mit 'giftigen Eltern' meine ich Eltern, deren Kinder es als Erwachsene aufgrund ihrer Erziehung und Erfahrungen in der Kindheit sehr schwer haben, ein glückliches, soziales Leben zu führen - v.a. ohne Hemmungen.

Ich hab solche Eltern, bin jetzt selbst 29. Glücklicherweise bin ich nicht mehr von ihnen abhängig - finanziell her gesehen zumindest.
Meine Eltern sind beide schon über 60. Ich wohne in der Grossstadt. Meine anderen 3 geschwister wohnen auch weit weg von den Eltern.
In meiner Familie ist es mein Vater der Grund dafür, daß so ziemlich jedes andere Familienmitglied - in der einen oder anderen weise - unglücklich ist.
Ich will das nicht groß schildern, nur kurz : meine Mutter wurde von ihm sehr oft geschlagen, er behandelt sie einfach respektlos. Die Lage meiner Mutter hat natürlich auf uns eine negative Wirkung (wenn ich daran denke, wird's mir übel). Aber ändern kann ich daran nichts.
(Ok, ich könnte meinen Alten einfach umlegen, aber ich würde mich immer noch schuldig fühlen)
Persönlich bin ich davon überzeugt, daß es bei ihm etwas mit einem Minderwertigkeitskomplex zu tun hat, aber ich will hier nicht den Psychologen spielen.

Zu meinem Problem :
Auch wenn ich mir nur vorstelle mit einer Frau zu flirten, befallen mich Hemmungen - einfach eher negative Gedanken (so rational sie auch klingen möchten) wie 'warum um etwas (um eine Frau) kämpfen, dessen Ergebnis schon im vorhinein feststeht'.

Ich glaube nicht daran, daß ich mit einer Frau meiner Wahl eine Beziehung anfangen könnte. Ich kann meinen Eltern moralisch her gesehn nicht einfach den Rücken zuwenden. Sie werden alt und ich bin der älteste Sohn.
Aber andererseits dürfte ich doch auch das Recht haben, mein Leben so zu gestalten, wie ich es will. Ich steck da irgendwie fest.

Ich meine, was würde sie (meine nocht nicht Angebetete) denn denken, wenn ich sie meinen Eltern vorgestellt habe ? Sie sind ungebildet und sehr oft sehr kindisch (ich hab's akzeptiert und schäme mich nicht für sie).

Was ich von euch gerne wissen möchte ist, wie würde eurer Meinung nach denn ein vernünftig denkender Mensch in meiner Situation denken/handeln ?
Vor allem wenn er eine Frau sieht, die ihm gefällt.

Mich befallen diese negativen Gedanken (die zu nichts als Hemmungen führen, ich weiß) auch, wenn ich Signale für eine Flirt-bereitschaft empfange.

Ich versuch's zwar, schaffe es aber nicht rational und zugleich positiv zu denken. Es wirkt alles so negativ. Zum einen meine Wünsche - also Vorstellungen bei deren Verwicklichung ich mich als glücklich sehen würde - zum anderen die reale Welt - an der es Dinge gibt, die man zwar nicht ändern kann, aber es auch nicht weiterhilft, diese Realitäten einfach zu akzeptieren (hab ich sie denn wirklich akzeptiert ?).

Vielleicht könnt ihr mir Beispiele aus eurem Leben geben.
Jetzt schon vielen Dank.