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Thema: Nieder mit Gott?

  1. #17
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    hu

    @Kümmerer: ja, ganz genau

    Mich persönlich regen von allen Gläubigen vorallem die auf die meinen mit pseudowissenschaftlichen Argumenten und Beweisketten überzeugen zu können bzw, zu müssen - ich will niemandem etwas vorwerfen oder besonders ansprechen (nur so fiel es mir immer wieder auf): aber ich glaube meist mit nur einem allenfalls oberflächlichem Verständnis davon
    [wenn auch tendenziell mehr als deren "Opfer"]
    So kommt es natürlich zu "Gottesbeweisen"........
    Fakt ist: Gott zu beweisen geht nicht bzw. anders herum das er existiert!
    Erst wenn der Glaube an Gott vergessen wurde oder keiner mehr an ihm glaubt und denkt, ist seine Nicht-Existenz "bewiesen" - weil ganz einfach das Problem bzw. diese Sichtweise wegfällt.
    Ohne Mensch gäbe es Gott nicht.

    @Harlequin: Erde, Tiere, Pflanzen und Menschen existieren natürlich auch nicht notwendigerweise... wozu auch?

    Beweißt die Existenz solcher "Ideen" deren Notwendigkeit? Nein.
    anders: Beweißt die Existenz die keine Notwendigkeit besitzt, die Notwendigkeit eines höhere Wesens wie auch immer es geschaffen sein mag? Nein.
    Besteht die Notwendigkeit eines Beobachters, der die Notwendigkeit von von Planeten, Lebenwesen, Sternen, Raum und Zeit beurteilt? Nein.
    usw. usw. usw.
    ich verweise dabei auf das schwache antrophische Prinzip, wenn man ihm auch eine Lückenbüßer-Rolle vorwerfen könnte - wie aber auch dem Glauben

    Wir wollen nämlich glauben bzw. müssen es
    Folgenden Link habe ich in einem anderen thread schon gepostet (dort ohne extra was dazu zu schreiben - wurde aber ignoriert),daher hier noch einmal:
    http://www.welt.de/wissenschaft/arti...s-Gehirns.html
    [es ist toll nachdem man seine eigenen Ideen erdacht hat, diese durch Studien noch bestätigt zu sehen]
    Besonders die letzten 2 Absätze sollte jedoch jedem Gläubigen wieder mit den Naturwissenschaften versöhnen - ohne das vorher geschrieben zu vergessen! Und das spricht für sich denke ich...

    Ich habe diesen thread eher so verstanden das man hier die Gründe seiner Ungläubigkeit bzw. Mutmaßung der möglichen Gründe posten kann.
    Daher um den thread nicht unnötig vom Thema wegzubringen beschränke ich mich hiermit, weiter gegen die Theologie zu argumentieren
    Meine Erklärung -in absoluter Kurzform- steh ja oben.

    grüßend
    Oligo
    When did I realize I was God?
    Well, I was praying and I suddenly realized I was talking to myself.

    Peter O'Toole

  2. #18
    Gast570
    Gast

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    Zitat Zitat von Oligo
    Fakt ist: Gott zu beweisen geht nicht bzw. anders herum das er existiert!
    Genau! Ich erwähnte es an anderer Stelle schon einmal: "Man nennt es deshalb Glauben und nicht Wissen!" Für die weitschweifigen Mutmaßungen über Motive und Absichten, die ich in einen einzigen Satz gelegt haben soll, ziehe man doch bitte denjenigen zur Rechenschaft, der sich so selbstgefällig selbstverständlich auf dieses Feld der maßlosen Spekulation wagt, aber nicht mich.

    Umgekehrt müssten diejenigen, die "wissenschaftlich" zu argumentieren glauben und so ihren Unglauben begründen, Gottes Nichtexistenz beweisen, zumindest wenn sie sich innerhalb dessen bewegen wollten (oder auch nur könnten), was sie Logik nennen. Wenn sich zu dieser "Logik" Aussagen wie diese gesellen,
    Zitat Zitat von Oligo
    Ohne Mensch gäbe es Gott nicht.
    offenbart sich die ganze Misere des bis zur Lächerlichkeit vorangetriebenen Anthropozentrismus in der simplen Annahme - die freilich zur "wissenschaftlich" abgesicherten Basis aufgebläht wird -, dass es nichts gäbe, was außerhalb des Wahrnehmbaren liege. Nur weil Du glaubst, Oligo, dass es da nichts "mehr" gibt, heißt das nicht, dass es auch so ist.

    Im Ergebnis steht der Annahme, Gott existiert, die Annahme gegenüber, Gott existiere nicht. Dass derjenige, für den Gott eine Glaubensgewissheit darstellt, seinen Glauben gegen Anfeindungen verteidigt, ist nachvollziehbar, weil er etwas zu verlieren hat. Was aber verteidigt eigentlich einer, der nicht an Gott glaubt, der also nichts hat?

    *Gruß*
    Harlequin
    Geändert von Gast570 (10.09.2008 um 01:17 Uhr)

  3. #19
    Wunderlampe
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    Was aber verteidigt eigentlich einer, der nicht an Gott glaubt, der also nichts hat?
    Vielleicht seine Freiheit an nichts glauben zu "müssen"?

    Welche Konsequenzen ergibt sich daraus, dass man glaubt, dass es etwas Göttliches gibt, ob es den oder das jetzt gibt oder nicht mal außen vor gelassen.

    Ich kann doch sagen. ja es gibt ihn und weiterleben wie bisher. Oder etwa nicht?

  4. #20
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Warum soll einer nichts haben, wenn er nicht an Gott glaubt?

    Glauben tun wir alle....
    an uns selbst
    an Gott
    an die Wissenschaft
    an das Eheversprechen
    oder oder oder

    Kein Glaube wäre für mich, des Hirns beraubt.

    Wenn jemand an sich glaubt und Gott dafür nicht braucht um Hoffnung zu schöpfen und sich Kraft zu holen, dann ist es auch möglich. Keiner braucht Gott zum Leben, nur Glaube und Hoffnung das etwas so wird, wie man es braucht ist lebenswichtig.

    Für mich ist Gott überall in allen Dingen und Menschen und und und....
    Ich kann halt nicht auf mich bauen, ich brauche den Glauben, das andere mein Leben mit bestimmen. Alleine trau ich mich nicht.

    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  5. #21
    Gast570
    Gast

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    Zitat Zitat von Wunderlampe
    Vielleicht seine Freiheit an nichts glauben zu "müssen"?
    Aber nur, wenn einer wirklich paranoid ist. Wer oder was sollte mich denn zwingen können, zu glauben?
    Zitat Zitat von Wunderlampe
    Welche Konsequenzen ergibt sich daraus, dass man glaubt, dass es etwas Göttliches gibt(?)
    DAS ist genau die entscheidende Frage, die jeder Glaubende beantworten muss. Glaube ohne Konsequenzen für das Leben, wäre komplett sinnentleert. Es gibt philosophische Denkkasskaden, die in der Sinnfreiheit die absolute Freiheit sehen. Sie vergessen aber, dass Freiheit nicht nur Freiheit von etwas bedeutet, sondern eben auch Freiheit zu etwas, zum Beispiel Freiheit zu Verstand, Sinn und Glauben.

    *Gruß*
    Harlequin

  6. #22
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    huhu

    @Harlequin: wie gesagt hier in diesem thread werde ich nicht weiter darauf eingehen - Anthropozentrismus trifft aber auch nur bedingt zu, schließlich
    gilt für:
    Ohne Mensch gäbe es Gott nicht.
    auch folgendes:
    Für die weitschweifigen Mutmaßungen über Motive und Absichten, die ich in einen einzigen Satz gelegt haben soll, ziehe man doch bitte denjenigen zur Rechenschaft, der sich so selbstgefällig selbstverständlich auf dieses Feld der maßlosen Spekulation wagt, aber nicht mich.

    ---
    Was aber verteidigt eigentlich einer, der nicht an Gott glaubt, der also nichts hat?
    Ich kann ja eh nur für mich sprechen.
    Aber wer sagt das man ohne Gott nichts hat?
    Ein Ungläubiger (im Anfangsthread steht ja explizit nicht-an-Gott-glaubend, was Spiritualität nicht ausschließt) kann schließlich noch Moralvorstellungen und sonstiges besitzen - die er natürlich unteranderem durch sein gesellschaftliches Umfeld, welches durch die Religionen einst geformt wurde (wofür man ihnen danken könnte) erhielt - er ist nich leer und inhaltslos in seinem leben, denken und handeln!
    da stimmte ich Knuddel zu! Wir glauben alle - nur nicht zwingend an Gott.
    [s. auch den geposteten link] An was ich genau glaube tut nichts zur Sache, aber es gibt genug außerhalb der Theologie um daran zu glauben
    Glauben in dem Sinne: nichts wirklich wissen zu können, das vorrausgesetzt.
    Weshalb er seine Ansicht gegenüber Gottesgläubigen verteidigt? Weil es seine Meinung ist,seine Freiheit ganz einfach...
    zum anderen wohl auch das es im Prinzip viel weniger wirkliche Atheisten (die meisten Menschen, auch in der westlichen Welt [jaja, die USA sind ne ausnahme, wie immer^^] sind nämlich trotzallem spirituell veranlagt - glauben das es mehr geben müsse, etwas größeres, außerhalb der Welt usw. ) gibt als überall angenommen und geglaubt und eine Minderheit muss sich nunmal verteidigen

    Quelle: http://ec.europa.eu/public_opinion/a..._report_en.pdf

    Zitat:
    Zitat von Wunderlampe
    Vielleicht seine Freiheit an nichts glauben zu "müssen"?

    Aber nur, wenn einer wirklich paranoid ist. Wer oder was sollte mich denn zwingen können, zu glauben?
    Freiheit ist nicht uniform, fass- und beschreibbar... so ist es möglich den Begriff Freiheit bzw. hier Unfreiheit zur Ungläubigkeit in diesem Fall so zu sehen das einem nie die Wahl gelassen wurde zb. vor der religiösen (gesellschaftsabhängigen) Erziehung zu entscheiden ob sie richtig oder nicht ist... es gibt dinge die nimmt man so an ohne die Freiheit je besessen zu haben frei darüber entscheiden zu können, ohne das man diese unfreiheit je bemerkt... gib einem Menschen die Freiheit völlig losgelöst von all den gesellschaftlichen Konditionierungen zu entscheiden. das wäre zum mindest eine annäherung an das was man Freiheit bezeichnen könnte.
    kA, ob das so verständlich ist aber man könnte es auch mit folgendem, eigentlich politischen, Spruch verdeutlichen:
    "Wer sich nicht bewegt, spürt auch seine Fesseln nicht."
    [Ein Bsp. dazu: die östliche Kultur hat einen vollkommen andere Art die dinge zu sehen, sie nimmt im gegensatz zu unserer, den Gesamtheit ins Auge, wir hingegen konzentrieren uns meist auf bestimmte Aspekte in der Umwelt - von Studien belegt; info´s kann ich gerne nachliefern]

    Schlußendlich ist man als sowieso nicht frei alle Dinge glauben zu können, sondern kann oder "muss" ich vielmehr nur eine gewissen Auswahl von Dingen glauben, die mir mein Denken (das zb. für meine Kultur der ich angehöre typisch ist) ermöglicht.

    Dafür gibts sicherlich auch ein hübsches Fremdwort und freue mich das beim nächsten Post von Harlequin lesen zu können - dann lern ich nämlich auch noch was -
    und das die hauptsache hier
    vlt. gibts noch andere argumente, aber fallen mir in dieser späten stunde unmöglich ein

    Ich kann doch sagen. ja es gibt ihn und weiterleben wie bisher. Oder etwa nicht?
    ja, kann man natürlich... Glaube ist individuell bzw. sollte es sein...
    es spricht nichts dagegen an einen gott zu glauben der all das gut findet was du schon so im leben treibst - genauso wie es anders herum auch geht zu sagen Gott gibt es nicht und so weiter zu leben
    - wer das nicht glaubt,der hats noch nicht erlebt
    ... nur weil diese entscheidung vlt. Auswirkungen haben könnte auf das leben und denken der menschen heißt es nämlich nicht, das es so sein muss!

    genug für heute

    grüßend
    Oligo
    When did I realize I was God?
    Well, I was praying and I suddenly realized I was talking to myself.

    Peter O'Toole

  7. #23
    Gast570
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Oligo
    Aber wer sagt das man ohne Gott nichts hat?
    Niemand. Ich meinte denjenigen welchen, der ohne einen Gott (und nicht einmal einen bestimmten) nichts hat. Meine Frage bezog sich auf die Gründe, die jemanden dazu bewegen könnten, ein Nichts, einen Nichtglauben zu verteidigen. Was hat man davon - außer dieser unnützen und konsequenzenlosen Freiheit zum Nichts, die keine ist. Wenn ich meinen Glauben verteidige, dann verteidige ich
    ...den einen Gott, der alles erschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt und seinen Sohn, Jesus Christus, gezeugt und nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater....

    will sagen, ich habe ein Bild von dem, was ich glaube. Was für ein spirituelles Bild hat der, der nicht glaubt?

    Tatsächlich haben die meisten Menschen Moralvorstellungen und sehr oft basieren diese in unseren Breiten sogar auf dem christlichen Glauben und der Heiligen Schrift. Man denke nur mal als Beispiel an den 2. Brief des Paulus an die Thesalonicher: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!" Wenn auch in einem meiner Ansicht nach völlig falschen Verständnis der Schrift, werden derartige Aussagen heute viele unterschreiben können, die es weit von sich wiesen, etwas mit dem Christentum zu tun zu haben. Sie setzen sich mit dem Glauben, Christentum und Bibel gar nicht in einer Weise auseinander, dass sie die Wurzeln ihres "Glaubens" überhaupt erkennen würden. Zwar ist unser gesellschaftliches Umfeld ganz erheblich von der (christlichen) Religion geformt, wie Du richtig sagst. Das Fatale ist aber, dass sich diesen Umstand viele nicht mehr vergegenwärtigen - und deshalb lebendiges Christentum auch nicht mehr mitgestalten, sondern es eben denen überlassen, die sie (oft zu recht) kritisieren. Aber oberflächliche "Kritik" an Kirche und Christentum, die ledigliche von der Lust auf Skandale geprägt ist verhindert, dass man ein eigenes Bild vom christlichen Glauben entwickelt und dieses auch einbringt. Natürlich muss man dabei auch bereit sein, für seinen Glauben einzustehen und darf nicht hoffen, dass jeder undurchdachte Unsinn zur Religion erhoben wird.

    Der Vorwurf der Hörigkeit, der einem (gläubigen) Christen oft gemacht wird, trifft tatsächlich auf diese "Kritiker" des Glaubens zu, die ohne nachzudenken nahezu alles übernehmen, was Mode und Medien gerade anbieten. Da hält sich für einen Buddhisten, wer ein paar Räucherstäbchen daheim entzündet, da lacht ein anderer über die Vorstellung von Gott als einen alten ergrauten Mann mit Rauschebart und ist gleichzeitig bereit als "überzeugter Satanist" an einen schwefeldampfenden Teufel mit Pferdefuß und Bockshorn zu glauben usw. usw. Die "Spiritualität" dabei ist keine, da sie sich lediglich auf Äußerlichkeiten richtet. Für jene gilt der Ausruf "Nieder mit Gott!" nur im Sinne eines Kopf-in-den-Sand-steckens. Was einmal als Aufklärung begonnen hat, verkehrt sich zur Verwirrung über die Dinge, die uns bewegen und leiten und bewirkt so das Gegenteil von dem, was sie einst beabsichtigte: den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit herauszuführen.

    *Gruß*
    Harlequin
    Geändert von Gast570 (12.09.2008 um 07:03 Uhr)

  8. #24
    Gast1220
    Gast

    Standard Nieder mit Gott -nieder mit dem Mensch?

    Hallo ihr Lieben,

    mag mal mehr dazu schreiben, mein erster Post war kurz.

    Okay, manche glauben an Gott, andere nicht. Ist doch jeder/ jedem seine Sache. Die Freiheit es zu tun oder nicht find ich prima.
    Wir dürfen uns selber entscheiden; heisst wir haben Mitspracherecht.
    Welches kleine Kind oder Tier hat das schon?

    Da ich an Gott glaube (mein Glaube) ist meine Meinung, wenn Gott nieder gemacht ist, ist es der Mensch auch. Außerdem wie soll das gehn und wer soll ihn niedermachen?
    Menschen können wir nieder mache, okay. Nich mehr über Glauben reden können wir auch, usw. Für mich ist Gott auch der Schöpfer und wie soll dann das Geschöpf den Schöpfer nieder machen?
    Du kannst Gott totlachen, totschweigen, aber ihn doch nicht daran hindern Dich zu lieben; gilt zumindest für mich.

    Des weiteren gibt es natürlich auch noch die sog. Christen, naja und es gibt genug, die da Fehler machen im Umgang mit anderen. Kleinere und größere Fehler. Z. B. Und willst nich mein Bruder sein, dann hau ich Dir den Schädel ein <---was für ein Blödsinn. Und ich mach auch genügend Fehler, deshalb bin ich im Glauben und auch sonst froh über die Vergebung, bzw. darüber, wenn mir auch Menschen verzeihen können und ein Miteinander erhalten bleibt. Jeder macht Fehler.

    Das Gott mich, trotz meiner Fehler, über alles liebt macht mir den Glauben dann nochmal wertvoll.

    LG Min

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