Ich habe das auch schon in einem anderen Forum gestellt. Leider aber keine Antwort erhalten. Also nicht wundern, wenn Ihr denkt, Ihr hättet das vielleicht schon einmal gelesen.
Im Moment sind in meinem näheren Umfeld habe ich drei Menschen, die wahrscheinlich bald sterben werden.
Ein Mensch ist schon sehr alt. Der Tod ist absehbar.
Ein Mensch ist im mittleren Alter. Aber durch eine schwere Erkrankung liegt die Lebenserwartung bei ca. 2 Jahren.
Einer ist schon älter und heute bekam ich die Mitteilung, dass er vielleicht Krebs hat. Das hat mich jetzt vollendends aus den Socken gehauen.
Warum ich keine Namen nenne oder wer es genau ist? Ich habe das Gefühl, wenn ich genaueres über die Menschen erzähle, dann wird das mit dem Tod nur noch realer.
Ich weiß nicht mehr wohin mit meiner Trauer. Es tut schon körperlich weh. Mein Umfeld reagiert nur mit Platitüden. Von "ist doch schon alt", "so ist das Leben halt" usw.
Ich möchte die Menschen festhalten u nd nicht loslassen. Dann können sie mich nicht verlassen, oder? Und dann bin ich wieder wütend. Oder heule mir die Augen aus dem Kopf. Dann werde ich wieder für ein paar Augenblicke ganz ruhig und hoffe, dass alles bald vorbei ist. Keine Krankenhausbesuche mehr. Kein Erschrecken vor jedem Telefonklingeln. Und vor allem diese furchtbare furchtbare Angst ist weg. Und dann schäme ich mich. Wie kann ich soetwas nur denken!
Ich möchte schreien. Ich möchte mit den Fäusten gegen die Wand tormmeln. ich habe solche schreckliche Angst. Ich fühle mich so einsam. Ich will das nicht.
Was soll ich tun? Soetwas macht doch jeder einmal durch. Ich bin da doch nicht alleine. Die anderen sind so verdammt tapfer. Ich kann einfach nicht mehr. Ich will auch nicht mehr. Es tut so verdammt weh!
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Ich möchte den tod akzeptieren können. Und nicht so dagegen angehen. Andere erzählen immer von den würdevollen letzten Stunden die sie mit ihren Angehörigen hatten. Das sie die letzte Zeit intensiv genutzt haben. Das fällt mir so unendlich schwer.
Und das auf und ab macht mich fertig. Wie jetzt: Wieder eine Einweisung ins Krankenhaus. Ich hoffe, dass noch einmal alles gut geht. Stundenlanges warten, keine klaren Antworten. Dann wieder Erleichterung. Und drei Tage später geht dieses Spielchen wieder von vorne los. Bis es eben einmal nicht mehr gut gehen wird, was ich ja weiß. Es ist eine Anspannung die mich fertig macht.
Ich müsste gleich wieder losfahren. Aber ich kann einfach nicht. Ich habe jetzt ca. 12 Stunden am Stück, die ganze Nacht durch, geweint. Ich kann mich nicht wieder in ein Wartezimmer setzen und drei Stunden auf ein Gespräch mit dem Arzt warten. Da breche ich total zusammen. Ich kann da doch nicht sitzen und heulen. Die halten mich ja für total hysterisch (was ich wahrscheinlich bin!)


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