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Thema: Nieder mit Gott?

  1. #1
    Wunderlampe
    Gast

    Standard Nieder mit Gott?

    Hallo liebe foris

    Ich persönlich glaube an die Existens eines Gottes, nachdem ich mich sehr lange dagegen gewehrt und die christliche Lehre als Humbuck angesehen habe. Und ich frage mich, warum diese Kämpfe.

    Warum wehren sich Menschen so gegen die Existenz eines Gottes? Oder ist es nur das Gottesbild, das uns die Kirchen vermitteln. Welche Konsequenzen scheut man? Ist es Angst vor dem Ungekannten, ist es die Generelle Ablehnung gegen "Verstaubte" Ansichten unserer gläubigen Eltern, deren Verständnis von Gott und derren oft starren Lebensregeln begündet auf die Lehre der Kirchen?


    Fragen die mir im Kopf rumschwirren, weil hier immer mal wieder das "Für und Gegen" diskutiert wird.

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Liebe Wula!
    Wie kam es denn, dass Du dann den Glauben angenommen hast, nach langem Wehren?Gabs irgendein Ereignis?

    LG,

    Natzi
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo Wula,

    ich glaube nicht des es ein "Wehren gegen Gott" ist sondern eher ein wehren

    gegen die ausgebuffte, gerissene, geschäftstüchtige ....

    gegen die menschendegradierende, menschenverachtende, menschenunwürdige ....

    Geschäftsmacher ...die sich Kirche & Co. nennen und das Alleinvertretungsmandat der Glückseeligkeit für sich pachten.

    Es ist das heucheln, das gleicher als gleich sein ...... praktisch das alles was dem Dummchen von Gläubigen "verteufelt" wird ....ist hinter der Fassade der Heiligkeit gang & gebe !

    Diese Dinge, die bringen den mündigen Gläubigen zur Weißglut ! ...aber diese Dinge sind notwendig um das Geschäft, den Wirtschaftszweig "Kirche" am laufen zu halten !

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    Bei mir kommt die Abneigung ganz klar von der Institutionalisierung und Patriachisierung des Gottesbildes. Ich musse mich nach meiner katholischen Erziehung erst mal mind. 10 Jahre komplett von allem religiösen distanzieren, um dann meinen eigenen Weg, meine eigenen Bilder und meine eigene Sprache dazu zu finden und so wieder zu einer Spiritualität zu finden.

    Und wenn ich allein hier schon sehe, was alles aufgrund dieser Prägung von Schuld und Minderwertigkeit hervorgeht, die ja in diesem christlich-institutionalisierten Menschenbild fußt, dann krieg ich echt nen Hals, was das eigentlich alles an Potenzial kaputt macht

    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (03.09.2008 um 15:50 Uhr)

  5. #5
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Natz

    Eigentlich weiß ich es gar nicht genau. Eine Krise in meinem Leben hat mich Lösungen suchen lassen und eigentlich bin ich durch angeblichen Aberglaube zu einer Denkweise gekommen, in der Glaube erklärbar wird. Und ich habe Menschen getroffen, die mir eine andere Sichtweise eröffnet haben. Unter anderem ein kath. Priester, der so gar nicht katholisch war. Jedenfalls nicht in dem Sinn, wie ich es als Kind und Jugendliche erfahren habe. Und eine gewisse zeitlich Distanzierung habe ich auch gebraucht. Ich mußte für mich ordnen: Was ist Glaube, was Kirche.
    Kirche und Glauben wird oft in einen Topf geworfen und ich finde es ist nicht das Selbe.
    Kirche sehe ich immer noch mit großer Skepsis.


    @Kümmerer
    Im Namen von Gott wurde schon immer viel Geschäftemacherei betrieben und viel Leid und Schmerz. Dass man Macht ausüben kann, indem man menschliches Gedankengut in die entsprechende Richtung bringt ist nichts Neues.
    Aber es gibt auch das andere Lager. Diejenigen , die sich für andere aufopfern und versuchen das Leiden von Menschen zu lindern. Auch eine Aufgabe, der sich ein Teil der Kirche verschrieben hat. Vielleicht ist es nur ein "Nebenprodukt" der Missonarsarbeit. Aber das ist im Ergebnis erst mal egal.
    Geändert von Wunderlampe (03.09.2008 um 22:26 Uhr)

  6. #6
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    quote:"Warum wehren sich Menschen so gegen die Existenz eines Gottes?"

    es ist ein deckel, den man auf alle toepfe setzen kann. die einen wollen das, die anderen nicht.


    bye nemi

  7. #7
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    Ich wehre mich nicht gegen die Existenz, ich glaube einfach nicht daran. Ich sehe das aber ähnlich, es gibt so Typen, die sich ganz toll fühlen, wenn sie darüber lachen, wenn irgendwo "Fuck Jesus" steht, und auch nur antichristliche Musik hören. Wenn ich nicht dran glaube, ist es mir egal, mich drüber lustig machen brauche ich nicht. Das dann höchstens, wenn irgendein Religionsfanatiker selbst Stuss redet, nicht aber, weil ich ein Buch namens Bibel gesehen habe.

  8. #8
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Ich hab da eher so meine Probleme mit der Kirche-kleine Anekdote:
    Hier in meinem Städtchen ist ja das Münster, netter ghotischer Bau, wo ich mich mal breitschlagen gelassen habe, einen Gottesdienst zu besuchen (natürlich nicht ohne mürrische Fresse).
    Der Pfarrer predigte also mit weinerlicher Stimme vor sich hin, als ein Obdachloser in die Kirche kam. Der Pfaffe war gerade bei dem Satz: "Und Jesus hätte niemanden wegggeschickt!" Der Obdachlose bekam das nicht mit und sagte unabhängig davon, dass die Kirche seinem Kumpel nicht geholfen hätte und sich einen Mist gekümmert hätte. Daraufhin kam ein Kirchendiener, der aussah, als sei er aus Matrix ensprungen und warf den Mann raus. Soviel zu niemanden wegschicken.
    Angefangen hat meine Abneigung aber schon in der Schule und dann im Konfis, wo ich den A....-Pfarrer fragte, wie er denn darauf käme, dass unser Glauben der Richtige ist, kann ja auch sein, dass es richtig ist, was irgendwelche Naturvölker glauben. Antwort: "Dann musst du eben in den Busch gehen." Dieser jenige wollte mich dann auch während des auferzwungenen Gottesdienstes rauswerfen und plärrte vor voller Kirche von der Kanzel runter: "Nathalie, sei ruhig!"
    Soviel dazu und diese Erlebnisse haben echt gereicht, mich zum Kirchenfeind zu machen.
    Ich glaube auch nicht, dass Jesus nur eins von dem gut gefunden hätten, was da draus mutiert ist und somit ist es meistens die Kirche selber, die die Schäfchen in die Flucht schlägt.
    Geändert von Natz (06.09.2008 um 15:55 Uhr)
    LG, Natz




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