Hallo alle Zusammen,

meine Frage, gibt es hier auch pflegende Angehörige, die sich um ihre alten Eltern, behinderten Kinder oder andere Familienangehörige kümmern? Wie sind eure Belastungen (seelisch und körperlich)?
Wie kommt Ihr im Alltag zurecht? Welche Entlastungen habt ihr?

Ich betreue und pflege unseren autistischen Sohn (frühkindlicher Autismus mit kaum vorhandener Sprache mit allerdings relativ guten Sprachverständnis, verhaltensoriginell, zeitweise massiven
Schlafstörungen, gelegentlicher Weglauftendenz, Pflegerad 4 früher Pflegestufe 2). Unser Sohn wird demnächst 13 Jahre alt und ist voll in der Pubertät. Wir kommen im Alltag einigermaßen gut
zurecht. Therapien haben wir aufs Notwendigste beschränkt wie Logopädie. 2015 ließ ich Ergotherapie auslaufen, weil es nichts gebracht hatte. Ende 2016 lief auch Autismustherapie aus. Die war toll, aber nach 4 Jahren machen wir erstmal eine Pause. Mein Sohn macht außer Logo nur noch Integrationssport 1x die Woche.

Entlastungsangebote gibt es, die wir auch nutzen auch. Leider geht es nur am Wochenende. Angebote in der Woche gibt es zwar, aber die fangen dann an, wenn Kind noch in der Schule ist (haben
jetzt Nachmittagsunterricht, Tendenz steigend). Und das allgemeine Freizeitangebot ist auch eher mau. Nach den Sommerferien geht es 2x die Woche mit Nachmittagsunterricht los. Fällt es auf den Tag mit Integrationssport, dann darf man ich das Sportangebot streichen. Hört sich wie an wie Jammern, aber ich finde diese ganzen Angebote nicht kompatibel für mein Kind. Für normale Schulkinder ist ja Sport möglich, auch zu einem spätereren Zeitpunkt. Und es gibt Zuwenig Angebote für solche Kinder und wenn, dann sind sie viel zu früh.

Wie sieht es bei euch aus? Würde mich gerne mit ähnlich gesinnten Leuten austauschen

LG Jedimeisterin