auch der Meinung, daß meine Kinder ihre Großeltern haben sollten. Habe nicht
    darüber nachgedacht, daß das Umfeld, (Schwägerin, Brüder), dazugehört.

    Ich habe heute meine Kinder (36 und 30), verloren. Durch Manipulation, gute Rethorik der Familie. Hinzu kommt, daß meine Kinder
    Scheidungskinder sind und instabil.
    Mein jüngerer Bruder hat selbst keine Kinder und es ist so gekommen, daß er und meine Schwägerin heute Opa und Opa meines Enkelkindes sind.
    Meine Mutter finsdet das toll. Mein Vater ist verstorben. Ich habe den Kontakt zur Familie abgebrochen.

    Wenn Du magst, später mehr. lg AnJa

  5. #4
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    Hallo,

    Du könntest zumindest mal das ältere Kind fragen, wie es sich fühlt und wie es den Kontakt wahrnimmt. Darauf würde ich mir Gedanken machen, wie ich den Kontakt so gestalten würde, dass es für alle passt. Eine Alternative wäre, die Herrschaften zu sich einzuladen. Zu Hause bist Du der Chef und kannst dir von vornherein überlegen, wie du den Tag gestalten möchtest. Ich würde auch mal eine ganz klare Ansage machen, was du willst und was du eben nicht akzeptieren kannst und in Zukunft eben auch nicht mehr wirst. Die Konsequenz dessen, solltest du dir vorher überlegen. Manchmal wirkt ein Kontaktabbruch auf Zeit auch Wunder.

    Viel Kraft und innere Stärke wünsche ich dir!
    An apple a day keeps anyone away, if you throw it hard enough
    Manchmal wünschte ich mir, ich hätte Hausvervot in meinem Kopfkino

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    Hase04 (19.12.2016)

  7. #5
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    Ich habe auch einen ausgeprägten Narzissmus in der Familie.

    Ich bin momentan schwanger und da ich eben auch die Enkelkindperspektive kenne in einem narzisstischen Familiensystem, weiß ich dass das auch nix Schönes für ein Enkelkind hat.

    Ich weiß nicht wie erfolgsversprechend meine Taktik sein wird, aber ich habe meiner Familie die Karten auf den Tisch gelegt und momentan ist da Funkstille, damit sich alle Gedanken darüber machen können. Ich weiß für mich aber das mein Kind ohne diesen Familienkontakt besser dran ist als diese ganzen blöden Spielchen mitmachen zu müssen.

    Und was ich leider auch dazu sagen muss, was mich traurig macht, das es mir ohne Kontakt zu meiner Familie viel besser geht. Es ist unglaublich wie viel Energie mich das jahrelang gekostet hat. Das war mir gar nicht so bewußt.

    Viele, die so etwas nicht erlebt haben, werden das nicht verstehen. Ich hatte da von meiner Schwiegermutter auch mal kräftig Gegenwind, weil 'das macht man ja nicht'. Aber ich habe gelernt das es gar nicht so oft vorkommt das nach der Familie gefragt wird und wenn ordne ich das immer in die Kategorie 'Wie gehts dir?-Frage' ein. Da will ja auch selten jemand wirklich eine ernsthafte Antwort haben.

    Was mir auch noch die letzen Wochen bezüglich diesem Thema bewußt wurde, ist, dass mich diese ganze dysfunktionale Familiendynamik selbst viele Jahre beschäftigt und runtergezogen hat. Für mich selbst habe ich es gar nicht gewagt da mal so richtig auf den Tisch zu hauen. Für mein Kind mache ich das schon. Ich vermute das ich damit sozusagen auch mein inneres Kind verteidige und das sehe wenn ich an mein Kind im Bauch denke. Das gab bzw. gibt mir die Kraft da in diesen Riesenkonflikt zu gehen.

    Ich wünsche dir viel Kraft!

  8. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Novum für den sinnvollen Beitrag:

    AnJa21 (08.12.2016),Hase04 (19.12.2016),Ricarda66 (08.12.2016),Ylvii (08.12.2016)

  9. #6
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    Zitat Zitat von Novum Beitrag anzeigen

    Was mir auch noch die letzen Wochen bezüglich diesem Thema bewußt wurde, ist, dass mich diese ganze dysfunktionale Familiendynamik selbst viele Jahre beschäftigt und runtergezogen hat.!
    Diesen Punkt finde ich besonders wichtig und möchte das nochmal unterstreichen. Es ist in der Regel ein System auch AnJa hat das schon angesprochen.

    Es ist nicht nur ein Mensch narzisstisch und alles andere ist ok. Der Partner unterstützt das Verhalten, die Kinder haben ihre Rollen und übernehmen unter Umständen Verhalten das sich dann auch in der Partnerwahl ausdrücken kann.

    Kinder brauchen starke Eltern und Großeltern nur wenn sie die Eltern stärken und nicht Schwächen oder gar noch schlecht machen.

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    Hase04 (19.12.2016),Sommer (08.12.2016)

  11. #7
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    Ich weiß nicht wie erfolgsversprechend meine Taktik sein wird, aber ich habe meiner Familie die Karten auf den Tisch gelegt und momentan ist da Funkstille, damit sich alle Gedanken darüber machen können. Ich weiß für mich aber das mein Kind ohne diesen Familienkontakt besser dran ist als diese ganzen blöden Spielchen mitmachen zu müssen.
    Das ist auch meiner Weisheit letzter Schluss gewesen. Das Abwägen zwischen der eigentlichen Notwendigkeit der faktisch familiären Verwurzelung und dem Schutz meiner Kinder vor einer Indoktrination, wie sie mir selbst zuteil wurde. Ich leide heute für meine Kinder ob des Kontaktabbruches darunter mehr noch, als ich es für mich selbst reklamierte, aber solche Manipulationen, zu denen meine Eltern fähig waren, wollte und will ich nicht den Kindern zumuten. Was ich in meinem eigentlich geliebten Geburtsort(1200 Seelen) nun bin, das hätte ich mir nie erträumen lassen. Ich ging letztens zum Grab meines Vaters und auf dem Friedhof dort gab´s bitterböse Blicke.

  12. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei uweko für den sinnvollen Beitrag:

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  13. #8
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    Ändern wird sich nur was in späteren Generationen, wenn man hergeht und erkennt und aus dieser Erkenntnis heraus aus konsequent handelt. Und wenn es heißt, sich selber und auch die eigenen Kinder zu schützen. Ansonsten besteht ja die Gefahr, dass ungesundes Verhalten von den Kindern übernommen wird und sich das von einer Generation auf die nächste tradiert.

    Die Rolle, die Großeltern einnehmen, also das verwöhnen, betütteln etc. und ein gutes emotionales Verhältnis zu ihnen aufbauen können auch gute Freunde, mit denen das Kind Kontakt hat.

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