Hi,
ich hab ein Problem mit der Einstellung meiner Freundin, ich bin 34, Sie wird im Sommer 35. Wir sind jetzt 2 Jahre zusammen und suchen seit 6 Monaten eine Wohnung zum zusammenziehen.
Gestern war es dann "mal wieder" so weit, was anfänglich auf einen netten Abend hin deutete endete in einer wilden heulerei. Wir hatten gegessen, saßen auf dem Sofa und Sie fragte mich ob wir nach der Serie ins Bett gehen sollen kuscheln und uns gegenseitig etwas massieren. Für sowas bin ich immer zu habenSie leider nicht so oft, aber damit habe ich mich schon abgefunden.
Sie legte den Kopf auf meinen Schoß, sagte nichts mehr, ich merkte aber schon das Sie Ihr Gesicht verzieht, dann fragte Sie mich ob ich Selbstvertrauen habe. Ich antwortete Ihr (was ich schon so oft bei der Frage antwortete) das ich der Meinung bin das ich Selbstvertrauen habe, das ich so ziemlich über alles stehe, Sie kenne mich doch und wüsste das das so ist.
Dann fing Sie an zu heulen und beklagte mangelndes Selbstvertrauen an sich , das Sie nie etwas locker nehmen kann, immer alles Perfekt haben will und es dann nicht gut genug ist, vor allem in Hinsicht auf dem Job.
Sie ist eine Karrierefrau, hat es zumindest weit gebracht, mehr Karriere will Sie glaube ich nicht machen, Sie arbeitet für ein Weltweiten Konzern, dort ist Sie hoch angesiedelt und macht mit PR / Kommunikation.
Naja, Sie meinte das Sie mich beneidet für meine "lockere" Einstellung, das ich ärger im Job besser wegstecken kann und wenn ich nach Hause komme der Job vergessen ist. Sie beneide auch meine Motivation die ich Abends noch habe und mich dem Sport oder andere Hobbys widtme. Sie würde immer total Platt von der Arbeit sein und habe keine Lust mehr oder könne Sich nicht motivieren noch was zu machen.
Das war nicht das erste mal das Sie von jetzt auf gleich anfängt zu heulen und sich in Frage stellt. Ich stehe dann erstmal immer ganz dumm da und überlege ob ich etwas gesagt /getan haben könnte was Sie verletzt hat. Wenn Sie dann so kommt versuche ich zu Hinterfragen ob nicht doch Ich der Auslöser für den Heulanfall war. Sie meint dann nein, ich könne da nichts für.
Einziges Streitthema in den 2 Jahren war immer wieder Ihre Arbeit, ich habe Sie zwar als "Arbeitstier" kennengelernt, aber Ihr nahegelegt das Sie das in Zukunft ändern solle weil ich den Eindruck habe das Sie am ausbrennen ist. Dein Eindruck habe ich weil ich selber schonmal ausgebrannt war, in meinen wilden Jahren von Null auf nichts an die Spitze mit 16-18 Std Arbeit am Tag, Freizeit kannte ich nicht, dann wars irgendwann vorbei, gekündigt, Job Weg, gespartes aufgebraucht, keine Freunde, hat 2 Jahre gedauert bis ich wieder auf die Beine kam. Den Job im Hintergrund stellte und mich mehr um Freunde und Freizeit kümmerte.
Meine Freundin arbeitet viel, trotz gleitender Arbeitszeiten WILL Sie immer um Punkt 9:00 im Büro sein, Mittagspause macht Sie nicht, und frühestens um 18:00 macht Sie schicht. Meistens wird es 19 oder 20 Uhr. Dann aber auch sagt Sie mir nicht Bescheid, Sie vergisst es , wenn ich dann mal um 20 Uhr anrufe und frage wo Sie ist, und Sie sagt noch im Büro, und ich sage guck mal auf die Uhr, fragt Sie sich wo die letzten 3-4 Stunden hin sind. Für mich ärgerlich weil ich dann daheim sitze und warte, manchmal sogar schon mit fertigen Essen sofern wir eine Uhrzeit ausmachten.
Dann Abends versuche ich Sie auf andere Gedanken zu bringen und schaffe das nur selten, oft grübelt Sie bis spät in die Nacht über die Arbeit, ob das richtig war und ob sie nicht das noch vergessen hat. Und auch am Wochenende kommt Sie nicht runter, so letztes WE z.B. standen wir auf dem Balkon und ich schlug die Sonntagsplanung vor und Sie fällt mir ins Wort und erwähnt das Sie vergessen hat Ihren Vorgesetzen eine Email zu schicken und fängt an sich Szenarios auszumalen was für Konsequenzen das haben wird für Sie am Montag.
Durch Ihre recht hohe Position hat Sie Personal unter sich(3 Untergeordnete), mit dem es ständig kracht und Sie deswegen auch schon öfter bei mir ausgeheult hat, Sie ist wohl nie zufrieden mit den Arbeiten Ihrer Untergeordneten, und wenn diese etwas in Ihren Augen nicht richtig machen, nimmt Sie sich der Sache selber an, weil wenn Sie die Sache erneut überarbeiten ließe diese wieder Falsch werden würde und sie letztendlich es doch machen müsste, so könne Sie dies auch direkt machen. Schlimmster Vorfall war vor ein paar Monaten eine Mitarbeiterin die meiner Freundin sagte Sie sei eine Tyranin als Chefin und hat dieses Argument als Anlaß genommen zu kündigen.
Das hatte meine Freundin total fertig gemacht, Tagelang hat Sie geheult und sich vorgeworfen ein schlechter Mensch zu sein, die Situation dann auf mich übertragen, Sie habe auch den Eindruck Sie würde mich nicht glücklich machen.
Sie meint das Sie ständig versuche es allen recht zu machen und Ihre Arbeit perfekt zu machen, und Sie habe ständig den Eindruck Sie könne das nicht , und würde deswegen versuchen noch mehr Kraft reinzustecken und das würde Sie fertig machen.
Für mich irgendwie logisch, irgendwann gehts halt nicht mehr, nur ich weiß auch nicht was ich tun kann und was Sie tun könnte. Sie ist eine wunderbare Frau, und wir haben auch schon mehrmals von Familienwunsch gesprochen nachdem wir zusammen ziehen. Nur ist es für mich schwer diese Zukunftsgedanken auszubauen wenn ich sehe wie überfordert Sie mit allem ist.
Wegen Ihren Job komm ich oft zu kurz, damit kann ich Leben, ich habe genügend Freunde und Hobbys, aber ich habe Angst das wenn wir eine Familie gründen das unser(e) Kinder dann zu kurz kommen weil Sie sich ein Ausstieg aus dem Job nicht vorstellen kann. Und wenn Sie es nicht schafft den Job im Büro zu lassen sehe ich hier ein ernstes Problem für uns.
Alle Kraft die Sie hat steckt Sie quasi in den Job und trotzdem ist es nicht genug, ich fühle mich schon quasi als Ihr Ruhepol, Ihre Energiequelle, habe den Eindruck Sie lädt den Akku bei mir auf und verschwendet die Energie auf der Arbeit. So z.B. bin ich regelrecht genervt wenn Sie Konferenzen/Meetings/Abendveranstaltungen bis mitten in die Nacht hat, oder auf Geschäftsreise ist. Da ist Sie dann von 8:00 bis 1:00 unterwegs. Wenn wir uns unter der Woche sehen will Sie meist schon ab 22Uhr im Bett. Für den Job also kann Sie bis geht nicht mehr durchmachen, möchte ich aber Abends noch etwas Kuscheln, oder ein Spaziergang machen, was Spielen, ... ist Sie zu Müde dafür. Und an Wochenende schläft Sie meist gerne durch.
Wenn ich es dann mal schaffe Sie aus der Wohnung zu bekommen um mit anderen Leuten (meine Freunde) was unternehmen ist Sie im Anschluss auch oft wieder weinerisch, meine Sport Kameraden(innen) hätten ja alle so eine tolle Figur, und die anderen Freunde hätten ja so viel Ahnung von dem und den Thema, Sie könne da nicht mithalten und fragt mich dann ob es nicht besser wäre sich zu trennen und ich mir eine Freundin suche mit der ich mehr gemeinsam habe und mehr Freizeit verbringen kann.
Ich habe Ihr schon öfter vorgeschlagen das Sie eine Ablenkung zur Arbeit braucht, ein Hobby oder etwas anderes zum Ausgleich, es muss auch keins meiner Hobbys sein, wir könnten uns was neues suchen was uns beiden gefällt. Die Idee fand Sie gut, aber zeigt null eigeninitiative irgendwas machen zu wollen, unsere Freizeitplanung übernehme ich fast gänzlich weil Sie null Initiative zeigt. Damit es auch nicht immer um mich geht, und wenn ich mal Anfragen von Ihren Freunden bekomme, kümmere ich mich auch da um ein Treffen, weil ich der Meinung bin dass es Ihr gut tut Ihre eigenen Freunde mal wieder zu treffen. Sie ist mir dafür auch dankbar das ich da immer an alles denke und für Sie mitdenke, dennoch finde ich sollte Sie sich selber mehr um Ihre Freunde kümmern. Wenn ich mal was für mich machen möchte und Ihr nahelege das Sie dann mit Ihren Freunden was macht, laeuft es meistens auf ein "Privates Geschäftsessen" hinaus mit irgendein kollegen. In meinen Augen kein Geschäftsessen, sondern ein Privates Treffen, und der Kollege vielleicht mehr Freund als Kollege, aber in Ihren Augen rein Geschäftlich, zumindest spricht Sie so darüber, weil man sich nur über Geschäftliches Unterhaelt und nichts privates.
Dann hat Sie meines erachtens nach noch ein Problem, und zwar erschrickt Sie oft wenn ich Sie unerwartet anfasse, da reicht schon ein Hand auf die Taille legen oder mal übers Haar streichen. Ganz schlimm wird es wenn ich Sie mal in die Seite piekse, mit dem Finger anstupse. Das verärgert Sie total, Sie wird wütend. Ich weiß dass, vergesse das aber gerne weil das meinerseits als Spaßig empfunden wird. Sie meint dann ich wäre wie Ihre großen Brüder welche Sie als Sie klein war wohl immer schikaniert hätten. Allein die Andeutung das ich Sie mal durchkitzeln wolle verärgert Sie so das Sie im Anschluss ne Stunde schweigt.
Dann hat Sie noch eine "Menschenphobie" Sie kann es nicht haben wenn an einem Ort viele Menschen sind, aus dem Grund sind wir z.b. letztes Jahr kein mal Schwimmen gewesen, weil der Badesee oder das Freibad "zu voll" waren, ein einsames Plätzchen suchen viel aus weil Sie keine Bikini Figur hat und im Badeanzug nicht gut aussieht. (Sie hat zwar etwas Übergewicht, höchstens 10-15 Kg) aber meines erachtens nach nicht so schlimm das man sich verstecken müsste)
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Sie leider nicht so oft, aber damit habe ich mich schon abgefunden.
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Allerdings kann ich mir so wie die Situation ist mir das nicht vorstellen, keine Lust jeden Abend eine Münze zu werfen um auszumachen wann Sie dann nach Hause kommt. Allerdings sollen sich Frauen mit Kinder ja u.U. grundlegend verändern. 
, darauf würd ich lieber nicht bauen! Und wenn sie sich verändern, dann nehmen sie alten ungelösten Probleme eher mit auf die neue Ebene, als dass die einfach so ins Nirvana verschwinden würden.

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