Hey!
Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll. Meine geliebte Oma ist vor 7 oder 8 Jahren gestorben, eigentlich eine Schande, dass ich es nicht genau weiß. Sie war der wichtigste Mensch in meinem damals noch sehr jungen Leben. Ich konnte bei und mit ihr jeden ****** machen, ob auf dem Balkon Zelten oder stundenlang Schubladen ein- und ausräumen.
Ich hatte bis vor etwa 2 Jahren nur positive Erinnerungen an sie. (Um Verwirrung zu vermeiden: Sie war die Mutter meines Vaters, er wiederum hat einen Sohn, etwa 18 Jahre älter als ich und seit meiner Geburt keinen Kontakt zu ihm). Als das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater vor 2 Jahren so schlecht wurde, dass ich den Kontakt zu ihm abbrach, machte ich mich auf die Suche nach meinem älteren Bruder. Ich wollte einfach wissen, ob er die gleichen Probleme mit ihm hatte wie ich sie habe und da mein Vater mir nie etwas über seine Familie erzählte, wollte ich natürlich auch wissen, ob mein Bruder mehr über sie weiß.
Lange Rede, kurzer Sinn: mein Bruder sagte mir, dass meine Oma ihn hasste, nie etwas mit ihm machen wollte und ihn als Enkel nie annahm. Außerdem sei sie tablettensüchtig gewesen. Er hat keinen plausiblem Grund, mich anzulügen, also glaube ich ihm.
Manchmal denke ich noch an sie, erinnere mich an all die tollen Erlebnisse und wie eine schwarze Wand, kommen dann plötzlich die Gedanken, was sie doch für ein Mensch gewesen sein musste. Ich weiß, dass sie eine Tochter hatte, die mit 14 Jahren gestorben ist. Das erklärt vielleicht die Tablettensucht. Aber warum hat sie ihren Enkel so ******* und mich, 18 Jahre später plötzlich wie einen Engel behandelt? Was muss sie nur für eine gebrochene Frau gewesen sein?
Jetzt gerade ist wieder so ein Moment, an dem ich an sie und das Alles drumherum denke. Diese Ungewissheit macht mich unheimlich traurig.
Kann mir jemand helfen, eine Methode zu finden, diese schrecklichen Gedanken über sie zu verdrängen bzw. vergessen?


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