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Thema: Positive Psychologie

  1. #9
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    Zitat Zitat von Ste Beitrag anzeigen
    ...
    Gut finde ich, wenn man sich nicht allgemeinen Vorstellungen unterwirft und seinen eigenen Weg geht, wenn man nicht auf jeden Gruppenzwang reagiert und nicht alles nachmacht, was die Mehrheit macht. Sofern man Alternativen hat, die man stattdessen leben kann. Nichts zu tun und dies zu beklagen, dafür hab ich dann wenig Verständnis.

    Grüße

    Ste
    Das sehe ich ähnlich, allerdings hat dieses Nichtstun und klagen meist eine Ursache. Die wenigstens tun dies aus purer Lust und Laune heraus, sondern weil sie z.B. nie gelernt haben aus schwierigen Situationen heraus zu kommen.
    Der Glaube an das Bergauf nach einem Tief hat auch mit positvem Denken zu tun und er ist ein starker Wegbegleiter. Ich denke darauf zielt diese Therapieform am ehesten ab.
    '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

    ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

    Man sollte die persönliche Hölle des Anderen stets barfuß betreten.

    ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

  2. #10
    Neuling Avatar von PaperCrane
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    Standard

    Hallo zusammen,

    Es gestaltet sich nach meiner Erfahrung nach schwer negatives auszublenden
    und positives hervorzuheben, ohne sich nicht bewusst etwas vorzumachen.
    Und Trauer zu verdrängen ist wohl eher schädlich im nachhinein. Es geht darum,
    so ist es zumindest bei mir, zu akzeptieren das schlechte Dinge passieren, man
    mit den Konsequenzen leben muss, und es nichts bringt sich mit unnötigem
    aufzuhalten (wie z.B. dass das Essen anbrennt oder ewig braucht bis es
    ankommt). Das gilt dann aber nicht wenn ein geliebter Mensch verstirbt. Man
    ist traurig, es ist natürlich, und man sollte ehrlich und aufrichtig zu sich sein und
    die Trauer verarbeiten im diesem Sinne dass man, wenn man sich Gedanken
    macht, diese nicht verdrängt sondern solange fortführt bis man sich eben besser
    fühlt. Diese negativen Gedanken kommen ja nicht aus dem nichts, sie haben
    ihre Bedeutung.

    Negatives nicht ausblenden sondern verarbeiten, positives und neutrales als
    das hinnehmen was es ist.

    Mit freundlichen Grüßen,
    PaperCrane
    Dummes Zeug kann man viel reden
    Kann es auch schreiben.
    Wird weder Leib noch Seele töten.
    Es wird alles beim Alten bleiben.

    Dummes aber vors Auge gestellt
    Hat ein magisches Recht.
    Weil es die Sinne gefesselt hält,
    bleibt der Geist ein Knecht.

  3. #11
    Loewenzahn
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    Ich bin grundsätzlich davon überzeugt ,dass die positive Psychologie ein sehr guter Ansatz bei der psychotherapeutischen Behandlung von Menschen ist .

    Andererseits stelle ich mir gerade vor ,ich würde mit einer schweren Depression ,einer Posttraumatischen Störung ,schweren Phobien zu einem Therapeuten gehen und der würde mir erzählen ich solle doch alles nur mal von der positiven Seite sehen ?

    Es würde in einer akuten Krankheitsphase oder nach sehr schweren Gewalterlebnissen einfach nicht funktionieren .
    Man muss über Probleme ,Ängste und schlechte Erinnerungen sprechen können um sie besser verarbeiten zu können .
    Verdrängen ist sicher einfacher aber für den Heilungsprozess und die persönliche Weiterentwicklung nicht so sinnvoll .

    Wenn ich dann aber an langjährige Psychoanalysen denke ,wo man fast ausschliesslich über negative Dinge redet und nachdenkt ohne eine Besserung in Aussicht ,dann ist das wohl auch eine Extremform .

    Es nützt nicht viel seine Probleme gut artikulieren zu können ,aber eigentlich nichts ändern zu können .

    Ich denke ,dass beide Arten von Psychologie ihre Berechtigung haben ,je nach Lebenszeitpunkt, Lebenssituation ,Charakter ,spezifischer Problematik .

    Jemand ,der von Natur aus ein ängstlicher Grübler ist fährt vielleicht mit der Positivpsychologie besser .
    Jemand ,der durch mangelndes Verständis der Menschen und der Lebensgegebenheiten ständig in Konflikte kommt ,dem dürfte die Positivpsychologie herzlich wenig nützen .

    Oder wie sieht es aus bei jemandem mit einem stark ausgeprägten Gewaltpotential ? Vielleicht eher Konklikttrainung und Entspannungsübungen .

    Oder wie sieht es aus bei jemandem mit pädophilen Neigungen ?
    Da geht es um starke körperliche Impulse ,da ist nichts einfach schön zu reden .

    Die Heilung von Menschen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind ein sehr komplexes Thema ,wo es leider kein Patentrezept gibt .

    Wie sieht die heutige Psychologenausbildung eigentlich aus ?

    Liegt der Schwerpunkt eher auf Krankheit oder Heilung ?

  4. #12
    Schreiberling
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    Zitat Zitat von Loewenzahn Beitrag anzeigen
    Wenn ich dann aber an langjährige Psychoanalysen denke ,wo man fast ausschliesslich über negative Dinge redet und nachdenkt ohne eine Besserung in Aussicht ,dann ist das wohl auch eine Extremform .


    Jemand ,der von Natur aus ein ängstlicher Grübler ist fährt vielleicht mit der Positivpsychologie besser .
    Jemand ,der durch mangelndes Verständis der Menschen und der Lebensgegebenheiten ständig in Konflikte kommt ,dem dürfte die Positivpsychologie herzlich wenig nützen .
    Interessant. Das heißt, du würdest auch generell nach Störungsbereich gehen. Kann aber ein Grübler nicht erst recht am Positiven zweifeln, wenn er lernt, dass man ihm Optimismus beibringt? Und jemand, der kauzig ist, könnte nach einer Weile den Wunsch haben, sich zu öffnen.
    Aber es geht auch nicht umnbedingt um das "Schönreden", so wie ich es jetzt verstanden habe. Sondern eher darum, aus dem größten Mist etwas Brauchbares herauszuholen.
    aufwachen, träumerle...!


  5. #13
    Loewenzahn
    Gast

    Standard

    Das hab ich jetzt nicht ganz verstanden ,was Du mit Mist meinst ?

    Probleme sind natürlich Mist ,aber wenn man es wenigstens schafft etwas daraus zu lernen ist es wenigstens positiver Mist !

    Es wird immer schlechte Dinge in der Welt geben .

    Gewalt oder Grausamkeit lassen sich nicht schönreden .
    Man kann sie nur versuchen auszublenden oder zu verarbeiten und so schnell wie möglich vergessen.(für manche nicht möglich)

    Ansonsten ,allem dem man Aufmerksamkeit zuwendet nimmt grössere Proportionen an .
    Deshalb ist es auch so wichtig die kleinen machbaren Dinge des Lebens zu gemiessen : einen Sonnenuntergang ,ein Schaumbad ,ein Stückchen Schokoladentorte ,eine sinnliche Massage ...

  6. #14
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    Zitat Zitat von Loewenzahn Beitrag anzeigen
    Das hab ich jetzt nicht ganz verstanden ,was Du mit Mist meinst ?
    |
    v
    Probleme sind natürlich Mist ,aber wenn man es wenigstens schafft etwas daraus zu lernen ist es wenigstens positiver Mist !

    Es wird immer schlechte Dinge in der Welt geben .
    Haste doch verstanden. ^^
    aufwachen, träumerle...!


  7. #15
    Ste
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von So Ham Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ähnlich, allerdings hat dieses Nichtstun und klagen meist eine Ursache. Die wenigstens tun dies aus purer Lust und Laune heraus, sondern weil sie z.B. nie gelernt haben aus schwierigen Situationen heraus zu kommen.
    Der Glaube an das Bergauf nach einem Tief hat auch mit positvem Denken zu tun und er ist ein starker Wegbegleiter. Ich denke darauf zielt diese Therapieform am ehesten ab.
    Ich stimme bei. Es gibt ja die erlernte Hilflosigkeit. Man lernt ein Schema, dass man verinnerlicht. Es wird Teil der Persönlichkeit. Man beherrscht es, auch wenn es nur die Hilflosigkeit ist.

    Ich habe die Ressourcen orientierte Therapie kennen gelernt, bei der es im Grunde um positive Psychologie gehen dürfte. Auch hat mich mein Therapeut immer damit konfrontiert, wenn ich in seinen Worten "in die Schwäche" gegangen bin.

    Ich hab auch mal irgendwo gelesen, dass die schlimmste Form des Machtmissbrauches ist, wenn man auf die eigene Macht verzichtet, sich selber willenlos ausliefert und den anderen unbegrenzte Macht zuschreibt.

    Dadurch macht man ja auch die anderen unbegrenzt verantwortlich und lehnt selber jede Verantwortung ab. Man bleibt immer Opfer, die anderen immer Täter.

    Grüße

    Ste

  8. #16
    Schreiberling
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    Standard Fragebogen zu Werten und Charakterstärken

    Hier ist eine kurze Befragung zu den eigenen Werten von der Zürcher Uni, die sich mit poisitver Psychologie beschäftigen. Daraus ist auch das Nachfolgeprojekt entstanden, wo man ein Training zu Charakterstärken (www.staerkentraining.ch) machen kann.

    http://ww3.unipark.de/uc/lebenseinstellungen/

    (!!! Ich habe eine längere Form vor einigen Monaten gemacht und eine Ergebnisanalyse zu Charakterstärken bekommen. Diese Umfrage dauert an sich aber mit Sicherheit auch länger als 10 min.)

    Ich finde, dass Tugenden eine spannende positive Wirkung haben können, aber irgendwie liegt darin auch die Gefahr, die Werte als absolut und unabänderlich zu betrachten. Sozusagen ein Dogma, an dem man festhält. Wenn man diese Werte aber regelmäßig hinterfragt und sie relativ betrachtet, finde ich es nicht schlecht.
    Kennt jemand das Training?
    aufwachen, träumerle...!


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