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Alt 11.08.2010, 13:22   #1 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 1
Standard Neustart

Hallo,

ich stehe vor einer totalen Wandlung in meinem Leben und habe gleichzeitig Angst davor.

Ich versuche es kurz zu fassen. Ich bin w und 36 Jahre, seit 7 Jahren verheiratet, ohne Kinder. Ich habe eine chron. Erkrankung die mich handicapt und die man optisch auch sieht. Ich bin aber trotzdem keine Jammerliese, leide nicht ständig vor mich hin und schaffe es - eigentlich mit nicht allzu großer Mühe - ein "normales", ruhiges Leben zu führen. Ich schätze mich als humorvoll ein, kontaktfreudig, für jeden Spaß zu haben, habe gerne und für viele offene Ohren und versuche auch im gesellschaftlichen Leben meinen Platz zu finden.

Vor ca. 1 Jahr kam ein ganz große gesundheitliche Krisensitation auf mich zu, wovon ich gut 8 Monaten brauchte um mich zu erholen. In dieser Zeit brauchte ich extrem viel Zeit für mich, habe mich etwas abgesondert, habe versucht meine Energien richtig einzuteilen etc.

Wie es so kommt, hat sich - was meine Freunde betrifft - die Spreu vom Weizen getrennt und nun ist NIEMAND mehr da. Einerseits haben mich, aufgrund dieser schweren Erkrankung, viele Bekannte gemieden und seither auch keinen Kontakt aufgenommen. Davon bin ich so enttäuscht, dass ich es auch nicht schaffe Kontakt aufzunehmen. Andererseits habe ich zum Beispiel eine sehr gute Freundschaft aufgekündigt, weil ich merkte, wie einseitig diese Freundschaft ist und wie wenig Platz ich darin habe und das mir das ganze nicht gut tut. Als ich das getan habe, fühlte ich mich gut dabei, aber jetzt ....

Mittlerweile - seit gut 4 Monaten - geht es mir wieder gut und ich möchte mein Leben gerne neu starten, voll durchstarten und alles Böse hinter mich lassen. Aber es fällt so schwer, weil da niemand mehr ist bzw. niemand mehr ist, in dessen Gegenwart ich mich wohl fühle.

Ich vermisse eine "beste Freundin". Ich habe den Wunsch Freundschaften zu schließen, aber ich weiß nicht wie das geht. Ich bin einsam.

Gleichzeitig bin ich so sehr enttäuscht, dass ich soviel in diesem anstrengendem Jahr verloren habe. Ich bin auch davon enttäuscht, dass ich offensichtlich so "schlechte" Freundschaften hatte, die so eine Krise nicht durchstanden haben.

Ich fühle mich so allein. Ich möchte gerne neu anfangen, aber ich weiß gar nicht genau wo.

Wie lernt man Menschen kennen?
Wie kann ich in meiner Sitation mitteilen, dass ich trotz der Widrigkeiten ein normaler Mensch bin und sie keine Angst haben müssen?
Wie schaffe ich es von Menschen nicht mehr enttäuscht zu sein?

Schwere Fragen - ich weiß.

lg
Tri
tri*22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2010, 20:01   #2 (permalink)
Gast5559
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Tri!

Ich bin hier ganz neu, gerade eingestiegen, aber Dein Thema hat mich direkt angesprochen.

Es ist wirklich nicht einfach und erfordert Mut, irgendwo neu anzufangen. Ich selbst hab schon in zwei neuen Städten gute Erfahrungen gemacht mit kleinen Gemeinden meiner Kirche. Dort gibts jede Altersgruppe, und man wird eigentlich immer herzlich aufgenommen, findet rasch Kontakte, es gibt Chöre und Freizeiten miteinander, und man kann sich meist auch gleich nützlich machen, wenn man das möchte. Man muss dazu nicht mal besonders gläubig sein; es genügt meist eine offene Haltung, der Rest findet sich.

Vielleicht wäre das eine Idee für Dich?

Viele Grüße und viel Glück!
Biggi
  Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2010, 20:32   #3 (permalink)
Schreiberling
 
Registriert seit: 14.05.2010
Beiträge: 515
Standard

new in town, das ist eine plattform zum kennenlernen von leuten, über hobbies, einfach so oder auch veranstaltungen. in den meisten städten gibt es auch stammtische...
chrissi21366 ist offline   Mit Zitat antworten
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