psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 9

Thema: Panick beim autofahren (autobahn)

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    9
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Panick beim autofahren (autobahn)

    hallo ihr lieben,
    hab großes problem und weiß nicht was ich tun soll. hab per zufall dieses forum entdeckt und brauch paar kommentare oder gleiche erfahrungen um verstehen zu können was mit mir passiert. mein fall ist hier etwas anders, den ich hatte keine unfälle oder vorfälle
    ich bin 28 und hab meinen führerschein seit dem ich 18 bin... hab das autofahren schon immer geliebt und hatte nie irgendwelche probleme bei nachtfahrten o viel verkehr.. vor autobahn hatte ich aber immer respekt, aber mehr auch nicht..... vor ca. 4 jahren hat es angefangen... erstmal plötzliche müdigkeit, unwohlsein, schlechte reaktion, kalte hände und appetitlosigkeit... was aber zum teil nicht ganz so dramatisch war... eh störend beim gemütlichen fahren.. vor ca 2 jahren hatte ich eine strecke von 200 km. nach 100 km kam eine baustelle mit nur eine spur und das alles im dunkeln.. ich hatte schon bisschen angst weil es so eng war und war natürlich etwas langsamer ca 60-70 schnell.. hinter mir fuhr ein lkw... er fuhr so dicht hinter mir (wahrscheinlich mit absicht) dass es schon strafbar war... nach und nach war mir immer schlimmer, die orangenen lichter der baustelle waren immer greller, hatte atemnot, Verkrampfungen, kälte durch ganzen körper, übelkeit und schliesslich totale probleme mit meinen augen bekommen... es hat sich angefühlt als ob die augen und der körper gar nicht dir gehören und du immer mehr kontrolle verlierst.. das lkw immer mehr ran und die baustelle hörte einfach nicht auf... dann kamen die panickschübe, einfach unbeschreiblich schlimm, keine ausweichmöglichkeit.. war kurz davor komplett zusammen zu brechen und aufzugeben, weil ich einfach nicht mehr weiter könnte und nix mehr kontrollieren könnte... als es gott sei dank zu ende war, sofort auf den seitenstreifen, fast übergeben und ca 30 min stehen geblieben...
    ich könnte nicht verstehen was es war, ob ich an irgendwas erkrank war, irgendwas mit augen oder gehirn nicht in ordnung war oder nachtblind geworden war...
    ab da hatte ich die fahrten bei nacht auf der autobahn vermieden... seit ca 1 jahr hat sich alles verschlimmert... das unwohlgefühl und leichtes tunnelblick kommt langsam auch am tage auf der autobahn und sogar ab und zu auf der landstrasse... stadt überhaupt kein problem...
    Vor allem mal hab ich es mal hab ich es nicht... mal bin ich fit und fahr mit 170 sachen auf der überholspur mal krieche ich wieder mit 80 hinter lkw und warte auf die ausfahrt oder versuch weiter zu fahren mit hoffnung auf die seitenspur falls es wieder hochkomt...
    hab in der zeit schon alles bei mir getestet, ob tasse kaffee, irgendwelche leichte schmerztabletten wie Aspirin, zu wenig schlaf, zu viel schlaf, leere magen, volle magen usw dran vielleicht schuld wäre... ist leider nicht... ab und zu aber nach warmen essen an der tanke bisschen besser...
    es kommt und geht wieder oder bleibt bis zum ende... verstehe es einfach nicht...
    bin sehr viel beruflich unterwegs und hab schon angst vor jeder fahrt..
    hatte letztens eine strecke von 300 km, gleich gemerkt es wird nix... die ersten 200 km nur mit 80 km/h (symptome: mundtrockenheit, sprachschwierigkeiten, eiskalte hände, zustand neben der spur und bloß mit keinem reden, am besten handy aus und gar keine person mitnehmen) nach tausendmal ausweichen auf parkplatz, 2 mal mahlzeit und super viel wasserfläschen, ging es wieder und der zustand war weg.. 300 km ohne stau: fahrzeit fast 6 std... WIE EIN DROGENZUSTAND
    wenn ich es jemanden erzähle, versteht mich keiner und kann es kaum nachvollziehen...

  2. #2
    Neuling
    Registriert seit
    15.10.2011
    Beiträge
    5
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hi du!

    Ich kenne das, das habe ich auch: Panik auf der Autobahn.
    Was hilft?
    Ich habe immer Rescue Tropfen bei mir, gibt es auch als Bonbons oder Mundspray.
    Ob es hilft? Mal ja mal nein, vielleicht ist es auch der Placeboeffekt, mir hilft es wenn ich es dabei habe.
    Mir hilft es auch zu wissen auf mind. 95% der Strecke ist ja ein Standstreifen wo man zur Not rausfahren könnte.
    Es gab auch schon Situationen wo ich auf einem Rastplatz stand vor Panik, nicht mehr weiterkam und mir dachte ich muss mich hier und jetzt von jemandem abholen lassen.
    Was gut ist: der Körper kann das paniklevel nicht lange halten. Irgendwann hat jede Panikattacke ein Ende, der Körper kann diese Anspannung nicht lange auf diesem hohen Level halten.
    Irgendwann ist es immer vorbei.
    Wenn es ganz schlimm ist gebe ich mir leichte Ohrfeigen (so wie man einen ohnmächtigen tätscheln würde) um nicht völlig in die Panik abzudriften.
    Ein äußerer Reiz sozusagen.
    Langfristig gesehen wäre eine Verhaltenstherapie sicher gut, bedenke aber das die Wartezeit hier für einen Platz sehr lang sein kann.
    Alles gute!

    Chicka

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    9
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    danke für die antwort chicka.. es ist hilfreich zu hören, dass man nicht alleine ist...
    ja solch ähnliche mitteln in form von Kügelchen hatte ich auch schon ausprobiert... 2 mal hatte es geholfen so einiger massen... und den rest leider gar nicht... vor allem das komische dabei, mal hat man und kann 500 km fahren (natürlich am hellen tag) und am nächsten tag schaft man nicht mal 3 km und sucht panisch die ausfahrt...
    chicka hast du den ähnliche symptome dabei: mundtrokenheit, konzentrationsstörung, bloss mit keinem reden, weiche körper, tunnelblick... und vor alle, wie man es von vorne schon merkt, man schaut auf navi und sieht es bisschen verschwommen...
    ich überlege zum Psychologen zu gehen, meine sorge ist aber dabei, er erklärt mir vielleicht wie ich mich dabei verhalten soll aber mehr auch nicht...
    der Ursprung ist ja noch da und der zustand bleibt ja weiterhin...

  4. #4
    Neuling
    Registriert seit
    15.10.2011
    Beiträge
    5
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Tia, das ist schwer zu sagen: woher kommt das?
    Und selbst wenn du wüsstest woher.......das ändert nichts (!) daran das du die Ängste trotzdem hast. Die Verhaltenstherapie sagt du hast dir ein " falsches" Verhalten antrainiert (vergleiche es mit einer Festplatte von einem PC die falsch programmiert wurde) und in der Therapie lernst du dieses Verhalten wieder zu verlernen. Grob gesagt. So die Theorie.
    Bei mir ist das ne lange Geschichte und leider nicht so einfach.
    Bei mir gibt es gute Tage, da ist die Autobahn kein Problem, es gibt Tage da bin ich von vornherein unruhig da kommt die Panik mit Sicherheit.
    Ich hab das ja nicht nur auf der AB, ich gehe auch nicht in Cafés, Konzerte, ich gehe nicht in Fussgängerzonen, kein Kino, kein Bus, kein Zug, keine Bahn, keine Flugzeuge.
    Ich brauche immer einen Fluchtweg, selbst wenn es einen gibt hilft mir das nicht, ich habe Angst vor ( vielen) anderen Menschen, bzw Menschenansammlungen. Soziale Phobie genannt.
    Meine Symptome?
    Herzrasen, Schwindel, Spucke sammelt sich im Mund so das ich denke ich muss mich übergeben (habe ich aber noch nie wirklich, habe nur Angst davor), das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Mit jemandem reden kann ich da auch nicht mehr, ich zapple auf meinem Sitz herum, bin total unruhig.
    Möchte das Auto nur abstellen und wegrennen.
    Aber wie gesagt das habe ich auch in anderen Situationen, nicht nur aus der AB.
    Mach eine Realitätsüberprüfung und schaue wo du rechts ranfahren könntest.
    Es gib immer eine Stelle, auch auf Bundesstraßen. Mir hilft das gefühl schon zu wissen, du könntest ja, wäre was.

    Lg chicka

  5. #5
    Neuling
    Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    9
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    du arme, kann dich völlig verstehen.. ich versuchte schon seit meiner kindheit grosse mengen von menschen zu vermeiden, aber eh aus anderen grund, fühlte mich dabei super unwohl und bildete mir ein, dass alle auf mich schauen und über mich reden, das hat aber eh mit komplexen zu tun, denke ich. mangelhaftes Selbstbewusstsein... das schlimmste war immer in neue klasse zu kommen, einen referat oder presentation vorzutragen, die sprache nicht zu beherrschen, Alban dabei auszusehen oder peinlich zu wirken... ist aber langsam schon viel besser, bin irgendwann auf die situationen selber zu gegangen und verstanden dass es nur so aussieht und man sich das einfach nur einredet.. ist aber bis heute noch vorhanden...
    die gründe für solche ängste sind natürlich verschieden und haben tiefe ursprünge... sehr kompliziert

    danke für deine antwort chicka

  6. #6
    Neuling
    Registriert seit
    01.08.2009
    Beiträge
    39
    Danke
    2
    5 mal in 5 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Nora,
    klingt ganz danach, dass Du Dich in Situationen unwohl fühlst, denen Du scheinbar hilflos ausgeliefert bist:

    weil es so eng war und war natürlich etwas langsamer ca 60-70 schnell.. hinter mir fuhr ein lkw... er fuhr so dicht hinter mir (wahrscheinlich mit absicht) dass es schon strafbar war
    Du hattest in dem Moment die Angst "Was ist, wenn ich hier plötzlich rauswill, das geht dann ja gar nicht, ich kann nur nach vorne!" und der drängelnde LKW hat das Ganze wohl nicht besser gemacht, richtig?
    Auch die Symptome, die Du beschreibst könnten von mir stammen!
    Gab es denn in der Zeit, wo das anfing, irgendein einschneidendes Ereignis?

    Vor allem mal hab ich es mal hab ich es nicht
    Das ist immer das Merkwürdige bei Ängsten...wahrscheinlich, weil auch die Psyche nicht immer den gleichen Zustand hat; mal ist man besser oder schlechter drauf, warum auch immer.

    es kommt und geht wieder oder bleibt bis zum ende... verstehe es einfach nicht...
    bin sehr viel beruflich unterwegs und hab schon angst vor jeder fahrt..
    Das ist dann der nächste Schritt: die Angst vor der Angst. Aber das Meiden der angstbesetzten Situation macht das Ganze auch nicht besser. Deshalb rate ich Dir, Dich nach einem Psychotherapeuten umzuschauen, der kann Dir dann genau sagen, was die Ursachen Deiner Ängste sind und wie Du sie bekämpfst. Es hilft sehr gut, weiß ich aus eigener Erfahrung!
    Übrigens kann auch Deine beschriebene Unsicherheit ein Faktor sein.

    Ansonsten viel Glück und schöne Grüße Regenwurm

  7. #7
    Neuling Avatar von Ligeia
    Registriert seit
    27.06.2011
    Beiträge
    40
    Danke
    2
    12 mal in 9 Beiträgen bedankt

    Standard

    Falls du wirklich zum Therapeuten gehst und eine Verhaltenstherapie anfängst sagt er/sie dir bestimmt nicht nur, wie du dich dann in dieser Situation verhalten sollst.

    Du wirst langsam an den Angstreiz herangeführt, bevor von dir "verlangt" wird, dass du z.B. zur Übung auf der Autobahn fahren sollst, werdet ihr das im Kopf durchspielen.
    Das ist wie ein Stufensystem aufgebaut, wodurch langsam die Angst abgebaut wird.

    Generell kann ein Mensch nur ein Gefühl zu einem Zeitpunkt haben, also wenn du deine Angst erlebst, dann ist da kein Platz für Freude oder sowas.

    Deswegen versuchen es manche auch mit sogenannten "angstinkompatiblen" Reizen. Hast du ein Lied, dass dir super gute Laune macht? Oder ein Hörspiel? Vielleicht auch eine andere Person, bei der du sich sehr wohl fühlst?

    Ich hab mal von einer Panikpatientin gehört, die fährt z.B. gar nich mehr auf der Autobahn... aber unter anderem kommt Panik auf, wenn viele Menschen um sie rum sind - sowas kann gut in einem Shoppingcenter passieren, aber wenn die Freude über den Sommerschlussverkauf und somit über die Schnäppchen so groß ist, ist da kein Platz mehr für die Angst

  8. #8
    Neuling
    Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    9
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    @ REGENWURM
    ist ganz lieb von:-) ja ich hatte schon immer kleine angst vor autobahn, weil es einfach um hohe geschwindigkeit und hohes risiko geht. hatte aber nie panickattacken.. hab aber auch gar kein problem im engen raum mich zu befinden.. damals mit dieser baustelle, ist genau so wie du es sagst, eng (angst um auto und unfall) und kein ausweg.. du fährst als erster und ganze kolonne hinter dir, dieses a... im lkw immer dichter... damit wurde es ausgelöst.... zusätzliche ereignisse hatte ich zu dem zeitpunkt nicht... die angst vor der angst... man sitzt im auto und forscht in seinem zustand ob die symptome vorhanden sind, man beobachten sich die ganze zeit selbst und versucht zu vergleichen ob es grad ein normaler zustand ist und man einfach zu viel darüber nachdenkt oder es tatsächlich grad wieder los geht...
    muss ehrlich gestehen gehör leider zu den den menschen, die kurz was über irgendwelche krankheit lesen, zwei symptome vergelichen und sicher sind dass sie es auch haben... also ganz üble sache.... ist aber seit jahren schon tausenmal besser...
    danke für deine ratschläge, denk auch die ganze zeit dran, muss nur einen guten, der sich damit auch gut auskennt finden

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Plötzlich Angst beim Autofahren
    Von Kaja im Forum Ängste
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 28.08.2011, 08:00
  2. panik vorm autofahren
    Von lokfan im Forum Ängste
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 13.05.2010, 17:38
  3. Angst vorm Autofahren
    Von Lloreter im Forum Ängste
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 25.04.2010, 23:00
  4. Autofahren nach Wutausbruch
    Von helmes63 im Forum Zwänge
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 07.03.2009, 14:47
  5. autofahren nach einem unfall
    Von Brötchen im Forum Ängste
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 05.11.2008, 12:45

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!