psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Plötzliche Down-Phase oder Depressionen?

  1. #1
    Neuling Avatar von Mindhunter
    Registriert seit
    21.09.2006
    Beiträge
    51
    Danke
    2
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Plötzliche Down-Phase oder Depressionen?

    Hallo zusammen,

    tja, wenn ich mir die einzelnen Themen hier im Forum durchlese, erkenne ich mich hier und da durchaus wieder. Dennoch kommen bei mir noch andere Faktoren zusammen. Faktoren, die mich immer wieder mal in ein Loch stoßen und von wo aus ich die Welt nicht mehr verstehe. Solche Down-Phasen hatte ich bisher häufiger; um genau zu sein fast einmal im Jahr.

    Wie ich mich derzeit fühle:

    - Innerlich angespannt
    - Ich habe das Bedürfnis nach menschlichem Kontakt
    - Ich kann nicht gut alleine sein
    - Unruhig und ängstlich
    - Ab und an panisch
    - Minderwertig
    - Ratlos


    Zu meiner Situation:

    Zuerst sei gesagt, dass ich ein Mensch bin, der nicht gut alleine sein kann. Ich brauche Menschen um mich herum - eine Partnerin oder gute Freunde. Dann scheinen Probleme weit entfernt zu sein. Das hat bisher eigentlich immer recht gut geklappt. Meine Partnerin und unser gemeinsamer Freundeskreis haben mir das Gefühl gegeben, wichtig zu sein und geliebt zu werden...sie gaben mir einen Sinn im Leben, eine Festigung. Im August hat sich meine Partnerin nach rund 4 Jahren Beziehung jedoch von mir getrennt - Grund ist ein neuer Mann in ihrem Leben. Mit weggebochen ist unser gemeinsamer Freundeskreis, der sich bis heute von mir distanziert.
    Das hat mich verständlicherweise runtergezogen und die Probleme und Ängste wurden wieder deutlich. Nun saß ich also wieder alleine in der Welt mit meinen Dämonen. Ich kann von Glück sagen, dass ich zur Zeit der Trennung in einer Weiterbildung gewesen bin und so Tag für Tag nette Menschen um mich herum hatte. Das hat mir geholfen, die Zeit zu überstehen und meine Motivation wiederzufinden. Nun ist die Weiterbildung vorbei und ich verbringe die Tage zum größten Teil wieder alleine in meiner Wohnung - grübelnd und mich bewusst ablenkend. Freunde wohnen über ganz Deutschland verteilt und sind daher nur telefonisch erreichbar. Ich muss mir also meine Tage selbst gestalten.

    Ich bin arbeitssuchend und das Geld ist knapp. Rechnungen türmen sich auf und ich überlege mir zweimal, ob ich mir gewisse Dinge leisten kann und will. So auch die Fahrten in die City hinein (ich wohne etwas ausserhalb), um ggf. Freunde zu treffen oder um einfach unter Menschen zu kommen (was ich ja so dringend brauche, um aus meiner Down-Phase zu kommen). Aber es ist ein Teufelskreis: Ich müsste unter Menschen, mich mit Freunden und Bekannten treffen (raus aus der Wohnung und aus dem Alleinesein!), um mein Selbstbewusstsein zu stärken. Das kann ich mir jedoch nicht oft erlauben, weil das Geld für die Fahrten mit der Bahn nicht wirklich da ist. Das bedeutet also, dass ich hier zuhause gelangweilt die Zeit totschlage. Und das deprimiert mich wieder.

    Ich habe schon oft zu hören bekommen, dass ich ein negativer Mensch sei. Ein Pessimist mit einem Hang zur Depression. Um ehrlich zu sein, kann ich diese Aussagen so unterschreiben. Vorgestern hatte ich eine Panikattacke. Mir wurde meine ganze Situation (kein Job, kein Geld, Rechnungen und Mahnungen, Single, wenig Freunde vor Ort) schlagartig wieder bewusst und ich war für mehrere Stunden ausser Gefecht. Schweissausbrüche, Zittern, Herzrasen, Ratlosigkeit. Ich musste raus, hatte das Gefühl mir würde die Decke zuhause auf den Kopf fallen. Bin zu Freunden in die Nachbarstadt gefahren (trotz der Bahnkosten) und war soweit wieder hergestellt am Abend. War motiviert und meine Probleme und Ängste waren weit weg und ich konnte drüber lachen.
    Heute scheint all das wieder weit weg und ich sitze hier wieder in meinem Loch - perspektivlos, angespannt.

    Ich sehe nur das Schlechte in der Welt. Sehe für mich keine positive Zukunft, weder beruflich noch was Freunde und Partner angeht. Gerade jetzt müsste ich mich auf die Hinterbeine stellen und Bewerbungen schreiben, Selbstmarketing betreiben und zumindest eine Hürde im Leben nehmen. Aber wie soll man das anstellen, wenn man mit sich selbst im Unreinen und das Selbstvertrauen einfach weg ist?

    Das sind schon Depressionen, oder was denkt ihr?
    Ist es vielleicht eine Angststörung?

    Ich würde mich gerne mit einem Psychologen zusammensetzen - weiss aber nicht, ob dafür eine einfache Überweisung vom Hausarzt reicht.
    Geändert von Mindhunter (15.01.2012 um 15:01 Uhr)

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Limia
    Registriert seit
    28.10.2011
    Beiträge
    189
    Danke
    32
    8 mal in 8 Beiträgen bedankt

    Standard

    Für den Anfang reicht eine Überweisung vom Hausarzt, Ist vielleicht eine gute Idee, ein Psychologe kann dir gewiss weiterhelfen und deine Fragen am Ausführlichsten beantworten.

    Gruß
    Limia
    manchmal ist es das Beste, nach vorne zu schauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen...
    egal wie weh es tut und wie schwierig es ist. Kämpfe für dein Leben! Keiner hat das Recht es zu zerstöhren!

  3. #3
    Neuling Avatar von Mindhunter
    Registriert seit
    21.09.2006
    Beiträge
    51
    Danke
    2
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Das ist gut zu wissen. Danke dir. Es ist irgendwo immer eine schwere Entscheidung, diesen Schritt zu gehen. Da sich aber diese Down-Phasen bei mir immer wieder zeigen, wäre es wohl an der Zeit, der Sache einmal richtig auf den Grund zu gehen.

    Ich merke weiterhin, dass ich Angst vor Veränderungen im Leben habe und mich davor drücke. Ob es der Umzug in eine andere Stadt ist oder andere Dinge betrifft, die mich aus meinem gewohnten Umfeld reissen. Ich sehe all diese Ängste, Unsicherheiten und Grübeleien in meiner Kindheit verankert. Auch wenn mir das bisher nicht so klar war - aber da scheint man doch ziemlich viel versaut zu haben bei mir.

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Limia
    Registriert seit
    28.10.2011
    Beiträge
    189
    Danke
    32
    8 mal in 8 Beiträgen bedankt

    Standard

    Du machst das, ich kann dein Zögern verstehen, aber es ist letztendlich unberechtigt. Erfahrungswerte. Du weißt wo der richtige Weg lang läuft.

    Wünsche dir alles Gute dabei.

    Gruß
    Limia
    manchmal ist es das Beste, nach vorne zu schauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen...
    egal wie weh es tut und wie schwierig es ist. Kämpfe für dein Leben! Keiner hat das Recht es zu zerstöhren!

Ähnliche Themen

  1. Depressionen oder Reinsteigerung?
    Von ich- im Forum Depression
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 01.12.2011, 10:02
  2. Depressionen Ja oder Nein
    Von Immalaya im Forum Depression
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.01.2011, 15:30
  3. Depressionen oder nur wehleidig?
    Von müla im Forum Depression
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 29.06.2010, 12:42
  4. Depression oder nur eine Phase?
    Von mar00n16 im Forum Depression
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 27.05.2010, 17:32
  5. Depressive Phase? Oder doch etwas anderes?
    Von Shoplifterette im Forum Depression
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 25.07.2009, 19:03

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!