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Thema: Neuer Job: Kollegen grenzen mich aus

  1. #1
    Neuling
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    Standard Neuer Job: Kollegen grenzen mich aus

    ich weiß nicht mehr weiter und vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
    Seit Januar bin ich in einem Unternehmen als Immobilienmaklerin tätig, ich muß dazu sagen das ich vorher nichts mit diesem Bereich zu tun hatte, komme aus einer anderen Branche.
    Ich war vorher 2 Jahre wegen Krankheit arbeitslos, und bin sehr froh darüber wieder arbeiten zu können in einem Beruf das mir Spaß macht. Bin in einem Büro mit insg. 7 Maklern, 1 Frau und 6 Männer. Die Kollegin ist älter als ich, ung. 50. mit meinen 30 bin ich ein paar Jahre jünger als die Kollegen außer mein Einarbeiter, der schon knappe 60 ist, zu ihm habe ich einen besseren Draht aber kann mit ihm auch nicht offen reden weil ich mittlerweile niemandem mehr traue
    Seit über einem Monat bin ich hier und keiner von den Maklern will sich sorecht mit mir unterhalten, keiner fragt mich wie es mir geht, ob ich fragen habe und wenn es auch nur Kleinigkeiten sind, sogar blickkontakt wird zum größtenteil vermieden. Ich werde regelrecht wie luft behandelt. Mit der Kollegin im ist es am schlimmsten, sie ist sehr gesellig und redet wie ein Weltmeister, mich ignoriert sie aber so weit es geht, auf fragen antwortet sie nur kurz un verschwindet wieder oder dreht ihren kopf weg um mit den anderen kollegen sich weiter zu unterhalten. Ich habe schon viel probiert, habe mich auch öfters versucht in Unterhaltungen mit einzumischen ohne aufdringlich zu wirken, habe fragen gestellt, bin offen und freundlich auf meine Kollegen zugegangen. Habe es auch schon mit Komplimenten versucht. Es hilft alles nichts, mittlerweile hat mich mein chef darauf angesprochen, er meinte ich soll meine Schüchternheit lassen und auf die Kollegen zu gehen.
    und das ihm das gar nicht gefällt als lege die Schuld bei mir. Ich habe aber auf eine Frage von ihm eine Andeutung darauf gemacht, da sagte er "ja das ist hier nunmal so, sie sind in einem Haifischbecken!!!
    Ich bin normalerweise ein Mensch der sich gut anpasst und sich gerne unterhält. Er kann das natürlich nicht richtig beurteilen weil er nicht im gleichen Büro sitzt, sondern immer nur kurz vorbeischaut und dann weitergeht
    Ich kann mich niemandem aufzwingen und meine Versuche mich zu integrieren scheitern ständig. Ich habe es ihm natürlich nicht gesagt, weil ich nicht über meine Kollegen nicht schlecht reden wollte. Ich bin total verzweifelt. Wir haben auch keinen gemeinsamen Aufenthaltsraum in dem man auch mal zusammen sitzt und sich unterhält. Wenn ich es nicht schaffe mich zu integrieren werde ich die Probezeit mit Sicherheit nicht bestehen und mir ist dieser Job sehr wichtig. Ich leide sehr unter dieser Ausgrenzung und bin dadurch unsicher und depressiv geworden.Bin immer nett und aufmerksam. Ich bin normalerweise ein Mensch der sich gut anpasst.
    Dazu muß ich sagen , das ich eine Türkin bin, bin zwar hier geboren aber man sieht natürlich das ich keine Deutsche bin, dunkle Haare,dunkle Haut..und in dem Unternehmen habe ich gemerkt gibt es kaum Ausländer, vielleicht hat es was damit zu tun? was meint ihr? bitt um eure ehrliche Meinung, . Soll ich ein Gespräch mit den Kollegen aufsuchen oder wird es dadurch nur schlimmer? lange werde ich das nicht dulden können, irgendwann platzt mir der Kragen und ich kriege im büro einen Wutanfall wenn es so weiter geht, und wenn es soweit ist kann ich gleich meine sachen packen und gehen. Das möchte ich natürlich nicht.

  2. #2
    Schreiberling
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    Hallo,
    oh weia das klingt ja ganz schön belastent.
    Ich denke das es helfen würde wenn du mit deinen Kollegen darüber sprechen würdest wie es dir in ihrer mitte geht.
    Vielleicht merken sie es garnicht so das es dir schlecht geht.
    Ich finde es gut das du auf deine kollegen zu gehst.
    Wenn es darum geht das sie dich ausgrenzen weil du ein ausländer bist dann, dann müsstest du das mit deinem chef besprechen.
    viel erfog

  3. #3
    Neuling
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    ja ist es auch, leider. Ich will es mir nicht von Anfang an vermasseln, deshalb spreche ich im Moment nicht mit meinen Kollegen über dieses Thema. Ich bin mir sicher das sie das mit Absicht machen, soweit kann ich das beurteilen. Deshalb warte erst mal ab. Danke

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Wenn der Chef dir so ne Antwort gibt "Sie sind hier in einem Haifischbecken" wirst du nicht die erste sein, der es so geht. Dir bleibt gar nichts anderes übrig, als es anzusprechen. Vielleicht würde ich mal mit dem Einarbeiter anfangen. Danach die Kollegin. Ob sich dadurch was ändert, ist die andere Sache.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. #5
    Neuling
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    Ich glaube nicht das ein Gespräch mit dem Chef hilft. Das würde ihn nicht interessieren, da bin ich mir sicher. Er will bestimmt kein Problemkind in seinem Team. So schätze ich ihn als Mensch ein. Mich kündigen würde ihm eher einfallen als das er versucht eine Lösung zu finden. Er stellt dann einfach den nächsten ein. Mein Kollege der mich einarbeitet ist zwar nett, aber ich weiß nicht ob ich mit ihm darüber reden kann, ich will nicht das es nach hinten los geht. Meine Kollegin hat mir heute vor allem, richtig bewiesen das sie mich überhaupt nicht akzeptiert als neue Kollegin. Das hat sie mir heute zu verstehen gegeben, mit anderen Worten natürlich. Haifischbecken hin oder her, wir sind doch alle Menschen und wohin soll das alles führen? was ist der Sinn? ich will doch nur meine Arbeit machen und gut mit meinen Kollegen auskommen, mehr will ich nicht. Niemand muß mich lieben, aber man kann sich doch trotzdem mit respekt behandeln. Ich leide wirklich sehr darunter. Ich könnte gehen, aber ich will nicht wieder arbeitslos sein und in den alten Teufelskreis fallen, wegen solchen Menschen die nicht mal meine Aufmerksamkeit verdient haben.

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    hallo,

    Bin immer nett und aufmerksam
    wenn Du ohnehin mit dem Schlimmsten rechnest, könntest Du es ja mal mit kühl und weniger aufmerksam versuchen.

    Klingt jetzt vll blöd, aber ich arbeite im Schwabenländle, und stelle immer wieder fest, denen ist eine bestimmte Art von Freundichkeit und zuviel Nettigkeit eher suspekt, das sind die wahrscheinlich nicht gewohnt. Ausserdem arbeite ich vor Ort ausschließlich mit Männern zusammen, und die sind viel netter zu mir, wenn ich mal nen grummeligen Tag hab...

    Ich hab allerdings ein gutes Jahr gebraucht, bis ich meinen Platz im Team hatte. Und ich hatte schon gut 2 Jahre meine Kollegen gefragt, ob sie denn ein schönes WE hatten, blabla, also smalltalk zum persönlichen Empfinden, bis die mal auf die Idee kamen, sie könnten ja mal zurück fragen

    Meine Faustregel lautet: es dauert 3 Monate, bis die sich so weit an mich gewöhnt haben, dass ich nicht mehr wie ein Fremdkörper behandelt werde.

    Aber da gibt es natürlich regionale und branchenbedingte Unterschiede. Aber 2 Monate finde ich zu früh, um die Flinte ins Korn zu werfen.

    Wie gesagt, versuchs mal mit weniger Freundlichkeit und Nettigkeit. Das könnte auch als Anbiedern rüberkommen und nerven. Mach Deinen Job und sei auf nichtssagende Art so freundlich, wie es eben sein muss. Ich kenne den Druck mit der Probezeit, da ich selber lange im befristeten Arbeitsverhältnis war. Aber es ist vll besser sich zu sagen, wenns nicht sein soll, soll es nicht sein, anstatt sich völlig sinnlos unter Druck zu setzen. Mir hat das damals nur einen Hörsturz eingebracht.
    Geändert von Gast784 (01.03.2011 um 06:36 Uhr)

  7. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    asena (01.03.2011),Waris (01.03.2011)

  8. #7
    Neuling
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    Standard

    Da hast du womöglich recht, meine Nettigkeit könnte auch falsch verstanden werden in Form von "Unsicherheit" .Daran hatte ich auch schon gedacht. Dir hat man es auch nicht gerade einfach gemacht. Aber mein problem ist, das ich äußerlich etwas ernst und arrogant aussehe, obwohl ich überhaupt nicht so bin. Deshalb bin ich bewußt immer etwas freundlicher als üblich, damit vor allem Frauen mich nicht gleich anfeinden, liegt natürlich auch im meinem Wesen, bin gutmütig und harmoniebedürftig ,bin aber nicht auf den Mund gefallen, kann Kritik gut vertragen außer ich merke im Hintergrund boßhaftigkeit, damit komme ich überhaupt nicht zurecht. Meine Kollegin hat sich heute bei meinem direkten Vorgesetzten über mich beschwert. Weil ich gestern, als sie gestern mit der Vertriebsassistentin zusammen saß und sich unterhielt aus guter Laune heraus "Wie gehts euch heute Mädels? alles inordnung?" gerufen habe, sie ist ausgerastet und meinte ich könne so mit ihr nicht reden und was das soll. Ich habe mich sofort entschuldigt und ihr erklärt das ich keine böse Absicht hatte,hat sie aber nicht akzeptiert. Ich wollte ja nur das Eis brechen, weil sie mich dauernt ignoriert hat, wollte mich nur unterhalten und die Atmosphäre lockern. Sie ist ja sonst sehr offen und locker mit anderen Kollegen, nur mit mir nicht. Jetzt erzählt sie allen wie unmöglich ich doch wäre und das sie mich nicht mit einarbeiten möchte etc..und hetzt die anderen. Das ganze eskaliert, ich glaub dem Leiter hat sie es auch schon erzählt, bin total am Ende mit den Nerven. Da sie ein Top Verkäuferin ist und schon lange in der Firma arbeitet hat sie eine "Unantastbarkeit" die sie raushängen lässt. Habe meinem Vorgesetzten die Situation erklärt, er meinte sie wäre eine schwierige Person und hat privat probleme, ich solle erstmal abwarten.Ich bin mir sicher das es noch schlimmer wird, als ich die Zusage für diesen job bekam habe ich vor Freude geweint und dachte jetzt wird alles gut und ich komm raus aus der Arbeitslosigkeit und Frust und jetzt das! Ich kann mich nicht mehr richtig auf die Arbeit konzentrieren.Ich merke das ich kaum mehr aufnahmefähig bin und immer unsicherer werde. Was soll ich nur tun

  9. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    Hallo Asena,

    wenn der Leiter sich schon mal neutral gibt, sagt das doch schon mal was postives aus. Demnach bist Du nicht die erste, die mit der Frau Probleme hat. Aber als Topverkäuferin kann sie es sich eben erlauben. Wie gut musst Du wirklich mit ihr auskommen? Brauchst Du ein getautes Eis in den banalen Dingen des Lebens oder kannst Du sie auf der persönlichen Ebene nicht einfach ignorieren? Oft ist es so, dass solche Kratzbürsten dann nämlich selber unsicher werden, wenn sie merken, dass ihre Allmacht keine Wirkung mehr hat (im persönlichen Blabla mein ich, lass das mit der doch einfach sein).

    Dir hat man es auch nicht gerade einfach gemacht.
    Mir hat mans aber auch nicht schwer gemacht. Ich bin einfach in ein schon bestehendes und funktionierendes System gekommen und musste mich da eingliedern. d.h. ich musste selbst dafür sorgen, dass ich das bekam, was ich brauchte, indem ich es artikulierte. Und ich seh auch nicht gerade wie ein Wonneproppen aus. Das hat damit nichts zu tun. Ich hatte da auch meine Bereichskämpfe, aber ich hab eben das Glück gehabt, dass diese Selbstverantwortung dort erwartet und anerkannt wird. Und das ist wohl so, weil wir darauf angewiesen sind, als Team zu arbeiten und dies gerne tun.

    Ich vermute mal, das ist das Problem bei euch. Ihr seid alle Konkurrenten, oder?

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