hallo!
..da ich absolut völlig verzweifelt bin, möchte ich nun mal ein forum nutzen, um meine sorgen loszuwerden..
ich bin 24 jahre alt, gelernte jugend-und heimerzieherin und wohne seit 2004 nicht mehr bei meinen eltern. mein ganzes leben lang plagen mich depressive stimmungen. mit 10 jahren habe ich meiner mutter einen brief geschrieben, dass ich es nicht verstehe, warum ich überhaupt auf der welt bin und am liebsten nicht leben würde. die jahre vergingen mit mal guten und mal schlechten phasen und immer wieder bekam ich mich mit meiner mutter heftigst in die wolle, weil sie mich mit meinen problemen nicht verstehen konnte. diesen satz "stell dich nicht an" kam jedes mal vor, was es nicht besser machte. die zeit in der realschule war alles andere als angenehm. ich wurde ausgegrenzt, ausgelacht und ich KONNTE NIX. das sahen alle so. ob es sport, mathe oder sonst irgendein fach war, ich war ein loser.
habe mir dann oft gewünscht, einfach umzufallen und nicht mehr aufzuwachen. während meiner ganzen schulzeit war ich unterernährt und viele machten sich deshalb sorgen. ich machte mir dagegen keine sorgen..ich sah es als bestrafung. wenn es mir nicht gut ging oder ich mal wieder die welt schwarz sah, dann hab ich nix gegessen. so konnte ich tage damit verbringen.
gut, schulzeit vorbei. ich wollte nur noch weg, alles vergessen und damit abschließen.
hab dann 2 jahre lang ein vorpraktikum gemacht und bin von zuhause ausgezogen. meine eltern schon seit einigen jahren getrennt lebend, aber noch zusammen im gemeinsamen haus. das verhältnis zu meinem vater war noch nie wirklich gut. er interessierte sich in der regel nur für mich, wenn er mit mir angeben konnte. ansonsten war für ihn die arbeit der mittelpunkt der welt. das war schon immer so. das verhältnis zu meiner mutter litt immer mehr, da wir uns so oft in den haaren hatten und mich weder aufgehoben, noch verstanden gefühlt hatte. also hatten wir teilweise monatelang keinen kontakt. zu meinem vater ja eh nicht.
..also, ausbildung gemacht..absolut kein geld gehabt. keine finanzielle, noch psychische unterstützung seitens der eltern. meine mutter hat sich zwar mühe gegeben, es gelang ihr aber nicht allzu oft.
habe dann am anfang der ausbildung zusammen mit meiner mutter bafög beantragt. später einen bildungskredit aufgenommen, da ich mit ca. 200euro nicht weit kam. miete musste ich zahlen, usw. so, ausbildung vorbei..3/4jahr im beruf gewesen, machte mein freund (mit dem ich 3jahre zusammen war) schluss. ich war absolut abhängig von ihm. er hat mir immer versucht zu helfen, egal was ich für probleme (meistens finanzielle) hatte. ich konnte mir dann nicht mehr vorstellen, alleine ohne ihn klar zu kommen. nun ja, mir ging es immer schlechter. angst, panikattacken vom feinsten..selbstmordgedanken, dann auch tabletten geschluckt...und ich kam in einen psychiatrische tagesklinik, weil ich mich gewehrt habe in eine psychiatrie zu gehen. nach den 3 monaten klinikaufenthalt ging es mir recht gut. habe neuen mut gefasst und mich im sozialen bereich bei einer knapp 50%-stelle beworben. habe da aber auch schon gemerkt, dass ich mich in dem beruf, den ich gelernt habe, nicht mehr so wohl fühle..und ich die probleme der kinder und jugendlichen kaum aushalten kann. da es mich immer an meine erinnert hatte. ich konnte mich also nicht abgrenzen.
ich hab mich dann bei einem college für musikpädagogik beworben und wurde aufgenommen. mein plan war es, die musik (die mir das wichtigste im leben ist) mit meinem gelernten beruf zu verbinden. das war das ERSTE ziel, das ich mir jemals im leben gesetzt habe und ich mich gleichzeitig wirklich glücklich gefühlt habe. ..ich wurde aufgenommen, was für ein unglaubliches gefühl.
super rückmeldung von den dozenten/schulleiter bekommen..alles toll. ..bis ich einen schrieb bekam: verdacht auf betrug/bafög. ich soll alles wieder zurückzahlen,knapp 5000euro. zusätzlich musste ich ja den bildungskredit zurückzahlen. also bumm-zack: 7000euro-schulden. ..und dazu keine unterstützung für das college. ich war also gezwungen, die ausbildung vorerst abzubrechen und ein urlaubssemester zu machen.
nach langem verzweifeln, weinen, schreien...entschloss ich mich alles daran zu setzen, es doch noch zu schaffen. bin dann für die ausbildung umgezogen, neue arbeit im sozialen bereich angefangen, um geld dafür zu verdienen und die schulden zu zahlen. habe dann bei der neuen stelle angst-panikattacken bekommen, gespuckt, gezittert, durchfall bekommen und bekam dann beruhigungstabletten (zusätzlich zu meinen anti-depressiva).
habs dann noch versucht per krankenkasse mit einer wiedereingliederungsmaßnahme. hat aber nicht funktioniert, da ich es beim arbeiten nicht ausgehalten habe. haben dann das arbeitsverhältnis beendet.
nächter schlag: aus dem verdacht auf betrug/bafög, kam eine anzeige hinzu. musste mir einen anwalt suchen. vom arbeitsamt usw. ist nicht ganz klar, ob ich ne unterstützung bekomme. jede woche, seit über einem jahr geh ich zur psychotherapie und mein therapeut ist auch überfragt, wie ich mich aus meinem elend befreie. ich sehe keine alternative, beruflich gesehen. selbstzweifel plagen mich und es wird immer schlimmer. heulanfälle, überforderung, gedanken kreisen..wo ist der ausgang?, alpträume (sehe im traum meinen mörder) wenn ich pech habe, kann ich das arbeiten im sozialen beruf vergessen, wenn betrug im führungszeugnis steht. (übrigens kann ich da nix dafür, ich wusste von einem bestehenden konto nix- trotzdem muss ich dafür geradestehen) es fühlt sich an, als ob alles verloren ist und ich nicht mehr glücklich werden kann.
habe mir überlegt, vielleicht nochmal in eine tagesklinik zu gehen..weiß aber nicht, ob das das richtige ist. ...es ist mir alles zu viel, ich kann keine entscheidung mehr treffen.
kann mir vielleicht jemand helfen?


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