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Thema: Neues zu meiner Therapie...

  1. #1
    Neuling
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    Standard Neues zu meiner Therapie...

    Hallo liebe forenleser,

    der ein oder andere wird ja meine "geschichte" vielleicht schon ein bisschen verfolgt haben. falls nicht, kann man dies unter meinen älteren beiträgen nachlesen. es ging um die psychotherapie bei meinem arzt.

    war nun bereits das 3. mal bei ihm zur therapeutischen sitzung. da war ja eine sache, wegen der ich mir unsicher war, ob ich die therapie überhaupt bei ihm machen soll. möchte hier und jetzt erstmal nicht genauer darauf eingehen. wie gesagt, hatte auch ausführlich in meinen alten posts darüber berichtet. um es kurzufassen: ich sehe in ihn mehr als nur einen arzt oder therapeuten. er ist mir sehr sympathisch und ich habe jahrelang für ihn sozusagen geschwärmt. verliebt bin ich jedoch nicht, denn dazu kenne ich ihn privat nicht richtig.

    nun habe ich es ihm in der letzten sitzung mitgeteilt. zwar habe ich es diskret und dezent formuliert, aber er hat daraus wohl mehr gedeutet. ich habe ihn gesagt, dass es mir nicht egal wäre, was er über mich denkt und ich vor ihm noch ziemlich aufgeregt wäre. dann fragte er sich natürlich, warum es so sei. ich begründete es nur damit, weil er ein mann ist und ich ihn sympathisch finde. habe ihn nicht gesagt, dass er für mich auch attraktiv ist. auch von meiner schwärmerei habe ich ihm nichts erzählt. trotzdem hat er es als sozusagendes "liebesgeständnis" aufgefasst, woraufhin er sagte, dass er mich für eine attraktive frau hält und sich zu mir hingezogen fühle. aber er sagte auch, dass wir ein verhältnis nicht eingehen können, da er mich damit in konflikte bringen würde und die therapie für mich ja gewinnbringend sein soll. fand es trotzdem krass, dass er das so offen sagte.

    hat jemand schon ähnliche erfahrungen in einer therapie gemacht? es ist sicher nicht so gewöhnlich, dass ein therapeut so etwas zu seiner klientin sagt!?

    danke schonmal im voraus..

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hallo

    so wie es sich heraus liest kennt ihr euch bereits privat ein wenig . Zumindest gut genug um den anderen sympathisch und interessant zu finden .

    Ich denke, er mochte dich einfach als privatperson schon und nach deinem (wohl vielleicht falsch aufgefassten geständniss?) war er froh, das er dir das auch sagen konnte.

    Ich denke nicht, das ein Psychotherapeut sonst so etwas zu seiner patientin sagt, naja außer er hat sich halt in seine patientin verliebt, das solls auch geben. Lieben ist menschlich.

    lg und viel glück

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    hallo Thala,

    vielen lieben dank für deine antwort.

    nein, wir kannten uns nicht privat, sondern hatten vorher ein normales arzt-patienten-verhältnis. also er kannte mich als patientin und ich ihn als arzt. nun ist er mein therapeut mache aber noch die propatorischen sitzungen.

    ich konnte, nachdem ich den beitrag hier reingestellt habe, noch einiges klären. habe es in der letzten sitzung nochmal angesprochen und ihm meine gefühle quasi offenbart. in der sitzung davor hatte ich ihm zwar gesagt, dass ich ihn nicht als neutrale person sehen könne und er mir sympathisch wäre, aber diesmal habe ich ihn nochmal ganz klar mitgeteilt, dass er in meinen augen auch sehr attraktiv sei und ich ihn schon in der vergangenheit sehr mochte. ich bin das risiko einfach eingegangen, da er das letzte mal ja auch so direkt zu mir war. wollte auch nochmal wissen, warum er es gleich als liebesgeständis aufgefasst hätte und wie er darauf gekommen sei, dass ich ein verhältnis wolle. dazu meinte er, dass er es nur gesagt hätte, damit ich nichts zu befürchten habe und dass ich bei ihm sicher sein kann. er sagte aber noch dazu, dass, wenn wir uns unter anderen umständen und woanders kennengelernt hätten, ich also nicht seine patientin/klientin wäre, dann mehr gelaufen wäre.

    ja, ist schon ein komisches gefühl, zu wissen, dass er ähnlich denkt wie ich, aber nie mehr laufen kann/darf oder was auch immer. er wird sicherlich sowieso verheiratet sein. betrachte das ganze auch eher nüchtern und rational. habe also keine rosarote brille auf. trotzdem sind einige seiner aussagen merkwürdig. dennoch bin ich froh, dass er sich auch zu mir hingezogen fühlt.

  4. #4
    Loewenzahn
    Gast

    Standard

    Ich verstehe das Problem irgendwie nicht .

    Wäre es Dir nun angenehmer ,dass er sich zu Dir hingezogen fühlt oder nicht ?

    Wäre es besser gewesen ,wenn er ablehnend ,kühl ,distanziert gewesen wäre ?

    Was ist Professionalität ?

    Ist Ehrlichkeit wichtiger oder ein genaues Protokoll ?

    Letzten Endes machen seine Gedanken oder Gefühle doch eigentlich keinen Unterschied für die Situation ?

  5. #5
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Standard

    Ich finde die Äusserungen des Therapeuten auch äusserst merkwürdig. Ich verstehe auch, dass hoffnung1982 sich darauf keinen Reim machen kann. Würde er jetzt eine Beziehung wollen, wenn die Therapie nicht wäre oder nicht? Es gäbe genug Alternativen. Wenn er will, könnte die Therapie abgebrochen werden und ein Kollege oder eine Kollegin von ihm würde das übernehmen. Wenn tatsächlich Gefühle von seiner Seite her da sind, müsste er aus Gründen der Befangenheit, die Therapie von sich aus abbrechen. Vielleicht getraut er sich auch nicht, klipp und klar zu sagen, dass eine Beziehung unmöglich ist. Er müsste das imho auch klar begründen. Er würde eine Patientin verlieren, die er mag und deren Therapiestunden er sich freut. Es kann auch sein, dass er sich selbst unsicher ist bezüglich seiner Gefühle. Vielleicht lebt er ein einer Beziehung, die nicht so toll läuft. Vielleicht verbietet sein Moral, Gefühle für eine Klientin zu entwickeln.

    Ich würde ihn nochmals direkt ansprechen, damit Klarheit herrscht. Ich finde es sonst eine schlechte Basis für eine gute Zusammenarbeit. Dass Patientinnen sich in ihre Therapeuten verlieben und umgekehrt soll ja schon mal vorgekommen sein. Nur Klarheit gehört auch zum Business
    Liebe Grüsse, Martin

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  6. #6
    Loewenzahn
    Gast

    Standard

    Gefühle zwischen Therapeuten und Patienten kommen recht häufig vor .

    Man kann doch deshalb nicht gleich die Therapie abbrechen ,das wäre ja wie eine Strafe .

    Gefühle lassen sich nicht immer so einfach beeinflussen ,es reicht ,verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen .

    In diesem Fall ,klare ,aber rücksichtsvolle Ansagen machen .

    Im übrigen ist das nicht so simpel ,einfach nur die Therapie abzubrechen und dann ein Verhältnis anzufangen .
    Das gleiche dann mit der nächsten und übernächsten Patientin .
    Da wäre sehr schell die Kassenzulassung weg .

    Es wäre unprofessionell und unverantwortlich .( Es sei denn ,es würden vielleicht schon ein paar Jahre zwischen Therapieende und Beziehungsanfang liegen .)

  7. #7
    Neuling
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    Standard

    Hallo...

    ich bin noch in den propatorischen sitzungen, da wäre ein wechsel also nicht so kompliziert. allerdings bin ich schon seit 2 jahren auf der suche und hatte damals zwei sperrjahre bekommen, da ich die 1. therapie abgebrochen habe. zudem ist es verdammt schwer, bei einem therapeuten einen termin zu bekommen. habe schon so viel versucht, auf ABs gesprochen etc. noch niemand hat sich zurück gemeldet.

    mein arzt war der einzige, der sich wenigstens zeit genommen hat. bin auch mehr oder weniger aus verzweiflung zu ihm gegangen. ich bin auch noch nicht sicher, ob ich die therapie bei ihm fortführen soll. ich würde schon gern mehr von ihm wollen und dies ist ja eigentlich keine gute basis für eine therapeutische zusammenarbeit. was er nun genau will, weiss ich bis heute nicht. ich weiss nicht, was er mit diesen aussagen:" ich finde sie attraktiv und fühle mich zu ihnen hingezogen" oder "hätten wir uns unter anderen umständen, auf neutralem boden, kennengelernt, wären wir sicherlich im bett gelandet" bezwecken will. er muss doch wissen, dass er mich damit anlockt und was dies in mir auslöst!? er hat zwar auch eine grenze gezogen, indem er sagte, dass ein verhältnis aus gewissen gründen nicht möglich sei. aber trotzdem sind meine hoffnungen jetzt nur noch größer geworden.

    was soll ich ihm denn beim nächsten mal sagen? soll ich sagen:" hören sie, ich würde sie gern außerhalb der therapie kennenlernen, da ich mehr von ihnen will"?? das ginge doch etwas zu weit, oder nicht? ich habe ihm nun schon meine gefühle offenbart. das war schon schwer genug für mich.

    bin nun schon auf der suche nach einem anderen therapieplatz. aber ich kann nicht wieder ein halbes jahr oder länger warten. es ist sehr dringlich bei mir.

    @martinspin: das denke ich auch. wenn er mir wirklich nicht mehr widerstehen könnte oder ernsthaftes interesse an mir als mensch hätte, würde er von sich aus die therapie beenden. aber er will mir ja auch helfen und weiss, dass ich unbedingt eine therapie benötige und verzweifelt bin. was nun letzendlich wirklich in seinem kopf vorgeht, weiss nur er. man kann hier nur spekulieren...

  8. #8
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Zitat Zitat von hoffnung1982 Beitrag anzeigen
    @martinspin: das denke ich auch. wenn er mir wirklich nicht mehr widerstehen könnte oder ernsthaftes interesse an mir als mensch hätte, würde er von sich aus die therapie beenden. aber er will mir ja auch helfen und weiss, dass ich unbedingt eine therapie benötige und verzweifelt bin. was nun letzendlich wirklich in seinem kopf vorgeht, weiss nur er. man kann hier nur spekulieren...
    Mir gefällt dein Username, der die Hoffnung beinhaltet.

    Lass mich mal etwas fantasieren.

    Dein Therapeut ist echt verliebt in dich. Er spürt natürlich die Ambivalenz zwischen Leistungsauftrag und persönlichen Gefühlen für dich. Er kann sich nicht von sich aus in deine Richtung entscheiden, weil das sein Weltbild nicht zulässt. Er wartet nur darauf, dass du ihm klar machst, was Sache ist.
    Akzeptiere einfach, dass du als Patientin trotzdem stabiler als er bezüglich der Gefühle bist. Wenn du dir sicher bist, dass du ihn willst, dann steht dazu und mach ihm das unmissverständlich klar. Du hast dein Leben lang aus so vieles verzichtest, warum solltest du jetzt, wo du dich deiner Gefühle sehr sicher bist, aus dem Staub machen? Das macht einfach keinen Sinn, Therapie hin oder her.
    Du bist ein hoch anständiges Mädchen und verdienst einen hoch anständigen Jungen. Du bist sehr stark und wenn die Gesellschaft ein Problem damit hat, ist das nicht dein Problem.
    Mein Rat lautet also, gib Vollgas das nächste Mal, denn eine solche Chance bietet sich vielleicht nicht mehr so schnell!
    Verlasse dich auf deine starken Gefühle, weil dir da kaum einer in deiner unmittelbaren Umgebung das Wasser reichen kann. Wenn du diesen ureigensten Aspekt ablehnst, mach es dich nur schwach. Je häufiger du nicht auf deine Gefühle hörst, umso schwächer wirst du, bist du irgendwann ein Häufchen Elend bist. Das muss wirklich nicht sein

    So gesehen brauchst eigentlich gar keine Therapie. Wenn du auf deine Gefühle hörst, kommt alles gut
    Geändert von martinspin (02.12.2011 um 19:57 Uhr)
    Liebe Grüsse, Martin

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