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Thema: Neu und gleich gemobbt

  1. #9
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    Standard @ Cherlindrea

    Na, zum Glück geht da doch noch etwas... Versetzung innerhalb der Behörde, besser geht es doch im Moment kaum, Du willst schließlich nicht wechseln, wo Du doch grade erst angefangen hast...

    Du schreibst, die Damen sind schon für ihr Verhalten bekannt und hätten wohl das Glück mit dem Löffel gefressen... Nein, in Wirklichkeit sind das ganz arme Existenzen. Warum man ihnen erlaubt, sich so zu gebärden, bleibt mir ein Rätsel...

    Egal, wie gut sie sind, sie richten großen betriebswirtschaftlichen Schaden mit ihrem Verhalten an. Wären sie mir unterstellt, hätten sie bereits eine deutliche Ansage kassiert, das kann ich Dir versichern.

    Aber, den Rest der Zeit hälst Du dann bitte, bitte durch, schließlich ist ein Ende absehbar... nur noch ein paar Wochen.

    In 1 1/2 Jahren wird es dort sogar einen neuen Abteilungsleiter geben. Vielleicht müssen sich die beiden Damen dann auf frostige Zeiten einstellen. Denn eines ist klar: Sie machen das, weil sie es können. Es wäre an Deinem Abteilungsleiter, ihnen beizubringen, dass es so nicht geht und er ermöglicht durch seine Untätigkeit erst, dass das so ausgelebt werden kann. Eine Schande für diese Behörde...

    Alles Gute für Dich!

    LG
    Silent Voice

  2. #10
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    Ich find sehr schade, dass du das Feld räumst, aber letztendlich ist wichtig, dass du damit klar kommst, auch noch rückblickend in einem Jahr vielleicht und dann nicht das Gefühl hast, du warst nicht stark genug.

    Für mich als Vorgesetzte ist das Thema Mobbing immer präsent, auch wenn es aktuell keinen Anlass gibt. Meine Antennen sind da ganz sensibel und ich denke jeder Vorgesetzte hat die Pflicht dagegen vozugehen in einem Team (und jeder andere auch).

    Ich will ein Team das Leistung bringt und dabei so viel Erfüllung, Befriedigung und sogar Spaß hat wie unter der Zielvorgabe geht. Das läuft nicht wenn sich einzelne Teammitglieder mit zwischenmenschlichen Quengeleien beschäftigen und andere drangsalieren während die Zuschauer was zu quatschen haben und die Opfer von der Arbeit abgehalten werden und vor lauter Angst nicht arbeiten können oder sogar krank werden.

    Silent Voice hatte das auch schon geschrieben. Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht betrachtet muss Mobbing (also) vermieden werden. Es ist z. B. allgemein bekannt, dass aufgrund von Mobbing hohe Kosten entstehen, z. B. durch AN die krank sind, aber auch das ganze Geläster und die Intrigen verschlingen Ressourcen, die anders eingesetzt werden sollen.

    Meine Liebe ... ich wünsche dir alles Gute!
    Geändert von Reisende (01.02.2012 um 15:46 Uhr) Grund: Ergänzungen

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Reisende für den sinnvollen Beitrag:

    Silent Voice (03.02.2012)

  4. #11
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    Standard

    Hallo!

    Ja, ihr habt recht. Sie machen das weil sie es können. Eine von beiden ist nämlich stellvertretende Teamleiterin! Und mein Teamleiter glänzt grad wieder durch Abwesenheit, so dass niemand sie stoppen kann. Heute war es wieder richtig toll. Nette Mails, Beschimpfungen und versteckte Vorwürfe. Morgen und Freitag hab ich frei. Das brauche ich auch, weil ich echt fertig bin. Hoffentlich hab ich Montag wieder etwas mehr Kraft. Allerdings bleiben die Magenschmerzen wenn ich morgens los muss. Ich hoffe inständig dass der Wechsel bald kommt, denn ich hab keine Lust mehr mir ständig diese Bösartigkeiten anzutun.

    Normalerweise bin ich nicht der Mensch, der gleich aufgibt, aber ich bin noch weniger ein Mensch der über längere Zeit mit Konfrontationen und Stress leben kann. Ich hab da keine Chance. Hast Du den Chef gegen Dich, hast Du verloren. Und mein Chef hat gar kein Interesse daran die Situation zu ändern.

    Also ziehe ich mich zurück, nach dem Motto "Der Klügere gibt nach" und ich momentan hab ich auch nicht das Gefühl dass ich aufgebe oder so. Es kann nur besser werden.

    Vielen Dank nochmal für eure lieben Worte. Mir geht es dadurch wirklich etwas besser. Ich halte euch auf dem Laufenden.

  5. #12
    Schreibkraft
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    Standard @ Cherlindrea77

    Hallo nochmal,

    erst mal, ich freue mich, dass Du hier am Ball bleibst und ein Feedback gibst. Natürlich hat "Reisende" absolut recht, es ist sehr schade, dass Du das Feld räumst.

    Aber ich kann es verstehen. Persönlich stehe ich da auf dem Standpunkt: "Wer mich nicht gut behandelt, für den arbeite ich nicht." Das ist natürlich nicht immer auf der Stell umsetzbar, sollte aber immer das Ziel sein. Wenn Dein Arbeitgeber nicht in der Lage ist, Bedingungen herzustellen, unter denen Du Deine Leistung voll entfalten kannst und auch Freude an Deinem Job hast, dann verdient er Dein Engagement nicht!

    Mir ist auch so eine ähnliche Geschichte auch passiert. Im Gegensatz zu Dir habe ich das gar nicht richtig kommen sehen. Die Firma, in der ich damals arbeitete, hatte ein sehr repressives Klima, das hatte ich sehr schnell mitbekommen... nun, ja, das ist für mich noch nichts besonderes gewesen, ich kann unter hohem Druck arbeiten, kein Problem...

    Na, ja, ich will Die Geschichte nicht zu lang werden lassen: Auch bei mir waren es "Alteingesessene", wobei ich bis heute zwar einen Verdacht habe, aber niemals jemanden richtig "dingfest" machen konnte... im Laufe der Zeit fühlte ich mich immer unwohler, die Bauchschmerzen und die Übelkeit am Morgen habe ich zunächst gar nicht richtig mitbekommen. Auch, dass mir jeden Sonntag nachmittag immer so schlecht war...

    Irgendwie habe ich es wohl verdrängt... bis ich eines Morgens zu meinem Vorgesetzten zitiert wurde und mir dort das volle Ausmaß im Gespräch klar wurde: Ich stand bereits ganz hoch oben auf der "Abschussliste"!
    Da man mich nicht legal kündigen konnte, sollte meine Abgang durch die Zuweisung von unqualifizierte Arbeit (Lager aufräumen) auf unbestimmte Zeit erfolgen... zumindest glaube ich das bis heute.
    Vor einer Minute noch Mitglied in einem Team, welches Millionen-Projekte abwickelte zur Hilfsarbeit... das nennt man wohl "kalte Kündigung"...

    Natürlich bin ich auch auf entsprechende Referenzen angewiesen, wenn ich meinen beruflichen Status halten will und mir war völlig klar, was das bedeutete...

    Ich weiß noch, wie ich völlig aufgelöst das Büro meines Vorgesetzten verließ... unter Tränen! Später, vor Gericht gab genau dieser Vorgesetzte an, er hätte den Eindruck eines "einvernehmlichen Gespräches" gehabt - zynischer geht es gar nicht!

    Am Wochenende schmiedete ich dann einen Schlachtplan, den ich auch umsetzten konnte: Ich habe niemals in dem Lager gearbeitet und ich habe diese Firma etwa 1/2 Jahr später unter meinen (!) Bedingungen verlassen.

    Zu einem Zeitpunkt, als ich ein gutes Angebot hatte, so dass meine berufliche Laufbahn keinen Schaden genommen hat und ich auch finanziell abgesichert war, in dem ich "nahtlos" von einer Company zur nächsten wechseln konnte.

    Ich habe damals mit allen "schmutzigen" Tricks gearbeitet, die mir als Arbeitnehmer zur Verfügung stehen, ich habe ihre eigenen Waffen benutzt, um zu verhindern, dass sie mich beruflich ruinieren! Denn das wollten sie, als ich den Rechtsanwalt eingeschaltet hatte und ihnen klar wurde: So einfach geht es nicht...

    Das einzige, was ich nicht verhindern konnte: Ich habe unheimlich gelitten damals und obwohl ich ein sehr selbstbewußter Mensch bin, der sich sehr wohl auch in ruppigen Situationen durchsetzten kann, war ich am Ende dieser Zeit nervlich völlig abpoliert...

    Ich habe damals gebetet, dass mein neuer Job ein guter sein möge, denn noch einmal stehe ich das jetzt nicht durch...

    Mein neuer Job von damals ist auch mein heutiger Job. Ich arbeite wieder in leitender Position, das Betriebsklima ist sehr gut, der Chef behandelt einen "auf Augenhöhe", ich erhalte eine gute Bezahlung und viel Anerkennung. Zudem kann ich mit meine Projekte nun völlig eigenständig organisieren und habe viele Freiheiten...

    Das sollte der Normalfall sein und das ist es bei mir heute auch. Doch ich weiß noch genau, wie ich mich damals gfefühlt habe... mein (berufliches) Selbstbewußtsein war auf die Größe einer Ameise geschrumpft, ich hatte viel durchgemacht. In solchen Zeiten ist jede Woche ein gefühlter Monat...

    Heute freue ich mich auf meine Arbeit und habe keinerlei schlechtes Gefühl. Auch am Wochenende oder gar im Urlaub empfinde ich Anrufe aus der Firma nicht als störend... als notwendig eben und es ist ja auch mein Projekt, welches ich laufen sehen will...

    Ein ganz anderes Team, eine ganz anderes "Wir"-Gefühl... ein toller Job eben!

    Meine Geschichte ist gut ausgegangen und ich habe sie hier aufgeschrieben, damit Du daraus Hoffnung schöpfen kannst: Irgendwo wartet Dein Job auf Dich, Dein richtig guter Job, wo Du morgens gerne aufstehst und Dich freust...

    LG
    Silent Voice

  6. #13
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    Hallo Silent Voice!

    Vielen Dank für die aufmunternde Geschichte. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben dass da irgendwo ein Job auf mich wartet mit einem netten Chef und einem tollen Team, so wie ich es vorher in meiner alten Firma hatte.

    Normalerweise habe ich auch ein gutes Selbstbewusstsein. Meine Freunde bestätigen mich immer wieder dass ich so wie ich bin okay bin. Aber momentan bin ich ganz klein und weiß auch gar nicht wie ich mich wehren sollte.

    Heute nachmittag habe ich ein Vorstellungsgespräch in einer Firma hier im Umkreis. Das Gespräch gestern am Telefon war schon recht nett, die Firma hört sich interessant an. Mal schauen ob ich dort punkten kann. Es wäre zwar ein längerer Weg zur Arbeit (40 km eine Strecke) aber für ein besseres Arbeitsklima ist mir das egal.

    Ich danke euch allen hier für eure mentale Unterstützung. Das hilft mir momentan wirklich weiter. Ihr könnt mir zwar meine Magenschmerzen und "Panikattacken" nicht ganz nehmen, aber ich bin froh dass ich mich mit Menschen austauschen kann die das Problem kennen.

    Die Bauchschmerzen heute kommen wohl eher von der Aufregung vor dem Vorstellungsgespräch. :-) Bitte drückt mir die Daumen!

    Herzlichste Grüße
    Cherlindrea

  7. #14
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    Standard Cherlindrea77

    Toll! Ein Vorstellungsgespräch! Ich drücke Dir unbedingt die Daumen und ich weiß, dass ich hier bald lesen werde, dass Du was gutes für Dich gefunden hast.

    Vielleicht ist es ja schon dieses Vorstellungsgespräch...

    Sei tapfer, Du bist nicht die einzige und es ist völlig normal, unter solchen Bedingungen psychisch "einzuknicken"... überleg doch mal, wie viele Stunden Du am Tag in dieser repressiven Umgebung verbringst...

    Auf der Arbeit verbrigt man oft mehr Zeit als mit der Familie oder Freunden. Darum ist es ja auch so wichtig, dass dort alles passt. Bald passt es auch bei Dir wieder, Du hast die richtige Einstellung, weiter so!

    LG
    Silent Voice

  8. #15
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    Standard

    Hallo!

    Heute überfällt mich wieder die Panik. Morgen und Dienstag hab ich eine Fortbildung und muss nicht ins Büro, aber was mache ich Mittwoch? Ich habe solche Panik, dass ich mich ständig übergeben muss wenn ich daran denke. Mir tut mein Magen schon total weh weil ich so gar nichts drin behalte. Aber soll ich mich weiter krank melden?

    Mein Freund hat schon mit mir geschimpft und gemeint, ich solle mich nicht kaputt machen. Es hätte schon gereicht dass wir das Kind verloren haben durch den Stress. Er hat ja recht. Aber was mache ich?

    Heute bin ich extrem verzweifelt und unsicher. Was würdet ihr tun? Ich habe so eine Angst wieder ins Büro zu gehen. Wahrscheinlich haben sie längst meine Arbeit sabotiert und die Akten, die ich mühsam ins neue Büro gebracht habe wieder zurück geräumt, so dass ich in die Höhle des Löwen muss wenn ich arbeiten will. Ich kann nicht mehr!

    Verzweifelte Grüße
    Cherlindrea

  9. #16
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    Hallo,

    hast du einen Arzt, zu dem du ein vertrautes Verhältnis hast?

    Falls ja, lass dir ein Attest ausstellen, dass du an Mobbing leidest, legst es bei der Afa mit der Eigenkündigung vor und dann bekommst du auch Arbeitslosengeld.

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