Hallo liebes Forum,
ich habe hier seit einiger Zeit gelegentlich reingeschaut und bevor ich meine "Probleme" mit mir und dieser Welt posten möchte, wollte ich mich kurz vorstellen:
Ich bin männlich, knapp 29 Jahre alt und ledig. Seit einem Jahr bin ich nun arbeitslos und zweifle seitdem immer mehr an meinem Selbstwert (welcher vorher auch nicht das beste war) und mein bisschen Lebensfreude und -mut ist total im Eimer. Da ich in meiner Kindheit wegen starken Asthmaanfällen schon ein paar mal dem Tod entkommen bin, habe ich mir in den ganzen Jahren so oft beigeredet: das ich froh bin morgens meine Augen zu öffnen, so beschissen der Tag auch werden mag.
In dem letzten Jahr wurde es aber immer mehr zu: Warum bin ich überhaupt noch hier, warum bin ich nochmal aufgewacht.Warum komme ich mit dem Lebenstil und Ansichten der Gesellschaft nicht mehr zurecht?
Es ist meiner Meinung nach keine "lebenskrise" sondern hat mit vielen Problemen zu tun, welche ich wohl erst in diesem einem Jahr erkannt habe.
Ich sehe mich selbst als logisch, rationaler und auch größtenteils vernünftig Denkender Mensch.
Ich bin sehr emotional. Ich habe seit Kindheit auch eine ständige innere Unruhe - ich kann nicht abschalten oder die Kontrolle abgegeben - also quasi Angst vor mir selbst.
Wenn ich spreche, oder hier in dem Fall schreibe, kenne ich kein Ende. Ich schließe auch nicht aus, das ich ADHS haben könnte - die Eigenschaften welches dieses Krankheitsbild beschreiben treffen fast alle auf mich und meine Eigenschaften zu. Ich sehe mich auch nicht als Intelligent oder schlauer als die anderen, jedoch gehe ich viele Fragen und Probleme anders an als der Rest der Gesellschaft. Intelligenz ist in meinen Augen nicht eine meßbare Eigenschaft bzw. wird der IQ nur dazu genutzt um Menschen gegenseitig voneinander abzugrenzen. So wie Religionen oder Nationalitäten.
Ich bin statistisch gesehn halb Deutscher und halb Italiener, besitze nur die deutsche Staatsangehörigkeit.
Ich fühle mich aber weder als deutsch oder italinier. Ich sehe mich als Mensch, eine Spezies auf diesem Planeten mit unterschiedlichen Rassen.
Und unserere Gesellschaft verteufelt den einen und lobt den anderen. Letzendlich sind wir alle gleich. Auch ist es nicht "Der Mensch und die Natur" oder "unsere Natur". Wir, die Menscheit, sind ebenfalls vollwertiger Bestandteil der Natur. Wieso stellen wir uns immer (als was besseres) ÜBER die Natur? Eigentlich ist die Menscheit dümmer als die Natur.
Intelligenz ist in meinen Augen die Möglichkeit der Entscheidung welche wir menschen haben:
Stell Dir vor ich und Du stehen vor haargenau dem selben Problem. Du nimmst die läufige Meinung um dein Problem zu lösen und bist zufrieden. Ich wiederum löse es auf eine andere Art und bin ebenfalls zufrieden.
Wer ist denn jetzt der Dumme?
Ich mache mir sehr viele, womöglich zu viele Gedanken. Abschalten, ein inneres Gefühl der Wärme und Ruhe habe ich zu über 95% nur durch den Konsum von Cannabis, welchen ich seit 13 Jahre betreibe. Ich habe auch andere Drogen getestet und neben den gelegentlichen Konsum von Speed seit einigen Jahren habe ich bewusst die Finger von dem Rest gelassen, weil mir die Wirkung zu unangenehm war. Halt wieder die Angst davor die Kontrolle abzugeben. Auch unter Einfluss von Alkohol habe ich noch nie "schwarz" gesehen oder einen massiven Blackout gehabt - und ich habe auch schon einige Promille getankt ;-) Generell bin ich aber total abgeneigt gegen alkohol und dessen Wirkung. Ich mag angetrunkene und betrunkene Menschen nicht. Ich hasse es förmlich wie dumm sich Menschen in diesen Zuständen aufführen und dass das noch gesellschaftlich als "OK" gilt.Obs von Hemmungslosigkeit über Ausfallend und unkontrollierbar bis hin zu Aggressivität ist. Alleine Fastnacht, an dem der großteil des Volkes, jung oder alt, sich am helllichten Tag wegbeamt und dabei noch ein Zusammenhalt und Freude suggeriert, verachte ich ums schärfste. Egal welcher ****** gebaut wird - es ist legitim(natürlich keine Straftaten)! Nein nicht nur das - der Mensch fühlt sich dabei noch wohl und Menschen, wie ich, die damit nicht klarkommen, sind die, die die Probleme haben(sollen).
Um das zu veranschaulichen möchte ich kurz folg. Beispiel bringen:
Wenn ich betrunken bin, bin ich natürlich durch die Wirkung von Alkohol etwas hemmungsloser. Für mich ist es aber aus menschlicher Sicht ein absolutes NO-GO in diesem Zustand jemanden anzumachen um meiner "natürlichen" Triebe gerecht zu werden.Also plump ausgesprochen, jemand abzuschleppen für in die Kiste zu bekommen. Auch wenn ich von einem Mädel/Frau angemacht werde, blocke ich ab, weil ich es prinzipiell nicht übers Herz bringe, eine Person (in dem Fall auch auf Droge nämlich alkohol) "auszunutzen" und damit die gefahr einzugehen das ich der Person und dessen Seele schädige. Wie soll ich mich dann beim Akt generell wohlfühlen können?!? Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass sich ein Mädel wegen Streit mit Ihrem Freund, betrunken hat und sich dann hätte von gleich drei Männern flachlegen lassen hätte (einer davon war ich). Ich habe natürlich gepasst und ein Kollege von mir (bei Ihm waren wir zuhause), hatte "grad keinen Bock". Der Dritte im Bunde hat die Aufforderung des Mädels mit den Worten "F*** MICH" wörtlich genommen und mit Ihr geschlafen. Danach hatte Sie abermals nochmals probiert mich und meinen Kollegen zu erregen und quasi "umzustimmen". Mag ja sein, dass diese junge Frau, welcher auch keiner von uns kannte, ein ausgeprägtes und anspruchsvolles Sexualleben im normalen Leben fordert, aber als das Mädel(20J, gebildet und sehr hübsch) dann wach wurde, war Sie wie "verstört" aufgrund der Tatsache was SIE selbst sich angetan hatte. Sie hatte sich wie oft bei uns entschuldigt - Ihr war es unangenehm - sie hatte sich dreckig gefühlt, das hat man an Ihren Augen gesehen.
Selbiges, ähnliches Verhalten bzw. kenne ich zugut von meiner bis jetzt einzigen Beziehung.
Aber hier bin ich schon zu weit ausgeschwiffen - ich wollte mich ja eigentlich nur vorstellen
Ich bin oft nicht richtig im Gedanken wenn ich anderen Menschen zuhöre. Ich filtere irgendwie nur schlagwörter aus dem gesprochenen und weiß dann meist auch schon das resultat, bzw. worauf diese Person beim Gespräch hinaus möchte.
Wenn mir jedoch Menschen zuhören kommen diese nach ein paar Sätzen meisten schon nicht mehr richtig mit, weil ich sehr komplex und auschweifende Sätze bilde. Nicht um Dinge zu umschreiben oder detailierter zu beschreiben, sondern weil viele Dinge mit einander zusammenhängen, was dem Zuhörer meist nicht bewusst ist oder weil sich der Zuhörer vor vielen Dingen verschließt, was nicht seiner Meinung, Erfahrung oder der allgemeinen Meinung entspricht.
Ich setze meiner Vorstellung aber jetzt mal ein Ende. Ich werde probieren das alles und noch mehr (also meine Probleme)logisch nachvollziehbar und auch "leicht lesbar" in einem oder mehreren Posts aufzuführen.
Danke das Du dir die Zeit genommen hast...
lg
goliath


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