Hallo
ich möchte mich hier über Pornografie auslassen und ich habe Angst davor. Ich habe Angst davor mich hier im anonymen Internet über Pornografie auszulassen, genauso wie ich Angst davor hatte beim Konsum von Pornografie erwischt zu werden. Pornografie beherrscht mein Leben. Es ist auch der Reiz des Verbotenen der mich beschäftigt.
Die Anfänge sind vermutlich in meiner Kindheit zu suchen. Ich bin asexuell von meiner Mutter erzogen worden. Nackte Statuen oder erotisch gekleidete Frauen wurden von ihr mit dem Spruch, der muss aber kalt sein belächelt. Im Vorabendprogramm meiner Kindheit liefen Serien in denen manchmal Bettszenen zu sehen waren, meine Mutter fragte mich was ich davon halten würde, wenn Mann und Frau miteinander schliefen, wenn sie nicht verheiratet waren. Ich kann mich an eine Bildzeitung in meinem Elternhaus erinnern, auf deren Titelseite eine nackte Frau abgebildet war. Meine Mutter fragte mich, was ich davon halten würde, wenn Frauen nackt abgebildet werden. Es ging mir zu nahe. Ich wollte von ihr mit solchen Fragen in Ruhe gelassen werden. Infolge dessen wurde ich immer ganz unruhig, wenn im Fernsehen Bettszenen dargestellt wurden oder eine erotisch, körperlich betonte Frau entgegegen kam. Ich weiß, dass es mit mir etwas angenehmes gemacht hat. Doch die Angst von meiner Mutter moralisiert zu werden war immer stärker.
Als die Pubertät anfing verliebte ich mich in meine Kunstlehrerin. Ich hatte meine erste sexuelle Fantasie mit ihr. Meine Kunstlehrerin trug immer Nylonstrumpfhosen. Da ich vor dem eigentlichen Sexualakt ziemliche Angst hatte vergriff ich mich daher an die Nylonstrumpfhosen meiner Mutter. Ich hatte einen Fetisch entwickelt.
Mit 18 Jahren hatte ich meinen ersten Geschlechtsverkehr. Naja es war ein klassischer Durchhänger, ich war so nervös, dass ich meinen kleinen Freund nicht hochbekam. Außerdem hatte meine damalige Freundin auch kein Nylon getragen. Böses Mädchen
In dieser Zeit kamen auch Satelittenschüssel und Videorekorder im Umlauf. Auf RTL liefen Samstagabends ab 23 Uhr Softpornos und in der Videothek holte ich mir Pornos, die ich mir dann heimlich anschaute. Ein Grund für diesen Pornokonsum war dass ich mich von meinem Nylonfetisch lösen wollte und wahre Sexualität genießen wollte. In der Videothek wurde ich allerdings von einer Vielzahl nylonbestrumpfter Frauen angeregt. Diese Videos zog ich in erster Linie vor.
Ich machte mein Abitur, absolvierte meinen Wehrdienst und studierte. Während meines Studiums kaufte ich mir einen Computer und ein Modem. Mit diesem Modem kam ich ins Internet. Es gab damals einen Linkring für Feinstrumpfhosen. Mary pantyhose links oder so ähnlich. Jeden Abend wählte ich mich ein. Irgendwann kam dann eine Seite Al4A und Southern Charms auf. Al4A stellte die Geschlechtsorgane der Frau in großformatigen Bildern da. Southern Charms war eine Seite auf der Frauen sich bis auf ihre Unterwäsche auszogen. Diese Unterwäsche war sehr erotisch, ähnlich wie die Unterwäscheseiten des Neckermannkatalogs. Ich verbrachte sehr viel Zeit damit mir diese Bilder runterzuladen.
Ich lernte eine Frau kennen, die tiefgründig erschien. Wir erzählten uns viel über unsere Gefühle und unsere Vorstellungen vom Leben. Sie hatte allerdings ein ziemliches Problem: Sexualität. Ich kriegte Körbe, wie Du glaubst wohl nur weil Du Geburtstag hast, ich sei frei verfügbar; solche Frauen sind schuld daran, dass Männer ihre Wünsche frei äußern können, Du streichelst mich ja nur weil Du Sex willst,.... Nachdem diese Beziehung beendet war hatte ich mir einen Schlafzimmerschrank gekauft, der Spiegeltüren hatte. Als ich eines morgens meinen erregten Penis in diesem Spiegelschrank sah, dachte ich an eine Wanderratte in Kampfstellung.
Sobald ich in dieser Beziehung etwas Zeit für mich hatte, versuchte ich mich mit Pornos abzulenken. Ich kam mir dabei zwar ziemlich schäbig vor, aber es war eine Art Nähe, Offenheit, die mir diese Pornodarstellerinnen gaben, die mir in meiner Beziehung fehlte. Es war ein Albtraum an erotischen Dessous mit meiner ehemaligen Partnerin entlang zu gehen. Dazu gehörten die Dessous die Galeria Kaufhof z.B. in der Weihnachtszeit ins Schaufenster ausstellte. Meine Partnerin machte eine Therapie und nach dieser Therapie erzählte sie mir pausenlos von One-Night-Stands. Besser hätte sie mich nicht quälen können. Wir hatten in 4 Jahren 12 mal Sex, wobei 4 Mal ohne große Schmerzen bei ihr verlief. Der Sex mit ihr war nicht schön.
Nach der Beziehung habe ich mir einen Rooter besorgt und mir Pornos runtergeladen. Asktiava bot alle möglichen Versionen der Sexualität. Diese Sexualität mit dem Bildschirm bot mir die Illusion, dass es Frauen gibt, die Spaß an körperliche Nähe haben. Vor einigen Tagen habe ich mir die Geschichten, die sexuellen Handlungen, die ich mir runtergeladen habe genau angeschaut und fühlte mich VERGEWALTIGT. Diese Nacktheit, diese Offenheit mit der mir diese Frauen und Männer begegneten machte mir Angst.
Gruß Saulus


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