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Thema: Narzisstische Mutter (Viel Text!)

  1. #9
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    Aeterna,

    auch ich musste auf diesem Gebiet so unglaublich viele Erfahrungen sammeln.

    Ich sage nur: Ähnliche Mutter. Sie achtete auf alles. Hatte ihre Augen und Ohren überall. Was passte wurde hochgelobt. Was nicht passte, wahrhaft niedergemacht.

    Ohne Herz. Ohne Wärme. Meine Schwester und ich wurden nicht gestillt. Ich kann mich nicht an eine einzige Umarmung erinnern. Irgendwas Zwischenmenschliches.

    Sich von ihr abzugrenzen hatte nur teilweise Erfolg. Sie war weg aus meinem Leben... und wie's Leben so spielt - ich gerate an eine ähnliche Person. Auf der Arbeit. Mir vorgesetzt.

    Wieder ausgrenzen? Geht nicht.. das hieße Kündigung.

    Ich kam also jeden Abend nach Hause. Eigentlich wollte ich nur noch meine Ruhe. Aber genau die fand ich nicht. Weil mir immer und immer wieder diese Person im Kopf rumgeisterte.

    Eigentlich war es nur eine einzige Erkenntnis, die mir weiter half:

    Diese Person macht mir Angst.

    Ich saß irgendwie wie ein eingeschüchtertes Wesen zu Hause und beobachte das Treiben dieser Person im Geiste.

    Es geht dann nicht um die Bilder, nicht um das, was man im Geiste vor sich sieht, es geht eben nur um deren Ursache. Um Angst.

    Angst ist etwas, was einen nervös macht. Unruhig. Verspannt. Wenn man Angst hat, fühlt sich vieles kalt an. Man friert.

    Heute setze ich mich jeden Tag im Schneidersitz irgendwo hin. Hände und Schultern hängen gelassen. Augen zu. Was in den Kopf kommt, wird mit Gelassenheit betrachtet: "Leck mich doch...".

    Eigentlich warte ich auf etwas. Etwas, was mir nie gegeben wurde. Auf etwas, was mir meine Mutter nicht geben konnte, weil sie es nie erfahren hatte.

    Es ist das Gefühl von Wärme und Geborgenheit.

    Sie wohnen in jedem Menschen. In jedem. Man muss nur loslassen können.
    Nicht das Böse ist Ursprung aller Qual. Es sind vielmehr die zarten, zerbrechlichen und wundervollen Dinge, die man einfach nicht loslassen kann.

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei maris für den sinnvollen Beitrag:

    Aeterna (30.12.2016)

  3. #10
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    Zitat Zitat von Blase Beitrag anzeigen
    nein, bist Du nicht.
    Du bist auch nicht schuld an der Stimme deiner Mutter, die dich immer wieder einholt und dich emotional an die entsprechenden Situationen erinnert. Aber wenn Du nicht schuld bist, warum bist Du dann von dir enttäuscht? ich glaube, das ist nicht deine Enttäuschung, eher die deiner Mutter, die sie dir als emotionale Konditionierung mitgegeben hat. Verhälst Du dich nicht so, wie deine Mutter es von dir erwartet, ist sie enttäuscht. Schlimmer kann man sein Kind moralisch nicht unter Druck setzen. Enttäuscht zu sein, ist wohl die größte Strafe, die eine Mutter dem Kind antuhen kann und gleichzeitig hat sie damit alle Karten in der Hand.
    Laufen die Dinge nicht so, wie Du erwartest, bist Du enttäuscht, weil Du dieses Muster von deiner Mutter übernommen hast. Der Unterschied ist nur, dass Du dich selber verantwortlich machst und Du somit von dir selbst enttäuscht bist, deine Mutter macht ihrerseits aber nicht sich, sondern ebenfalls dich verantwortlich, obwohl Du es nicht bist. Sie gibt sie ab, Du übernimmst sie.
    Wenn Du dich fühlst, als hättest Du nichts geschafft oder Du machst alles falsch oder Du bist nicht gut genug, sollst Du das ja auch fühlen, wenn es nach deiner Mutter geht... verstehst Du?
    Ich will nicht sagen, das deine Mutter das alles bewusst so will, wer weiss wie sie groß werden musste und man kann sich auch fragen, welchen Vorteil deine Mutter dadurch erziehlt, aber das alles halte ich für zweitrangig.
    Ich finde es wichtiger, das Du deine Schuldgefühle los wirst bzw Du dich sicher in deinen Entscheidungen fühlst und wenn irgendwas nicht klappt, eben daraus lernen und nächstes mal besser machen wenn möglich, um mehr gehts nicht.
    Ja, das stimmt. Wenn ich mich anders verhalten habe als erwartet, dann wurde dieses Verhalten sehr gerügt und natürlich wurde auch öfters Enttäuschung ausgesprochen oder durch Gesten gezeigt.
    Ich verstehe genau, was du mir sagen willst.
    Ich denke auch nicht, dass meine Mutter jemals wirklich bewusst gehandelt hat. Wenn ich ihren Beschreibungen glauben schenken darf, hatte sie eine sehr unschöne Kindheit.
    Sie hasst ihre Mutter nahezu. Laut ihren Beschreibungen müsste meine Großmutter die Verkörperung einer narzisstischen Mutter sein, aber ich selbst kann es nicht sagen. Ich mochte ja meine Oma und ich hatte eine gute Beziehung zu ihr.
    In einem furchtbaren Brief hat meine Mutter mich beschimpft, weil ich mich über Geschenke von meiner Oma gefreut habe.
    Es ist mir allerdings egal, ob sie es bewusst macht, da sie selbst für aufs Freundlichste und Rationalste formulierte Kritik kein Ohr hat und sofort ausrastet oder die Verantwortung für ihr Handeln abgibt. Mein Bruder oder ich sind Schuld, wenn sie einen von uns unfair behandelt hat. Deswegen kann ich da nur wenig bis gar kein Verständnis aufbringen (oder versuche es).
    Ich hab das Gefühl ich hab noch viel Arbeit vor mir um aus diesen Gefühlsmustern auszubrechen.

    Aeterna,

    auch ich musste auf diesem Gebiet so unglaublich viele Erfahrungen sammeln.

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    Sich von ihr abzugrenzen hatte nur teilweise Erfolg. Sie war weg aus meinem Leben... und wie's Leben so spielt - ich gerate an eine ähnliche Person. Auf der Arbeit. Mir vorgesetzt.

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    Ich kam also jeden Abend nach Hause. Eigentlich wollte ich nur noch meine Ruhe. Aber genau die fand ich nicht. Weil mir immer und immer wieder diese Person im Kopf rumgeisterte.

    Eigentlich war es nur eine einzige Erkenntnis, die mir weiter half:

    Diese Person macht mir Angst.

    Ich saß irgendwie wie ein eingeschüchtertes Wesen zu Hause und beobachte das Treiben dieser Person im Geiste.

    Es geht dann nicht um die Bilder, nicht um das, was man im Geiste vor sich sieht, es geht eben nur um deren Ursache. Um Angst.

    Angst ist etwas, was einen nervös macht. Unruhig. Verspannt. Wenn man Angst hat, fühlt sich vieles kalt an. Man friert.

    Heute setze ich mich jeden Tag im Schneidersitz irgendwo hin. Hände und Schultern hängen gelassen. Augen zu. Was in den Kopf kommt, wird mit Gelassenheit betrachtet: "Leck mich doch...".

    Eigentlich warte ich auf etwas. Etwas, was mir nie gegeben wurde. Auf etwas, was mir meine Mutter nicht geben konnte, weil sie es nie erfahren hatte.

    Es ist das Gefühl von Wärme und Geborgenheit.

    Sie wohnen in jedem Menschen. In jedem. Man muss nur loslassen können.
    Ja...sobald ich das Kleinkindalter überschritten hatte, war Schluss mit Wärme.
    Sowie mein Bruder und ich noch gut kontrollierbar waren, war sie vielleicht sogar okay als Mutter. Aber ich weiß es absolut nicht mehr.
    Ich erinnere mich selbst in früherer Kindheit schon an einige demütigende Situationen.
    Dieses Warten ist auch mir vertraut. Ich wartete darauf in meiner Jugend endlos. Aber Gott sei Dank habe ich aufgehört, zu warten. Es war nur eine schlimme Zeit als ich verstand, dass ich keine Chance hatte, von elterlicher Seite diese Wärme zu empfangen. Das riss mich kurzzeitig in eine Depression.
    Ich warte nicht mehr, aber ich habe eine schwere Zeit durch diese Gefühle, die ich aus der Kindheit mitgenommen habe.
    Ich kann nur noch Angst oder Wut fühlen und dazwischen bin ich neutral. Das ist belastend, denn meistens holt man sich unterbewusst dann Gründe hervor, die einem Fühlen ermöglichen und dadurch habe ich dauernd irgendwelche dummen Ängste oder ärgere mich massivst über Dinge.
    Weils vielleicht besser ist, als immer so neutral zu sein. Ich weiss es nicht.

  4. #11
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    Hallo Aeterna,

    lass Deine Mutter ihr Leben leben, lebe Du Dein Leben. Löse Dich, nabel Dich ab und beschränke den Kontakt auf das Nötigste bzw, wie es DIR gut tut. Ansonsten schaue auf Dich.

    LG
    Sommer

  5. #12
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    Mir wurde sogar von meiner Psychologin geraten, mich von bestimmten Personen zu lösen, von ihnen zu gehen. Das empfinde ich aber als nicht richtig.
    Führt man damit nicht das Erbe seiner Großeltern und Eltern einfach nur fort? Diese haben immer das, was ihnen nicht gefiel, aus ihrem Umfeld verbannt. Wenn ich das so weiterführen würde, dürfte ich ja nie Kinder bekommen. Kinder haben Probleme. Oder eine Partner(in).

    In Beziehungen, die nicht so rosig sind, wird oft Stärke geraten. Stärke... Ist für mich immer noch die Herrschaft mit der Keule. Kälte und Härte. Manchmal auch sich selbst gegenüber.

    Auch meine Vorfahren und viele der Leute in meinem derzeitigen Umfeld predigen Stärke. Aber gerade diese Leute, die diese Unnahbarkeit, diese Kälte in sich tragen, die haben auch nur Angst. Tief in ihrem Inneren. Selbst die größten unter ihnen konnten das Allereinfachste nicht: Einfach mal allein sein. Allein was machen. Ein Rechtsradikaler allein ist ein zitterndes Häufchen Elend. Nur in der Gruppe haben die ne sehr große Fresse.

    Dabei ist alles sehr einfach: Alles Leben schwingt. Pulsiert. Vibriert. Das kann es aber nur richtig, wenn es weich ist. Locker. Entspannt. Wenn ein Organismus harmonisch schwingt, strahlt er automatisch Ruhe und Wärme ab.

    Ich bin dabei, das zu lernen. Alles fühlt sich irgendwie weiter an. Manchmal tiefer.
    Nicht das Böse ist Ursprung aller Qual. Es sind vielmehr die zarten, zerbrechlichen und wundervollen Dinge, die man einfach nicht loslassen kann.

  6. #13
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    Zitat Zitat von maris Beitrag anzeigen
    Mir wurde sogar von meiner Psychologin geraten, mich von bestimmten Personen zu lösen, von ihnen zu gehen. Das empfinde ich aber als nicht richtig.
    Führt man damit nicht das Erbe seiner Großeltern und Eltern einfach nur fort? Diese haben immer das, was ihnen nicht gefiel, aus ihrem Umfeld verbannt. Wenn ich das so weiterführen würde, dürfte ich ja nie Kinder bekommen. Kinder haben Probleme. Oder eine Partner(in).
    Hallo Maris,

    denke, dass es ganz unterschiedliche Situationen gibt und wir Menschen sind auch nicht alle gleich. Emotionale Dominanz und emotionale Abhängigkeit, die dazu führt, dass es mir nicht gutgeht, halte ich persönlich nicht für gut. Und wenn mir Menschen nicht guttun, dann umgebe ich mich nicht mit ihnen. Erst recht betrifft das Menschen, die mich niedermachen wollen bzw. das versuchen.

    Das hat nichts damit zu tun, vor Problemen davon zu laufen. Aber erkennen, welche man lösen kann und welche nicht, ist wichtig. Das Verhalten bestimmter Menschen kann ich aber nunmal nicht ändern und wenn ich nicht leiden will, mich nicht quälen lassen will, dann liegt es an mir, mich, mein Verhalten da zu ändern. Das kann nämlich nur ich selber.

    LG
    Sommer

  7. #14
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    Zitat Zitat von Sommer Beitrag anzeigen
    Hallo Aeterna,

    lass Deine Mutter ihr Leben leben, lebe Du Dein Leben. Löse Dich, nabel Dich ab und beschränke den Kontakt auf das Nötigste bzw, wie es DIR gut tut. Ansonsten schaue auf Dich.

    LG
    Sommer
    Hallo Sommer, ich war lange nicht mehr hier im Forum aktiv, ich wollte mich nochmals für deinen Rat bedanken, ich sehe Heute das Problem des narzissmus ähnlich wie damals aber aus einer anderen Perspektive.

    Als betroffener / Betroffene (hier ist die Mutter Narzisstisch) kann man viel über das Problem sprechen, und beschreiben, aber man muss lösungsorientiert denken, und wie du bereits gesagt hast, muss sich bei einer symbiotischen Mutter Tochter Beziehung eine Trennung, stattfinden in Richtung mehr Eigenständkeit des kindes!

    Erich Fromm, aus Die Seele des menschen Kap. Inzestuöse Bindungen: "Wenn es mir nicht gelingt, die Nabelschnur zu zerschneiden, wenn ich daran festhalte,immer weiter das Idol der Sicherheit und des Schutzes anzubeten, dann wird das Idol unantastbar. Es darf dann keine Kritik mehr daran geübt werden. Wenn die Mutter nie unrecht haben kann, wie kann ich dann einen anderen menschen Objektiv beurteilen wenn er mit der Mutter in Widerstreit steht oder von dieser abgelehnt wird?

    Fromm sagt weiter sinngemäßg: Oft werden Inzestuöse Fixierungen als solche nicht erkannt, es wird rationalisiert wie "Sie hat so viel für mich getan.", oder "Sie hat so viel gelitten."

    Fromm sagt, wir nutzen viel Energie dafür um die Wahrheit nicht zu erkennen, das ist mir letztens beim Film "shutter Island" aufgefallen, bei dem Leo Di Caprio glaubte er sei, jemand anders (er litt an einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung) und ja es stimmte, wir geben viel Energie dafür um eine Illusion aufzubauen, Marx hat gesagt: Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf.

    Wenn man sicha aus dem Zustand der Abhängigkeit löst, wird man frei, erkennt die wahrheit, und löst somit die Inzestuöse Bindung.

    Über die Mutterbindung sagt Fromm (aus dem Erich Fromm Glossar)

    Jenseits der Bindung des Jungen an die Mutter auf der genitalen Ebene gibt es eine tiefere und viel irrationalere Bindung. Das Kind, Junge oder Mädchen, ist an die Mutter als Lebensspenderin, als allgegenwärtige Hilfe, als bedingungslos liebende Figur gebunden. Die Mutter ist Leben, Sicherheit; sie schützt das Kind vor der Realität der menschlichen Situiertheit, die verlangt, dass der Mensch tätig ist, Entscheidungen fällt, Risiken auf sich nimmt, allein ist und stirbt. (…)

    Der Wunsch, von der Mutter lebenslang geliebt und beschützt zu werden, kann noch tiefer und irrationaler werden, wenn er als Sehnsucht auftritt, mit ihr eins zu sein, in ihren Bauch zurückzukehren und schließlich die Tatsache, geboren worden zu sein, ungeschehen zu machen. Dann wird der Mutterleib zum Grab, zur Mutter Erde, in der man „begraben“ werden, zum Meer, in dem man ertrinken möchte. Solche Wünsche sind nicht „symbolisch“; das Verlangen ist keine „Verkleidung“ von verdrängten ödipalen Strebungen. Im Gegenteil, die inzesthaften Strebungen stellen oft den Versuch dar, sich vor der tieferen und lebensbedrohlichen Sehnsucht nach der Mutter zu schützen. Je tiefer und intensiver das Verlangen nach der Mutter ist, desto verdrängter ist es. Nur in der Psychose und in Träumen wird diese Sehnsucht bewusst.― (1990f [1969]: Die dialektische Revision der Psychoanalyse, in: Erich-Fromm-Gesamtausgabe (GA) Band XII, S. 40f.)
    Geändert von Henri84 (02.01.2017 um 20:13 Uhr)

  8. #15
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    Ja, Sommer. Ich bin mir dessen wenigstens bewusst.

    Wie kann man dann irgendetwas ändern? Ich meine - wirklich andern?

    Es gibt Menschen ohne Mitgefühl. Narzisten zum Beispiel. Manchmal kann man sie umgehen. Manchmal nicht. In den meisten Fällen tun Menschen vieles sowieso indirekt. Mitgefühl mit gequälten Tieren haben viele. Sehr viele. Aber auf bestimmte Dinge kann man dann doch nicht verzichten. Fleisch als einfachstes Beispiel. Solange man selbst nicht schlachten muss... Tut ja jemand anderes für mich. Was ich nicht sehe muss ich nicht fühlen.

    Nein. Es geht immer nur darum, was übrig bleibt. Das Ergebnis von alledem.

    Um das, was ich selbst empfinde.

    Empfinde ich selbst in mir diese Kälte? Diese Härte? Diese Logik?

    Oder bin ich auch mal entspannt. Warm. Gelassen. (immer wenn ich so bin, dann fühle ich mich richtig gesund... kraftvoll und lebendig.) Die Logiker und starken Menschen da draußen sind sehr oft "nicht da". Krank wahrscheinlich. Wie immer. Irgendwie enttäuschend.
    Nicht das Böse ist Ursprung aller Qual. Es sind vielmehr die zarten, zerbrechlichen und wundervollen Dinge, die man einfach nicht loslassen kann.

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