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Thema: Problematische Mutter/Sohn Beziehung

  1. #1
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    Standard Problematische Mutter/Sohn Beziehung

    Hi ihr alle,

    kurz zu meiner Person: 24m, seit 5 Jahren von zu Hause ausgezogen. Wohnhaft ca. 600km von meiner Mutter.

    Kurz zu meiner Mutter: Schwer krank (COPD), alleine wohnend.


    Tja, jetzt etwas länger zur Lage.
    Ich verstehe mich nicht sonderlich gut mit meiner Mutter. Das schon seit 18 Jahren ca.
    Wie man sich vorstellen kann, wurde es auch mit der Zeit nicht besser, eher schlimmer. War dann sehr froh, dass ich ausziehen konnte. Habe sie dann noch um den Dreh noch 3 Wochenenden im Monat besucht, da sie auch damals schon Hilfe (im Garten, schwerere Sachen im Haushalt etc) brauchte.

    Bin allerdings nach Studium rund 600km weit weg gezogen. Seit dieser Zeit braucht meine Mutter aber vermehrt Hilfe, und fragt nun auch öfters meine Schwester (ca 60km von ihr weg, aber kein Führerschein) um Hilfe, und macht mir gleichzeitig Vorwürfe, dass ich so weit weg gezogen sei und meine Familie so im Stich gelassen habe.


    Tja, ich fahre immer noch ca ein Mal im Monat zu ihr. Aber jedes Mal mit ziemlichem Widerwillen.


    Ich will das einfach alles nicht mehr. Sie verlässt sich aber einfach voll auf ihre Familie.
    Wenn, dann will ich sie freiwillig besuchen. Keine Ahnung, wie oft das dann wäre, ich glaube, mir würde 2-3 Mal im Jahr durchaus reichen. Aber freiwillig besuchen ist völlig unmöglich, weil - auch wenn ich es will - ich es trotzdem muss, weil sie sich nunmal völlig von mir und meiner Schwester abhängig gemacht hat.


    Tja. Ziemlich durcheinander das alles, oder? Bin wohl doch schon etwas müde, sorry :/ Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Das letzte halbe Jahr sage ich mir, dass ich halt einfach "Augen zu und durch" so lange weiter mache, bis es halt vorbei ist, aber andererseits kann das auch noch Jahre so weitergehen, und das halt ich nicht aus.

    Ich kann aber auch nicht einfach zu meiner Mutter gehen und sagen "Sorry, ich hab keine Lust mehr auf dich, sieh zu, wie du allein klar kommst"...


    Ratschläge, irgendjemand?
    Ich lache immer noch über meinen Nick. Ist das normal? Oo

  2. #2
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    Hallo Brezelwahn,

    Ich muss gestehen, dass ich nun nicht weiss, was COPD ist, aber wenn dein Verhältnis zu deiner Mutter nicht gut ist, hat es auch keinen Sinn, etwas zu erzwingen, was auf schlechtem Gewissen beruht, weil du sozusagen 'die arme kranke Mutter nicht besuchst'.

    Das bedeutet ja auf der anderen Seite nicht, dass du es so grob rüberbringen musst, wie du es hier jetzt - vielleicht auch aus Müdigkeit - geschrieben hast.

    Wie ist denn dein Verhältnis zu deiner Schwester?
    Kannst du dich vielleicht mal mit ihr zusammensetzen, um gemeinsam eine Lösung zu finden (ihr kennt alle beide die Situation doch wohl etwas besser), um klarzustellen, dass du eben nicht mehr bei oder neben deiner Mutter wohnst und eben nicht gerade mal eben vorbeispringen kannst.

    Vielleicht findet ihr gemeinsam ja eine etwas diplomatischere Aussage.


    Liebe Grüsse

    Shade
    Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht dafür, was du verstehst

  3. #3
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    Hi Shade,

    Zitat Zitat von Shade Beitrag anzeigen
    Ich muss gestehen, dass ich nun nicht weiss, was COPD ist, aber wenn dein Verhältnis zu deiner Mutter nicht gut ist, hat es auch keinen Sinn, etwas zu erzwingen, was auf schlechtem Gewissen beruht, weil du sozusagen 'die arme kranke Mutter nicht besuchst'.
    wird umgangssprachlich meist "Raucherlunge" bezeichnet. Vor nem Monat lag sie wieder ne Woche auf Intensiv, jetzt gehts wieder einigermaßen. Beeinträchtigt halt so ziemlich alles, gehen, tragen, Auto fahren - nur nicht genug, um eine Pflegestufe zu bekommen...

    Naja. Ich habe keine Ahnung, wie sie das sieht. Schätze, für sie ist das Verhältnis gar nicht so schlecht. Sie fragt sich vermutlich nur, warum ich nie anrufe und warum ich sie nicht öfter besuche.

    Kann ich selber gar nicht so genau sagen. Ich will halt nicht. Wüsste nicht, warum ich wollen sollte. Da ist einfach irgendwas zerbrochen...

    Schlechtes Gewissen ist es gar nicht mal. Dass sie so krank ist, ist sie nunmal selber Schuld. (wer bald knapp 40 Jahre lang raucht, darf sich nicht wundern) Ich bring es einfach nicht über mich, ihr zu sagen, dass da meiner Meinung nach keine Beziehung mehr ist, und das schon ziemlich lange.

    Zitat Zitat von Shade Beitrag anzeigen
    Das bedeutet ja auf der anderen Seite nicht, dass du es so grob rüberbringen musst, wie du es hier jetzt - vielleicht auch aus Müdigkeit - geschrieben hast.

    Wie ist denn dein Verhältnis zu deiner Schwester?
    Kannst du dich vielleicht mal mit ihr zusammensetzen, um gemeinsam eine Lösung zu finden (ihr kennt alle beide die Situation doch wohl etwas besser), um klarzustellen, dass du eben nicht mehr bei oder neben deiner Mutter wohnst und eben nicht gerade mal eben vorbeispringen kannst.

    Vielleicht findet ihr gemeinsam ja eine etwas diplomatischere Aussage.
    Meine Schwester hat ähnliche Probleme, wobei die Beziehung zwischen den beiden wohl noch besser ist.

    Mein Draht zu meiner Schwester ist aber auch nicht so gut, das liegt einfach daran, dass ich nicht so gut mit ihr reden kann.
    Sie meinte aber auch mal, dass es wohl das beste für meine Mutter wäre, in ein Heim oder betreutes Wohnen zu gehen. Kommt für meine Mutter aber überhaupt nicht in Frage, ich glaube, wenn man ihr das Vorschlagen würde, würde sie sich noch eher umbringen. (Sind teilweise auch ihre Worte)


    Problematisch ist auch, dass meine Mutter hauptsächlich auch mit mir redet, weniger mit meiner Schwester. Kommunikativ gesehen liegen wir da noch eher auf einer Wellenlänge. Sprich, solche Dinge erfahre (immer, nur) ich, nicht meine Schwester. Von dem her wäre es vermutlich auch schwer, mit meiner Schwester da eine gute Lösung zu finden...


    Letztendlich braucht meine Mutter halt Hilfe. Aber von mir kann sie es - finde ich - nicht erwarten, ebensowenig wie von meiner Schwester. Zwar verdanke ich meiner Mutter einiges, aber letztendlich habe nicht ich mir ausgesucht, eine Mutter zu haben, sondern sie sich, Kinder zu haben - nach ihrer Logik, sie habe sich lang genug um uns gekümmert, jetzt sollen wir uns um sie kümmern - dürfte ich ja z.B. nie Kinder bekommen (denn von denen erwarte ich nicht, dass sie sich um mich kümmern)

    Hm. Still puzzled

    Jetzt gehe ich aber erstmal ins Bett... Gute Nacht an alle
    Ich lache immer noch über meinen Nick. Ist das normal? Oo

  4. #4
    Schreiberling
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    Hallo,

    Spontan zu dem was du schreibst, fällt mir eine Idee ein. Vielleicht hilft sie dir etwas weiter.

    Stell dir doch mal vor, du würdest deiner Mutter einen Brief schreiben, um diese Sache zu klären. Schreib erst einmal alles hinein, was dir dazu durch den Kopf geht (vielleicht machst du einen zweiten Versuch in einem Brief an deine Schwester). Es gilt dabei nicht, diese Briefe abzuschicken, sondern sich sozusagen all seine Gedanken aus dem System zu schreiben um sie so beim Durchlesen des Briefes neu ordnen zu können.

    Vielleicht willst du uns danach die Briefe hier hinsetzen (wenn dir das zu öffentlich ist, kannst du mich auch per PN benachrichtigen), oder aber du schreibst sie neu nach dem Überlesen, so dass sich die Briefe langsam ändern, so wie du die Situation veräusserlichst und deswegen anders betrachten kannst.

    Und vielleicht entsteht dabei ja auch einmal ein Brief, von dem du das Gefühl hast, dass du ihn deiner Mutter schicken kannst.

    Liebe Grüsse


    Shade
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