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Thema: Neuer Board-Mitglied

  1. #1
    Neuling Avatar von tiborhenrik
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    Standard Neuer Board-Mitglied

    Hallo, liebe Leser,
    ich habe erst vor einigen Minuten dieses Forum gefunden und mich registriert. Erst jetzt merke ich wie tief mein Deutsch eingerostet ist. Ich bin privat, kein Fachmann eher ein Betroffener. Ich weiß nicht, was aus einer 45-50-jährige Geschichte wirklich merkenswert ist. Tibor
    T.H. Sebesta

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Hallo Tibor,

    ich begrüsse Dich ganz herzlich hier im Forum
    und hoffe Du fühlst Dich wohl hier

    Liebe Grüsse
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

  3. #3
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    Herzlich willkommen Tibor

  4. #4
    Gast784
    Gast

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    herzlich willkommen, Tibor,

    Du liest Dich überhaupt nicht eingerostet

  5. #5
    Neuling Avatar von tiborhenrik
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    Standard Warum bin ich hier angekommen?

    Vielen Dank für die freundlichen Begrüssungen.
    Ich als Betroffener mag nicht eine Selbstdiagnose aufzustellen, trotzdem muss irgendwo anfangen wenn ich überhaupt wissen will, was zu erreichen wäre.
    Es ist eine Konzeption (Vermutung). Ich engagiere mich nicht ein "professioneller Fall" zu werden, der sein Leben um die Syndromen aufbaute.
    Ich will dringend die Voraussetzungen für ein ruhiges Schreiben von Romanen schaffen wenn mir biologisch noch zwanzig Jahre vorrechne.
    Ich bin 54, männlich, Vater von 3 Erwachsenen.
    Seit mindestens fünf Jahren lebe ich vollkommen abgeschlossen. Meine Begegnungen mit Menschen bestehen aus Mitfahrt auf öffentlichen Verkehrsmitteln und Einkäufe.
    Ich denke ich war und bin ein ADHS-Fall. Nicht nur die Gesellschaft, auch die Fachleute mögen dieses Thema bei uns zu negligieren. Sie vertreten die allgemeine Ansicht, statt Sebstmitleid und Selbstsucht sollte der Betroffene ein wenig Anpassung und Disziplin zeigen.
    In den Jahren entwickelte sich aus der Isolierung die unerträgliche Paranoia und die Depression. Als ich nach Abscheidung aus der Produktion versuchte drei Jahre eine Resozialisation, endlich eine Eingliederung im Rahmen der Gesundheitswesen zu schaffen, der Endbeschluss war ich sein ein Psychopat, daher die genannten Syndromen Nebenerscheinungen. Asser Medizin war nichts vorgeschlagen. Ich fühlte mich bei den ärzten stets unwillkommen.
    Seit drei Jahren habe ich ein Kapsel inplantiert (Esperal) gegen Alkoholsucht. (Man sagte ich war nie süchtig, wollte aber auch später nicht einer werden.) Ich habe keinerlei Erfahrungen mit Handelsdrogen. Die Arztneimittel nehme ich sein einem Jahr nicht mehr, wegen des Vorhabens in ein "Entwicklungsland" umzusiedeln und weil ich mich bisher sozial ordentlich benahm.
    Soweit ich unter Evidenz und Neuheit nicht unterscheiden kann und will dadurch meine Beiträge nicht langweilig machen, bevorzuge ich immer Fragen zu beantworten. Tibor
    T.H. Sebesta

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    Seit mindestens fünf Jahren lebe ich vollkommen abgeschlossen
    hallo Tibor,

    was war vor 5 Jahren, dass Du Dich zu diesem Schritt entschlossen hast bzw. wie bewusst und wie schnell kam es zu dieser Veränderung des "Eremitentums"?

    Ich vermute mal, dass Du vorher auch ein halbwegs sozales Leben hast, wenn Du 3 erwachsene Kinder hast. Also scheint da vor ca 5 Jahren ja ein massiver Bruch statt gefunden zu haben?! Der Grund?

  7. #7
    Neuling Avatar von tiborhenrik
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    Standard Wasserscheiden

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und besonders für die Frage, liebe Gabiannarele.

    Nehmen wir an, Ereignisse haben eine logische Reihenfolge.
    Ich erlebte mein Leben als eine Kette von plötzlichen Änderungen - Mutationen. Ja, ich war einst ein "Geschäftsmann" bei sozialistischen Außenhandelsunternehmen und es gab Zeiten, wo ich mich wohl fühlte ... Der Flug nach New York war für mich gestartet, die anderen flogen mit.
    Dann kam das bloße Rennen für die Existenz der Familie. Es brauchte Jahre bis ich von solchen Gefühlen wie Haß los war und der Preis dafür ist, wenn ich alles vergessen habe.
    War ich in der Arbeitswelt geduldet und bekam keine Gelegenheit meine Rolle ernst zu nehmen, nach fünfzehn Jahren musste ich doch einsehen, die Gesellschaft und ich jenen Fronten entlang kein Interesse füreinander zeigten.
    Ich hatte also den Versuch gemacht mich wieder eingliedern zu lassen (Kapitulation, Neuanfang, Einverleiben). Ich arbeitete vier Jahre daran, dann war der Abschnitt auch vorbei. Ich war nicht wegen der Antipathie, viel mehr enttäuscht als ich verstanden hatte, daß für die Menschen eine Ablehnung wert war den Preis zu zahlen alles wegzuwerfen, was ich bieten konnte ... Und das ohne Provokation, höchstens mein Blick war nicht adäquat.
    Die Grundlagen kann ich nicht herausfinden, entwerfen, projektieren. Die kommen über Nacht. So kam es, daß ich mich nakt in einem fremden Land auf einem unbekannten Bahnhof befand, weit weg vom Heimatsort und unbestimmt weit von einem Bestimmungsland.
    Ob ich jetzt vom Orient-Express nach Konstantinopel unterwegs in Rumelien für ein Glas Bier ausstieg und bald betrunken nicht merkte, daß der Zug weiterfuhr, dann die Eisenbahngesellschaft der Zivilisation mich nicht finden ließ, weiß ich nicht.
    Eine interessante Sache: Ich stehe jeden Morgen mit der Vorwurf auf, ich war am vorigen Tag nicht entschlossen genug das Leben abzuschließen. Es gibt keine gute oder böse Perspektive für die nächsten "zwanzig" Jahre, auch keine (Rache, Vergeltung, usw.) für den Selbstmord. Nur die Angst vor dem Unerträglichen schwebt in der Luft, und Angst vor der totalen Freiheit auch.
    Ich bitte Sie meine Worte richtig einzustufen und verstehen Sie sie bestimmt nicht als pathetische Übertreibung.

    Wir haben hier Sturm und Regen, ich müßte einige Dachziegel dringendst herrichten ... werde bestimmt nicht machen. Tibor
    Geändert von tiborhenrik (17.05.2010 um 12:12 Uhr)
    T.H. Sebesta

  8. #8
    Gast784
    Gast

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    Der Flug nach New York war für mich gestartet, die anderen flogen mit...
    Dann kam das bloße Rennen für die Existenz der Familie. ..Es brauchte Jahre bis ich von solchen Gefühlen wie Haß los war
    hallo Tibor,

    ich tu mir etwas schwer, dem allen zu folgen. Darum weitere Fragen. Wenn es zu viel ist, einfach ignorieren, gell

    wie kam es von diesem anscheinend sehr hohen Status im Berufsleben zu einem bloßen Rennen um die Existenz?

    Hass auf wen und/oder was? Weisst Du das noch?

    Kann es sein, dass Du den gar nicht los geworden bist, sondern er sich "nur" in Selbsthass gewandelt hat?

    Ich stehe jeden Morgen mit der Vorwurf auf, ich war am vorigen Tag nicht entschlossen genug das Leben abzuschließen
    klingt, mit Verlaub, nach Selbstmitleid.
    Es gibt keine gute oder böse Perspektive für die nächsten "zwanzig" Jahre, auch keine (Rache, Vergeltung, usw.) für den Selbstmord. Nur der Angst vor dem Unertäglichen schwebt in der Luft, und die Angst vor der totalen Freiheit auch.
    sind diese Gedanken jetzt auf den Selbstmord oder aufs Leben bezogen? Würde nämlich auf beides passen.

    Gedanken über Selbstmord bedeuten für mich erstmal nix anderes, als dass man DIESES Leben, so wie es JETZT ist, nicht mehr will.

    Beim lesen Deines Posts kam mir immer wieder der Gedanke: klingt sehr nach Struktur eines Alkoholikers. Du hast weiter oben geschrieben, dass Du anscheinend mal Suchttendenzen hattest (hast?). Aber die so typische Struktur scheint immer noch da zu sein: Selbsthass, destruktives Denken und bewerten (gut,böse, zynismus etc), Vorwurfshaltung, Opferhaltung, "kokettieren" mit dem Tod. Sry, hört sich jetzt furchtbar frech und verurteilend an. Aber das meine ich so nicht. Ich will es mit diesen Begriffen nur etwas plastischer rüber bringen.

    Wenn Alkohol ein "Wegbegleiter" von Dir war/ist, dann frage ich mich: was spielt er für eine Rolle bei Deinem "Absturz"? War er zuerst da oder kam er nach dem Sturz dazu? Wie gesagt: eine gewisse Grundstruktur scheinst Du aber schon vorher gehabt zu haben.

    Nicht nur die Gesellschaft, auch die Fachleute mögen dieses Thema bei uns zu negligieren. Sie vertreten die allgemeine Ansicht, statt Sebstmitleid und Selbstsucht sollte der Betroffene ein wenig Anpassung und Disziplin zeigen.
    Da gibt es ja wohl noch ganz viel dazwischen, was Du bei Deiner Lebenserfahrung eigentlich wissen könntest. Kann es sein, dass Du aber selbst in diesem extremen Denken "hängen geblieben" bist und damit auch in einem Kreislauf von Opferdasein, Selbsmitleid und Selbsthass?
    Geändert von Gast784 (17.05.2010 um 09:47 Uhr)

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