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Thema: Probleme in Sachen Kommunikation und Freundschaft...

  1. #1
    Neuling
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    Standard Probleme in Sachen Kommunikation und Freundschaft...

    Hallo,

    ich weiß nicht so recht wie ich Anfangen soll die Situation zu beschreiben also fang ich einfach mal so an...

    Ich habe jetzt schon seit einem Zeitraum von 2 -3 Jahren extreme Probleme mit Leuten zu reden, unter Leuten zu sein und Freunde zu finden...

    Anfangs, also Kindergarten bis erste Klasse war alles noch ganz "normal". Ich war zwar meistens eher ein Einzelgänger, aber hatte immer ein paar Leute um mich rum.. In der 3. Klasse dann, hatte ich nen gefestigten Freundeskreis für ungefähr ein halbes Jahr.. danach gings wieder bergab, und am Ende war ich wieder allein... Dieses Szenario wiederholt sich seitdem ständig, egal ob offensichtlich oder nichtnicht, dramatisch oder undramatisch, Freundschaften aller Art endeten immer gleich schmerzhaft, jedoch war, und bin ich immer wieder so "dumm" und Versuche erneut Freundschaft, und Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen.

    In der 7. Klasse kamen dann noch diverse andere Probleme mit Lehrern, Eltern und Mobbing dazu, die jetzt aber fehl am Platz sind. Zu dieser Zeit tat ich mich immer schwerer anderen Leuten zu Vertrauen, mit anderen Leuten zu reden. Zwar hatte ich hin und wieder mal Freunde, wenn auch nur oberflächlich, und manchmal gefestigte, "richtige" Freundschaften, die aber immer alle aus diversen Gründen endeten.

    Dann hab ich mich so durchgebissen, und war die meiste Zeit alleine, und isoliert, teilweise depressiv und sehr nachdenklich. Damals dachte ich das ist einfach nur ne Phase und hab die Zähne zusammengebissen, und tagtäglich Stundenlang nachgedacht. Immer und immer wieder die gleichen Szenarien, was ist falsch gelaufen, was kann ich anders machen, jedoch ohne Ergebniss und immer und immer wieder von vorne.

    Irgendwann haben dann auch noch meine Schulischen Leistungen darunter gelitten, und dann gings weiter bergab. Schulabschluss hab ich dennoch geschaft. Die Arbeitssuche war dann schon eher problematisch, zwar war meine Mittlere Reife nicht schlecht, aber meine Ausstrahlung und mein Verhalten, und die Verschlossenheit und Gleichgültigkeit, machten die Ausbildungssuche erheblich schwerer.

    Das Ende von dem Lied waren dann circa 100 Bewerbungen, 1 Vorstellungsgespräch, das auch Erfolglos. Das meine Laune noch schlechter und mein Wille noch beschädigter waren als vorher, ist offensichtlich...

    Dann zur Not auf ne weiterführende Schule gegangen, und da ist mir erst so richtig klar geworden, das irgendwas ganz und gar nicht stimmt... Ich konnte auch dort keine wirklichen Kontakte schliessen, zwar waren die Mitschüler viel reifer, und auch netter, aber es ging nicht. Ich machte mich zwar oberflächlich beliebt, weil ich anderen in Unterrichtsbezogenen sachen helfen konnte, Englisch Deutsch etc, aber immer als irgend ein Gespräch, sei es mit Mitschülern oder Lehrern auf irgend ein privates, nicht schulisches Thema gestoßen ist ging gar nichts mehr... Dabei war es nicht so, das ich nicht reden wollte, oder das ich keinen Anschluss finden wollte, es ging einfach nicht. Ich konnte mich in keines der Allgemein üblichen Themen wie Fußball Musik Freizeitbeschäftigungen oder Smalltalk einbringen... Meine Hauptantworten beschränkten sich auf "Ja", "Nein" und ein desinteresiert klingendes "Cool". Mir war auch oft zu lachen zu Mute, danach Sympatie zu zeigen, doch ich konnte nicht lachen.

    Dann bin ich letzendlich auch von der Schule geflogen... hab aber glücklicherweise kurz davor nen Lehrvertrag bekommen. An diesem Zeitpunkt gings dann wieder bergauf, und für mich war klar, das jetzt wieder alles besser wird.

    Um die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn zu überbrücken, mache ich ein Praktikum in meinem Ausbildungsbetrieb... man ist dort auch sehr mit meinen Leistungen zu frieden, allerdings fehlt mir einfach die Kommunition. Ich kann zwar über Arbeitstechnische sachen mitreden, mich einigermaßen in Gespräche einbringen, aber sobald es auf irgend ein privates Thema kommt, verkrampft sich bei mir alles, mein Magen zieht sich zusammen, mir wird heiß und ich ringe nach einer Antwort. Zwar will ich mich ins Gespräch einbringen aber es klappt nicht mehr als ein Satz.. ich bin unfähig das Thema, das Gespräch aufrecht zu erhalten, und es verliert sich in einer Scheinbaren Belanglosigkeit und einem Desinteresse meinerseits - was nicht so ist, aber ich kann das nicht anders.

    Noch extremer wird es dann, wenn ich irgendwohin betrieblich Eingeladen werde, sei es Grillfest, Volksfest oder Frühlingsfest. Zwar ringe ich mich dazu auf zuzusagen, mit dem festen Willen auch hinzugehen, aber am Ende bleib ich doch unter irgendeinem Zwanghaft gesuchten Vorwand weg, und das macht mir Sorgen. Die Entwicklung in mir ist nicht positiv, und ich weiß auch nicht wie schwerwiegend mein Problem ist, allerdings hab ich Angst letzendlich meinen Ausbildungsplatz zu verlieren.

    In Sachen Freunde finden usw, ist es da ähnlich. Für mich hat eine Freundschaft, bzw der Drang, das Ziel, eine handvoll beste, ehrliche Freunde zu finden eine sehr hohe Lebensziel-Priorität. Allerdings scheitere ich immer daran. Zwar lerne ich manchmal per Internet coole sympatische leute kennen, die ich als Freunde ansehen könnte, und kann auch mit ihnen ganz normal chatten, aber wenns dann mal " ins Reele" kommt, gehts einfach nicht, dann such ich wieder Unterbewusst, fast panisch nach Ausreden, oder ich lass mich nicht mehr blicken bzw brich jeden Kontakt ab...

    Selbst mit alten Freunden die ich in der "Wirklichkeit" kennen gelernt habe, kann ich nicht mehr treffen, und die Kommunikation bezieht sich nur auf das Chatten. Per Chat kann ich dann komischerweise wirklich "Ich" sein, das ich das ich von Anfang an war, und das Ich das ich wieder werden will. Manchmal begegne ich Leuten die ich kenne, wenn ich mal draußen bin, was aus Naheliegenden Gründen eher selten vorkommt.. aber es geht dann einfach nichts mehr.. egal ob es "Freundinen" oder "Freunde" sind, das Gespräch verliert sich in Schweigen und Desinetresse, obwohl es genau das ist, was ich nicht will, und wogegen ich Kämpfen will.

    Es fehlt mir auch in dem Zusammenhang Vertrauen zu meinem gegenüber aufzubauen.. ich bin im Internet, in der annonymität des Chattens , und im Kreise meiner engen Familie, ich selbst. Der lustige, lockere, teilweise arrogante Typ der immer nen Spruch auf Lager hat. Draußen unter Menschen allerdings, bin ich verschlossen, krieg schnell schlechte Laune und fühle mich Ausgeschlossen..

    Wenns dann mal zu ner Situation kommt das ich denke wirklich nen guten Freund, ne Kontaktperson gefunden zu haben, verändere ich mich aber... dann krieg ichs sofort mit der Angst zu tun, Angst wieder alleine zu sein, die Freundschaft zu verlieren, fast schon zwanghafter, Perfektionismus leitet mich, lässt mich Nachdenken, damit ich nichts falsches Sage und Äussere, um die Freundschaft zu gefährden. Ich versuch mich Unterbewusst, oder überwältigend Bewusst an einen Punkt zu bringen, um die Freundschaft zu erhalten, sie zu festigen. Allerdings ist das der Punkt, mit dem ich die Freundschaft letzendlich zerstöre, weil ich nicht "Ich" bleiben kann, obwohl ich weiß, das meine "neuen Freunde" mich eigentlich als mein richtiges "Ich" kennen gelernt haben. Und der verdammte Angstzustand meine Persönlichkeit zu etwas verkrüppelt, das letzendlich nicht mehr Ich bin.


    Ich weiß das mein eigentliches "Ich" ein guter Freund ist, das haben ehemalige, gute und beste Freunde immer wieder ehrlich geäußert. Allerdings kann ich nicht Ich bleiben aus Angst wieder nen Freund zu verlieren, der mir ans Herz gewachsen ist, obwohl das eigentlich nicht passieren würde, wenn die Angst nicht da währe.


    Im Moment bin ich wieder in so einer Lage, ich hab sozusagen nen guten Freund gefunden, jemanden der mir fast wie ein Seelenverwandter vorkommt, der mir auch nicht das Gefühl vermittelt das er mich nicht mag, oder das die Freundschaft irgendwie kaputtgehen könnte. Nicht im Geringsten. Aber ich spür und merk dir Angst wieder aufsteigen. Ich hab aber keinen Bock, und keine Lust, und keine Kraft mehr, das wieder passieren zu lassen, ich bin gerade mal 18 Jahre alt, und denke nicht das ich das nicht in den Griff kriege. Nur was kann ich tun? Ich hab Angst zwecks etwas das ich nichtmal haben will, meine Zukunft, und meinen Spaß, meine Ziele zu verlieren.

    Ich hab keine Lust mehr immer wenn was gutes passiert, wenn ich nen Freund finde, oder gar eine feste Freundin, oder wenn ich von Kollegen wo eingeladen werde, alles selber zu versauen, obwohl ich wüsste das es Spaß machen würde, das es klappen würde wenn ich "Ich" bleiben könnte.

    Hat jemand irgend nen Rat, Empfehlungen oder ähnliche Situationen erlebt und kann mir irgendwie helfen? Eine Behandlung, Psychiater oder ähnliches steht für mich nicht zur Auswahl, ich könnte das nicht mit meinem gewissen vereinbaren, und mir selbst, und niemanden den ich kenne mehr in die Augen schauen.

    Vielen Dank im Vorraus fürs Lesen, und für jede Hilfe, jeden Lösungssansatz, und Allgemein jeden Kommentar.

    MfG

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Craven
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    Dieser Seelenverwandte, weiss er von deinem inneren Kampf? Vielleicht solltest du mit ihm darüber reden. Vielleicht hast du genau damit Probleme aber gerade deswegen wäre es am besten mit ihm drüber zu sprechen. Trink dir Mut an wenns sein muss. Es zu verschweigen wenns dich so fertig macht, so kommt immer nur derselbe Mist raus... bzw deine bisherige Strategie scheint wohl irgendwie nicht aufzugehn.
    Wenn du nichts Schlechtes über jemanden sagen kannst, sag lieber garnichts.

  3. #3
    Neuling
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    Hey itsme....
    Vieles, was du geschrieben hast, kommt mir bekannt vor, weil es mir genauso ging. Freunde zu finden ist schwer, vorallem, wenn man ein Einzelgänger ist.
    Aber ich habe da einige Fragen, was dich persönlich betrifft, denn dein Text macht den Eindruck, dass du mit dir nicht im Reinen bist und unzufrieden bist ( abgesehen von Freunden, die dir fehlen ) ?
    Wie definierst du einen Freund? Empfindest du es als Verlust, wenn "Freunde" dir den Rücken zuwenden, wenn du dein wahres Ich zeigst? Du scheinst dir die Schuld dafür zu geben.... das Gefühl vermittelt mir jedenfalls dein Schreiben.

    Oft habe ich mich auch gefragt, warum ich damals, in der Grundschule und auch auf der weiter führenden Schule, nie den Freundeskreis hatte, den ich mir wünschte und zweifelte, ob es an mir liegt, dass, wenn ich zum Beispiel im Sport immer als Letzte gewählt wurde.
    Ein guter Freund, der mir in meiner Jugend tatkräftig zur Seite stand, hat mir gezeigt, dass der Fehler nicht bei mir lag. Und den Freund hast du auch! Sieh nur in den Spiegel.... Aber um den Freund zu sehen, musst du zufrieden mit dir selbst sein und dir mehr Wert sein, als ihn dir die Menschen vermitteln, die dich aufgrund deiner Ängste (etc) verlassen.
    Denn das sind keine Freunde! Deshalb brauchst du dir darüber auch nicht den Kopf zu zerbrechen. Wie heißt es so schön? Da gabs doch ma en Sprichwort.... *ups*

    Klar fällt es schwer, mit sich zufrieden zu sein, wenn man stets alleine ist und keine Freunde hat. Was mir damals geholfen hat, mich selbst als Freund zu sehen, anstatt zwingend nach Falschen zu suchen, war eine gesunde
    "Leck-mich-"- Einstellung..... Mein Ding durchgezogen, egal wie alleine und einsam ich mich fühlte! Schluss mit dem Verstellen, nur um anderen zu gefallen. Auch wenn ich anders war und mich durch mein Verhalten teilweise selbst zum Einzelgänger machte, so kamen für mein Umfeld gerade deshalb Seiten an mir zum Vorschein, die sie vorher nicht bemerkten. Wer mich mied und verurteilte, war es in meinen Augen nicht wert. Es erforderte eine Menge Arbeit an meinem Selbstwertgefühl, ohne die Anerkennung und die Bestätigung und Freundschaft von anderen. Aber es hat geklappt und vielleicht schaffst du es auch, dass sein Selbstwertgefühl stärker wird.


    Erzähl deiner neuen Bekanntschaft, warum du dich wie verhältst. Wenn er bleibt, ist es ein erster Schritt zur Freundschaft. Wenn nicht, war er es einfach nicht wert.

    LG

  4. #4
    Neuling
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    Hallo,

    danke erstmal für die Antworten.

    @ skyl

    Zu der Frage ob ich mit im Reinen würde ich eher mit Ja antworten. Es gibt sachen die mich an mir selber stören, aber größtenteils bin ich zufrieden mit mir.

    Meine Definition von einem Freund ist eine Person mit der ich gut klarkomme bzw die mich versteht, mit der ich Spaß haben kann, Zeit verbringen will und der ich uneingeschränkt vertrauen kann. Leute die nur meine "Freunde" sind wenn ich gute Laune und keine Probleme habe, zähl ich garnicht mehr als Freunde.

    Es ist für mich ein großer Verlust wenn mir Freunde den Rücken zukehren , ganz klar, allerdings geschieht das meistens umgekehrt.... Und zwar wenn ich ner Person so vertraue und sie als Freund ansehe, bin ich "Ich". Allerdings ist es meistens so, umso tiefer die Freundschaft wird, umso mehr man erlebt und macht, umso mehr entfernt sich mein wahres Ich.

    Mit dem Spiegelbild hast du recht... allerdings kann ich die Freunde auch irgendwie verstehen wenn sie mir den Rücken zukehren weil ich mich (zum negativen) verändere, vorallem weil ich mich eigentlich nicht verändern will, weil es garkeinen Grund gibt.

    Leute die mich nicht so akzeptieren wie ich bin, und mir dann den Rücken zukehren, sind nichts wert da hast du vollkommen Recht . Allerdings wenn ich unterbewusst daran Schuld bin und mich hinterher dafür verfluche, dann wird die Situation bitter.

    Vielen Dank für deine Erfahrungen, und Deine Hilfe


    Ich denke, es ist wirklich das beste sich bei ner passenden Gelegenheit auszusprechen und die Situation klarzustellen, auch wenn ich von der Betrinken Idee nicht so begeistert bin... Lieber offen und im nüchtern... das kann ich mit mir Selbst besser vereinbaren.

    Nochmals Danke für die Antworten, für weitere bin ich nach wie vor offen

    MfG

  5. #5
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    @itsme:
    Wie würdest du deinen Charakter definieren?
    Hast du eine klare Vorstellung davon?

    Ich muss schon sagen, mit 18 Jahren ist das eine ziemlich lange Leidengeschichte. Was ist aber dieses "Ich", nach dem du suchst? Vielleicht bist du mittlerweile gar nicht mehr dieses "Ich", hast dich verändert? Definiere deinen Charakter.

    Was wäre denn z.B. eine private Frage? Wie geht es dir? Es liegt möglicherweise daran, dass du mit anderen nicht über Privates reden kannst, weil deine Leidensgeschichte dranhängt, die du niemandem erzählen möchtest. Deshalb ist es wichtig, einen reellen Gesprächspartner zu finden, mit dem du darüber reden kannst.

    LG

  6. #6
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    Eine antwort hier wär ja echt mal interessant ...
    Der Sinn des Lebens ist der freie Wille!!!!!!!!!

  7. #7
    Schreiberling Avatar von daysleeper82
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    Ich schreibe einfach mal was hierzu... Obwohl ich nicht mehr mit einer Antwort rechne...

    Das geschilderte Problem habe ich so ähnlich... Ich war in meiner Jugend und Kindheit eigentlich ein lebenslustiger Mensch und war auf Feiern immer vorne mit dabei, beim Stimmung machen und etc.... Kurz gesagt ich brachte andere zum Lachen und ich habe das auch gerne gemacht... Ich hatte keine Berührungsängste und war aufgeschlossen...

    Dies hat sich nun alles gedreht und ich weiß immernoch nicht so wirklich warum... Ich habe richtige Angszustände vor Gruppen und fremden sowie bekannten Menschen... Ich verkrampfe mich, will alles perfekt machen und alles für die Freundschaft oder ähnliches geben, aber ich bin immer unzufrieden mit dem Ergebnis....

    Nun kann ich mir schon fast Selbst die Antwort geben auf mein Problem, ich bin einfach zu konzentriert darauf alles perfekt zu machen... Ich achte darauf nicht zu zittern und gerade wenn ich darauf achte wird es schlimmer... Ich achte darauf den gesellschaftlichen Normen in Bezug auf das Gewicht zu entsprechen, denen ich zur Zeit nicht mehr entspreche, weil ich doch enorm an Kampfspeck zu gelegt habe... und das sind Hemmungen die entstehen, die für mich ein normales miteinander mit geliebten sowie fremden Menschen enorm schwierig machen...

    Bevor ich hier wieder wegen meine dicken ***** vollgemacht werde... Schreibe ich erstmal, warum es so kam... Ich muss zugeben, dass ich in meiner Jugendzeit schon übergewichtig war - sogar enorm... Aber ab 18 habe ich mir gesagt, so geht das nicht weiter und ich habe Stück für Stück abgenommen, so dass ich insgesamt auf eine Gewichtreduktion von 40-45 Kilogramm kam... Ich war enorm zufrieden mit meinem Gewicht...
    Bis ich mich in die Psychiatrie einweisen lassen haben, in der Zeit und auch danach habe ich Stück für Stück rund 30 kilo zugenommen... Einer rapide Gewichtszunahme kam nach der Verschreibung von Antidepressiva... Ich denke dieser Umstand und die allgemeine Antriebslosigkeit (ein so genanntes Negativsymptom bei Schizophrenie) haben zu der Gewichtszunahme geführt... Ich will das nicht als Ausrede nehmen, aber ich weiß zumindest die Gründe... Die Antidpressiva habe ich jetzt auf eigenen Wunsch wieder abgesetzt und seitdem geht es, ich habe nicht mehr dieses ständige Hungergefühl...

    Aber um zum Thema zurückzukommen und nochmal zusammen zu fassen, die ständige Isolation (ich habe es verlernt mit Menschen umzugehen), das Übergewicht und meine Verkrampfheit führen dazu, dass ich enorme Probleme habe mit dem Umgang mit Menschen... Aber es gibt vielleicht eine Lösung, wie ich auch in meinem Tagebuch hier bereits beschrieben habe... Nehme ich jetzt an einem Sozialen Kompetenz Training freiwillig teil, um wieder was zu verbessern... und das wäre auch meine Empfehlung für itsme gewesen... Es ist wirklich lohnenswert und schon die Einführungsstunden waren sehr interessant... Ich bin so gespannt wie es weiter geht... Die Erfolge sind übrigens bei anderem Gruppen schon evaluiert, so dass ich große Hoffnung habe, dass sich Erfolge einstellen...

    Na ja, wir schauen mal, ob ich wieder zu einem normalen miteinander mit meinen Mitmenschen finde...

    LG daysleeper

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