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Thema: Probleme mit mir selbst

  1. #1
    Neuling Avatar von Leevi
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    Standard Probleme mit mir selbst

    Hallo an alle...
    vorweg möchte ich sagen, dass es mir schwer fällt, mich gegenüber anderen Menschen zu öffnen und ich mich anonym immer noch am Besten verständigen kann, ohne Blickkontakt mit jemandem haben zu müssen, was mich unsicher und nervös macht.
    Ich habe ein kleines, schmächtiges Bild von mir, dass genau gesagt und das finde ich immer das erschreckende, mir selbst nichts wert ist.
    Vielleicht mal kurz zu mir. Ich bin von Natur aus ein sehr introvertierter Typ, der schüchtern ist, unsicher, nervös und sich in der Welt nicht akzeptiert fühlt. Ich weiß nicht wieso, aber gerade an Weihnachten wird mir immer wieder bewusst, wie sehr ich mich doch unverstanden fühle und es passiert nicht selten, dass ich nachts in meinem Bett liege, tausende Gedanken mir durch den Kopf gehen und ich nicht einschlafen kann, weil ich weinen muss...Hmm.So geschafft.
    Mein größtes Problem ist/war die Schule und da besonders die Mittelstufe von der 5-10. Klasse. Ich hatte zwei "Freunde", die ich im Nachhinein nicht mal mehr kennen möchte. Sie waren falsch und haben mich nur ausgenutzt und als ich in der Schule geärgert worden war (besonders wegen meinem Aussehen, ich hatte ziemlich dicke, lockige Haare, eine Brille und war eben nicht unbedingt das Ebenbild einer Schönheit) und unter anderem eine lange Zeit als "Cocker Spaniel" tituliert wurde und auch mit Wasser beschüttet worden war und so Sachen. Lauter kleine Dinge, in denen ich z.B. auch in der Klasse immer die Plätze bekam, die keiner haben wollte und eigentlich nirgends akzeptiert worden war. Ich war immer der Loser, dem irgendwo ein Stuhl fehlte und stehen musste oder ausgegrenzt wurde. Meine Freunde trafen sich hinter meinem Rücken ohne mir etwas zu sagen und hielten auch nicht zu mir, wenn ich geärgert wurde. Noch dazu war ich, weil ich intelligenter war, meistens sowieso nicht in ihren Kursen, sodass ich sowieso immer auf mich alleine gestellt war.
    Ich habe viel geweint in dieser Zeit und doch bin ich immer wieder in die Schule gegangen und habe versucht, mit der Situation klar zu kommen. Meine Mutter erzählt mir noch heute, dass sie es nicht verstehen kann, wie ich es überhaupt geschafft habe, jeden Morgen aufzustehen und das Gefühl zu verdrängen, wieder einen Tag lang der Loser zu sein.
    Ich habe meinen Abschluss gemacht und dennoch wurde ich immer ausgebremst, denn niemand hält jahrelange Schikane aus und kann trotzdem 100% leisten. Ich hätte viel mehr aus mir machen können.
    Ich vermute auch, dass dieses mein Hauptproblem ist, wodurch ich heute solche Probleme habe, mich selbst zu lieben und von mir selbst zu behaupten, dass ich wer bin.
    Ich habe immer wieder das Gefühl, dass mich Leute sei es in Bus, Bahn, auf der Straße, auf Turnieren und so weiter mich anstarren oder auf mich zeigen und ich kann dieses Gefühl einfach nicht loswerden. Mir ist es peinlich, irgendwo negativ aufzufallen und ich habe Angst, dass mit dem Finger auf mich gezeigt wird oder die Aufmerksamkeit durch was auch immer auf mich gelenkt wird. Ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen und ich habe sogar Probleme damit, Leute direkt anzusehen, oder in die Augen zu gucken, wenn ich mit ihnen rede. Ich habe ständig das Gefühl, abgelehnt zu werden.
    Das fängt schon dabei an, wenn ich irgendjemandem eine Nachricht schicke z.B. und ich keine Antwort erhalte. Ich fühle mich sofort wieder zurückgesetzt und denke, die Person kann mich nicht leiden und es isst wie immer. Wieso geht es immer nur mir so, denke ich. Warum kann ich nicht einfach so fröhlich und unkompliziert im Umgang mit den Menschen sein, wie die anderen jungen Leute?
    Ich habe immer das Gefühl, dass Scheitern mit steht. Wenn ich auf einem Turnier bin, dann habe ich Angst zu versagen und zittere schon, bevor ich überhaupt angefangen habe. Ich denke, ich vergesse die Aufgabe, sehe komisch aus oder benehme mich falsch.
    Ich sehe mich im Spiegel an und kann mich nicht leiden. Ich sehe meine Schwester im Spiegel und denke, wie schön sie ist und wie das Leben aus ihr herausstrahlt und wünsche mir, ich könnte so sein wie sie.
    natürlich habe ich mit den Jahren mein Äußeres verändert, aber trotz allem macht dies noch immer keinen schöneren Menschen aus mir, wenn mein Selbstwert nicht stimmt.
    Mit den Jahren habe ich eine Art Schutzhülle entwickelt, die mich nach außen hin meist ruhig, gelassen und fröhlich, immer lachend gibt, aber sobald ich wieder irgendwo alleine bin, kann ich das nicht mehr aufrecht halten. Meine Freunde kennen mich eigentlich nur mit meiner Schutzhülle, aber ich kann mich so nicht richtig öffnen. Es ist eine Fassade, an der es leicht bröckelt.
    Wenn mich jemand auf einen Freund anspricht, dann muss ich immer lachen und fragen, wie sie darauf kommen, dass ich einen haben könnte. Ich schiebe es immer darauf, dass ich keine Zeit für einen hätte, aber das stimmt im Grunde genommen überhaupt nicht. Wie soll man von jemandem geliebt werden, wenn man sich selbst nicht leiden kann? Ich würde mich nur für mich schämen und letzlich hätte er die Nase voll von mir, weil er mich nicht verstehen würde.


    Wenn ich das alles so lese, kann ich gar nicht glauben, dass ich über mich selbst schreibe. Ich fühle mich wirklich leer.

    Ich erwarte nicht, dass sich jemand durch meine Lebensgeschichte quält, aber vielleicht hoffen tue ich es.


    Grüße,

    Leevi

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Pearl
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    Hey Leevi,

    ich habe mich mal durch deine Lebensgeschichte gequält, wie du es so sagst und ich muss sagen, dass mir diese sehr nahe ging, weil ich es sehr schade finde, dass ein wundervollen Mensch wie du so sehr an sich selbst zweifelt.

    Wahrscheinlich wirst du es mir nicht glauben, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst, weil es mir auch bis zu meinem 15. Lebensjahr so ging (ich bin jetzt 16).
    Ich weiß nicht genau, wie ich es geschafft habe, meine Selbstzweifel abzulegen, aber irgendwie ist es mir gelungen und du kannst das auch.
    Ich weiß, es ist schwer, in der Spiegel zu schauen und zu sagen: "Du gefällst mir." oder etwas zu finden, was du an dir magst, aber du solltest wissen, dass jeder einzelne Mensch auf dieser Welt etwas ganz Besonderes ist. Du auch.
    Du schreibst selbst, dass du nicht mit deinen Freunden in einem Kurs warst, weil du intelligenter warst als sie. Wie kannst du dann behaupten, dass du wertlos bist. Das bist du nicht.
    Ich weiß, wie es ist, in einem Bus zu sitzen, mit anderen Menschen in einem Raum zu sein oder durch eine belebte Straße zu gehen. Ich kenne das Gefühl, dass alle mich anstarren oder über mich reden. Ich weiß nicht ob du auch manchmal das Gefühl hast, dass die Gespräche verstummen, wenn du in die Nähe einer Gruppe kommst oder Menschen dich ansehen und dann die Köpfe zusammenstecken und dann scheint es dir so, als würden sie etwas Schlechtes über dich sagen. Wahrscheinlich kennst du das. Aber überleg doch mal: Warum sollten die das tun? Für diese Menschen bist du eine Wildfremde, warum sollten sie etwas Schlechtes über dich sagen oder denken. Wenn Menschen dich ansehen und dann die Köpfe zusammenstecken, warum sollten sie nicht genausogut etwas Gutes über dich sagen? Vielleicht hat einem in der Gruppe dein Oberteil oder deine Schuhe gefallen. Sicherlich beneiden dich viele um deine vollen Haare. Die meisten beklagen sich über zu dünne Haare. (Ich auch). Ich weiß, dass du diese Gedanken vielleicht nicht einmal zulassen kannst, aber versuch es doch einfach mal. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass wenn du mit Menschen redest und denkst, dass diese schlecht über dich denken, du automatisch schlecht über sie denkst? Und das merken sie. Darum kommst du vielleicht nicht mehr gut bei ihnen an, denn warum sollten sie schlecht über dich denken?
    Das Wichtigste ist, dass du dich selbst so magst wie du bist und wenn du dazu deine Haare ausdünnen und färben musst oder nur bestimmte Schuhe trägst, dann ist das in Ordnung. Zieh dich so an, wie du dir gefällst. Und wenn du ein Kompliment für etwas bekommst, dann nimm es mit einem "Danke" an und zweifle nicht daran, dass es erst gemeint ist. Warum sollte jemand dir ein falsches Kompliment machen?

    Du solltest dir auch keinen Druck bei allem machen. Ich kann mir gut vorstellen, dass du dir jeden Tag das Ziel nimmst, selbstbewusst zu sein und dann gleich enttäuscht bist, wenn es dir einmal nicht gelingt. Und dann fühlst du dich wahrscheinlich noch wertlosen und denkst: "Siehst du wie wertlos ich bin, ich habe nichtmal das geschafft."
    Du kannst lernen, selbstbewusst zu sein, aber nicht von heute auf morgen. Nimm dir Zeit dazu, dich selbst kennenzulernen und dich anzunehmen. Und wenn es dir einmal nicht gelingt, solltest du daran denken, dass jeder sich ab und zu mal unsicher fühlt. Das ist völlig in Ordunung.

    Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. Mehr möchte ich in diesem Beitrag erstmal nicht schreiben, weil ich befürchte du wirst es dann gar nicht erst lesen.
    Aber ich versuche gern weiterhin, dir zu helfen, wenn du antwortest.

    Liebe Grüße
    love it. change it. or leave it.

  3. #3
    Neuling Avatar von Leevi
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    Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll, außer vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Eigentlich kann ich dir auch kaum widersprechen, denn es ist tatsächlich so, wie du es beschreibst. Ich würde gerne mehr darüber erfahren, wie du es geschafft hast, dich zu ändern...


    Grüße,

    Leevi

  4. #4
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    Du sprichst sehr bildhaft von einer Schutzhülle, die du selbst bei Freunden nicht fallen lässt. Ich denke jedoch, dass du nur durch Erfahrungen und zwischenmenschliche Beziehungen zu mehr Selbstbewusstsein gelangen kannst. Wenn du nach ähnlich sensiblen Menschen suchst, wäre das ein guter Start.

    Es ist ein schwerer Weg und ganz umkrempeln kann man sich nicht, aber man kann seine Verhaltensmuster (die die Denkmuster bestimmen und andersrum) ändern.
    "Ich stamme aus meiner Kindheit wie aus einem Land."
    - Antoine de Saint-Exupéry

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    Pearl (27.12.2010)

  6. #5
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    Zitat Zitat von Leevi Beitrag anzeigen
    Ich würde gerne mehr darüber erfahren, wie du es geschafft hast, dich zu ändern...
    Bei mir war es so, dass ich schon im Kindergarten Probleme damit hatte Freunde zu finden, da ich sehr zurückhaltend war und ich habe den Anderen nie wirklich zugetraut, dass sie mich mögen. So hat sich das auch durch die Grundschulzeit gezogen. Von der 5. bis zur 7. Klasse wurde ich dann gemobbt, zwar nicht so heftig, wie du es von dir beschreibst und heute frage ich mich auch, ob man es wirklich als Mobbing bezeichnen konnte, aber damals war es schon sehr schlimm für mich. Vor allem, zu erfahren, dass meine "Freunde" sich plötzlich auf die Seite der Leute stellten, die mich nicht leiden konnten. Heute denke ich, ich habe das damals alles viel zu intensiv wahrgenommen und habe jede Kleinigkeit gleich als Beweis dafür verstanden, dass die ganze Welt gegen mich ist. Damals war es aber so schlimm für mich, dass ich die Schule gewechselt habe.
    An meiner neuen Schule, zu der ich auch immer noch gehe, hat sich dann einiges geändert. Ich habe erfahren, dass es wirklich Menschen gibt, die mich mögen, aber ich war immer noch sehr misstrauisch und habe kaum jemandem geglaubt, dass er mich wirklich mag. Es war so, wie du es beschreibst, dass ich immer gleich enttäuscht war, wenn jemand auf eine Nachricht von mir nicht geantwortet hat.

    Du wolltest ja eigentlich wissen, wie ich es geschafft habe, mich zu ändern. Darauf habe ich keine konkrete Antwort, denn ich habe es nicht von heute auf morgen geschafft, mein Leben völlig umzukrempeln. Ich bin Anfang der 8. Klasse an meine neue Schule gekommen und bin nun in der 10. (da ich von Real auf Gym gewechselt habe musste ich die 10. wiederholen) das waren also 3 1/2 Jahre und ich arbeite heute immer noch an mir. Die Zeit solltest du dir auch nehmen und du solltest dir nicht als Ziel nehmen, selbstbewusst zu werden. Damit macht man sich nur noch mehr Druck und Enttäuschung, wenn man es dann nicht schafft. Bei mir war das viel mehr unbewusst, deswegen kann ich dir auch nicht genau beschreiben, wie ich es geschafft habe mich zu ändern. Aber ich denke auch nicht, dass ich mich als Person geändert habe. Ich habe vielmehr meine Sichtweise verändert. Ich weiß jetzt, dass jeder Mensch etwas besonderes ist, auch du und ich. Und ich weiß auch, dass jeder Mensch manchmal an sich zweifelt und dass dies völlig in Ordung ist. Auch die Menschen, die einen auslachen, sind nicht so überzeugt von sich selbst, wie sie das rüberbringen. Diese versuchen nur, jemanden zu finden, der etwas schlechter kann als sie bzw. schlechter aussieht. Jemand der wirklich überzeugt von sich ist, hat es nicht nötig, andere Menschen auszulachen. Außerdem ist mir in den letzten 2 Jahren niemand bewusst aufgefallen, der mich ausgelacht hat, da ich sowohl meine Schwächen als auch Stärken kenne. Wenn mich jemand wegen meiner Schwächen kritisiert, nehme ich das genauso an, wie ein Lob für meine Stärken. Jeder Mensch hat beides: Stärken und Schwächen und nicht jeder kann alles können. Ich denke, seitdem ich mir darüber bewusst bin, kann ich ganz anders mit meinen Mitmenschen umgehen.
    Vielleicht machst du dir mal eine Liste und schreibst auf, was deine Stärken und Schwächen sind. Frag vielleicht deine Familie und deine Freunde, was du gut oder weniger gut kannst. Und denk dabei daran: Wenn jemand dir deine Schwächen aufzeigt, dann nehme das mit Humor. Sicherlich kennst du auch von deinem gegenüber etwas, das er nicht gut kann.

    Ich freue mich auf eine Antwort von dir.
    love it. change it. or leave it.

  7. #6
    Neuling
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    Hey ihr,

    einfach mal Danke.
    Wofür? Ich finde, dass eure Beiträge überhaupt nichts von Schwäche aufweisen. Im Gegenteil: Ich bewundere es, wie sensibel und wach ihr euch selbst beobachtet und eure Ängste und Unsicherheiten schildert. Ich glaube, dass ich oft ähnliche Probleme mit mir habe, aber darüber nicht weiter nachdenken kann oder will. Vielleicht NOCH NICHT. Irgendwas steckt auf jeden Fall in mir, das sich ewig in den Weg stellt und dazu veranlasst, den einfachsten Weg zu nehmen, auch wenn ich eventuell ein höher gelegenes Ziel erreichen möchte. Ich traue es mir ganz einfach nicht zu und bevor ich "offiziell" scheitere, scheitere ich lieber an mir selbst. Das was irgendwie immer so. Oft sagen mir Leute, dass ich mich mit jedem Mist zufriedengebe, was unverständlich ist. Ich scheitere aber lieber an mir selbst, bevor tatsächlich mal was schiefgeht.
    Klingt jetzt alles etwas verworren, ich ordne meine Gedanken aber noch weiter und melde mich später nochmal.
    Vielen Dank für den Input und Denkanstoß.
    Ich drück euch jedenfalls die Daumen beim Selbstbejahen.

  8. #7
    Neuling
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    @Pearl: Ach ja: Ich glaube übrigens auch, dass jeder Mensch an sich zweifelt. Andere tun es vielleicht nur nicht so häufig und aus anderen Gründen.
    Und die, die andere unterdrücken müssen, sind wohl tatsächlich die schwächsten.

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Lenelena für den sinnvollen Beitrag:

    Pearl (27.01.2011)

  10. #8
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    Zitat Zitat von Leevi Beitrag anzeigen
    Ich bin von Natur aus ein sehr introvertierter Typ, der schüchtern ist, unsicher, nervös und sich in der Welt nicht akzeptiert fühlt. Ich weiß nicht wieso, aber gerade an Weihnachten wird mir immer wieder bewusst, wie sehr ich mich doch unverstanden fühle und es passiert nicht selten, dass ich nachts in meinem Bett liege, tausende Gedanken mir durch den Kopf gehen und ich nicht einschlafen kann, weil ich weinen muss...Hmm.
    Für jeden "Typ" gibt es negative aber auch positive Punkte. Man muss ja nicht immer auf alle drauf dreschen mit seinem Geplänke und Gequatsche. Ich mag lieber Leute, die auch mal schweigen können, ohne dass daraus gleich ein Drama gemacht wird. Die Welt braucht Leute wie dich, weil alle sonst viel zu hektisch und unsensibel durch die Gegend latschen und keiner sich mehr gegenseitig zuhört. Ehrlich, ich habe das bei einem Training für junge Akademiker erlebt und ich dachte, die wären wenigstens etwas rücksichtsvoller...

    [/QUOTE]So geschafft.[/QUOTE]
    Guter Zwischenschritt. ^^

    ...als ich in der Schule geärgert worden war (besonders wegen meinem Aussehen, ich hatte ziemlich dicke, lockige Haare, eine Brille und war eben nicht unbedingt das Ebenbild einer Schönheit) und unter anderem eine lange Zeit als "Cocker Spaniel" tituliert wurde ...
    Die Leute suchen immer nach Details. Man kann es vor allem Mobbern nicht recht machen, aber willst du das überhaupt? Wenn du von denen wegen deinem Aussehen verspottet wirst, kannst du evtl. nicht viel von denen erwarten, oder? Oft ist es komischerweise so, dass die "Heißen" als Erwachsene weniger erreichen als die Außenseiter. Sieh dir mal die ganzen Berühmtheiten an, die sind nicht alle besonders schön oder unterhaltsam oder haben alle einen extrem großen Freundeskreis gehabt. Außerdem: Lieber süßer Cocker Spaniel als ekliger Pitpull (bezogen auf das Verhalten)!

    [QUOTE]Meine Mutter erzählt mir noch heute, dass sie es nicht verstehen kann, wie ich es überhaupt geschafft habe, jeden Morgen aufzustehen und das Gefühl zu verdrängen, wieder einen Tag lang der Loser zu sein.
    Ich habe meinen Abschluss gemacht und dennoch wurde ich immer ausgebremst, denn niemand hält jahrelange Schikane aus und kann trotzdem 100% leisten. Ich hätte viel mehr aus mir machen können.[QUOTE]
    Jetzt hast du Gelegenheit dazu. ^^ Außerdem hast du Ausdauer bewiesen. Du gehst sogar auf Turniere!

    Ich kann dir nur raten, die Welt zu entdecken, denn es ist auch deine Welt. Wäre ja was, wenn sie nur für die Idioten da wäre. Manchen hilft es, wenn sie mal ins Ausland gehen für eine Weile. Andere versuchen ein neues Hobby, wo sie dann neue Leute kennen lernen. Sobald du richtig in diesem Teufelskreis drinsteckst, kommst du schwer wieder raus. Momentan stehst du noch an der Schwelle, da kann man noch so einiges retten.

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