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Thema: Positive Psychologie

  1. #1
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    Daumen hoch Positive Psychologie

    Ist zwar keine direkte Therapieform, ist aber an sich ganz interessant. Die Positive Psychologie betrachtet Faktoren, die zu einer angenehmen Stimmung und Situation führen, sodass man von "Glück" spricht. Das ganze ist zwar erst etwas jünger, die Ideen allerdings schon viel älter.


    3Sat-Beitrag zur Positiven Psychologie

    hr Funkkolleg-Hörbeitrag zur Positiven Psychologie (25 min.)

    ein paar Forschungsergebnisse (engl.)

    Es gibt ein paar Trainings und Therapien, die darauf aufbauen. Ein paar Techniken:

    - Tagebuch mit betont positiven Erlebnissen
    - "Freudenbiographie"
    - sich auch auf unangenehme Dinge des Alltags freuen
    - Sprache anpassen
    - ein sinnvolles Leben führen wollen (Glaube, Existenz, Symbolik)
    - andere verstehen wollen

    Statt sich nur auf das Unglück, Unmögliche und Unbehagen zu konzentrieren, soll man in dieser Richtung eher das Gegenteil machen, aber die Probleme nicht ausklammern. Vielleicht funktioniert es ja. Hat jemand damit konkret Erfahrungen gemacht?
    Geändert von Fernsehturm (16.11.2011 um 12:04 Uhr)
    aufwachen, träumerle...!


  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Fernsehturm für den sinnvollen Beitrag:

    schend1 (14.02.2012)

  3. #2
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    Hallo,

    ich kenne das nicht unter dieser Bezeichnung, habe aber eigene Erfahrungen damit gemacht und mache sie täglich neu.
    Ich gehe auf diesem Weg seit einigen Jahren, den zu beschreiben hier alles sprengen würde.
    Es gab Zeiten in denen, bedingt durch Lebensumstände und andere emotionale Verwicklungen, ich davon abkam und in der Polarität zum Guten herum ruderte. Zum Glück (man beachte das Wort ) kam ich immer wieder zur positven Denkweise zurück, manchmal dauerte es länger, manchmal ging es schneller.
    Fakt ist, man muß es trainieren, da es -ich vermute bedingt durch unsere kulturellen und antrainierten Gewohnheiten- leichter ist negativ zu denken und zu sein. Da greift dann auch das altbekannte "Wir sind was wir denken was wir sind."
    Das interessante ist, dass man selbst sensibler dabei wird. Soll heißen inzwischen spüre ich schneller, meist im selben Moment "das was du gerade denkst tut dir nicht gut".
    Ein wichtiger Aspekt ist der, andere verstehen zu wollen. Dafür habe ich immer wieder versucht die Situation neutral zu sehen (was leicht klingt, es aber selten ist). Das ermöglicht mir eine neue Sichtweise, deren Reflektion sehr oft beiden Seiten weiterhilft.
    Zudem führt diese bewußte Wahrnehmung dazu, sich selbst immer besser kennen zu lernen und hilft die eigenen Ängste, Unzulänglichkeiten, den Zorn, Ärger was auch immer zu bemerken ohne sich direkt oder gar vorher dafür zu verurteilen.
    Ich gehe seitdem positiver und fairer mit anderen Menschen aber auch mit mir selbst um. Was meines Erachtens überhaupt erst einmal die Grundlage für alles ist.
    Das mal als einen kurzen Einblick zu meinen persönlichen Erfahrungen zu dem Thema.
    Eines vielleicht noch, diese Denkweise gelebt und sich selbst darin finden hilft nicht nur einem selbst, es bewirkt auch sehr viel im Umfeld der betreffenden Person.

    Spannendes Thema, danke für Deinen Beitrag.

    LG
    So Ham
    '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

    ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

    Man sollte die persönliche Hölle des Anderen stets barfuß betreten.

    ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

  4. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei So Ham für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (16.11.2011),Farnon (16.11.2011),Jorinde (16.11.2011)

  5. #3
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    Eines möchte ich noch anfügen, ich spreche nicht davon, alles positv zu sehen, wenn draußen dein Hund überfahren wird, das Essen anbrennt, die Gaswerke klingeln und den Saft abdrehen...und man lehnt sich zurück und sagt..."hach alles ist gut....."

    Man kann realistich glücklich und positiv sein, glaubt es mir.
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  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei So Ham für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (16.11.2011)

  7. #4
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    Zitat Zitat von So Ham Beitrag anzeigen
    Eines möchte ich noch anfügen, ich spreche nicht davon, alles positv zu sehen... Man kann realistich glücklich und positiv sein, glaubt es mir.
    Genau das ist die Kunst. Wann übertreibt man? Ich finde, dass man kann man überhaupt nicht pauschalisieren. Jeder ist anders. Ich könnte mir einen Ratgeber wie von Hirschhausen durchlesen, aber die meiste Arbeit bleibt trotzdem für mich. Von daher würde mich interessieren, inwieweit die Psychologen da wirklich wieder helfen können.
    aufwachen, träumerle...!


  8. #5
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    Inwieweit meinst Du sollen die Psychologen helfen?
    Ich denke man sollte die Realität nicht aus den Augen verlieren. Klar kann man das nicht pauschalisieren, aber da wir nun mal alle hier zusammen leben, gilt es schon bestimmte, feststehende Dinge zu beachten.

    Ein Therapeut kann sowieso immer nur begleiten, jeder muß seinen Weg selbst gehen und ich denke bei dieser "Therapie"form könnte ein Therapeut helfen, indem er aufzeigt wie man positiver werden kann (auch durch die in Deinem ersten Beitrag genannten Beispiele), aber auch aufzeigt, wenn der Betreffende seine Bodenhaftung verliert und beginnt auf Wolken zu schweben (leider sehr häufig im Eso Bereich zu sehen). Was ihm im Leben letztendlich noch weiter zurück werfen wird im schlimmsten Fall.
    Ein Suchen findet automatisch statt. So ist es zumindest in meiner Erfahrung. Sprich das richtige Maß zu finden und auch noch "alltagstauglich" zu bleiben.

    Wenn ich zurückblicke kann ich klar sagen, der Weg hat sich gelohnt und mich durch sehr viele Höhen und einige Tiefen geführt. Ich wurde empathischer dadurch, nehme viel mehr wahr, positives wie negatives und kann dadurch auch oft andere auf Dinge aufmerksam machen, die ihnen gar nicht auffielen und die zu erkennen für sie sehr hilfreich war.
    Und ich gehe mit mir ganz anders um, das hat mich sehr verändert.

    LG
    So Ham
    '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

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  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei So Ham für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (21.11.2011)

  10. #6
    Ste
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    Wichtig wäre doch, dass die Menschen wieder authentisch werden, dazu gehört aber auch, dass "negative" Gefühle ebenso ungefiltert zum Ausdruck kommen dürfen wie "positive".

    Leider werden aber zunehmend nur noch die positiven Gefühle erlaubt, die negativen werden sofort als Aussetzer, Ausraster oder fehlende Selbstbeherrschung fehlinterpretiert.

    Wo früher noch tagelang getrauert wurde, alles still stand, wenn ein geliebte Mensch gestorben ist, stürzen sich die Menschen heute in die Arbeit und den Stress, damit sie ja ihre "negativen Gefühle" verdrängen können.

    Ob das nur aufgrund des heutigen Lifestyles geschieht oder aufgrund von psychologischer Schulung, macht für mich keinen Unterschied. Man kann nicht nur die Sonnentage akzeptieren und den Regen als dumm und bösartig darstellen. Die verschiedenen Seiten der Gefühlslandschaft befruchten und bedingen sich gegenseitig. Man kann nur ganzheitlich als emotionales Wesen leben.

    Grüße

    Ste

  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Ste für den sinnvollen Beitrag:

    eumaios (28.11.2011)

  12. #7
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Klar soll man negative Gefühle nicht ausklammern, das gehört genauso zum Leben dazu.

    Interessant ist das Wort "müssen" - wie in dem ersten Beitrag. Das versuche ich schon seit einiger Zeit aus meinem Wortschatz zu streichen. Das Wort macht einfach nur Stress. Und ich versuche, mich auf das Positive des Tages zu konzentrieren und abends wieder hervorzuholen, dabei aber das Negative nicht zu verdrängen, aber auch nicht zu allmächtig werden zu lassen.

    Ein Schulfach "Glück"? Finde ich klasse!

    Grüße
    Maeggie
    Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects!

  13. #8
    Ste
    Gast

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    Ja, das Wort "muss" ist wohl das Hasswort der meissten psychisch Kranken.

    Wobei man sich klar darüber sein sollte, dass dieses Wort zu Leben gehört und an sich nichts schlechtes ist.

    Man muss atmen, man muss schlafen, man muss essen und trinken, aber all diese Dinge sind ja nicht unbedingt schädlich für einen, oder?

    Man muss auch im sozialen Kontext manches tun, wir leben ja in einer Gemeinschaft und erwarten von den anderen schließlich auch, dass sie bereit sind nicht nur zu tun, was ihnen grad gefällt, oder?

    Gut finde ich, wenn man sich nicht allgemeinen Vorstellungen unterwirft und seinen eigenen Weg geht, wenn man nicht auf jeden Gruppenzwang reagiert und nicht alles nachmacht, was die Mehrheit macht. Sofern man Alternativen hat, die man stattdessen leben kann. Nichts zu tun und dies zu beklagen, dafür hab ich dann wenig Verständnis.

    Grüße

    Ste

  14. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Ste für den sinnvollen Beitrag:

    schend1 (14.02.2012)

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