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Thema: Psychischer Schmerz.

  1. #1
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    Standard Psychischer Schmerz.

    Hallo,

    ich habe mich gerade hier angemeldet.

    Mir geht es momentan nicht so gut. Ich habe auch schon mal eine Therapie gemacht. Naja, dieses ganze Programm eben.
    Ich bin 25 Jahre alt.

    Momentan habe ich irgendwie das Gefühl, dass ich am Ende angelangt bin, dass es nicht mehr weiter geht. Und ich noch nicht mal weiß, ob ich überhaupt etwas will, was "weiter" beinhaltet.

    Das schlimmste ist der psychische Schmerz der keinen Bezug zur Realität hat, weder zur Gegenwart, noch zur Vergangenheit.
    Er ist einfach existent und tyrannisiert mich.

    Die meisten Zeit des Tages ist da dieses unterschwellige Traurigkeits-/Niedergeschlagenheitsgefühl, was ich ganz gut im Griff habe. Aber plötzlich ist da dieser psychische Schmerz, vor allem abends oder nachts, wenn da nichts mehr ist, was mich ablenkt oder stabil hält. Dann ist da dieser Schmerz, als ob ich gerade einen geliebten Menschen verloren hätte oder etwas anderes, nur hat dieser Schmerz keinen Bezug - zu nichts. Mein Brustkorb verkrampft und mein Hals zieht sich zusammen. Das Gefühl weinen zu müssen, es aber nicht zu können. Unglaubliche innere Unruhe und Anspannung und große Traurigkeit. Und das alles zusammen in einem Gefühl.

    Ich will hier nicht rumjammern.
    Und ich weiß, es kann mir sowieso niemand helfen.
    Aber manchmal wenn es mir so schlecht geht, habe ich das Gefühl vor innerer Anspannung zu explodieren und darüber schreiben hilft mir manchmal etwas, dass diese Anspannung vorbei geht.
    Und ich weiß ja auch, wenn ich es irgendwann schaffe schlafen zu gehen, wird alles morgen früh wieder in den Hintergrund getreten sein - bis zum nächsten Mal.
    Gerade weiß ich wirklich nicht, wie lange und wie oft, ich das alles noch mitmachen will.

    Ich fühle mich wie ein EmotionsAlien, mit Gefühlen, die nicht zu mir und nicht hier hin passen. Aber sie sind da und ich bin ihnen ausgeliefert.

    Schlaflose Grüße
    Liljan

  2. #2
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    Bei den Symptomen, die du schilderst, fällt es mir schwer zu glauben, dass es da wirklich nichts Belastendes in Gegenwart, Vergangenheit oder in Erwartung der Zukunft gibt. Ich glaube dir, dass du das glaubst, vermute aber einen blinden Fleck in deiner Wahrnehmung.

  3. #3
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    Hi,

    hört sich ja übel an. Du solltest es mal mit einer Kräutertherapie versuchen,

    Kräutertee zum Einschlafen und ein paar Baldriankapseln.

    Auch wenn es sich blöd anhört, versuchs doch mal mit einem Kuscheltier.

    Jaja, ich weiss, nicht wissenschaftlich. Aber es könnte evt. helfen, ein Versuch wärs wert. Und geh Abends immer ruhig ins Bett, keine Hektik mehr vor dem Schlafengehen.

    Wenn es nicht besser wird, geh auf jeden Fall zum Arzt.

    Mfg. Irina

  4. #4
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    Hallo,

    Zitat Zitat von probdi Beitrag anzeigen
    Ich glaube dir, dass du das glaubst, vermute aber einen blinden Fleck in deiner Wahrnehmung.
    Ja, vielleicht. Klar, man wird ja nicht mit solchen Emotionen geboren. Ich denke auch eher, dass es nicht nur einen Grund gibt, sondern vielleicht eher mehrere.
    Durch Erfahrungen als Kind werden ja Emotionen sozusagen geformt.
    Ich habe auch schon relativ viel darüber nachgedacht. Aber im Grunde weiß ich es wirklich nicht, wo diese negativen Emotionen ihren Ursprung haben.
    Ich habe mich früher immer unerwünscht gefühlt und hatte das Gefühl, dass ich mich (also mein "wahres Ich", meine Persönlichkeit ...) vor anderen verstecken muss. Aber warum das so war, weiß ich nicht. Vielleicht weil ich einfach ein nicht-anstrengendes Kind sein wollte.
    Aber ich denke auch, selbst, wenn ich genau wüsste, warum ich so bin, warum ich eigentlich schon immer so war, warum ich schon vor 15 Jahren Suizidgedanken hatte ...
    wahrscheinlich würde mir das ja auch nichts nützen.

    Zitat Zitat von scorpio Beitrag anzeigen

    Kräutertee zum Einschlafen und ein paar Baldriankapseln.

    Auch wenn es sich blöd anhört, versuchs doch mal mit einem Kuscheltier.
    Baldrian, Johanneskraut usw. Das habe ich schon probiert. Bzw. Baldrian nehme ich immer noch. Ich bilde mir auch ein, dass es etwas hilft. Ich mein, im Grunde ist es ja auch egal, ob es nun ein Placebo-Effekt ist oder nicht. Hauptsache es bringt irgendwas. Allerdings hilft mir Baldrian nur, wenn es mit "normal" schlecht geht. Aber in den Stunden, wo ich dieses "psychischen Schmerz" empfinde, hilft das überhaupt nicht.
    Ich habe auchs schon mal andere rezeptfreie, chemische Schlafmittel genommen. Da war ich aber die ersten vier Stunden am nächsten Morgen immer noch so müde, dass mir wirklich die Augen zu gefallen sind. Deshalb sind die echt nichts für mich.
    Mmh, naja, ich glaub' mit einem Kuscheltier würde ich mich irgendwie komisch fühlen

    Zitat Zitat von scorpio Beitrag anzeigen
    Wenn es nicht besser wird, geh auf jeden Fall zum Arzt.
    Ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Ich würde dann allerdings gleich zum Psychiater gehen und nicht er zum Hausarzt. Weil ich ja schon eine Therapie gemacht habe und quasi weiß, dass es psychisch ist und mich der Arzt dann sowieso zu einem Psychiater schicken würde. Naja und Hausärzte sind auf dem Gebiet auch nicht unbedingt so kompetent.
    Immer wieder wenn es mir so extrem schlecht ging, habe ich mir vorgenommen, einen Termin zu machen. Damit ich vielleicht wenigstens irgendein Medikament habe, dass ich in solchen extremen Situationen nehmen könnte. Also ich hoffe, dann das er mir erst mal einfach was verschreiben würde. Würde ihn dann danach fragen.
    Wahrscheinlich würde ich das Medikament dann noch nicht mal jedes Mal nehmen, wenn es mir so extrem schlecht geht, aber es würde mich einfach schon sehr beruhigen, wenn ich es Zuhause hätte.
    Aber dann irgendwann geht es mir etwas besser und dann trau ich mich nicht dort anzurufen. Vielleicht geht es mir noch nicht schlecht genug. Ich weiß auch nicht, warum. Eigentlich habe ich ja auch schon Erfahrung mit Psychologen, Psychiatern. Aber ich bin umgezogen und hier in der Stadt war ich noch nie beim Arzt.
    Immer wenn es mir so extrem schlecht geht, ist das für mich auch irgendwie Stress und total anstrengend. Ich bin dann immer total fertig. Also im Grunde beeinträchtigt mich das schon ziemlich.


  5. #5
    Neuling Avatar von Ligeia
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    Wie lange geht es dir denn schon so? Es hört sich ja schon nach einer etwas längeren Leidensgeschichte an - ist in einer Behandlung mal die Rede von einer depressiven Episode gewesen?

    Kam mir dabei doch sehr schnell in den Sinn.. eine Depression braucht nicht zwangsläufig ein Erlebnis oder ähnliches, wodurch sie ausgelöst wird - man unterscheidet hier zwischen reaktiv und endogen, bei der zweiten Form bedarf es eben keinen Grund für die "Stimmung".

    Ich würde an deiner Stelle einen Psychiater aufsuchen, weil hier auch eine Medikation in Form von Antidepressiva möglich ist. Soweit ich weiß funktioniert das aber nicht so, dass man eine Tablette nimmt, wenn es einem schlecht geht, sondern vielmehr wird von einer täglichen Einnahme gesprochen. Aber hier kann ich mich auch irren.

    Nichtsdestotrotz bin ich aber immer der Meinung, dass Medikamente allein keine Heilung bewirken - auch wenn viele an die "Wunderpillen" glauben, so ist es doch keine langfristige Lösung.

    Wenn du an ein verdrängtes Erlebnis, einen blinden Fleck denkst, dann vielleicht ein tiefenpsychologischer Ansatz?

    Alles Gute!

  6. #6
    Neuling
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    @Ligeia: So Suizidgedanken hatte ich schon mit 11/12. So richtig schlecht gings mir dann aber erst mit 19/20. Irgendwann hab ich dann auch eine Therapie gemacht. Und danach ging es mir eine Zeitlang auch besser.

    Ja, ADs muss man leider täglich nehmen. Und die haben natürlich auch Nebenwirkungen.
    Ich würde halt lieber ein Medikament nehmen, was ich nur nehme, wenn es mir wirklich schlecht geht. Also momentan ein paar Mal im Monat.

    Ich meine, mir geht es ja auch nicht immer schlecht. Manchmal geht es mir monatelang gut, aber dann wieder schelchter - meistens verknüpft mit Stress.

    Ja, vielleicht sollte ich noch mal eine Therapie machen, zumindest wenn sich nichts bessert. Allerdings bin ich bis März noch ziemlich im Stress. Also da wird wirklich kaum Zeit für irgendwas bleiben. Und deshalb will ich einfach erst mal irgendwelche Medikamente, damit ich wenigstens etwas funktioniere.
    Oder irgendwelche anderen Sachen machen, die man leicht im Alltag umsetzen kann ohne viel Zeitaufwand.

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