Hey,
es geht um meine jüngere Schwester. Sie ist 20 Jahre alt und hat seit Monaten (seit letzten März) immer wieder Panikattacken. Es fing damit an, dass sie eine Magen-Darm Grippe hatte und dabei etliche Kilos verloren hat (1,60m groß und 43 kilo). Da fings dann an. Sie denkt dauernd, sie bekommt schwer Luft, der Krankenwagen musste deswegen kommen. Aber nichts wurde gefunden. Seitdem rennt sie ständig zum Arzt und nimmt nicht zu. Die Ärzte können nichts finden, auch nicht wenn sie zu anderen Ärzten ging. Aber sie ist felsenfest davon überzeugt, dass sie totsterbenskrank ist, kann deswegen Nachts nicht schlafen und hat Beruhigungspillen bekommen. Sie ist jetzt auch in Psychotherapie... Die Ärzte sagen ihr, dass sie viel zu dünn ist... aber sie nimmt nicht zu, weil sie sich einfach nicht drum kümmert. Dann wird auf Partys übern Durst getrunken und wenn sie dann einen Kater danach hat, ist sie wieder TOTAL krank und will ins Krankenhaus. Dann denkt sie sie hat Lungenkrebs, raucht aber ständig. Lieber Rauchen als mal etwas zu essen... Und WENN sie isst, dann irgendwelches ungesundes Fastfood, ABER sie hat panische Angst vor gefährlichen Mängeln. Sie tut alles, was ihre Ängste am Ende nur bestätigen könnte, macht aber nichts dagegen. Denn kaum hat der Arzt gesagt, dass sie nichts hat, außer Untergewicht, gehts ihr wieder paar Wochen gut und sie macht weiter wie bisher.
Ich hab keine Ahnung ob sie essgestört ist. Also gestört ist das Essverhalten auf jeden Fall, ich weiß jetzt aber nicht, ob sie mit Absicht so dünn sein will. Sie hat ein ganz schlechtes Selbstwertgefühl. Sie denkt sie muss ALLEN gefallen (auch Fremden), sie darf niemanden enttäuschen, etc, also das is auch ganz schlimm. Deswegen halte ich es für möglich, dass sie so dünn sein wollte. Wir sind uns halt sehr ähnlich, es äußert sich bei uns nur unterschiedlich.
Da das alles nun schon seit Monaten anhält, sind alle Familienmitglieder schon ziemlich am Ende mit den Nerven, besonders ihr Freund.
Ich würde ihr SOOO gerne helfen. Ich weiß nicht was ich da tun oder sagen kann...
Klar es muss ja auch von ihr selbst kommen. Aber sie lässt alles SO lange warten, bis es kritisch wird. Ich weiß nicht, ob es ihr an Antrieb fehlt (ich denke aber schon). Ihre Arbeitsstelle im Freiwilligen Sozialen Jahr ist auch allmählich gefährdet, weil sie eben dauernd krank ist, dauernd zum Arzt rennt, dann geht's ihr da wegen dem Untergewicht schlecht (niedriger Blutdruck).
Ich hoffe, dass mein Text jetzt nicht böse klingt. Ich bin ja schließlich mit meinen Dingen nicht besser als sie, ich zeige es hier zu Hause nur niemanden, deswegen bekommt es keiner mit. Aber ich weiß nicht, es muss doch irgendetwas geben, was man tun kann...Hinterher wird sie richtig depressiv, oder magert mehr ab, oder sie macht Dummheiten... Und da kann ich nicht einfach zu sehen... Ich liebe meine jüngere Schwester ÜBER ALLES!!!!
Naja danke schonmal!!!
Liebe Grüße


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), so einige Dinge nachvollziehen und nachfühlen zu können - aber trotz dem dieses Thema zwischen dieser Frau und mir völlig offen und unbefangen behandelt wird, muss ich zugeben, dass ich nicht selten an Grenzen komme, ab denen ich mich rat- und hilflos fühle.

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