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Thema: Persönliche Eignung für Psycholgie - Studium

  1. #1
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    Standard Persönliche Eignung für Psycholgie - Studium

    ich habe WS 08/09 besser SS 08 vor Psycholgie zu studieren
    nun die obligatorische erste Frage ich haben einen NC von 2,0 bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits 2 Wartesemester, da kommen dann je nach dem noch eins oder zwei drauf.. welche Chancen habe ich... ich weiß das teilweise oder oft 8 und mehr Wartesemester anstehen... sind die Chancen in SS anzufangen höher, weil sich die meisten zum WS hin bewerben?

    Ich habe bisher einen eher naturwissenschaftlichen Berufsweg eingeschlagen:
    Ausbildung zum BTA und dann spezielles BioTech - Abi... meine Denkweise ist von daher realtiv analytisch - empirisch geprägt ist das von Vorteil oder muss ich da umdenken?

    Mich faszineirt vorallem die Wahrnehmung des Menschen für sich und zu seiner Umwelt und das darauß resultiernde Verhalten gegenüber der Umwelt, desweitern auch kognitive / gedankliche Schutzmechanismen des Menschen zb. kognitive Dissonanz (Doppeldenk in 1984 von George Orwell - ganz große Literatur ; ist zwar weltbekannt wegen den beschrieben Überwachungsapparat geht jedoch vorallem um diesen gedanklichen Prozeß s.o. ) Gibt es auch philosophische Ansätze in dem Studium / späteren Arbeit - das würde es für mich das ganze noch attraktiver machen

    Ich weiß für mich selber noch nicht 100% ob ich in die klinische P. gehen will... ich denke das mir das analysieren und "vorhersagen" von Reaktionen der Menschen großen Spaß machen würden... was sollte man da machen... ?

    auch ob ich den täglichen und jahrelangen Kontakt mit Menschen, welche psychisch "erkrankt" sind
    s. auch
    http://www.psychologieforum.de/heilu...sche-1107.html
    [ da gehts für mich vorallem um den moralischen & politischen aspekt ]
    und wenn keine größeren erfolge / veränderungen eintreten - die professionelle distanz verlieren würde,weil emotional verbunden fühlend, zu starkes mitgefühl usw. , ertrage, weiß ich noch nicht... dazu muss mans wohl "einfach" ausprobieren, oder kann man da schon was zu sagen ...?

    Ich behaupte von mir selber das ich mich relativ gut in andere Menschen hinein denken kann, so vervollständige ich zb. sehr oft die Sätze andere Leute oder bringe auch Reaktionen oder Ansichten div. Personen Verständnis gegenüber und versuche sie aus der jeweiligen Sichtweise zu erklären, die andere nicht verstehen... dabei passiert das ganze zum teil recht intuitiv und vorallem auf einer interlektuellen ebene d.h. es stellt sich meist kein wirkliches mitgefühl ein, sondern eher eien art sachliche empathie ohne gefühle (nun gut ich weiß ja das es das nicht gibt, aber so fühle und denke ich von mir)
    [letztens sagte ich meiner Mutter gegenüber das ich selber von mir das gefühl habe wenig Gefühle nach außen hin zu zeigen, was sie aber dementiert.... falsches/schlechtes selbstbild?! - vorallem weil dies bei meinem vater und auch Bruder zu sehen ist bzw. es einem so erscheint]
    .... wie soll ich damit umgehen bzw. wie würde sich das später auf die Arbeit auswirken - lieber die finger davon lassen?

    ich bin eher jemand der seine eigenen emotionen eher schlecht ausdrücken kann, sodass zb. die Menschen spüren das ich zuneigung ihnen gegenüber empfinde - das ist wohl kaum förderlich, oder?

    weiteres fällt mir sicher noch ein und falls ich nen thread über das zuletzt genannte in nem andern thema eröffne, dann poste ich einfach mal nen link damit man den gesamtzusammenhang verstehen kann

    für antworten und meinungen ich jetzt schon einmal

  2. #2
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    Standard

    Ich denke, eine wissenschaftliche, empirische Denkweise ist schon förderlich für ein Psych.Studium. Mit Intuiotion hat es nur bedinkt zu tun. Philosophische Ansätze sind denke ich auch drin. Ich kenne persönlich jemanden, der einen Dr. in beidem hat.
    Gefühlsmäßig sollte man sich schon abgrenzen können. Für mich persönlich wäre es zwar interessant, aber ich glaube, dass ich mich in den tiefen des menschlichen Denkens und Fühlens immer mehr selbst analysiren und darin verlieren würde. Diese Gefahr besteht. Ob dies bei dir auch zutrifft, kannst du aber nur selber wissen. Ich glaube, deine Chancen sind nicht schlecht. Deine Ausbildung gibt bestimmt extra Punkte und mit den Wartesemestern liegt dein Schnitt dann bei 1,...

  3. #3
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    Standard ...

    Hallo Oligo,
    tut mir leid, dass ich das jetzt so einfach schreibe - aber ein NC von 2.0 reicht nicht. Der ZVS-NC liegt meist bei ca. 1,2 - 1,4, der hochschulinterne NC ist zwar etwas kulanter, aber 2,0 reicht nicht.

    Es stimmt auch nicht, dass durch Wartesemester der NC besser wird. Wartesemester sind ein "entweder-oder"-Phänomen: ab einer bestimmten Anzahl an Wartesemestern bekommt man den Studienplatz, egal, welchen Abidurchschnitt man hat. Wie viele Wartesemester man braucht, würde ich mal auf der zvs-Seite nachschauen, im vorletzten WS waren es 7.

    Das Psychologiestudium selbst ist auch sehr wissenschaftlich und bildet nicht zum Therapeuten aus (klinische Psychologie hat man auch erst im Hauptstudium), am Anfang ist vor allem die Methodenausbildung wichtig.

    Eine Alternative wäre, Psychologie in Holland zu studieren, da ist der NC viel niedriger.

    LG
    Marius

  4. #4
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    Der NC kann sich gar nicht verbessern. Der NC ist die Grenze der Unis/Hochschulen bis wo sie Bewerber zulassen. Man bekommt aber die Wartesemester angerechnet und, wie oben schon gesagt wurde, irgendwann bekommst du nen Platz. Kommt eben drauf an, wie alt du bist und wie lange du warten möchtest.

  5. #5
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    hu,
    ich bin 21jahre alt... je nach dem ob ich dann noch ne 5jährige therapeuten ausbildung machen will (war doch richtig so oder?), wäre schon schön wenns schnell klappt . ansonsten würde ich biologie studieren mit dem schwerpunkt neuronale mechanismen & verhalten, das dann immer weiter oder ggf. fürn Master versuchen zu wechseln...

    ich will am liebsten nach Bi, weil ich da relativ nah wohne (auch wenn ich umziehen muss), schon da jemand kenne, die uni zwar potthässlich aber gut organisiert (weil nur ein gebäude - keine rennerei und gesuche) und die im ranking auch ganz gut ist.

    dort lag der NC WS 07/08 bei 1,4 ohne Waartesemester und mit 8 Wartesemestern bei 2,6. also gaanz knapp 6 mit glück dabei dabei
    auch wens sich das ´türlich verändern kann...


    mfg

    p.s.: irgendwie denke ich das ich wenn ich später im beruf bin (wo auch immer und in welchem gebiet) die menschen dort zu sehr theoretisiere, soll heißen zu sprechenden, nach bestimmten regeln funktionierenden Wesenheiten mache. will ich nicht, aber das brauch ich wohl (leider auch jez schon) um distanz zu bewahren.....
    Geändert von Oligo (10.12.2007 um 23:28 Uhr)
    When did I realize I was God?
    Well, I was praying and I suddenly realized I was talking to myself.

    Peter O'Toole

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von Oligo Beitrag anzeigen
    p.s.: irgendwie denke ich das ich wenn ich später im beruf bin (wo auch immer und in welchem gebiet) die menschen dort zu sehr theoretisiere, soll heißen zu sprechenden, nach bestimmten regeln funktionierenden Wesenheiten mache. will ich nicht, aber das brauch ich wohl (leider auch jez schon) um distanz zu bewahren.....

    Hi Oglio,

    ob das dann so ist, hängt meiner Meinung nach sehr von Deiner Motivation hab, warum Du diesen Beruf ausübst, und von Deiner bis dahin erworbenen Lebenserfahrung. Wenn Du sie zu Wesenheiten machst, kann es sein, dass die Kasse leer bleibt , weil Du den Leuten damit nicht wirklich hilfst und sie drum davonrennen. Kann aber auch sein, dass die Kasse richtig brummt , weil die Leute bis dahin sich lieber als Kranke bestätigt wissen wollen, als sich heilen zu lassen, weil sie damit Selbstverantwortung abgeben können *achtung Sarkasmus*

    Wenn es Dir um die Menschen geht, wirst Du um ein gewisses Maß an Empathiebereitschaft nicht herumkommen. Aber das wertfreie Hingucken bzw. hinhören und das Trennen und Erkennen von Projektionen bzw. Übertragungen gibt an sich schon einen Selbstschutz. Und das sollte eigentlich Lerninhalt einer therapeutischen Ausbildung sein. Es gehört nunmal zum Handwerkszeug, das gelernt werden will, dass man sich auf den Menschen einlassen kann, seine persönlichen Themen von seinen unterscheiden kann und ihn nicht rastermäßig abfertigen muss.

    Ich gebe zu, genau an dem Punkt liegen meine Vorurteile, die ich den akademisch Ausgebildeten gegenüber hab. Es hängt doch sehr davon ab, welche Fortbildungen die haben und aus welchem persönlichen backround die kommen.

    Zitat Waris: Gefühlsmäßig sollte man sich schon abgrenzen können. Für mich persönlich wäre es zwar interessant, aber ich glaube, dass ich mich in den tiefen des menschlichen Denkens und Fühlens immer mehr selbst analysiren und darin verlieren würde.

    Genau deshalb finde ich, sollte parallel zur Ausbildung ein eigentherapeutischer Prozess zur Pflicht werden. Ich weiss nicht, wie das bei einer akademischen Ausbildung ist. Vermute mal nicht. Ich möchte ungern zu einem Psychologen gehen, der seine eigenen Leichen im Keller nicht kennt. Da hätte ich Schiß, dass der seine Leichen zu meinen macht.


    LG Gaby

  7. #7
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    hu,

    ich habe von einem freund gehört, der eine zeitlang in psychologischer Betreuung war, das ihm sein Psychologe gesagt hat, das diese sich selber in regelmäßigen Abständen mit anderen treffen, die sich aussprechen um das alles was sie hören usw. zu verarbeiten.
    wenn das überall praxis wäre / ist, dann wäre das sehr gut.

    meine motivation? schwierig so zusammen zu fassen. i überlege aber mal genauer drüber nach und poste dann

    mfg
    When did I realize I was God?
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    Peter O'Toole

  8. #8
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    Das was du schreibst, nennt sich Supervision. Ich weiß, dass es auf jeden Fall alle Leute machen, die therapeutisch in Teams arbeiten. Ob es Selbstständige auch machen, dass weiß ich nicht. Ich denk mal, da beruht es wohl auf Freiwilligkeit. Ich finde das aber zur Evaluation und Selbstreflektion sehr wichtig.
    Ich glaube, im Studium wird man mit so vielen Sachen konfrontiert, die auch die eigene Persönlichkeit betreffen, dass man da schon merkt, ob es das richtige ist, oder nicht. Dann sollte man auch den Mut haben, sich einzugestehen, dass es das nicht ist. Aber nicht jeder Psychologe muss therapieren(kann er glaub ich auch gar nicht, oder?). Es gibt ja auch Forschung und sowas. Ich denke, man kann das nicht 100 % vorraussagen und du kennst dich ja selbst immer noch am besten. Ich beneide Menschen, die die Psychologie beherrschen. Für mich ist es das interessanteste Fachgebiet überhaupt.*schwärm*

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